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Noch mehr Infos zur Eröffnung der Berlinale

18 Filme feiern im Wettbewerb der 62. Berlinale 2012 ihre Weltpremiere.



22 Filme umfasst das Wettbewerbsprogramm der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin, das heute abend mit dem französischen Film "Les adieux à la reine" eröffnet wird. 17 Filme werden um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren. 18 Filme werden im Wettbewerb der Berlinale 2012 ihre Weltpremiere feiern. Als Sondervorführung im Berlinale Palast ergänzt Steven Soderberghs Actionthriller "Haywire" mit Ewan Gregor und Michael Fassbender in den Hauptrollen das Programm. Ebenfalls außer Konkurrenz läuft "Bel Ami" mit Twilight-Star Robert Pattinson und Christina Ricci in den Hauptrollen. Darin spielt Robert Pattinson den jungen Georges Duroy, der sich quer durch Paris schläft und die reichsten & einflussreichsten Frauen der Stadt angelt.

Wir freuen uns, dass viele der diesjährigen Wettbewerbsfilme als Weltpremieren in Berlin präsentiert werden können. Viele Beiträge im Wettbewerb 2012 handeln von Auf- und Umbrüchen, wechseln die Perspektive und zeigen die Geschichte und Geschichten aus der Sicht der Betroffenen“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.

Die Wettbewerbsproduktionen kommen aus folgenden Ländern: Brasilien, Dänemark, Deutschland, der Volksrepublik China, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong/China, Indonesien, Italien, Irland, Kanada, Norwegen, den Philippinen, Portugal, der Russischen Föderation, Schweden, Schweiz, Senegal, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn und den USA. Vor jedem Film läuft der offizielle Trailer der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin.



Insgesamt zeigt das Festival rund 400 Filme in den verschiedenen Sektionen. Passend zur kalten Jahreszeit in Berlin zeigt Norwegen die Weltpremiere der deutsch-norwegischen Koproduktion "Gnade" (Nåde) im Wettbewerb. Der Film spielt in der nördlichsten Stadt der Welt. Die zwei Hauptrollen wurden mit den deutschen Schauspielern Jürgen Vogel und Birgit Minichmayr besetzt. Im dem Drama des bekannten deutschen Regisseurs Matthias Glasner ("Der freie Wille") geht es um eine deutsche Familie, die nach Hammerfest zieht, um dort ein neues Leben anzufangen. Ein schrecklicher Unfall stellt jedoch ihr Leben auf den Kopf.

In diesem Jahr ist die Beteiligung deutscher Filme und Schauspieler im Wettbewerb deutlich größer als im letzten Jahr. Zwar waren viele der Wettbewerbsfilme im letzten Jahr bereits in deutscher Koproduktion entstanden, doch bekannte Gesichter wurden zum Leidwesen vieler Fans vermisst. Das soll diesmal etwas anders sein, denn mit "Barbara" von Christian Petzold und "Was bleibt" (Home For The Weekend) von Hans-Christian Schmid nehmen zwei weitere Filme aus Deutschland am Wettbewerb teil.

„Bai lu yuan“ (White Deer Plain) von Wang Quan’an aus der Volksrepublik China komplettiert den Wettbewerb der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Er wurde von den Veranstaltern als letzter Film des Wettbewerbs bekanntgegeben. Der Regisseur, der 2007 mit dem in der kargen mongolischen Steppe gedrehten "Tuyas Hochzeit" den Goldenen Bären gewann und anschließend mit "Tuan Yuan - Apart Together" auf dem deutschen A-Festival war, kehrt mit "Bai lu yuan - White Deer Plain" nach Berlin zurück. Sein neuer epischer Film spielt 1912, als das chinesische Kaiserreich seinem Ende entgegensieht. Die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen bringen einen erbitterten Kampf um Land mit sich, das am Beispiel von zwei Großbauernfamilien in der Provinz Shaanxi erzählt wird - vom Zweiten Weltkrieg bis zu Maos Revolution. In der Verfilmung des gleichnamigen Historienromans von von Chen Zhongshi spielen Zhang Fengyi, Zhang Yuqi und Wu Gang die Hauptrollen.


