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Domink Graf dreht Medienboard geförderten Spielfilm in Görlitz

Neben dem Schauplatz für imposante Drehorte bereitet sich Görlitz auf sein fünftes Fotofestival Ende August vor.

Wenn es nach den öffentlichen Erhebungen des GfK-Marktforschungsinstituts geht, scheint der gewöhnliche Fernsehkonsument Krimis mehr zu mögen, als hochkarätiges Sommerkino. Jedenfalls zeigen dies die Zuschauerzahlen von letzter Woche, als zur Primetime ein Krimi im ZDF höhere Einschaltquoten hatte, als der Spielfilm im »Ersten« der ARD zur selben Zeit.

Aber auch bekannte Filmemacher wie Til Schweiger oder Dominik Graf, letzterer einer der renommiertesten Regisseure des deutschen Arthouse-Films, haben bekannterweise in den letzten Jahren mehr fürs Fernsehen gedreht und den Spielfilm vernachlässigt. Unter ihren Arbeiten waren zahlreiche "Tatort"-Krimis und natürlich auch TV-Serien, die derzeit einen Hype erleben.

Doch nun kehrt Dominik Graf endlich zum Kinofilm wieder zurück und dreht derzeit in Görlitz den Spielfilm "FABIAN".

Fabian beruht auf dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner: Im Berlin der ausgehenden 20er Jahre verliert der Werbetexter Fabian seinen Job, seine Freundin, seinen besten Freund - und versucht, dabei seine Würde zu behalten.

Am 30.07.2019 fiel in Görlitz die erste Klappe zu Dominik Grafs Interpretation von Erich Kästners "DER GANG VOR DIE HUNDE".

Gedreht wird bis Mitte September 2019 in Görlitz, Berlin und Brandenburg, gefördert u.a. vom Medienbord Berlin-Brandenburg mit 450.000 Euro. Aber auch die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) steckte 510.000 Euro in das Projekt, denn Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands, bekannt durch gut erhaltene, alte Bausubstanz, die eine ideale Filmkulisse darstellt, liegt nicht nur direkt an der deutsch-polnischen Grenze, sondern im Freistaat Sachsen und kann somit dort Gelder für eine Standortförderung beantragen. Darüber hinaus fördert auch der FilmFernsehFonds FFF-Bayern den Film mit weiteren 200.000 Euro.

Die Hauptrollen von seinem Film "FABIAN" konnte Dominik Graf mit Tom Schilling, Albrecht Schuch und Saskia Rosendahl besetzen. Die aktuelle politische Radikalisierung in Deutschland und das Auseinanderdriften der Gesellschaft spiegeln auf nahezu frappierende Weise das von Erich Kästner abgebildete Klima wider.

Dass allerdings nicht jede Filmförderung wirklich sinnvoll ist und manchmal auch zur Verärgerung an unnützen Ausgaben führt, hat man kürzlich an Til Schweigers US-Remake von "HONIG IM KOPF" gesehen, der eine Förderung von insgesamt 4.9 Millionen Euro bekommen hatte und nur 5.000 Besucher in Deutschland die Kinos lockte. Auch in den USA spielte der Film mit Nick Nolte und Matt Dillon unter dem Titel "HEAD FULL OF HONEY" nur 12.350 US-Dollar ein.

Zur Erinnerung hier der Trailer:

Bei Dominik Grafs Film "FABIAN" sind wir allerdings zuversichtlich, dass ordentliche Arbeit abgeliefert wird, die man gerne sehen möchte. Vielleicht schon auf der nächsten 70. Berlinale 2020 unter der neuen künstlerischen Leitung von Carlo Chatrian.

Insgesamt fördert das Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) in seiner Herbstsitzung mit rund 7,5 Mio. Euro 38 Film- und Serienprojekte, darunter die neuen Filme von Julia von Heinz, Ildikó Enyedi, Marco Kreuzpaintner, Leander Haußmann und Dominik Graf. Zur Top-Besetzung gehören Elyas M'Barek, Léa Seydoux und Tom Schilling.

