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8K-TV auf der International CES in Las Vegas 2015

Kodak meldet sich zurück zur international consumer electronics & technology tradeshow.



Die Internationale Funkausstellung in Berlin (IFA) beansprucht zwar für sich, die weltweit führende Messe für Consumer Electronics und Home Appliances zu sein, doch die aufregendsten Neuheiten findet man alljährlich zu Beginn des Jahres im Spielerparadies Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada bei der consumer electronics & technology tradeshow (CES), die diesmal vom 6.-9. Januar 2015 stattfindet.

Schwerpunkt der CES sind eigentlich weniger die Neuheiten aus dem Bereich der Smartphones, denn dafür ist der Mobile World Congress (MWC) Anfang März in Barcelona prädestiniert, doch diesmal scheint alles anders zu werden, denn Mobile-TV und Smart-TV mit integrierter Online-Anbindung wachsen zusammen.

LG und Sony präsentieren 8K-Fernseher.
In Deutschland vertreibt die gerade von der drohenden Insolvenz gerettete Firma Loewe nur noch 4k-Fernseher seit der IFA. Fast jede Firma glaubt an die nahende Zukunft von Ultra-HD-TV. Zwar gibt es bisher kaum Anwendungen, doch das könnte sich schnell ändern, wenn genügend Geräte verkauft worden sind. Bei einer Lebensdauer von durchschnittlich mehr als 10 Jahren, dürfte sich die Anschaffung von 4K-Fernsehern schon jetzt rentieren. Vor allem in Las Vegas, einer der wichtigsten Elektronik-Messen überhaupt, zeigen die Hersteller gerne wohin der Trend geht. Doch diesmal sollen nicht nur Prototypen zu sehen sein. Die Hersteller LG Electronics und Sony wollen funktionierende 8K-Fernsehern ausstellen, die nicht nur eine 4K-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel darstellen können, sondern im besten Fall eine 8K-Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixel bieten.

Kodak kooperiert mit Caterpillar.
Die schwer gebeutelte US-Firma Kodak, jahrzehntelang Synonym für Film & Foto, war fast bankrott gegangen und erhofft sich nun als Namensgeber für neue Android Smartphones ein Comeback auf einem Markt, der vor allem von der jungen Generation dominiert wird. Allerdings ist die koreanischen Firma Samsung mittlerweile zum Sinnbild für Innovationen geworden. US-Firmen haben außer mit den hochpreisigen Apple-Produkten in diesem Bereich bisher wenig entgegen zu setzen, denn heute sind neben Samsung, die Firmen HTC und LG Hoffnungsträger, welche womöglich ihre nächsten Flaggschiffe und Gadgets in Las Vegas vorstellen werden. Weitere klingende Namen sind Asus, Acer, Sony, Huawei und ZTE. Das Messezentrum in Las Vegas, aber auch die großen Hotels und Casinos in der Stadt bieten den Herstellern jede Menge Raum dafür, ihre Neuerungen zu präsentieren.

Die US-Firma Kodak verspricht aber noch im Jahre 2015 auch eine internetfähige Kamera und ein Tablet folgen zu lassen und diese im Geist des Kodak-Erbes nicht nur im schönen Design zu verrpacken, sondern darüber hinaus den Fokus auf gute Bilddarstellung und einfach zu bedienenden Software zu legen, die es dem Anwender ermöglicht Bilder einfach zu bearbeiten, weiterzuleiten, zu speichern und zu drucken.

Kodaks Schwerpunkt lag zuletzt auf professionellen Drucklösungen, Verpackungen und zugehörigen Diensten, wo die Firma auf Konkurrenten wie Canon, Hewlett-Packard, Lexmark und Xerox stieß. Die Heimanwender-Digitalfotografie wurde abgestoßen. Das Document-Imaging-Geschäft ging an Brother und die Rechte und Forschungsergebnisse zur Laser-Projektion im Kino hatte u.a. IMAX erworben. Verkauft wurden außerdem 1100 Schutzrechte, die Techniken für Sucher digitaler Kameras sowie für die Aufnahme und Bearbeitung von Bildern beschreiben. Zu den neuen Eigentümern der Kodak-Patente zählen Firmen wie Adobe, Amazon, Apple, Blackberry, Facebook, Fujifilm, Google, HTC, Huawei, Microsoft, Samsung und Shutterfly.

