Große Bandbreite an Gewinnerfilmen beim 43. FILMFEST MÜNCHEN
Vom leichten Sommerfilm bis hin zum Drama - die Bandbreite der Gewinnerfilme des Filmfestes München war dieses Jahr besonders groß.

Die 43. Ausgabe des FILMFESTS München mit insgesamt 130 Filmen aus 56 Ländern, fand vom 26.06. - 05.07.2026 statt, wobei die Preisverleihungen des »Förderpreises Neues Deutsches Kino«, dem mit 70.000 Euro höchstdotierten Nachwuchspreis in Deutschland, bereits am Freitag, den 3. Juli 2026 in vier Kategorien vergeben wurden.
Am Samstagabend folgten die Hauptpreise, darunter die mit 100.00 Euro höchstdotierte Auszeichnung beim FILMFEST MÜNCHEN, die dieses Jahr an den neu belebten »CineCoPro Wettbewerb« ging. Der vom FFF Bayern gestiftete Preis richtet sich an internationale Ko-Produktionen mit deutscher Beteiligung.
Der Preis ging an die impressionistische wie sinnliche Coming-of-Age-Geschichte "STRANGE RIVER" des katalanischen Regisseurs Jaume Claret Muxart. Die spanisch-deutsche Koproduktion konnte sich unter 14 Wettbewerbsfilmen durchsetzen und erzählt von Didac, der mit seiner Familie eine Fahrradtour entlang der Donau unternimmt.
Hier der Trailer:
Statement der Jury:
"Die Darstellung einer so realistischen, liebenswerten Familie wurde durch eine Kombination aus exzellentem Drehbuch, Besetzung, Regie, Bildsprache und dem offensichtlichen Vertrauen zwischen allen Beteiligten ermöglicht. Das Ergebnis ist ein aufbauender Film mit genau der richtigen Portion Hoffnung".
Der »CineMasters Award«, der Hauptpreis des FILMFESTS MÜNCHEN im internationalen Wettbewerb, ging an das Drama "VON SCHAM UND GELD".
Statement der Jury:
"Insgesamt ist diese Sektion von unglaublichen schauspielerischen Leistungen und einer packenden Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie sozialer Ungleichheit und den Folgen unseres kapitalistischen und patriarchalischen Systems geprägt. Die Filme in diesem Programm hätten unterschiedlicher nicht sein können, so dass es nicht einfach war, sie miteinander zu vergleichen...
Der Film "Von Scham und Geld", den wir auszeichnen wollen, fesselt von Anfang bis Ende durch seinen meisterhaften Umgang mit Form und Funktion. Er ist eine zarte, aber zugleich schonungslose Beobachtung einer Welt, in der Arbeitskräfte billig und Menschen entbehrlich sind. Der Film konfrontierte uns immer wieder mit der Frage: Lässt unsere kapitalistische Gesellschaft überhaupt Raum für Würde und Selbstachtung? Dabei lässt sich der Film nicht auf eine nihilistische Weltanschauung ein, sondern er ermutigt uns, zu glauben, dass es selbst unter den widrigsten Umständen immer Momente der Menschlichkeit gibt".
Der »CineVision Award« wird an den Besten Internationalen Debütfilm verliehen. Die Preisjuror*innen wählten den chinesisch-französischen Film "A GIRL UNKNOWN" von Jing Zou.
Statement der Jury:
"Obwohl die zwölf Wettbewerbsfilme alle sehr unterschiedlich waren, kehrten sie immer wieder zu den Themen Identität, Selbstfindung und Akzeptanz zurück. Unser Gewinnerfilm "A GIRL UNKNOWN" thematisiert die Folgen der chinesischen Ein-Kind-Politik werden, indem der Film ein junges Mädchen begleitet, das von Familie zu Familie, von Zuhause zu Zuhause weitergereicht wird, in der Hoffnung, ihren Platz zu finden. Doch dieser entzieht sich ihr stets. Mit außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen und Feingefühl gelingt es der Regisseurin, die emotionale Entwicklung dieser Hauptfigur langsam und subtil, aber mit großer Ernsthaftigkeit nachzuzeichnen".
Der »CineRebels Award« ist eine Plattform für Formatsprenger, Filmabenteu(r)er und den cinephilen Filmgeschmack. Die diesjährige dreiköpfige Jury hat sich für den poetischen Dokumentarfilm "HAIR, PAPER, WATER..." von Nicolas Graux und Minh Quý Trương aus Vietnam entschieden, der zuvor schon in Locarno mit dem Goldenen Leoparden der Sektion Filmmakers of the Present ausgezeichnet worden war und mit einer ungestümen und radikal eigenständigen Bildsprache von Traditionen, aussterbende Kulturen und der Bedeutung von Familie erzählt.
