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Hoffnungsvolle, aber auch traurige Meldungen zur Corona-Krise

Ausschnitte aus dem Live-Ticker der Film- und Medienbranche zur Corona-Krise.

Die Meldungen zur Corona-Epidemie reißen nicht ab. So verstarben in den letzten Tagen die Schauspieler*innen Lucia Bosè, Mark Blum, Andrew Jack und der Filmmusiker Adam Schlesinger an COVID-19. Nachrufe haben wir heute geschrieben. Ihre Veröffentlichung erfolgt bei uns aber erst zum Totensonntag am 22. November 2020.

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Gala zur Verleihung des Deutschen Kamerapreises 2020 abgesagt.

Vor dem Hintergrund der sich weiter ausbreitenden Corona-Pandemie wird die ursprünglich für den 29. Mai 2020 geplante Gala zur Verleihung des 30. Deutschen Kamerapreises abgesagt.

Unter Vorsitz der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat dies der Verein Deutscher Kamerapreis Köln e.V. beschlossen.

“Wir bedauern sehr, dass wir den krönenden Abschluss des 30. Wettbewerbs in unserem Jubiläumsjahr nicht in der geplanten Form in Köln ausrichten können”, betonte Walter Demonte, Geschäftsführer des Vereins. “Die Absage der Preisverleihung ist für uns ein schmerzhafter Schritt – ganz besonders im Hinblick auf die Preisträgerinnen und Preisträger, denen wir die Ehrungen für ihre herausragenden Leistungen gern persönlich und vor Publikum überreicht hätten. Beim derzeitigen dramatischen Verlauf der weltweiten Corona-Krise sind wir uns aber unserer hohen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und möchten durch die Absage der Veranstaltung unseren Beitrag leisten zur möglichst wirksamen Eindämmung der Pandemie und zum Schutz der Öffentlichkeit. Ganz gewiss werden wir jedoch als Organisatoren einen Weg finden, in diesen schweren Zeiten die Bildgestalter*innen angemessen zu ehren.”


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Meldung vom 27.3.2020:
Nachdem wenige Stunden zuvor gemeldet worden war, dass alleine in Shanghai am letzten Wochenende rund 200 Kinos den Betrieb wieder aufnehmen sollten, wurde in China plötzlich wieder die Schließung aller Kinos angeordnet - diesmal auch in Hong Kong.

Meldung vom 31.3.2020:
Das 36. Kurzfilm Festival Hamburg (KFF) und das 22. Mo&Friese Kinder Kurzfilm Festival Hamburg werden im Juni 2020 nicht stattfinden. Ersteres soll in alternativer Form nun vom 6. bis 8. November 2020 stattfinden, für letzteres ist ein Ausweichtermin vom 1. bis 6. September 2020 geplant.

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Trotz Corona-Krise sind einige Veranstalter guten Mutes.

Meldung vom 31.3.2020:
Die Veranstalter der gamescom 2020 in Köln, dem weltweit größten Event rund um Computer- und Videospiele, soll trotz Coronavirus in jedem Fall vom 25.08. – 29.08.2020 stattfinden. Im schlimmsten Fall muss das Event virtuell stattfinden. Bestehende digitale Formate wie z.B. die “gamescom Opening Night Live” oder “gamescom now” möchte man deshalb deutlich ausbauen sowie erweitern.

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125. Geburtstag des Kinos sollte gefeiert werden.

2020 ist das Jahr, in dem das Kino seinen 125. Geburtstag feiert. Gerade in der schwierigsten Zeit seiner Historie möchte die Agentur Herz & Säle die Branche dazu ermuntern, dieses Jubiläum zu nutzen, um ein großes Kino-Jubiläum noch in diesem Jahr feiern zu können.

„125 Jahre Kino“ sei eine großartige Möglichkeit, nicht nur einen nostalgischen Blick auf die bewegte und bewegende Geschichte zu werfen, sondern vor allem auch zu zeigen, welche Bedeutung der Ort Kino heute und in Zukunft für Menschen hat, so die Pressemitteilung. Herz & Säle stellt allen interessierten Kinos und Branchenpartnern ein gestaltetes Jubiläums-Logo kostenlos und ohne jegliche Verpflichtung zur freien Verfügung. Auch ein erstes Papier mit Ideen steht zur lokalen Adaption bereit.

Herz & Säle ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bereichen der Kino-Branche aktiv und unterstützt Verleiher, Kinos und institutionelle Partner im Marketing. 2017 hat die Agentur die Aktion "Deutschlands Lieblingskino" mitinitiiert.

Mail-Kontakt für Interessierte: 125JahreKino@oesterlin-pr.de

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cinec 2020 - International Trade Fair for Cine Equipment and Technologies.

