Mittwoch, 8. September 2010GREEN SCREEN - Naturfilmfestival an der Ostsee
Im Ostseebad Eckernförde gibt es die schönsten Tierfilme der Welt.
![]() Die Ostsee gilt gemeinhin als "Badewanne Berlins" weil die Urlaubsorte so nah liegen und in kurzer Zeit mit dem Auto oder der Bahn gut zu erreichen sind. Auch wenn die Inseln Usedom und Rügen vielleicht ein wenig bekannter sind, so lohnt doch ein Abstecher nach Eckernförde weiter nördlich am Festland, westlich der Insel Fehmarn. Zwar ist die Urlaubshochsaison inzwischen vorbei, dafür sind in der Nebensaison die Übernachtungen preiswerter und der Erholungswert an der Seeluft nicht minder gut. Vom 9. bis 12. September 2010 lädt das Ostseebad zum vierten Mal zu Deutschlands bedeutendstem Naturfilmfestival "Green Screen" ein. Einer der brandneuen Naturfilme, die noch dieses Jahr ins Kino laufen, ist "SERENGETI" im Verleih der Buena Vista International, einer Distribution der Walt Disney Studios Motion Pictures. So, wie im nachfolgenden Trailer haben Sie Afrika noch nie gesehen. Serengeti startet am 04.11.10. Ob dieser beeindruckende Film auch auf dem Naturfilmfestival "Green Screen" läuft, konnten wir nicht in Erfahrung bringen, doch der Trailer auf der Homepage des Festivals ist mindestens ebenso berauschend schön. Inzwischen hat sich die Veranstaltung in Eckernförde vom Geheimtipp zu einem Treffpunkt für die internationale Naturfilmbranche entwickelt, bei dem sich Filmemacher und Filmfreunde aus der ganzen Welt einen Überblick über die neuesten und besten Natur- und Umweltfilme verschaffen können. Serengeti Kinostart: 04.11.10 Genre: Dokumentation Regie: Reinhard Radke (Deutschland 2010) Schon im Vorjahr begeisterten fast 90 Filme aus über 20 Nationen die mehr als 8.000 Besucher. Auch 2010 verspricht das Programm wieder einzigartige, atemberaubende Naturfilmaufnahmen zu bieten. Allerdings zeigt "Green Screen" nicht nur schöne Filme, sondern will auch aufklären, um der fortschreitenden Zerstörung der Umwelt und der Artenvielfalt entgegenzuwirken. Gleichzeitig wird damit das Publikum für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Tiere sensibilisiert. In einer Retrospektive widmet sich das Filmfestival der legendären Fernsehreihe "Expedition ins Tierreich", die vor 50 Jahren erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Zum Schluss wir außerdem der begehrte Heinz-Sielmann-Filmpreis verliehen, der von der Witwe des bekannten Tierfilmers, Inge Sielmann am letzten Abend übereicht wird. Link: www.greenscreen-festival.de Dienstag, 7. September 2010Offener Brief an Stifter des Deutschen Fernsehpreises
Filmverbände appellieren an Fernsehpreis-Stifter: Änderungen überdenken.