Als Lizenzgeber war Kodak jedoch schon immer bekannt, was sich durchaus in Kodaks Strategie einfügt. Die neuen Mobile Phones sollen als besonders robuste CAT-Phones von der Firma Bullit kommen. Zur Bullit Group gehört auch die Firma Caterpillar, bekannt für schwere Baumaschinen und bei jungen Leuten vor allem die unverwüstliche Outdoor Kleidung beliebt. Vielleicht will Kodak hiermit den Camel Active Trend der 70er-Jahre in neuer Form wieder aufleben lassen, als die US-Zigaretten Marke "Camel Filter" der Reynolds Tobacco Company, mit Kinowerbung für Zigaretten und Outdoor Kleidung "...Ich geh' meilenweit für eine Camel Filter..." weltberühmt wurde. Hier davon die "Best Of" Kino-Werbespots.



Samsung mit gebogenem QHD-Monitor.
Es verwundert auch nicht, dass Samsung - nach der Keynote auf der IFA - auch auf der CES mit einer Keynote die Messe eröffnen wird. Curved-TV-Geräte sind allerdings nichts Neues mehr, weshalb Samsung jetzt mit gebogenen Computer-Monitoren die Firma Apple ausstechen will. Außerdem sollen zukünftig alle Samsungs Smart-TV-Geräte mit dem TIZEN Betriebssystem ausgerüstet werden, damit sie sich ohne großen Aufwand mit anderen mobilen Geräten über Wi-Fi-Direct und Bluetooth Low Energy (BLE) verbinden können. Das von Samsung mitentwickelte Betriebssystem TIZEN wurde bislang in einigen Samsung Smartwatches verwendet.

Auf dem Monitormarkt hat sich dagegen lange Zeit nur wenig getan, Full-HD in verschiedenen Diagonalen, Formen und Farben war die Tagesordnung. Der Trend zu höheren Auflösungen - insbesondere zu 4K-Darstellung - macht sich aber nun auch bei PC-Monitoren bemerkbar. Mit dem SE790C bringt Samsung nun einen Bildschirm mit einer großen Bilddiagonale von 34 Zoll und gebogener Oberfläche auf den Markt. Das Gerät im 21:9-Seitenverhältnis löst mit 3.440 x 1.440 Bildpunkten auf - kein UHD sondern QHD-Breitbild. Ebenfalls integriert sind Lautsprecher - fast ein Novum bei PC-Bildschirmen. Auch LG will mit Widescreen-Monitoren folgen, bietet aber nur 2.560 x 1.080 Pixel.

Zu den lebhaftesten Gerüchten zählt die mögliche Präsentation des Samsung Galaxy S6 auf der CES 2015. Eine so frühe Präsentation - noch vor dem MWC in Barcelona - wäre eine Sensation. Sony hat aller Voraussicht nach das Xperia Z4, vielleicht sogar ein passendes Tablet oder Compact-Modell im Gepäck. Erwartet werden vor allem aber neue Smartwatches von allen Firmen. Und bei LG steht der Fokus auf webOS und Smart-TV.

Modulare Smartphones sollen kommen.
Interessant dürfte es nächstes Jahr rund um das Thema modulares Smartphone werden, die ähnlich wie die digitalen Baukasten-Kameras von RED funktionieren sollen. Den Anstoß dazu hatte Google mit dem Project Ara gegeben, aber weitere Projekte sollen bereits in diesem Jahr mit fertigen Produkten auf den Markt kommen. Dazu gehört das Puzzle Phone aus Finnland. Durch den modularen Aufbau lassen sich bestimmte Teile austauschen, wenn sie defekt oder veraltet sind. Es wäre auch möglich, das Smartphone nachträglich durch eine bessere Kamera aufzurüsten, wenn die ursprüngliche nicht mehr gut genug erscheint. Dazu hier ein Clip:



Neue Prozessoren im Anmarsch.
Spannend dürfte auch werden, was die Chip-Hersteller alles im Gepäck haben. Qualcomm und Nvidia haben zu Pressekonferenzen geladen, auch Intel stellt auf der CES 2015 wieder aus. Abseits der klassischen Themen schauen die Hersteller auf der CES jedoch auch stets in andere Gebiete und zeigen, was so alles prinzipiell möglich ist.

