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Viel neues zum 40. Jubiläum beim Max Ophüls Preis in Saarbrücken

Neuer Max Ophüls Preis: Publikumspreis Dokumentarfilm, neues Logo, neue Webadresse und 153 Filme.

Zu seiner 40. Ausgabe präsentiert sich das Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) in Saarbrücken mit neuem Logo, viel Prominenz und Preisgeld. Für den deutschsprachigen Filmnachwuchs gilt es als wichtigstes Treffen der Branche und als Karrieresprungbrett junger Talente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Zur Jubiläumsausgabe die vom 14. bis 20. Januar 2019 in der saarländischen Landeshauptstadt stattfindet, will das Festival Preisgelder von insgesamt 118.500 Euro verleihen. „Das ist ein Rekordergebnis“, kündigten Festivalleiterin Svenja Böttger und Programmkurator Oliver Baumgarten an. Der Preis für den besten Spielfilm ist mit 36.000 Euro dotiert. Der Regisseurinnen-Anteil liege bei 48 Prozent: „Das freut uns besonders“, sagte Baumgarten.

In der Jubiläumswoche können sich die Besucher auf 153 Filme freuen. 62 von ihnen - darunter Uraufführungen und Deutschland-Premieren - starten in den vier Wettbewerben Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm. Der Spielfilmwettbewerb umfasst 16 Filme, der Dokumentarfilm-Wettbewerb 12 Filme, der Wettbewerb Mittellanger Film 14 Filme und der Kurzfilmwettbewerb 20 Filme.

Unter dem Motto „Uff de Schnerr“ werden erstmals auch jeweils zwölf Vorführungen in St. Ingbert westlich von Saarbrücken und in Bous im Landkreis von Saarlouis präsentiert.

Die Veranstalter erwarten mindestens so viele Gäste wie im Vorjahr: 43.000. „Der Erfolg hat viel mit Saarbrücken und den Saarländern zu tun“, sagte Festivalleiterin Svenja Böttger. „Die Saarländer sind extrem offen und herzlich und haben das Festival von Anfang an mitgelebt und unterstützt.“

Das Gesamtbudget wird wie im Vorjahr bei rund einer Million Euro liegen. Als Geburtstagsgeschenk erhöhte die Landeshauptstadt ihren Anteil um 70.000 Euro auf 400.000 Euro. „Mein Wunsch wäre es, dass dies keine einmalig Sache war sondern so bleiben wird“, sagte die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD).

Die Bandbreite der neuen Filme, die gezeigt werden, ist laut Programmkurator Oliver Baumgarten extrem groß: Sie reicht von Themen zu sexuellem Missbrauch über gesellschaftliche Verarmung und Isolation über Generationenporträts bis zu Medienkritik, Wahlkampf, künstlicher Intelligenz und Migration.

„Das Ende der Wahrheit“ eröffnet Max Ophüls Preis

Eröffnet wird die Filmwoche 2019 mit der Weltpremiere von Philipp Leinemanns Polit-Thriller „Das Ende der Wahrheit“, in der Ronald Zehrfeld, Alexander Fehling, Claudia Michelsen, Axel Prahl, August Zirner und Antje Traue mitspielen. Leinemann entwirft dabei ein realistisches Szenario, in dem eine westliche Regierung Gefahr läuft, sich durch Millionensummen indirekt oder direkt am Terroraufbau zu beteiligen.

In dem Politthriller, der in München, Leipzig und auf Gran Canaria gedreht wurde, spielt Ronald Zehrfeld einen Zentralasien-Experten beim Bundesnachrichtendienst, der davon überzeugt ist, durch seine Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Wahrung der inneren Sicherheit zu leisten. Doch nach einem brutalen Anschlag auf ein Münchner Restaurant wachsen seine Zweifel an der Mission des BND. Allmählich begreift er, dass der Feind vor allem im Innern lauert.

„Das Ende der Wahrheit“ ist eine Produktion der Walker + Worm Film in Koproduktion mit dem ZDF/Das kleine Fernsehspiel und in Zusammenarbeit mit Arte, Hellinger/Doll Filmproduktion und Rotor Film Babelsberg.

