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Start: Braunschweig International Film Festival - Gewinner: Kinofest Lünen

Neuer Preis beim Filmfestival Braunschweig - Michael P. Aust verlängert nicht als BIFF-Festivaldirektor.



Das Braunschweiger Filmfestival erhält zu seiner 33. Ausgabe vom 19. bis 24. November 2019 einen weiteren Preis – „Die TILDA“. Den mit 5.000 Euro dotierten Frauenfilmpreis werden 60 Stifterinnen dem Festival spenden. Das Anliegen der Stifterinnen: Filmschaffende Frauen in all ihrer Diversität sichtbar machen. Erstmals wird „Die TILDA“ auf der Preisverleihung des Internationalen Filmfestival Braunschweig am Samstag, dem 23. November 2019 verliehen. Im Wettbewerb stehen acht internationale Produktionen.

Dass Frauen im Filmgeschäft unterrepräsentiert sind – das ärgerte Cornelia Rohse-Paul aus Braunschweig. Ein Frauenfilmpreis sollte her, um zu zeigen, was für großartige Filme von Frauen gemacht werden. Dreißig Frauen würden sich doch finden lassen, um einen solchen Preis zu stiften, so ihr Gedanke. Auf wie viel Resonanz sie mit ihrer Idee stoßen würde, damit hatte sie allerdings selbst nicht gerechnet: Inzwischen sind 60 Frauen aus Braunschweig und Umgebung im Boot. „Die TILDA“ ist angelehnt an Matilda Plantagenêt, die als Herzogin wesentlich dazu beitrug, Braunschweig als Residenzstadt auf die Landkarte zu setzen.

Mario Adorf als Zugpferd für das Filmfest in Braunschweig

Das Internationale Filmfest Braunschweig setzt aber nicht nur auf Frauen bei den mehr als 200 Veranstaltungen in sechs Tagen. Neben dem traditionellen Filmkonzert, der restaurierten Fassung eines Klassikers von Regisseur King Baggot aus dem Jahr 1925 und weiteren Musikfilmen, sollen große Namen wie Mario Adorf ein weiteres Zugpferd sein.

Zur Eröffnung zeigt das Festival in Kooperation mit dem Staatsorchester Braunschweig die deutsche Premiere des Live-to-Film Konzertes „Das Piano“ (Regie: Jane Campion, Musik: Michael Nyman).

Das französische DJ- und Komponisten-Duo »The Penelopes« vertont auf dem 33. Internationalen Filmfestival Braunschweig live den amerikanischen Stummfilm „The Home Maker“ von King Baggot. Das Konzert findet am Donnerstag, 21.11.2019 um 19 Uhr in der Braunschweiger Bartholomäuskirche statt.

Das diesjährige Gesicht der 33. Auflage ist Mario Adorf, der mit dem Filmpreis „EUROPA“ ausgezeichnet wird. Die Verleihung an den 89-Jährigen am Samstag 23. November 2019 im Großen Haus des Staatstheaters dürfte ein Highlight des Festivals werden. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert.

Derzeit läuft das Biopic "ES HÄTTE SCHLIMMER WERDEN KÖNNEN" über den Schauspieler in den Kinos, das wir am 3. November 2019 besprochen hatten.

Braunschweig ehrt Helmut Zerlett

Ein weiterer bekannter Name bei dem Filmfest ist Helmut Zerlett, den viele als Musiker aus der Late-Night-Show von Harald Schmidt kennen. In Braunschweig wird der Kölner Komponist, Bandleader und Keyboarder mit dem „Weißen Löwen“ für das Lebenswerk eines zeitgenössischen Filmkomponisten geehrt. Zerlett hat nach Angaben der Festival-Macher die Musik zu bislang 22 Spielfilmen, 28 TV-Filmen und mehr als 90 TV-Serienerfolgen komponiert.

Das 33. Internationale Filmfestival Braunschweig zeichnet Helmut Zerlett mit dem „WEIßEN LÖWEN“ für sein Lebenswerk aus. Der Kölner Komponist, Bandleader und Keyboarder hat die Musik zu bislang 22 Spielfilmen, 28 TV-Filmen und mehr als 90 TV-Serienerfolgen komponiert.

Das Festival widmet dem 62-Jährigen auch eine Retrospektive mit sieben seiner Filme aus den Jahren 2007 bis 2020, darunter auch der bisher unveröffentlichte Tatort „Die Guten und die Bösen“ mit Hannelore Elstner in ihrer letzten Rolle (Sendetermin: 19. April 2020).

Auf dem Festival präsentiert Zerlett gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig und den „AKADEMIX“ (Band der Deutschen Filmakademie) ein Porträtkonzert mit Suiten seiner Filmmusik, u.a. aus „Jerry Cotton“, „Haus der Krokodile“, „Neues vom Wixxer“, „Vampirschwestern“ und „Kalte Füsse“. Das Porträtkonzert und die Retrospektive für Helmut Zerlett wird von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz unterstützt.

Hier der Trailer zum 33. Internationalen Filmfestival Braunschweig:



Retrospektive widmet sich der Wendezeit.