Autozulieferer Conti erweitert den eHorizont.
Autozulieferer Continental präsentiert auf der Elektronikmesse CES 2015 in Las Vegas das intelligente Konnektivitätssystem "dynamischer eHorizon". Es kann per Vernetzung mit einer ortsbezogenen Cloud quasi in die Zukunft blicken, denn vorausschauendes Fahren ist wichtig. Vor allem Transportunternehmer und Flottenbetreiber können für die aktuelle Reiseroute von Lkw oder Pkw damit bares Geld sparen.

Dank der von Nokias Kartendienst Partner HERE entwickelten Location Cloud und moderner Technik von IBM kann die digitale eHorizon-Karte in Echtzeit aktualisiert werden. Einflüsse von Wetter, Unfällen oder Staus werden so mit einbezogen. Fahrassistenzsysteme in können frühzeitig auf kommende Verkehrssituationen vorbereitet werden, um ggf. bei automatisierten Autos rechtzeitig die Geschwindigkeit drosseln zu können, falls beispielsweise ein Stauende hinter einer Kurve lauert. Daneben können das Antriebs- und Reichweitenmanagement von Elektro- und Hybridfahrzeugen optimiert werden. Das alles wiederum spart Sprit und somit Geld. Darüber hinaus arbeitet die Automobilindustrie mit Hochdruck an vernetzten und selbst fahrenden Fahrzeugen. Der südkoreanische Elektronik-Konzern LG kündigt an, 3D-Kameras für automatisiert fahrende Mercedes-Autos zu liefern.

BMW präsentiert embedded SIM Cards.
Die Generation Y, der zwischen 1980 und Mitte der 1990er Geborenen, ist auf dem Neuwagen-Markt bislang noch nicht sehr aktiv. Dennoch nutzen sie ihr Auto stärker als andere Altersgruppen oder wenden sich Car-Sharing-Systemen zu, um flexibel zu sein. Deswegen haben die Anbieter von Car2go, Multicity oder DriveNow so enormen Erfolg in den Großstädten.

Nach Daimler und Smart mit Car2go, hat auch der bayerische Autohersteller BMW mit dem CarSharing-Anbieter DriveNow ins Schwarze getroffen. Nicht nur die Nobelkarosserien von BMW, sondern auch die kleinen Minis sind im Stadtbild unübersehbar geworden und können mit einer App auf dem Smartphone zur schnellen Erreichbarkeit exakt lokalisiert werden.

Zur Elektronikmesse CES 2015 will BMW in den USA einen vergleichbaren ConnectedDrive Store etablieren, der aber in seiner funktionsweise viel weiter geht. So sollen alle BMW Miet-Fahrzeuge in den USA mit einer eingebauten SIM Card versehen werden. Dies erleichtert das Booking durch extreme Flexibilität. Der Standort und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge lässt sich mit Hilfe der digitalen Dienste besser verwalten.

Außerdem ermöglicht der integrierte, intelligente Emergency Call Service schnellere Hilfe bei Unfällen durch direkte Verbindung von unterwegs zum BMW Call Center. Insbesondere in entlegenen Gebieten ermöglicht die im Entertainment- oder Navigationssystem des Fahrzeuges fest eingebaute Simkarte, eine sofortige Standortbestimmung bei einem Unfall. Bei nicht mehr ansprechbaren, verletzten Fahrzeugführern wird der Notruf automatisch aktiviert. Darüber hinaus vereinfacht die eingebaute Freisprecheinrichtung die automatische Kommunikation mit dem Cell-Phone und ermöglicht weitergehende Dienste wie stets aktuelle Infos zu Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Somit wird das verbotene Telefonieren während des Autofahrens mit dem Handy in der Hand durch moderne Technik abgelöst, denn eine Telefonverbindung zum Kfz. ist werksseitig bereits vorhanden.

Link: www.cesweb.org
Quellen: Gamestar | Areamobile | CNet | Heise | Golem | Tagesspiegel | GFK

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