Neuer Publikumspreis Dokumentarfilm.

Zu den 17 Preisen, die verliehen werden, zählt erstmals auch ein Publikumspreis Dokumentarfilm. Dillinger Hütte und Saarstahl statten den neuen Dokumentarfilmpreis mit 5.000 Euro aus. Vergeben wird er durch Stimmabgabe des Festivalpublikums an einen Beitrag aus dem Wettbewerb Dokumentarfilm.

Festivalleiterin Svenja Böttger und Programmleiter Oliver Baumgarten freuen sich, dass zum 40. Jubiläum des Filmfestivals Max Ophüls Preis der Wettbewerb Dokumentarfilm für die jungen Filmemacher*innen damit noch attraktiver wird.

Tim Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Dillinger und Saarstahl: „Saarstahl und Dillinger unterstützen seit vielen Jahren zahlreiche Projekte und Veranstaltungen im sozialen und kulturellen Bereich. Die Idee einen Publikumspreis im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis zu stiften, hat uns ganz besonders gefallen: Ebenso wie die saarländische Stahlindustrie ist das Filmfestival für unsere Region von großer Bedeutung – und wirkt zugleich weit über die Grenzen des Saarlands hinaus.“

Svenja Böttger: „Es ist großartig, dass wir mit Dillinger Hütte und Saarstahl Partner gefunden haben, die mit der Region und deren Geschichte besonders verbunden sind. Zwei perfekte Partner für den Publikumspreis Dokumentarfilm und für das Festival generell. Herzlichen Dank!”

Oliver Baumgarten: "Der Dokumentarfilm stellt ein bedeutendes Ausdrucksmittel der jungen Generation dar, ihre Sicht auf unsere Welt filmisch zu beschreiben. Den für die Filmemacher so bedeutsamen Nachhall des engagierten Saarbrücker Publikums auf die regelmäßig starken Beiträge nun in einen Preis fassen zu können, erfüllt einen von uns lange gehegten Wunsch."

Ophüls-Ehrenpreis für Iris Berben

Eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen, Iris Berben, wird für ihre Verdienste um den Filmnachwuchs mit dem Ehrenpreis des MOP ausgezeichnet.

"Als Vorbild für persönliches Engagement lebt sie seit vielen Jahren aktiv vor, für eine lebendige Kinokultur und die Pflege eines diversen Filmnachwuchses ebenso stark einzustehen wie für soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft", sagte Festivalchefin Svenja Böttger in Saarbrücken.

Berben erhält die undotierte Auszeichnung zum Auftakt des Festivals. Die 68-Jährige ist seit 2010 auch Präsidentin der Deutschen Filmakademie und vertritt in dieser Position die Interessen von mehr als 1.800 kreativen Mitgliedern der Filmbranche.

Festivalchefin Svenja Böttger: „Es ist uns eine große Ehre, mit diesem Preis eine Frau auszuzeichnen, die nicht nur als Schauspielerin Großes leistet, sondern mit ihrer Arbeit in der Deutschen Filmakademie auch immer wieder Flagge zeigt. Als Vorbild für persönliches Engagement lebt sie seit vielen Jahren aktiv vor, für eine lebendige Kinokultur und die Pflege eines diversen Filmnachwuchses ebenso stark einzustehen wie für soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Ich freue mich sehr, Iris Berben im Januar in Saarbrücken begrüßen zu dürfen.”

Die Filmuniversität Babelsberg gratuliert zum 40sten Jubiläum.

Die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf ist dem Max Ophüls Festival seit den frühen 1990er Jahren eng und herzlich verbunden. Mit Birgit Johnson leitete bereits eine ehemalige Vizepräsidentin der Hochschule das renommierte Festival und auch Svenja Böttger, die jetzige Festivalleiterin, ist eine Filmuni-Absolventin. Vor allem aber liefen jedes Jahr wieder zahlreiche Produktionen unserer Studierenden wie auch Alumni-Debütfilme beim MOP. Junge Filmschaffende fahren aber auch ohne einen neuen Film immer wieder zahlreich nach Saarbrücken, sei es zum Netzwerken oder um mit aktuellen Projekten und Drehbüchern an den diversen Projektpitchings, Trainings oder den Panels teilzunehmen.