Der »CineKindl Award« ging an "MEIN SOMMER BEI NONNA" von Margherita Spampinato aus Italien.
Hier der Trailer:
Statement der Jury:
"Mit seiner wunderschönen Kameraführung, seinen bemerkenswerten schauspielerischen Leistungen und seiner souveränen Erzählweise erinnert er uns daran, dass die Liebe zeitlos ist und dass die Beziehungen, die wir aufbauen, zu dem Wertvollsten gehören, was wir haben."
Der »Young Jury Award« ging an "LOS NADADORES" von Sol Iglesias SK, ein apokalyptischer wie schwelgender Sommerfilm über Argentiniens Jugend zwischen Klimakatastrophe und Staatszerfall.
Hier der Trailer:
Statement der Jugendjury:
"Für uns als Junge Jury war es ein besonderes Anliegen, einen Film auszuzeichnen, der die Herausforderungen an unsere Generation thematisiert. Der Film, den wir ausgewählt haben, sticht hervor, weil er einige der drängendsten Probleme unserer Zeit thematisiert: politische Entscheidungen, die unsere Zukunft gefährden, und die immer größere Schere zwischen Privilegierten und Benachteiligten."
Der »FIPRESCI-Preis« geht an die deutsche Weltpremiere "SCHÖNE SEELEN" von Tom Schreiber. Eine Tragikomödie um Sehnsüchte und verkorkste Neuanfänge – mit einem umwerfenden August Diehl!
Statement der Jury:
„Die FIPRESCI-Jury war von einem Film beeindruckt, der das Alltägliche ganz leise in etwas Außergewöhnliches verwandelt. Er nimmt die Tragödien, Hoffnungen, Zweifel, kleinen Freuden und unerwarteten Geschenke des Alltags auf und verwebt sie zu einem einfühlsamen Porträt der heutigen Gesellschaft."
Der »Audience Award National« geht an "LIEBLINGSMENSCHEN – DIE AUSERGEWÖHNLICHE FREUNDSCHAFT VON AGNES & AMIR" von Helena Hufnagel. Ein Wohlfühlkino mit Katharina Thalbach als Hundertjährige nach einer wahren Geschichte.
Hier der Trailer:
Der »Audience Award International« geht an "IF ONLY THE YEAR HAD 364 DAYS" von Almourad Aldeeb aus Syrien. Ein Essay, gedreht auf 16mm, zwischen persönlicher Aufarbeitung und Zeugenschaft.
Link: www.filmfest-muenchen.de

Die 43. Ausgabe des FILMFESTS München mit insgesamt 130 Filmen aus 56 Ländern, fand vom 26.06. - 05.07.2026 statt, wobei die Preisverleihungen des »Förderpreises Neues Deutsches Kino«, dem mit 70.000 Euro höchstdotierten Nachwuchspreis in Deutschland, bereits am Freitag, den 3. Juli 2026 in vier Kategorien vergeben wurden.
Beste Regie: Ella Cieslinski, Nina Wesemann für ERZÄHL MIR DEIN MORGEN
Bestes Drehbuch: Susanne Heinrich für DIE MISERABLE MUTTER
Beste Produktion: Christoph Otto für DIE BALLADE VON MITTWOCH AUF DONNERSTAG
Beste Schauspielerin: Ricarda Seifried für ERZÄHL MIR DEIN MORGEN
Am Samstagabend folgten die Hauptpreise, darunter die mit 100.00 Euro höchstdotierte Auszeichnung beim FILMFEST MÜNCHEN, die dieses Jahr an den neu belebten »CineCoPro Wettbewerb« ging. Der vom FFF Bayern gestiftete Preis richtet sich an internationale Ko-Produktionen mit deutscher Beteiligung.
Der Preis ging an die impressionistische wie sinnliche Coming-of-Age-Geschichte "STRANGE RIVER" des katalanischen Regisseurs Jaume Claret Muxart. Die spanisch-deutsche Koproduktion konnte sich unter 14 Wettbewerbsfilmen durchsetzen und erzählt von Didac, der mit seiner Familie eine Fahrradtour entlang der Donau unternimmt.
Hier der Trailer:
Synopsis:
An dem Fluss beobachtet der sechzehnjährige Jugendliche immer wieder einen geheimnisvollen Jungen und fühlt sich zu ihm hingezogen. Während Dídac sich selbst entdeckt und sich von seinen jüngeren Brüdern distanziert, versinkt die Mutter in Erinnerungen an eine vergangene Liebe.
