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83. Internationale Film Festival von Venedig

Die US-Regisseurin und Schauspielerin Maggie Gyllenhaal wird Jurychefin der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig.



Maggie Gyllenhaal hatte kürzlich beim tschechischen A-Filmfestival im tschechischen Karlsbad den Festival President's Award erhalten und steht weiterhin aktuell im Rampenlicht, denn sie übernimmt nun in diesem Jahr auch den Jury-Vorsitz der Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica von Venedig.

Die 48-Jährige wird im September bei der 83. Auflage des Festi­vals den Goldenen Löwen für den besten Film verleihen, wie die Biennale mit­teilte. Die Festspiele in der italieni­schen Lagunenstadt finden vom 2. bis 12. September 2026 statt und sind neben Cannes das weltweit wichtigste Filmfestival.

Gyllenhaals Regiedebüt "Frau im Dun­keln" war 2021 in Venedig für das beste Drehbuch ausge­zeichnet worden. Maggie Gyllenhaal ist die Schwester des Schauspielers Jake Gyllenhaal.

Der US-Schauspieler George Clooney, der seit Jahrzehnten einer der berühmtesten Hollywood-Stars ist, erhält bei den Filmfestspielen in Venedig in diesem Jahr einen Goldenen Löwen für sein Lebenswerk.

Der 65-Jährige sagte, der Preis sei für ihn eine «enorme Ehre». Er habe in Venedig so viele außergewöhnliche Momente erlebt. «Dieses Festival ist ohne jeden Zweifel mein Lieblingsfestival.»

International bekannt wurde Clooney mit der Krankenhausserie "Emergency Room - Die Notaufnahme" (kurz ER). Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen "Ocean's Eleven", "Syriana", für den er 2006 den Oscar als bester Nebendarsteller erhielt, "Michael Clayton", "Up in the Air", "The Descendants" und "Gravity".

Vergangenes Jahr präsentierte er in Venedig den Film "Jay Kelly" (Regie: Noah Baumbach), wurde aber während des Festivals krank und musste seine Teilnahme an der Pressekonferenz zum Film absagen.

Der Leiter der Filmfestspiele, Alberto Barbera, würdigte Clooney in seiner Dreifachrolle als Schauspieler, Regisseur und Produzent als «vielseitigen und charismatischen Künstler». Barbera sagte weiter: «Er besitzt die Fähigkeit, seine Figuren nicht nur glaubwürdig, sondern auch attraktiv, nahbar und menschlich erscheinen zu lassen.» Er betonte Clooneys «unbestreitbaren Charme». Seine Anziehungskraft sei aber nie bloß äußerlicher Natur gewesen, so Barbera.

Ein Film über die Verwandlung der bri­tischen Medienlandschaft durch Rupert Murdoch wird die diesjährige Ausgabe des Filmfestivals von Venedig eröffnen. Der Film "Ink", der auf einem gleichna­migen Theaterstück von James Graham basiert, wird in der Eröffnungsnacht des Festivals uraufgeführt. Regie führt der für seinen Film "Trainspotting - Neue Helden" bekannte Danny Boyle. Den Medienmogul porträtiert Guy Pearce.

Bei den 83. Filmfestspielen von Venedig feiern 3 MBB-geförderte Filme ihre Weltpremiere: Ilya Khrzhanovskys vielschichtiges Langzeitprojekt "DAU" geht im Internationalen Wettbewerb ins Rennen um den Goldenen Löwen. Mit "FROM INSIDE OUT - THE ARCHITECTURE OF PETER ZUMTHOR" präsentiert Wim Wenders ein Porträt über den Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor Out of Competition. "FALLING HOUSE" von Mohsen Gharaei ist in die Sektion Orizzonti eingeladen.

DAU | Wettbewerb
Ilya Khrzhanovsky
Coproduction Office

FROM INSIDE OUT -
THE ARCHITECTURE OF PETER ZUMTHOR | Out of Competition
Wim Wenders
Road Movies

FALLING HOUSE | Orizzonti
Mohsen Gharaei
BASIS BERLIN Filmproduktion

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Sarah Duve-Schmid, MBB-Geschäftsführerin: "Wir freuen uns über 3 MBB-geförderte Filme auf dem Lido, die als Koproduktionen zwischen tollen Filmländern entstanden sind: Sie bringen herausragende Talente und Perspektiven über Ländergrenzen hinweg zusammen und machen Berlin-Brandenburg zu einem wichtigen Partner im internationalen Filmschaffen. Wir gratulieren allen Teams herzlich, wünschen ihnen ein begeistertes Publikum und viel Erfolg in Venedig!"