![]() In einem offenen Brief des Bundesverbandes der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS), den MediaBiz - Herausgeber des Branchenfachblattes Blickpunkt Film - abdruckte bzw. online hier am 19.08.2010 veröffentlichte, wendet sich dieser zusammen mit anderen filmschaffenden Verbänden an die Stifter des Deutschen Fernsehpreises. In dem dramatischen Aufruf appellieren darin die in dem überregionalen Verbund "Die Filmschaffenden" zusammengeschlossenen Verbände, die geplanten Änderungen am Preisstatut zu überdenken: In einem "Offenen Brief" sprechen sich mehrere Verbände gegen die Abschaffung von Preiskategorien aus, sie fürchten um das Ansehen der Auszeichnung und eine Entwertung fiktionaler Fernsehproduktionen. "So begrüßenswert die Schaffung neuer Kategorien für Formate ist, die inzwischen Teil der Fernsehrealität geworden sind, so schädlich ist dieser Schritt für die (….) Königsdisziplin, nämlich den fiktionalen Fernsehfilm", heißt es in dem Schreiben vom Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler BFFS, das von folgenden Verbänden unterstützt wird:Bundesverband der Fernseh- und Filmregisseure (BVR), Bundesverband Kamera (BVK), Bundesverband der Fernsehkameraleute (bvfk), Bundesverband Filmschnitt Editor (BFS), Berufsvereinigung Filmton (bvtf), Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD), Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Verband der Agenturen (VDA) und dem Verband Deutscher Schauspieler-Agenturen. Sollten beim Deutschen Fernsehpreis, wie geplant, personalisierte Auszeichnungen für Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Musik und Ausstattung wegfallen, so die Kreativen, würde damit das Verständnis für aufwendige und teure fiktionale Produktionen schwinden. "Damit würde aus der hochwertigen Fernsehlandschaft, um die man uns beneidet, eine ziemlich gewöhnliche, ausschließlich vom Diktat der Quote geformten, wild wuchernden Fernsehschauplatz ohne Strahlkraft werden."In dem "Offenen Brief" fordern die Verbände die Fernsehpreis-Stifter WDR, RTL, ZDF und ProSiebenSat.1 "dringend" dazu auf, die geplanten Änderungen zu überdenken, "denn der Deutsche Fernsehpreis wird durch diesen Schritt nicht nur an Bedeutung verlieren, sondern auch an jenem Glanz, den die Verursacher dieser Einzelleistungen ihm bisher verliehen haben." In einer Umfrage wollte Blickpunkt:Film wissen, ob die geplanten Veränderungen zuungunsten des Fictionbereichs und die Abschaffung aller personalisierten Kategorien bis auf die Kategorie «Beste Schauspieler», gerechtfertigt sind. "Nein", sagen 85,7 Prozent der Umfrageteilnehmer. 64,7 Prozent sehen die Leidtragenden dieser Veränderungen in den Kameramännern, Cuttern und Komponisten. Quelle: Blickpunkt:Film Link: Deutscher Fernsehpreis Der 12. DEUTSCHE FERNSEHPREIS 2010 wird in einem Monat am Samstag, dem 9. Oktober 2010 findet in Köln verliehen. Die wichtigste Auszeichnung zur Würdigung hervorragender Leistungen im deutschen Fernsehen wird turnusgemäß diemal von der ARD federführend übernommen. DAS ERSTE strahlt die Preisverleihung am Sonntag, dem 10. Oktober 2010 P.S. Auch der Berliner Arbeitskreis Film e.V. (BAF) unterstützt die Forderung, auch wenn wir in der überregionalen Vereinigung "Die Filmschaffenden" noch nicht Mitglied sind. Den vom BAF einst mitgetragenen Bundesfilmverband "BUFI" gibt es heute nicht mehr. Die Ziele und Interessen der einzelnen Verbände hatten sich geändert. Eine der Hauptaufgaben der Bundesvereinigung Film (BUFI), den reibungslosen Ablauf der Akkreditierungen der Filmschaffenden bei der Berlinale zu organisieren, wollte Dieter Kosslick, der neue Leiter der Internationalen Filmfestspielen am Potsdamer Platz lieber selbst übernehmen, um mehr Einfluss ausüben zu können. Die Folge war, dass die BUFI überflüssig wurde und sich auflöste, da die Verbände absprangen und keine Beiträge mehr an den Gesamtverband zahlen wollten. Erst später wurde allen wieder bewusst, dass man mit gemeinsamen Aktivitäten eher zum Ziel kommt. In Düsseldorf gründete sich deshalb viele Jahre später die neue Bundesvereinigung unter dem Namen "Die Filmschaffenden". In Berlin gab es dagegen nach dem Fall der Mauer noch lange Zeit zwischen Ost- und