Übersicht der Filme im Hauptprogramm.

À moi seule (Coming Home), von Frédéric Videau, Frankreich - WP
Aujourd´hui von Alain Gomis, Frankreich/Senegal - WP
Bai lu yuan (White Deer Plain) von Wang Quan'an, Volksrepublik China - WP
Barbara von Christian Petzold, Deutschland - WP
Bel Ami von Declan Donnellan, Nick Ormerod, Großbritannien WP (außer Konkurrenz)
Captive von Brillante Mendoza Frankreich/Philippinen/Deutschland/Großbritannien - WP
Cesare deve morire (Caesar Must Die) von Paolo und Vittorio Taviani, Italien - WP
Csak a szél (Just The Wind) von Bence Fliegauf, Ungarn/Deutschland/Frankreich - WP
Dictado (Childish Games) Von Antonio Chavarrías, Spanien - WP
En kongelig affære (Die Königin und der Leibarzt / A Royal Affair) von Nikolaj Arcel Dänemark/Tschechische Republik/Deutschland/Schweden - WP
Extremely Loud And Incredibly Close von Stephen Daldry, USA – IP (außer Konkurrenz)
Flying Swords Of Dragon Gate von Tsui Hark, Hongkong, China - EP (außer Konkurrenz) 3D
Gnade (Mercy) von Matthias Glasner, Deutschland/Norwegen - WP
Jayne Mansfield’s Car von Billy Bob Thornton, Russische Föderation/USA - WP
Jin líng Shí San Chai (The Flowers Of War) von Zhang Yimou, Volksrepublik China – EP (außer Konkurrenz)
Kebun binatang (Postcards From The Zoo) von Edwin, Indonesien/Deutschland/Hongkong, China - WP
L´enfant d´en haut (Sister) von Ursula Meier, Schweiz/Frankreich - WP
Les Adieux à la reine von Benoît Jacquot, Frankreich/Spanien - WP
Metéora (Meteora) von Spiros Stathoulopoulos, Deutschland/Griechenland - WP
Rebelle von Kim Nguyen, Kanada - WP
Shadow Dancer von James Marsh, Großbritannien/Irland - EP (außer Konkurrenz)
Tabu von Miguel Gomes, Portugal/Deutschland/Brasilien/Frankreich - WP
Was bleibt (Home For The Weekend) von Hans-Christian Schmid, Deutschland - WP


Schlöndorffs „Das Meer am Morgen“ als Panorama Special
Auch in anderen Sektionen gibt es neue deutsche Filme. So wird der neue Film von Volker Schlöndorff, „Das Meer am Morgen“, als Panorama Special auf der diesjährigen Berlinale gezeigt. Die deutsch-französische Koproduktion erzählt eine authentische Geschichte, die im Oktober 1941 während der deutschen Besatzungszeit in Frankreich spielt. Nach einem ersten Attentat auf einen deutschen Offizier, suchen Deutsche und Franzose die "richtige Art" darauf zu reagieren. Schließlich wird ein 17-Jähriger erschossen, Guy Môquet, der dadurch in Frankreich so berühmt wurde wie Sophie Scholl etwa in Deutschland. Das Drehbuch von Volker Schlöndorff basiert auf Dokumenten und Briefen, dem kürzlich entdeckten Bericht Ernst Jüngers und einer frühen Erzählung Heinrich Bölls.

Es spielen neben Ulrich Matthes als Ernst Jünger, André Jung in einer Gastrolle als General Stülpnagel, Harald Schrott als General Obert i.G. Speidel sowie Thomas Arnold als deutscher Botschafter in Paris Otto Abetz. Ebenso spielen Christopher Buchholz, Jacob Matschenz und Mario Irrek mit.