­Darüber hinaus werden auch 2 MBB-geförderte XR-Experiences beim Venice Gap Financing-Market vorgestellt:

AFTER THE FLOOD | Chloé Lee, Reynard Films
THE BERLIN WALL | Karim Ben Khelifa, Tina Ahrens, Filmtank

Nachdem die Filmfestspiele von Cannes dem deutschen Regisseur Werner Herzog keinen Platz im Wettbewerb geben wollten, kann er sich nun wenigstens am Lido zusammen mit den Geschwistern Kate & Rooney Mara für seinen Film "Bucking Fastard" präsentieren.

Darüber hinaus ist auf dem Roten Teppich mit Javier Bardem und Penélope Cruz zu rechnen, die ein Filmehepaar in "Bunker" des französisch-schweizerischen Schriftstellers und Regisseurs Florian Zeller darstellen.

Die großen US-Studios machen sich dagegen rar am Lido, obwohl zumindest Hollywood-Star Robert Pattinson zugegen sein wird. Er spielt in dem Thriller "Primetime" den Moderator und dubiosen Investigativ-Journalisten der True-Crime-Show "To Catch a Predator".

Auch der US-amerikanische Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Casey Affleck wird seine Regiearbeit "Company", ein Mystery-Gothic-Drama, in Venedig zeigen.

Die US-"Baywatch"-Legende Pamela Anderson hat zusammen mit der Oscar-Preisträgerin Ellen Burstyn und dem neuseeländischen Filmemacher Taika Waititi die Hauptrolle in "Place to Be" des ungarischen Film- und Theaterregisseurs Kornél Mundruczó übernommen. Der Film wird anlässlich der Auszeichnung für das Lebenswerk von Ellen Burstyn auf dem Lido gezeigt.

Dagegen wird es definitiv keine Beteiligung von russischen Filmen auf der Mostra geben, vermeldete Festivalchef Alberto Barbera bei der Verkündigung des diesjährigen Programms am 23. Juli 2026.

Seitdem bereits auf der Berlinale kaum noch über Hollywoods Filme gesprochen wurde, sondern nur noch um die Übernahme der großen US-Studios, sowie auch noch um den Einfluss der Streamer-Giganten wie NETFLIX gerungen wird, konnte man nur noch hoffen, dass wenigstens Alberto Barbera eine relativ repräsentative Vorschau auf den Filmherbst präsentiert.

Tatsächlich hat es mit der Polit-Farce "Wild Horse Nine" von Martin McDonagh über zwei CIA-Agenten (John Malkowich und Sam Rockwell) nur eines der erwarteten US-Herbst-Highlights in die Auswahl von Venedig geschafft.

Hier der Trailer:



Wie der Tagesspiegel schreibt, fehlen sowohl Alejandro González Iñárritus kommender satirischer schwarzer Komödienfilm "Digger" mit Tom Cruise und Sandra Hüller als auch Luca Guadagninos Biopic über den Open AI-Gründer Sam Altman. Stattdessen wird eine siebenstündige Doku des italienischen Regisseurs über Bernardo Bertolucci vertreten sein.

Nur das internationale Autorenkino ist mit dem koreanischen Regisseur Lee Chang-dong, dem Japaner Hirokazu Kore-eda, dem Italiener Nanni Moretti und, als einziger Regisseurin, mit der dänisch-ägyptischen Filmemacherin May El Toukhy würdig vertreten.

Die großen US-Major-Studios fürchten meist die kritische Presse der europäischen Festivals sowie die negativen Kommentare der Social-Media-Community, weshalb sie sich schon lange zurückgezogen haben. Andere Regisseure wie Paul Thomas Anderson oder Christopher Nolan kreieren lieber ihre eignen Events und haben Festivals offensichtlich gar nicht mehr nötig.

Für die echte Filmkunst ist dies eher eine gute Nachricht, wenn der Fokus nicht mehr auf der Vermarktung liegt, sondern das Publikum endlich wieder Geheimtipps entdecken kann.

Link: www.labiennale.org/en/cinema/2026