Bereits 1989 präsentierte das Filmfest Braunschweig „Filme aus der DDR“. 30 Jahre später zeigt das Festival weitere sechs Filme und ein Kurzfilmprogramm – vorwiegend DEFA-Produktionen – die eine Zeit kurz vor und kurz nach 1989 reflektieren. Sie weisen über den historischen Moment hinaus – zurück und nach vorn.

Festivalleiter Michael P. Aust verlässt Braunschweig.

Michael P. Aust hat seinen Vertrag als Festivaldirektor des Braunschweig International Film Festival (BIFF) nicht verlängert. Er leitet das BIFF seit dem Jahr 2014. Aust wird sich in Zukunft wieder verstärkt seinem Kölner Filmfestival SoundTrack Cologne und der Filmproduktion widmen. Aktuell dreht er mit seiner Kölner Produktionsfirma Televisor Troika einen Dokumentarfilm über die Kölner elektronische Musikszene seit den 70ern.

Edgar Merkel, Vorstandsvorsitzender des Filmfestivals: „Michael P. Aust hat das BIFF in den letzten fünf Jahren stets umsichtig, vorausschauend und sehr erfolgreich geleitet. Die Besucherzahlen des BIFF sind unter seiner Leitung deutlich gestiegen, das BIFF hat mehr überregionale Aufmerksamkeit erfahren, konnte neue Besucher gewinnen und sich verjüngen. Auch wirtschaftlich hat sich das Festival unter Michael P. Austs Leitung sehr positiv entwickelt und steht hervorragend da.“

Michael P. Aust: „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Ich verlasse das BIFF mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn ich konnte mit meinem tollen Team viele aufregende Ideen umsetzen. Die Leitung des BIFF war eine spannende Aufgabe, die mir viel Freude bereitet hat. Ich habe viele tolle Menschen kennenlernen dürfen und eine ganz besondere Stadt, die mir sehr ans Herz gewachsen ist."


Aust wird laut Thorsten Rinke, Zweiter Vorsitzender des Festivals, dem Festival weiterhin noch durch einzelne Projekte verbunden bleiben und die von ihm im vergangenen Jahr initiierte Reihe „FxM: Film meets Music – Das MusikFilmFestival“ weiter kuratorisch betreuen.

Link: www.filmfest-braunschweig.de
Quellen: Frank Terhorst | Filmfest Braunschweig | Filmecho | Focus

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"Der letzte Mieter" erhielt den Hauptpreis beim Kinofest Lünen.

Am Samstag, den 16.11.2019, wurden bei der feierlichen Preisverleihung des 30. Kinofestes Lünen im Heinz-Hilpert Theater 11 Filmpreise im Wert von rund 30.000 Euro vergeben.

Der mit 10.000 Euro dotierte Publikumspreis »LÜDIA« ging an den Thriller "Der letzte Mieter" von Georg Erler.

Hier der Trailer:



Synopsis:
Erlers Film ist ein spannendes Statement zur Gentrifizierung unserer Metropolen: Das letzte unsanierte Haus in einer schicken Berliner Wohngegend wird geräumt. Ein Mieter weigert sich, aus der Wohnung, in der er seit 40 Jahren lebt, auszuziehen. Sein Sohn versucht, ihn zu überzeugen, doch die Situation eskaliert. Georg Erler nahm die LÜDIA am Samstagabend persönlich entgegen.


Der Kinderfilmpreis »RAKETE«, dotiert mit 3.000 Euro, ging an "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten" von Martin Tischner. Die Geschichte des neugierigen Tobi und einer geheimnisvollen Flaschenpost hatte die Herzen des jungen Publikums erobert.

Die mit je 1.600 Euro dotierten Publikumspreise in den Kurzfilmwettbewerben »Erste Hilfe« und »Erster Gang« erhielten Benjamin Kramme für seinen Film "Alternativen" und Suli Kurban für ihren Film "Hayat – Leben" über eine junge Frau, die ihre Sozialstunden in einem Box-Club ableistet. "Alternativen" ist ein hochaktueller Beitrag über politische Standpunkte, die Familien ebenso wie Gesellschaften spalten können.

Ausgezeichnet wurden im Weiteren:

Saskia Rosendahl für "Mein Ende dein Anfang" (Lüner Schauspielpreis)
Michael Fetter Nathansky für "Sag du es mir" (HWG Drehbuchpreis)
Kitty Kratschke für das Maskenbild in "Systemsprenger" (Perle – Preis für Frauen in der Filmbranche)
Mala Reinhardt für "Der zweite Anschlag" // RuhrPott Dokumentarfilmpreis der Ruhrnachrichten-Leserjuy
Markus Dietrich für "Invisible Sue" (Schülerfilmpreis 10+)
Carlos A. Morelli für "Der Geburtstag" (Schülerfilmpreis 16+)
Nora Fingscheidt für "Systemsprenger" (Insassenpreis der JVA Werl)

Mit 10.000 Zuschauer*innen konnte das Festival erneut seine Besuchszahlen steigern. Allein im Schulfilmprogramm konnte eine Steigerung von 20% erzielt werden.

Link: www.kinofest-luenen.de

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