West-Berliner Verbänden in vielen Bereichen gewisse Animositäten. Weder der Berliner Journalistenverband (DJV) noch die Filmverbände haben es bis heute geschafft, sich jeweils zu einem eigenen schlagkräftigen Berliner Verband zusammenzuschließen. Die geplante Fusion der Berliner Journalistenverbände scheiterte erst kürzlich am Votum der Mitglieder. (siehe BAF-Blog vom 12. Juli 2010) Dagegen haben sich die beiden Berliner Filmverbände BFFV und BAF in letzter Zeit angenähert. Die aktuellen gemeinsamen Aktivitäten werden hoffentlich dereinst zu einer Vereinigung führen, denn.... "Zwei Berliner Filmverbände mit gleicher Zielrichtung ergeben keine Sinn", erklärt auch Norbert Kerkhey am 30.08.2010 in einem Interview mit Denis Demmerle vom Blog der Berliner Filmfestivals. Tatsächlich wäre auch der BAF erst nach einer Fusion mit dem BFFV finanziell in der Lage, dem Verbund "Die Filmschaffenden" beizutreten und die daraus entstehenden Kosten zu tragen. Dennoch gab es auch bei uns in den letzen Jahren immer wieder gemeinsame Treffen mit anderen Filmverbänden, die entweder von connexx.av, einem Projekt des Filmverbandes in ver.di, oder vom BAF organisiert waren. Einst war der BAF sogar in der Bundesvereinigung Film (ehemals BUFI) federführend. Unsere Mitglieder sind vornehmlich Autorenfilmer und LowBudget-Filmer, aber auch Kameraleute, Beleuchter, Cutter usw. sowie viele andere Berufszweige aus Film und Fernsehen können bei uns Mitgliedschaft beantragen, denn wir sind im Gegensatz zu den Fachverbänden keiner bestimmten Berufssparte untergeordnet, sondern integrieren alle Filmschaffenden. Im Zuge der Kommerzialisierung verschwand der Autorenfilm leider zunehmend und damit auch Teil unserer Mitgliederschaar. Filmemacher konnten ohne Nachweis eines Produzenten keine Fördergelder mehr für ihre Filme beantragen. Eine Entwicklung, gegen die sich der BAF stets gestemmt hatte. Immerhin gehörten dem BAF einst so bekannte Filmemacher wie Robert van Ackeren, Uwe Friesner, Wolf Gremm, Jeanine Meerapfel, Rosa von Praunheim, Ottokar Runze, Helma Sanders-Brahms oder Christian Ziewer an, um nur einige zu nennen. Zu den Gründungsmitgliedern des BAF gehörten vor mehr als 35 Jahren auch Erika und Ulrich Gregor, die das "Forum des jungen Films", eine Sektion der Berlinale vor genau 40 Jahren ins Leben riefen, um damit vor allem unbekannten Filmemachern eine Chance auf dem Podium der großen Filmfestspiele zu geben. Erst heute erlebt der Autorenfilm, der vorwiegend fiktionale Geschichten erzählen will, wieder ein Comeback und wird auf vielen Festivals oft überwältigend gefeiert. Der Grund ist einfach. Da beim Autorenfilm der Drehbuchautor und Regisseur identisch ist, weisen die Filme eine persönliche Handschrift des Filmemachers auf, wodurch ein jeweils eigenes ästhetisches Grundverständnis erkennbar wird. Im Kino und leider auch im Fernsehen fristet der Autorenfilm dagegen ein Schattendasein. Einer der wenigen Plattformen, die diese Nische noch ab und zu unterstützte, war das „Kleine Fernsehspiel“ des ZDF. Doch auch hier liefen die Sendungen meist spät nachts und damit fast unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit. Montag, 6. September 2010Gemeinsame Aktivitäten von RTL und ProSiebenSat1
Die Konkurrenten RTL und ProSiebenSat1 starteten zur IFA gemeinsames Videoportal.
![]() Fusionen scheinen trotz der eben erst überstandenen Finanzkrise schon wieder an der Tagesordnung zu sein, um Gewinnmaximierung zu erzielen. Diese waghalsige These äußerte kürzlich ex Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bei Beckmann im rbb Fernsehen. "Es hat sich inzwischen bei den Bankern und in den Chefetagen der Firmen eine richtige Parallelgesellschaft entwickelt, die leider von der Realität draußen in der Welt kaum noch etwas mitbekommt, weil sie zu sehr auf ihre eigenen Zahlen fixiert sind. Solche Parallelgesellschaft gibt es also nicht nur - wie der Volksmund sagt - bei den Armen, der Unterklasse, sondern auch in der Oberklasse bei den Reichen", fügte Peer Steinbrück hinzu. Es gibt allerdings auch andere, positivere Beispiele. So hat der Kulturmäzen und Milliardär Nicolas Berggruen den Deutschen versprochen ihren geliebten Kaufhauskonzern Karstadt - und