Ich freue mich nach vielen Jahren wieder in Frankreich zu drehen, zumal diese Geschichte an dem Ort in der Bretagne spielt, wo ich zehn Jahre nach dem Krieg zur Schule ging und Abitur gemacht habe. Es ist eine kleine Geschichte, unendlich groß durch den Mut der Beteiligten, unerbittlich in seinem Ablauf wie eine griechische Tragödie und fast unverständlich im heutigen Europa. Wer immer Europa-müde ist, sollte sich daran erinnern, wo wir herkommen," sagt Regisseur Volker Schlöndorff, der sich kurz nach dem Krieg als Austauschschüler am Ort des Geschehens aufgehalten hat.

Produziert wurde dieser Film von arte France mit „Les Canards Sauvages" (Paris), der PROVOBIS FILM München, dem Bayerischen Rundfunk, dem Norddeutschen Rundfunk und dem Südwestrundfunk mit freundlicher Unterstützung des FilmFernsehFonds Bayern.


The Match Factory übernimmt Weltvertrieb für „Just the Wind“
The Match Factory hat sich die Weltvertriebsrechte an dem ungarisch-deutsch-französischen Film „Just the Wind“ von Benedek Fliegauf gesichert, der im diesjährigen Wettbewerb der Berlinale läuft. Der Film basiert auf wahren Ereignissen in Ungarn zwischen 2008 und 2009.

In einem ungarischen Dorf wurde eine Roma-Familie ermordet. Die Täter sind entkommen, niemand will eine Ahnung davon haben, wer das Verbrechen begangen hat. Eine andere Roma-Familie, die nahe dem Tatort lebt, sieht sich in ihrer latenten, mühsam verdrängten Angst bestätigt. Von rassistischem Terror bedroht und von einer schweigenden Mehrheit im Stich gelassen, versucht sie den Tag nach der Tat zu überstehen. Doch die Hoffnung, dem Wahnsinn zu entkommen, erweist sich als trügerisch.


Oscar Kandidaten auf der Berlinale
Die kommende Berlinale hat sogar einige Oscarkandidaten im petto. Darunter die bei den Schauspielerinnen als Favoritin ins Rennen gehende Meryl Streep, die in diesem Jahr den Goldenen Ehrenbär erhält ("Die Eiserne Lady", der auch für die beste Maske oscarnominiert ist), sowie Stephen Daldrys Wettbewerbs-Beitrag "Extrem laut und unglaublich nah" (der als bester Film, sowie für den besten Nebendarsteller Max von Sydow nominiert ist). Mit etwas Glück finden sich darüber hinaus auch bei den Oscars 2013 einige Kandidaten, die in diesem Jahr im Berlinale-Programm gezeigt werden. Im vergangenen Jahr konnte man insgesamt fünf Filme, die auf der diesjährigen Liste der nominierten Oscaranwärter stehen, auf der Berlinale sehen.


„Trust in Taste“: Kulinarisches Kino auf der Berlinale
Bei der Berlinale wird auch dieses Jahr wieder im Spiegelzelt am Martin-Gropius-Bau gekocht. In der Reihe Kulinarisches Kino stehen vom 12. bis 17. Februar 15 Filme über Essen und Umwelt auf dem Programm. Um das anschließende Menü im Zelt am Gropius-Bau kümmern sich die Sterneköche Michael Kempf, Christian Lohse und Marco Müller. Auch die Berlinerin Sonja Frühsammer und der Baske Andoni Luis Aduriz sind dabei. «Trust in Taste» lautet das Motto der Sektion.

"Essen ist Vertrauenssache", erklärte Festivalchef Dieter Kosslick. "Der Verbraucher sollte sich nicht nur nach Bio-Siegeln und klein gedruckten Etiketten richten, sondern vor allem seinem Geschmacksinn vertrauen. Erfahrene Köche können schmecken, ob Lebensmittel aus industrieller Massenproduktion stammen, ob Bindemittel, Geschmacksverstärker oder andere Zusatzstoffe verwendet wurden. Geschmack ist eine Sache der Erfahrung, die man auch im Kulinarischen Kino der Berlinale machen kann."

Quellen: Berlinale | Blickpunkt:Film | Filmecho | Morgenpost


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