Die neue Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek teilte darüber hinaus mit, dass man in Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer des Sony Center sei, damit zur nächsten Berlinale die Räumlichkeiten der CineStar Kinos am Potsdamer Platz, die nach der Übernahme durch den neuen Besitzer des Cinemaxx, der britischen Vue Entertainment, zum Jahresende 2019 wegen zu geringer Auslastung geschlossen werden sollen, diese wenigstens zur Jubiläums-Berlinale noch einmal zur Verfügung stehen.

Zudem will die Berlinale ihre Filme künftig nach einem neuen Verfahren auswählen. Das bisherige System mit Länderscouts

sei geändert worden, sagte Carlo Chatrian. Zwar gebe es weiter Repräsentanten "für größere oder knifflige Länder" wie den USA oder China. Künftig werde aber ein internationales Auswahlkomitee die Wettbewerbstitel bestimmen.

Ab 2020 soll neben dem traditionellen Wettbewerb ein zweiter Wettbewerb unter dem Titel "Encounters" für Filme "mit eher kleinem Budget" etabliert werden. Ob sich darin Dominik Grafs Film "FABIAN" wiederfindet, sei abzuwarten.

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Görlitzer Fotofestival "Schauplätze".

Verschwinden ist der diesjährige Schwerpunkt beim Fünften Görlitzer Fotofestival "Schauplätze".

Verschwinden... das kann vieles bedeuten. Mit diesem Thema beschäftigt sich das diesjährige Fotofestival in Görlitz. Tod und Leben, Vergangenes und neu Entstehendes, Traditionen, Natur und die uns umgebende Umwelt werden in verschiedenen fotografischen Positionen beim 5. Görlitzer Fotofestival gezeigt.

Die Stadt Görlitz an der Neiße ist nämlich nicht nur für seine altertümlichen Stadtansichten bekannt, die eine hervorragende Filmkulisse bieten, sondern auch durch ein jährliches Fotofestival, an dem sich auch der polnische Teil der Stadt am anderen Neiße-Ufer beteiligt.

Das Thema "Schauplätze" kann sich sowohl auf Drehorte von Kinoproduktionen beziehen wie z.B. von "DER VORLESER".

Hier der Trailer:

Die deutsch-amerikanische Koproduktion von Stephen Daldry aus dem Jahre 2008 mit Kate Winslet, David Kross und Ralph Fiennes, war einer der ersten internationalen Filme, die in Görlitz unter Förderung des Medienboards gedreht wurden.

Das Thema "Schauplätze" kann sich aber auch auf historische oder politische Begebenheiten beziehen wie z.B. beider Ausstellung "LEBEN IN DER DDR" von Harald Hauswald oder nur auf Intentionen der Fotografen beruhen.

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BAF Filmemacher Uwe Frießner mit Fotoausstellung in Görlitz.

Wir möchten in diesem Zusammenhang schon jetzt auf die Fotoausstellung !MACHT RELIGION LIEBE? von unserem langjährigen Ehrenmitglied des BAF e.V., dem Filmemacher Uwe Frießner ("AM ENDE DESREGENBOGENS", "BABY") aufmerksam machen, der mit seinem Partner Mario Lotzin im Görlitzer Museum für Fotografie zur Vernissage am 30. August 2019 um 18:00 Uhr einlädt.

Auch am Wochenende, den 31.08.- 01.09.2019 sowie am 29. September 2019 laden die Fotokünstler noch einmal persönlich zum Gespräch von 12:00-16:00 Uhr ein. Die Ausstellung endet mit der Finissage am 5. Oktober 2019.

(Ausführliche Infos zur Ausstellung auf der Seite BAF-Termine).

Die Ausstellung läutet das Görlitzer Fotofestival ein, das zur gleichen Zeit in mehreren Galerien von Görlitz und in der polnischen Partnerstadt Zgorzelec auf der anderen Flussseite der Lausitzer Neiße bis zum 29. September 2019 stattfindet.

Links: fotofestival-goerlitz.projektonline.info | www.goerlitz.de/.../..Museum-der-Fotografie

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