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Hohe Auszeichnung bei der Münchner Filmwerkstatt und Preise des FSFF

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Martin Blankemeyer, Mitbegründer der Münchner Filmwerkstatt.

Münchens 2. Bürgermeister Manuel Pretzl händigte am 18. September 2019 Martin Blankemeyer den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Es ist die höchste Anerkennung, die seit 1951 in Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl durch den Bundespräsidenten ausgesprochen wird.

"Als Förderer junger Filmschaffender habe Martin Blankemeyer, Mitbegründer und Vorstand der Münchner Filmwerkstatt, einen bedeutenden Beitrag zur Kinokultur in Deutschland geleistet. Dafür meinen herzlichen Dank", so Markus Söder, bayerischen Ministerpräsident, in einem Gratulationsschreiben.

Martin Blankemeyer, der an der staatlichen französischen Filmhochschule ESAV den Regiestudiengang absolviert hatte, gründete anschließend den Verein "Münchner Filmwerkstatt" zur Produktion von Kurz- und No-Budget-Spielfilmen von Studierenden der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

Seit 2007 gibt er sein Wissen im Rahmen von Workshops an Filmhäusern, Hochschulen und auf Filmfestivals weiter, u.a. beim Fünf Seen Filmfestival, das vom 4.-12. September 2019 mit knapp 400 Vorstellungen im Münchner Seen-Umland stattfand.

In Ergänzung zu den Netzwerk- und Branchenveranstaltungen in München wurde in Gauting im Rahmen des fsff das jährliche Werkstattgespräch, das Drehbuchpanel und der Empfang des Verbands Deutscher Drehbuchautoren durchgeführt.

Gewinner des Fünf Seen Filmfestivals (fsff).

Der FSFF-Gewinnerfilm 2019 ist "GOTT EXISTIERT, IHR NAME IST PETRUNYA" der nordmazedonischen Regisseurin Teona Strugar Mitevska.

Hier der Trailer:

Synopsis:

Petrunya hat Geschichte studiert, ist 31 Jahre alt und lebt bei ihren Eltern. Eigentlich fehlen ihr alle Zukunftsperspektiven, denn Arbeit hat sie keine, weshalb Petrunya ihrem Frust freien Lauf lässt. Am Dreikönigstag läuft Petrunya an einer Prozession vorbei. Traditionell wirft an diesem Tag der Priester ein gesegnetes Kreuz ins kalte Flusswasser. Junge Männer werfen sich in den Fluss, um danach zu tauchen. Doch auch Petrunya springt in das reißende Wasser ...

Ab 14. November 2019 im Kino

Der FSFF-Dokumentarfilmpreis 2019 ging an die deutsch-österreichische Produktion "BORN IN EVIN" von Maryam Zaree.

Hier der Trailer:

Gewinner des SZ-Pubikumspreis ist der Film "DER PALAST DES POSTBOTEN - L’incroyable histoire du facteur Cheval" von Nils Tavernier. In dem Film wird die Geschichte eines Postboten erzählt, der für seine geliebte Tochter Alice einen Palast errichtet.

Hier der Trailer:

Der HORIZONTE-Filmpreis, ebenfalls ein Publikumspreis, ging an den Film "DIGITALKARMA", ein vielschichtiges Porträt eines Mädchens in Bangladesch, das gegen ein Leben als Schwerstarbeiter und die drohende Zwangsheirat kämpft.

Hier der Trailer:

Außerdem wurde zum Abschluss zu ähnlicher Thematik noch die afrikanische Produktion "FATUMA" von Jordan Ribers präsentiert.

Hier der Trailer:

Der Nachwuchspreis in der Reihe PERSPEKTIVE Junges Kino ging an den russischen Film "THE MAN WHO SURPRISED EVERYONE" des Duos Natasha Merkulova und Aleksey Chupov.

Hier der Trailer:

Zum Festival, das bei den Open-Air-Vorführungen wetterbedingt um zwei Tage verkürzt war, kamen 21.000 Besucher, rund 1.000 mehr als im Vorjahr. Es ist nach dem Filmfest München und den Hofer Filmtagen das drittgrößte Filmfestival in Bayern. Insgesamt 155 Filmschaffende stellten in den Spielorten in Starnberg, Gauting, Seefeld und Weßling mehr als 150 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 41 Ländern vor.

Link: www.fsff.de

Quellen: Filmecho | Münchner Filmwerkstatt | FSFF

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Münchner Filmwerkstatt e.V.

Postfach 860 525

81632 München

Tel.: 089 / 20 33 37 12

Fax: 089 / 20 33 27 14

Web: www.muenchner-filmwerkstatt.de

Münchner Filmwerkstatt mit neuem Herbstangebot.

Vor über zehn Jahren wurde das Weiterbildungsangebot der Filmwerkstatt auf die Beine gestellt - als Selbsthilfeeinrichtung der Filmschaffenden und der Filmbranche, denn die meisten Produktionsfirmen sind zu klein und die Dauer der Projekte zu kurz, als dass nebenbei noch ausgebildet werden könnte oder in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert werden würden.

"Die klassische Aufgabenteilung - der Staat leistet die Erstausbildung, Weiterbildung ist Privatsache bzw. Sache der Wirtschaft - funktioniert in der Filmbranche nicht", so Martin Blankemeyer in seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Auf die neuen Herbstangebote der Münchner Filmwerkstatt werden wir in den nächsten Tagen eingehen. Das komplette Programm kann auch unter nachfolgendem Link eingesehen werden.

Link: www.filmseminare.de

Derzeit keine Seminare für Köln und Babelsberg im Angebot.

Unter Filmseminare.de wurden bis zum letzten Jahr auch die Weiterbildungsangebote der Filmhäuser in Köln und Potsdam-Babelsberg mit aufgelistet. Doch derzeit gibt es dort keine Angebote mehr.

Das Kölner Filmhaus ist seit langem eine Baustelle und ein Sanierungsfall, denn die Stadt wollte die gleichzeitige Nutzung von Foyer und Kino verbieten. 2012 ging der Verein pleite, 2013 fiel die in Erbpacht vergebene Immobilie zurück an die Stadt. Nach dem Willen der neuen Betreiber, der Scope Institute gGmbH, soll das Gebäude in der Maybachstraße, in dem sich auch ein großer Kinoraum befindet, eine gemeinnützige Bildungseinrichtung für Film und digitale Medien werden und zum irgendwann einmal zum Zentrum der Kölner Filmszene avancieren. Eine Eröffnung ist frühestens im Frühjahr 2020 zu erwarten.

Auch beim Filmhaus Babelsberg, das laut Webseite immer noch im Verbund mit dem Filmhaus Köln und der Münchner Filmwerkstatt steht und dort berufliche Weiterbildung in der Film- und Medienindustrie unter dem Motto „Von der Branche für die Branche“ anpreist, sind seit 2018 keine neuen Lehrgänge zur Weiterbildung Filmschaffender zu finden. In unsrer Region Berlin-Brandenburg bietet sich als Alternative das iSFF in Berlin an, das mit einem neuen Herbstangebot aufwartet.

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