Das Jubiläumsprogramm ist nun komplett und natürlich darf die Filmuniversität nicht fehlen: Gleich drei Filme - "WEIT DRAUSSEN", "GESETZ DES ATMENS" und "NACHTHALL" - haben es unter die 20 Filme im Wettbewerb Kurzfilm geschafft. Im Wettbewerb Mittellanger Film feiert "DER PROBAND" seine Uraufführung und tritt damit ebenfalls um einen Jury- und einen Publikumspreis an.

Die MOP-Shortlist bietet neben dem Wettbewerb in vier weiteren Programmen einen breit gefächerten Einblick in aktuelle Kurzfilmarbeiten von Filmhochschulen und unabhängigen Produktionen. Von der Filmuniversität sind hier "KIDS FOR GUNS", "MASCARPONE", "TRACING ADDAI" und "PLATZ AN DER SONNE" zu sehen.

"JIBRIL" von der Filmuniversität Babelsberg läuft im Rahmen der 12 Filme umfassenden Reihe MOP-Watchlist. Sie präsentiert eine Auswahl der spannendsten deutschsprachigen Nachwuchsfilme, die im zurückliegenden Produktionsjahr ihre Premiere auf wichtigen internationalen Festivals feierten. Hier der Teaser:

In der „Filmreihe zum Jubiläum“ spiegeln sich Themen und Strömungen aus vier Jahrzehnten Filmfestival Max Ophüls Preis. Dazu gibt es ein Wiedersehen mit ehemaligen Preisträgerfilmen und Debüts heute etablierter Regisseur*innen, darunter von der Filmuni die Alumni Aron Lehmann mit seinem Abschlussfilm "KOHLHAAS ODER DIE VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT DER MITTEL" und Dietrich Brüggemann mit "MEHR LICHT" sowie Regie-Professorin Barbara Albert mit ihren Filmen "NACHTSCHWALBEN" und "NORDRAND" (1999). Von letzterem, der 1999 auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig im Wettbewerb lief, hier der Trailer:

„Die Atmosphäre des Max Ophüls Festivals ist einzigartig - man hat das Gefühl, dass die ganze Stadt das Publikum willkommen heißt. Das Programm ist hochkarätig, die Vorstellungen häufig ausverkauft, die Presse wie auch die Branche haben ein großes Augenmerk auf dieses Festival – was will man mehr? Einen herzlichen Glückwunsch dem Filmfestival Max Ophüls Preis zu 40 Jahren erfolgreicher Arbeit“, gratuliert Prof. Dr. Susanne Stürmer im Namen der Filmuniversität.

Auszug aus dem Wettbewerb des Max Ophüls Preis 2019

Von den Wettbewerbsfilmen, die als Uraufführung starten, dürfen leider keine Trailer gezeigt werden, nur von Filmen, die bereits woanders liefen, aber in Saarbrücken ihre deutsche Erstaufführung haben.

Wettbewerb Spielfilm:

"Adrian ist nicht Achill", (Regie: Sophia Schiller, Produktion: Filmwerk Kalliope in Koproduktion mit der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), Uraufführung

"Joy" (Regie: Sudabeh Mortezai, Produktion: freibeuter film), dt. Erstaufführung. Hier der internationale Trailer:

Synopsis:

Die Nigerianerin Joy arbeitet als Prostituierte in Wien und versucht genügend Geld zusammen zu bekommen, um ihre "Madame" auszubezahlen und endlich frei zu sein.