Auch die Veranstalter der cinec sind zuversichtlich, dass die Messeaktivitäten im Herbst wieder starten und sich die technisch-kreativen Unternehmer bei der Messe in München vom 19. - 21. September 2020 erneut treffen werden. Dafür spricht vor allem der aktuelle Buchungsstand, auch wenn verlässliche Prognosen derzeit kaum möglich sind, weil das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weltweit in einer seit Jahrzehnten nie dagewesenen Weise betroffen ist.

Man hofft, wieder viele Aussteller begrüßen zu dürfen. Zahlungen werden nur dann erforderlich sein, wenn Veranstaltungssicherheit gegeben ist.

Wir wünschen Ihnen frohe Ostertage bei guter Gesundheit.

Mit besten Grüßen aus München
Angelika Albrecht

ALBRECHT
Gesellschaft für Fachausstellungen und Kongresse mbH
Registergericht München HR-B 77341
Geschäftsführung: Josef Frühauf
Bavariafilmplatz 7 - Gebäude 49
82031 Grünwald
Tel.: +49-(0)-89 - 27 29 48-20
Mail: angelika.albrecht@albrechtexpo.de
Link: www.cinec.de

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Zürich und San Sebastián wollen mit gemeinsamen neuen Filmmarkt eine Lücke schließen.

Guten Mutes sind auch zwei große Internationale Filmfestivals, die hoffen, dass bald alles wieder vorüber ist, und planen deshalb ungehindert weiter an der Durchführung ihrer Veranstaltungen in der zweiten Hälfte des Jahres. Ob dies gelingt ist derzeit noch ungewiss, denn die Pandemie hat möglicherweise ihren Höhepunkt noch gar nicht erreicht.

Die Internationalen Filmfestivals in Zürich und in San Sebastián kooperieren schon seit geraumer Zeit miteinander und wollen in Zeiten der Coronakrise ihre Aktivitäten sogar vertiefen.


Das Zurich Film Festival (ZFF) und das San Sebastián Film Festival (SSIFF) zeigen sich solidarisch mit der unabhängigen Filmindustrie und rufen einen neuen Filmmarkt ins Leben, an dem wegen der Corona-Pandemie gestrandete Projekte vorgestellt werden können. Beide Festivals unterstützen das schwer gebeutelte Independent-Kino und wollen nicht gezeigte Filme der abgesagten Festivals South by Southwest® (SXSW®) und des Tribeca Film Festival bei sich integrieren.

Christian Jungen, künstlerischer Direktor des ZFF in Zürich, und José Luis Rebordinos, Direktor des San Sebastián Film Festival (SSIFF), hatten schon in den letzten Jahren bei der Anreise von Stars aus Übersee kooperiert, um die Kosten zu senken. Auch ausgesuchte Filme des jeweils anderen Festivals wurden dem Publikum in Sonderreihen im eigenen Land präsentiert, um das Panorama aus dem jeweils anderen Land für das Publikum zu erweitern.

Nun kündigten beide Festivals an, zum ersten Mal gemeinsam einen Filmmarkt zu organisieren, um Einkäufern aus der ganzen Welt jene Filme zeigen zu können, die ursprünglich auf anderen Festivals hätten laufen sollen, aber wegen der Corona-Krise nicht gezeigt werden konnten, da einige Festivals in diesem Frühjahr abgesagt werden mussten.

Der Markt soll unabhängig finanzierten Projekten helfen, Verleiher zu finden. Unterstützt wird die gemeinsame Initiative des ZFF und San Sebastián von CAA Media Finance, das sich dafür einsetzt, Agenturen, Sales-Firmen, Verleiher, Financiers und Einkäufer aus aller Welt an die beiden Festivals zu bringen. Wichtige Independent-Firmen wie Wild Bunch und Film Nation stehen ebenfalls hinter der Initiative.

“Wir leben in einer disrupten Zeit, welche die traditionelle Festivallandschaft erschüttert und eine Bedrohung für das unabhängige Kino darstellt. Viele prestigeträchtige Filme konnten keine Premiere feiern, obwohl ihre Macher eine solche verdient hätten. Deshalb freut es uns, ihnen zu helfen, indem wir zusammen mit unseren Freunden von San Sebastián in die Bresche springen und Vorstellungen organisieren”, erklärt Christian Jungen. “Es ist gerade in dieser schwierigen Zeit wichtig, das Independent-Kino zu stärken und den Filmen zu helfen, sich für die Award- Season in Stellung zu bringen. Zürich ist als globaler Finanzplatz geradezu prädestiniert, einen Filmmarkt zu beherbergen. Die Stadt verfügt über eine tolle Infrastruktur und die Besucher können ihre Geschäfte in einer entspannten Atmosphäre abwickeln.” Das ZFF findet vom 24. September bis 4. Oktober 2020 statt.