Der Verleih Salzgeber wird den Film, der seine Weltpremiere im letzten Jahr in Venedig gefeiert hatte, bereits am 27. August 2026 in die Kinos bringen.
Statement der Jury:
"Die Darstellung einer so realistischen, liebenswerten Familie wurde durch eine Kombination aus exzellentem Drehbuch, Besetzung, Regie, Bildsprache und dem offensichtlichen Vertrauen zwischen allen Beteiligten ermöglicht. Das Ergebnis ist ein aufbauender Film mit genau der richtigen Portion Hoffnung".
Der »CineMasters Award«, der Hauptpreis des FILMFESTS MÜNCHEN im internationalen Wettbewerb, ging an das Drama "VON SCHAM UND GELD".
Regisseur Visar Morina erzählt von einer Familie in seinem Geburtsland Kosovo, die aus Geldnot vom Land in die Stadt zieht. Eigentlich war die Familie glücklich mit ihrem Leben in einer ländlichen Gegend im Kosovo. Doch als ein Familienmitglied heimlich alle Kühe verkauft und sich mit dem Geld ins Ausland absetzt, bleibt dem Rest nichts anderes übrig, als in die Großstadt zu ziehen und von vorne anzufangen. Aber das ist leichter gesagt als getan in einer Gesellschaft, in der Menschen keinen Wert haben.
Der Film hatte zuvor den »Grand Jury Prize: Dramatic« beim Sundance Film Festival 2026 erhalten.
Statement der Jury:
"Insgesamt ist diese Sektion von unglaublichen schauspielerischen Leistungen und einer packenden Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie sozialer Ungleichheit und den Folgen unseres kapitalistischen und patriarchalischen Systems geprägt. Die Filme in diesem Programm hätten unterschiedlicher nicht sein können, so dass es nicht einfach war, sie miteinander zu vergleichen...
Der Film "Von Scham und Geld", den wir auszeichnen wollen, fesselt von Anfang bis Ende durch seinen meisterhaften Umgang mit Form und Funktion. Er ist eine zarte, aber zugleich schonungslose Beobachtung einer Welt, in der Arbeitskräfte billig und Menschen entbehrlich sind. Der Film konfrontierte uns immer wieder mit der Frage: Lässt unsere kapitalistische Gesellschaft überhaupt Raum für Würde und Selbstachtung? Dabei lässt sich der Film nicht auf eine nihilistische Weltanschauung ein, sondern er ermutigt uns, zu glauben, dass es selbst unter den widrigsten Umständen immer Momente der Menschlichkeit gibt".
Der »CineVision Award« wird an den Besten Internationalen Debütfilm verliehen. Die Preisjuror*innen wählten den chinesisch-französischen Film "A GIRL UNKNOWN" von Jing Zou.
Statement der Jury:
"Obwohl die zwölf Wettbewerbsfilme alle sehr unterschiedlich waren, kehrten sie immer wieder zu den Themen Identität, Selbstfindung und Akzeptanz zurück. Unser Gewinnerfilm "A GIRL UNKNOWN" thematisiert die Folgen der chinesischen Ein-Kind-Politik werden, indem der Film ein junges Mädchen begleitet, das von Familie zu Familie, von Zuhause zu Zuhause weitergereicht wird, in der Hoffnung, ihren Platz zu finden. Doch dieser entzieht sich ihr stets. Mit außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen und Feingefühl gelingt es der Regisseurin, die emotionale Entwicklung dieser Hauptfigur langsam und subtil, aber mit großer Ernsthaftigkeit nachzuzeichnen".
Der »CineRebels Award« ist eine Plattform für Formatsprenger, Filmabenteu(r)er und den cinephilen Filmgeschmack. Die diesjährige dreiköpfige Jury hat sich für den poetischen Dokumentarfilm "HAIR, PAPER, WATER..." von Nicolas Graux und Minh Quý Trương aus Vietnam entschieden, der zuvor schon in Locarno mit dem Goldenen Leoparden der Sektion Filmmakers of the Present ausgezeichnet worden war und mit einer ungestümen und radikal eigenständigen Bildsprache von Traditionen, aussterbende Kulturen und der Bedeutung von Familie erzählt.
Der »CineKindl Award« ging an "MEIN SOMMER BEI NONNA" von Margherita Spampinato aus Italien.