"Kaviar" (Regie: Elena Tikhonova, Produktion: Witcraft Filmproduktion in Koproduktion mit Kurt Mrkwicka, Andreas Kamm, Oliver Auspitz und dem Österreichischen Rundfunk), Uraufführung

"Stern" (Regie: Anatol Schuster, Produktion: A+A Produktion) Uraufführung

"This is where I meet you" (Regie: Katharina Ludwig, Produktion: Katharina Ludwig in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München), Uraufführung

Wettbewerb Dokumentarfilm:

"Die Kandidaten" (Regie: Michael Schwarz, Produktion: nachtschwärmerfilm), Uraufführung

"Esta todo bien" (Regie: Tuki Jencquel, Produktion: Orinokia Filmproduktion UG), dt. Erstaufführung. Hier der Trailer:

Synopsis:

‎Als das öffentliche Gesundheitssystem zusammenbricht, stellen Apotheker, ein Unfallchirurg, ein sozialer Aktivist und zwei Krebspatienten die gleichen Fragen wie Millionen von anderen Venezolanern, die verzweifelt ums Überleben kämpfen, in einer Nation, die ins Chaos gestürzt ist: Sollen sie protestieren oder alles erdulden, sollen sie auswandern oder bleiben, sollen sie alle Hoffnung verlieren oder weiter auf Gottes Hilfe vertrauen? ‎

"Es ist ein Drama. Du darfst nicht krank werden", sagt Francisco, ein Aktivist, der dringend benötigten Medikamente in Venezuela ausliefert, in einem Land, wo die Gehälter bei zwölf Dollar im Monat liegen und 16.000 Ärzte das Land verlassen haben.

"Macht das alles einen Sinn? - und wenn ja, warum dauert das so lange?" (Regie: Andreas Wilcke, Produktion: wilckefilms und weltfilm), Uraufführung

"Mein Bruder kann tanzen" (Regie: Felicitas Sonvilla, Produktion: Horse&Fruits Filmproduktion in Koproduktion mit der Hochschule für Fernsehen und Film München), Uraufführung

"Rote Erde weißer Schnee" (Regie: Christine Moderbacher, Produktion: Pinanona Produktion), dt. Erstaufführung

Mittellanger Film:

"Die letzten Kinder im Paradies" (Regie: Anna Roller, Produktion: Hochschule für Fernsehen und Film München), Uraufführung

"Dutch Wife" (Regie: Raphael Hausmann, Frederik Reder, Vanessa Rosa Wolf-Willey, Elena Wiener, Sophia Müller-Bienek, Lena Schütten, Produktion: Bergische Universität Wuppertal), Uraufführung

"Falter" (Regie: Harriet Maria Meining, Peter Meining, Produktion MauserFilm), Uraufführung

"Flocke & Proschinski" (Regie: Lutz Rödig, Produktion: ifs internationale filmschule köln), Uraufführung

"Freigang" (Regie: Martin Winter, Produktion: Baroian, Herbig, Schmidl, Winter), Uraufführung

"I grew a Statue" (Regie: Aaron Arens, Produktion: ArcticFoxFilm in Koproduktion mit Hochschule für Fernsehen und Film München, BR und Aaron Arens) Uraufführung

"No One's Home" (Regie und Produktion Nevena Savi?), dt. Erstaufführung

"Pig Heart" (Regie: Artjom Baranov, Produktion: Anabella Peiffer Filmproduktion in Koproduktion mit dem BR und der Hochschule für Fernsehen und Film München), Uraufführung

Wettbewerb Kurzfilm:

"Boomerang" (Regie: Kurdwin Ayub, Produktion: Wildart Film), dt. Erstaufführung

"Der Junge im Karohemd" (Regie: Aleksandra Odi?, Produktion: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) in Kooperation mit SWR und Arte), Uraufführung

"Elephant in the Room" (Regie: Chanelle Eidenbenz, Produktion: Zürcher Hochschule der Künste(ZHdK) in Kooperation mit Aalto University of the Arts), dt. Erstaufführung

"Hot Dog" (Regie: Alma Buddecke, Marleen Valin, Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg), Uraufführung

"Nachthall" (Regie: Victoria Schulz, Produktion: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf), Uraufführung

"Stilles Land gutes Land" (Regie: Johannes Bachmann, Produktion: Zürcher Hochschule der Künste), dt. Erstaufführung

Neuer Link: ffmop.de

Die alte Webadresse www.max-ophuels-preis.de wird zur neuen umgeleitet.

Quellen: ARD Text | Filmecho | Blickpunkt:Film | Lausitzer Nachrichten | Focus | lifepr | Filmuniversität | epd | dpa

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