“Für das Filmfestival San Sebastián steht die Gesundheit der Branchenmitarbeiter und der Zuschauer an erster Stelle. Wir arbeiten aber weiter daran, dass die diesjährige Ausgabe des Festivals, das vom 18. bis 26. September 2020 stattfinden soll, Realität wird”, sagt José Luis Rebordinos. “Wenn unser Festival mit der Bewilligung der Behörden unter normalen Umständen durchgeführt werden kann, wollen wir die Gelegenheit nutzen, Filme zu zeigen, die ursprünglich von anderen Festivals ausgewählt wurden und von diesen aber nicht gezeigt werden konnten. Wir wollen sie dem Publikum, Einkäufern und Verleihern zeigen. Gleichzeitig sollen die Berufsleute der weltweit wichtigsten Firmen der Filmwirtschaft unser Festival kennenlernen mit seinem Programm und den auf die weltweite Filmindustrie fokussierten Industry-Aktivitäten.”


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Produzentenallianz begrüßt Hilfsprogramm für die Film- und Medienbranche.

Die Bundes- und Länderförderer haben mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln ein gemeinsames Hilfsprogramm mit Maßnahmen für die Bereiche Produktion, Verleih und Kino entwickelt, das schnell und unbürokratisch umgesetzt werden soll. Die Produzentenallianz begrüßt die Entschlossenheit von Bund und Ländern, die Produktionswirtschaft angesichts existenzieller Herausforderungen durch die Corona-Krise zu unterstützen.

„Es ist ein wichtiges und erfreuliches Signal, dass Bund- und Länderförderer an einem Strang ziehen und die Film- und Medienbranche in diesen extrem schwierigen Zeiten unterstützen. Angesichts zahlreicher Unterbrechungen und Verschiebungen von Produktionen und einer großen Ungewissheit darüber, wie lange die aktuelle Situation noch anhält, ist die Branche für diese Hilfe dankbar“, so Meike Kordes, stellvertretende Vorsitzende der Sektion Kino in der Produzentenallianz.

Die Produzentin gibt gleichzeitig zu bedenken, dass schon jetzt auch für die Zukunft geplant werden sollte: „Es wird eine Zeit nach der Corona-Krise geben, in der es von besonderer Bedeutung ist, dass die Branche den Motor schnell wieder hochfahren kann. Daher möchten wir dringend dazu raten Fördersitzungen, sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene, wie gewohnt stattfinden zu lassen. Dies kann durchaus virtuell geschehen. Angesicht langwieriger Produktionsprozesse für Kinofilme wäre eine Aussetzung von Fördersitzungen jetzt kontraproduktiv und würde das Wiederanlaufen der Branche nach der Krise erschweren.“


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Filmfest Braunschweig startet mit neuem Festivaldirektor

Kurz vor dem Ausbruch der Corona-Krise, am 15. Februar 2020, hat Andreas Lewin, bisheriger Leiter des von ihm gegründeten DOKUARTS Festivals in Berlin, die Leitung des Internationalen Filmfestivals Braunschweig übernommen.

Jetzt ist Krisenmanagement gefragt, um das Festival gemeinsam mit dem professionellen Team, dem Vereinsvorstand und den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des Festivals in die Zukunft zu führen.

"Wir gehen trotz allem derzeit davon aus, dass wir im November die 34. Ausgabe des Festivals veranstalten können und ich freue mich auf meine erste Braunschweiger Festivalausgabe", so Lewin.

Besonders motiviert, die Festivalleitung in Braunschweig zu übernehmen, hätten ihn die "vielfältigen inhaltlichen Möglichkeiten wie insbesondere die Förderung des europäischen Nachwuchses, der musikalisch-kinematografischen Schwerpunkt, die Möglichkeit auch Dokumentarfilme, Ausstellungen und Symposien zu präsentieren und somit auch wissenschaftliche Themen einzubringen", so Lewin weiter.


Eine stärkere Internationalisierung und weitere Professionalisierung des Festivals sowie die Schärfung und Erweiterung des bisherigen Programmprofils sieht der gebürtige Ludwigshafener als Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit. Als erstes konkretes Vorhaben schwebt Lewin ein Programm mit kanadischen Filmen zur Kunst, gefördert durch den Canada Council for the Arts vor.

Die 34. Ausgabe des Internationalen Filmfestival Braunschweig soll vom 2. bis 8. November 2020 stattfinden.

Link: www.filmfest-braunschweig.de
Quellen: Tagesspiegel | Filmecho | Cinec | Blickpunkt:Film | Produzentenallianz

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