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13. Fünf Seen Filmfestival 2019 mit Hannelore-Elsner-Preis

Das diesjährige Fünf Seen Filmfestival führt erstmals den Hannelore-Elsner-Preis ein.



Das 13. Fünf Seen Filmfestival (fsff) ist das Filmfestival für den mitteleuropäischen Film in Deutschland und vom 4. bis 12. September 2019 im schönen Fünf Seen Land in den Orten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld und Weßling statt. Auf insgesamt 14 Leinwänden werden mehr als 140 ausgewählte Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus den mitteleuropäischen Ländern – teilweise in Erstaufführung und in Anwesenheit der Filmschaffenden gezeigt. Insgesamt stehen vier Weltpremieren auf dem Programm.

In diesem Jahr wurde zum zweiten Mal der Beginn des Festivals kurz nach dem Herbstanfang gewählt, während es in früheren Jahren inmitten der der Bayerischen Sommerferien stattfand. Vorteil des späteren Termins ist, dass die Tage kürzer sind und die Open-Air-Vorführungen deshalb etwas früher stattfindenden können. Dennoch wird das letzte Ferienwochenende in Bayern nicht außer Acht gelassen.

Man muss nicht mehr auf das schöne Wetter und den lockenden See mit seinen Badegästen Rücksicht nehmen, sondern kann die 18-Uhr- und die 20-Uhr-Schiene an einem normalen schönen Spätsommerabend bespielen. Zudem läutet das Festival somit den Kinoherbst mit Erstaufführungen ein, was sich viel besser anfühlt, als das Ende eines langen Filmsommers zu sein, was auch die wachsende Bedeutung von Festivals in Zeiten des Medienwandels nochmals unterstreicht.

Die Abschlussfeier wird nun auf dem Dampfer auf dem Starnberger See gefeiert, mit einer Open-Air-Leinwand auf dem fahrenden Boot. Damit dürfte das Festival wohl eine einmalige Vorrangstellung in der Welt genießen.

Fünf-Seen-Filmfestival führt Hannelore-Elsner-Preis ein.

Erstmals verleiht das Fünf-Seen-Filmfestival in diesem Jahr einen Preis für bedeutende Schauspielkunst, benannt nach der kürzlich verstorbenen Schauspielerin Hannelore Elsner. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert. Als erste Preisträgerin wurde Barbara Auer ausgewählt.

Hannelore Elsner war 2011 Ehrengast auf dem Fünf Seen Filmfestival und war dem Festival eng verbunden.

Festivalleiter Matthias Helwig: "Hannelore Elsner war nicht nur eine überragende und unvergesslich bleibende Schauspielerin, sondern vermochte vor allem durch ihre Ehrlichkeit und Offenheit zu begeistern. Dass sie als Ehrengast einfach eine Einladung von mir in einen unbekannten russischen Film annahm und dann voller Enthusiasmus mit dem Regisseur debattierte, zeigte ihre Neugierde und ihre stete Suche nach möglichem Leben und Erleben jenseits aller Allüren. Es war für mich fast eine Selbstverständlichkeit, ihr zu Ehren diesen Preis ins Leben zu rufen."


"Zwischen uns die Mauer" eröffnet die 13. Ausgabe des FSFF.

Eröffnet wird das Festival am 4. September 2019 mit der Weltpremiere des Liebesdramas "Zwischen uns die Mauer" von Norbert Lechner. Der in Berlin spielende Film basiert auf dem autobiografischen Roman von Katja Hildebrand und erzählt von einer Liebe im geteilten Deutschland zur Zeit des Kalten Krieges, die durch repressive Staatsgewalt behindert und nahezu zerstört wird. Regisseur Norbert Lechner sowie die Hauptdarsteller Lea Freund und Tim Bülow haben sich angekündigt.