Hier der Trailer:
Synopsis:
Nico wird zu seiner resoluten Großtante Gela nach Sizilien geschickt, wo die Uhren noch anders ticken. In ihrem Haus gibt es kein Wi-Fi, dafür so einige Geister aus der Vergangenheit. Auch bei den Kindern in der Nachbarschaft findet Nico nur schwer Anschluss. So hat er sich seinen Sommerurlaub nicht vorgestellt. Doch nach und nach finden die beiden Sturköpfe Gemeinsamkeiten – und Nico sogar seine erste Liebe.
Statement der Jury:
"Mit seiner wunderschönen Kameraführung, seinen bemerkenswerten schauspielerischen Leistungen und seiner souveränen Erzählweise erinnert er uns daran, dass die Liebe zeitlos ist und dass die Beziehungen, die wir aufbauen, zu dem Wertvollsten gehören, was wir haben."
Der »Young Jury Award« ging an "LOS NADADORES" von Sol Iglesias SK, ein apokalyptischer wie schwelgender Sommerfilm über Argentiniens Jugend zwischen Klimakatastrophe und Staatszerfall.
Hier der Trailer:
Synopsis:
Eine Gruppe von Jugendlichen erlebt den heißesten Sommer aller Zeiten in Buenos Aires. Zwischen Stromausfällen, Massenmigration und extremer Hitze verbringt sie die Tage auf den Straßen und bricht in leerstehende Häuser ein, um etwas Abkühlung in den Swimming-Pools zu suchen. Unter der gleißenden Sonne heizt sich die Stimmung auf.
Statement der Jugendjury:
"Für uns als Junge Jury war es ein besonderes Anliegen, einen Film auszuzeichnen, der die Herausforderungen an unsere Generation thematisiert. Der Film, den wir ausgewählt haben, sticht hervor, weil er einige der drängendsten Probleme unserer Zeit thematisiert: politische Entscheidungen, die unsere Zukunft gefährden, und die immer größere Schere zwischen Privilegierten und Benachteiligten."
Der »FIPRESCI-Preis« geht an die deutsche Weltpremiere "SCHÖNE SEELEN" von Tom Schreiber. Eine Tragikomödie um Sehnsüchte und verkorkste Neuanfänge – mit einem umwerfenden August Diehl!
Synopsis:
Sommer 1996: Der ewig jugendliche Tagelöhner Freddy ergreift die Gelegenheit, sein unbequemes Leben in Deutschland hinter sich zu lassen und landet in einem spanischen Urlaubsort. Zunächst wähnt er sich im Paradies. Doch die erste Saison ist noch nicht vorüber, da wird Freddy zum Mittelpunkt des grotesken Zerfalls der Aussteigergemeinschaft.
Statement der Jury:
„Die FIPRESCI-Jury war von einem Film beeindruckt, der das Alltägliche ganz leise in etwas Außergewöhnliches verwandelt. Er nimmt die Tragödien, Hoffnungen, Zweifel, kleinen Freuden und unerwarteten Geschenke des Alltags auf und verwebt sie zu einem einfühlsamen Porträt der heutigen Gesellschaft."
Der »Audience Award National« geht an "LIEBLINGSMENSCHEN – DIE AUSERGEWÖHNLICHE FREUNDSCHAFT VON AGNES & AMIR" von Helena Hufnagel. Ein Wohlfühlkino mit Katharina Thalbach als Hundertjährige nach einer wahren Geschichte.
Hier der Trailer:
Synopsis:
Was haben ein 31-jähriger, homosexueller Geflüchteter und ein 101-jähriges Berliner Original gemeinsam? Antwort: die Wohnung. Denn die Seniorin Agnes braucht Amir als Mitbewohner, um nicht ins Altersheim ziehen zu müssen. Was als von Skepsis geprägte Zweckgemeinschaft beginnt, wird mit der Zeit mehr und die zwei finden Halt, Mut und neue Lebensperspektiven.
Der »Audience Award International« geht an "IF ONLY THE YEAR HAD 364 DAYS" von Almourad Aldeeb aus Syrien. Ein Essay, gedreht auf 16mm, zwischen persönlicher Aufarbeitung und Zeugenschaft.
Synopsis:
Almourad Aldeeb wird 2013 während des Bürgerkriegs in Syrien mit seinen Freunden inhaftiert. Mehrere Monate verbrachte er in einem Foltergefängnis, bevor ihm die Flucht nach Deutschland gelang. Nach dem Sturz des Regimes kehrt er zum Ort des Schreckens zurück, um sich seinen Erinnerungen zu stellen und seiner Freunde zu gedenken, die dort zu Tode gefoltert wurden.
Link: www.filmfest-muenchen.de