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Einladung zum Kolloquium in der HFF "Konrad Wolf"

11. Transdisziplinäres Kolloquium des Instituts für künstlerische Forschung.



Die Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg (HFF-Potsdam) lädt am Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 17:00 Uhr zum elften Transdisziplinären Kolloquium ein. Die Veranstaltung ist wie immer öffentlich und der Eintritt ist frei.

„Forschung im Kunstlabor“
Unter dem Titel "Forschung im Kunstlabor" mit Prof. Frank Geßner und Julian Klein werden die beiden Dozenten ihre unterschiedlichen Herangehensweisen an die künstlerische Forschung mit "Begehbarem Modell" und "rhizomartiger Versuchsreihe" erläutern.

Frank Geßner stellt seine kinematografische 360 Grad Installation „Alias Yederbeck“ vor, die im Dezember und Januar in der Schinkelhalle und dem benachbarten Kunstraum Potsdam zu sehen war und über die das BAF-Blog am 4. Dezember 2011 ausführlich berichtete.

Alias Yederbeck“ skizziert er als „eine hybride »Auto(r)konstruktion« mit dem Ziel, konzeptionelle und prozessuale Strukturen der künstlerischen Werkgenesis sinnlich erlebbar zu machen. Das intermediale künstlerische Forschungsprojekt kreist um Fragen der Identität und bietet in rhizomartigen Versuchsreihen einen sinnlich-anschaulichen Diskurs über die jeweils verwendete Material- und Medienspezifik.“

Frank Geßner wurde 1965 in Würzburg geboren. Er studierte Freie Kunst und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Er erhielt den Akademiepreis der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart., war Stipendiat der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg und Meisterschüler an der Hochschule der Künste Berlin. Gastprofessuren an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg, der Universität der Künste Berlin und der China Academy of Art Hangzhou. 2002 und 2003 Prämierung „Gute Lehre“ der Universität der Künste Berlin. 2004 Berufung auf die Professur Bildkunst für Animation an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg. Von 2006 bis 2009 zugleich Vizepräsident für Lehre, Forschung und Entwicklung und seit 2009 Professor für Theorie und Praxis der Bildkunst. 2011 Gastprofessur am Jilin Animation Institute Changchun / China.


Julian Klein stellt exemplarisch zwei Projekte vor, die wissenschaftliches Experiment und künstlerische Intervention verknüpfen, um zu neuen Forschungserkenntnissen zu gelangen. „Brain study“ ist ein akustisches Modell des Gehirns aus einem Ensemble von Gehirn-Spielern / Performern, deren elektrische Gehirn-Aktivität über Elektroden am Kopf gemessen und in Klang- und Lichtprojektionen übersetzt wird. Im Theaterexperiment "Languages of Emotion" wurde von Geistes- und Naturwissenschaftlern der Freien Universität gemeinsam mit Künstlern des !KF eine mögliche Lust am Ärger untersucht.

Julian Klein ist Komponist und Regisseur, Direktor des !KF - Instituts für künstlerische Forschung am Radialsystem V Berlin, künstlerischer Leiter der Gruppe a rose is, Dozent für Regie des experimentellen Musiktheaters an der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin sowie für Performance und interdisziplinäre Projektentwicklung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Derzeit ist er auch Gastwissenschaftler am Institut für Verhaltens- und Neurobiologie der Freien Universität Berlin / Exzellenzcluster „Languages of Emotion“, und war Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Er studierte Komposition bei Reinhard Febel, Nigel Osborne, Heiner Goebbels und Wolfgang Rihm, sowie Musiktheorie, Mathematik und Physik, und war während des Studiums Regieassistent und Bühnenkomponist u.a. am Niedersächsischen Staatstheater Hannover (Intendanz Ulrich Khuon).

Weitere Informationen unter: artresearch.hff-potsdam.de

Die Reihe „Transdisziplinäres Kolloquium“ wird vom Institut für künstlerische Forschung der HFF „Konrad Wolf“ organisiert. Die Kolloquien finden zwei Mal pro Semester statt und widmen sich der künstlerischen Forschung im Bereich der zeitbasierten Medien.

Das Institut für künstlerische Forschung wurde in 2008 von der Hochschule für Film und Fernsehen “Konrad Wolf” gegründet, um neben der bereits etablierten medienwissenschaftlichen Forschung die künstlerische Forschung an der HFF auszubauen und zu fördern. Aufgabenstellung dieser Forschung ist das gesellschaftlich relevante Aufbohren erstarrter Begriffe von Erkenntnis, Wissen und Bildung. Hochschulen und Universitäten spielen in diesem Prozess eine zentrale Rolle und das IKF wird sowohl als Plattform für die Manifestation künstlerischen Denkens als auch als Ort der Begegnung von Wissenschaft und Kunst weiterentwickelt. Das Institut für künstlerische Forschung wird von Frau Prof. Marlis Roth geleitet.


Institut für künstlerische Forschung
Donnerstag, 02. Februar 2012, 17:00 Uhr, Raum 1102 in der HFF „Konrad Wolf“
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" (HFF) Potsdam-Babelsberg
Marlene-Dietrich-Allee 1
14482 Potsdam
Tel.: +49 - 331 - 6202 792
Fax: +49 - 331 - 6202 799
Mail: ikf@hff-potsdam.de
Web: artresearch.hff-potsdam.de


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