Synopsis:
Im Jahre 1986 gibt es unter kirchlichen Gruppen einen deutsch-deutschen Austausch. Die siebzehnjährige Anna fährt mit westdeutschen Schülern zu einer Jugendbegegnung zwischen Ost und West nach Ostberlin. Sie wird am Bahnhof Friedrichstraße abgeholt und sofort fällt ihr der kumpelhafte Philipp auf. Es ist Liebe auf den ersten Blick − eine unmögliche Liebe, denn zwischen den beiden steht die Mauer. Philipp muss am ersten Abend Anna zurückbringen. Sie verabschieden sich an der Friedrichstraße. Der Palast der Tränen leuchtet hell. Anna kann Philipp nicht vergessen und beginnt gegen den Willen der Eltern eine Brieffreundschaft. Noch einmal will sie nach Ostberlin und Philipp besuchen, das Unmögliche möglich machen. So dauert es nicht lange, bis sie in das Visier der Stasi geraten, die schließlich Anna ein Einreiseverbot für die DDR erteilt. Anna ist verzweifelt und eine gemeinsame Zukunft scheint in weite Ferne gerückt.


Die Eröffnung findet in der Starnberger Schlossberghalle statt. Neben Lea Freund und Tim Bülow spielen Leo Zirner, Lukas Zumbrock, Franziska Weisz, Fritz Karl, Svea Derenthal, Antonia Rothe-Liermann und Norbert Lechner.

Um die Spannung zur Uraufführung zu erhalten, gibt es vorher noch keinen Trailer zu sehen. Der Film startet im Verleih von Alpenrepublik bundesweit erst am 3. Oktober 2019, dem »Tag der Deutschen Einheit« in den deutschen Kinos.

Antonioni's "Zabriskie Point" restored.

In der Retrospektive darf man sich auf restaurierte Fassung on Antonioni's epischem Filmwerk "Zabriskie Point" freuen, denn in diesem Jahr wurde auch das 50. Jubiläum des legendären Woodstock Festivals gefeiert.

In dem 1970 von MGM produzierten Film wurden in diesem Film in einer absurden Felslandschaft Bilder im Breitbildformat von Regisseur Michelangelo Antonioni über Amerika während der Hippie-Zeit geschaffen, die sich heute keiner mehr traut.

Hier der Trailer:



Synopsis:
Zwischen Fieberwahn-Phantasie und Hippie-Romantik illustriert Michelangelo Antonioni eine in sich kranke Welt vor dem Zusammenbruch, jedes Motiv stärker und intensiver als all die schlichten Dialoge zusammen. Dazu ein psychedelischer Soundtrack für den perfekten Rausch, Pink Floyd, Grateful Dead, Rolling Stones. Am besten man macht es sich so gemütlich wie möglich und lässt sich einfach in dieses Erlebnis fallen, was mit einem explosiven Finale belohnt wird, in dieser mitreißenden Vision der Liebe in einem Klima der Gewalt.


Thema des Jahres ist "Der Raum".

Thema dieses Jahres ist "Der Raum", der Raum, der uns umgibt, der Raum, den es zu bewahren gibt und natürlich der filmische Raum, der immer wieder grandios ausgelotet wird. Deswegen habt das Festival mit Uli Hanisch einen von Deutschlands besten Szenenbildnern eingeladen. Das diesjährige Thema spiegelt sich in einer großartigen Retrospektive wider sowie auch im Kino der Kunst, das ebenfalls wieder Part des Festivals ist.

Daneben gibt es natürlich auch wieder Filmgespräche sowie einen Austausch mit dem Publikum und mit den Gästen bei Diskussionen über das Kino in der Zukunft. Eingeladen wurden dazu Regisseure, Autoren und Produzenten, aber auch Vertreter der neuer Medien, wie YouTubern.

Äußerst günstige Ticketpreise.

Übrigens die fsff-Akkreditierung inklusive Katalog, aber ohne Sonderveranstaltungen kostet 80 Euro. Die Akkreditierung U-30 für Besucher unter 30 Jahren ist für nur 35 Euro zu haben, was bei ca. 140 Filmen nur 0,25 € pro Film bedeuten würde. Die fsff-Gold-Akkreditierung, gültig für alle Veranstaltungen des Hauptfestivals inklusive aller Sonderveranstaltungen, gibt es für 160 Euro. Presseakkreditierungen sind kostenlos.

Ehrengäste sind in diesem Jahr die Münchner Regisseurin und OSCAR-Preisträgerin Caroline Link, Regisseur Tom Tykwer und Deutschlands berühmtester Szenenbildner Uli Hanisch. Im vergangenen Jahr zählte das Fünf Seen Filmfestival rund 20.000 Besucher.

Link: www.fsff.de
Quellen: Kreisbote | Merkur | Blickpunkt:Film


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