damit auch Berlins Aushängeschild KaDeWe - zu retten. Doch die US-Heuschrecken und Finanzinvestoren träumen weiter von einem globalen Kaufhauskonzern, den sie zusammen mit der Metro, dem Betreiber vom Kauhof errichten wollten. Deshalb wurde bis letzte Woche weiter um die Immobilien von Karstadt gepokert, bevor ein positives Ergebnis zustande kam. Sollte bis Oktober eine Unterschrift fehlen oder die Widerspruchsfrist ausgenutzt werden, könnte der Deal doch noch platzen und Tristesse in Berlins Einkaufsstraßen einkehren, da Karstadt nur Mieter der Immobilien ist, dem jederzeit von den Hedge-Fonds - den Vermietern - gekündigt werden kann. Doch was hat all die mit Film zu tun? Schon eine Menge, wenn man bedenkt, dass Berlin zwar Kulturhauptstadt ist, aber nur solange, wie die Touristen nach Berlin strömen. Sollten die Besucherströme ausbleiben, weil man vielleicht doch besser in London, Paris oder New York shoppen gehen kann, so könnte vieles von dem, was man in Berlin aufgebaut und erhofft hat, plötzlich in die Pleite schlittern. Zurzeit werden etliche neue Hotels für die Touristen in der Innenstadt gebaut oder geplant, obwohl eine Auslastung der Hotelbelegungen teilweise unter 50 % liegt und damit oft am Existenzminimum der Betreiber. Nur an wenigen Wochen im Jahr kann von einer Vollauslastung gesprochen werden. Noch herrscht aber eitel Sonnenschein und Hoffnung auf Aufschwung. In den letzten Augusttagen trudelte sogar Angela Jolie in Berlin ein, um persönlich ihren neuen Film „Salt“ von Sony-Pictures im CineStar am Potsdamer Platz vorzustellen. Dabei nahm Sie sich reichlich Zeit, um Autogramme unter den begeisterten Berlinern zu verteilen. Alles nicht so schlimm, sagt auch die Berlin Tourismus Marketing GmbH und bescheinigt Berlin weitere Wachstumsraten, obwohl die Stadt immer noch die höchste Arbeitslosenquote in Deutschland aufweist. Doch der Medien- und Kreativbranche wird ebenfalls eine große Zukunft vorausgesagt und die filmtechnischen Betriebe rüsten kräftig auf. Sowohl in Berlin Adlershof wie auch in Potsdam Babelsberg soll weiter ausgebaut werden, schrieben wir kürzlich am 8. August 2010 im BAF-Blog. Das alles geschieht natürlich unter der Prämisse, dass die US-Konzerne aus Hollywood weiterhin auf Berlin fliegen und weitere Produktionen in der Region verwirklichen. Sollten diese einmal abspringen und woanders produzieren, was wird dann? Einige Berliner Betriebe sind inzwischen fest in Münchener oder Hamburger Hand, sodass jederzeit Personal und Arbeit und Aufträge wieder abgezogen werden könnten. Beispielsweise wurden die Räume der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Elektrofilm Postproduction Facilities und der Schwarzfilm GmbH am Hohenzollerndamm durch Arri München übernommen. Der ehemalige Name Arri-Contrast, der an den Berliner Contrastfilm Betrieb erinnern sollte, ist inzwischen getilgt, um ein einheitliches Erscheinungsbild von Arri nach außen hin zu zeigen. Der Ableger heißt zukünftig Arri Film & TV Services Berlin, vermeldete der Newsletter FTV der Online-Zeitschrift "Film-TV-Video" am 29.07.10. Auch die ehemaligen Geyerwerke in der Harzer Straße in Neukölln, die „älteste Filmfabrik“ Deutschlands, sind nicht mehr eigenständig, sondern gehören zur Münchener CinePostproduction. In Berlin Adlershof hat sich Studio Hamburg nur mit einer Außenstelle niedergelassen, auch wenn die Dependance hochtrabend Studio Berlin heißt. Inzwischen ist man ebenfalls in München aktiv um die Nord-Süd-Achse zu stärken, falls es einmal in Berlin keine Aufträge mehr geben sollte. Der Anlass war der Weggang von Sat1. Der Sender residiert jetzt ebenfalls in München und hat mittlerweile sogar sein zweites Berliner Standbein, den Nachrichtensender N24, abgestoßen. Nur die Kinowelt vom Gründer Michael Kölmel will im zweiten Quartal des kommenden Jahres Leipzig verlassen und komplett nach Berlin umziehen. RTL und ProSiebenSat.1 planen deutsches Hulu So verwundert es nicht, wenn für RTL und ProSiebenSat1 Media AG die US-Rezepte von globalen Fusionen Erfolg versprechend zu sein scheinen und man mit einem neuen Projekt gemeinsame Sache machen will. Obwohl man auf dem Gebiet des Fernsehens als erbitterter Konkurrent gilt, der um jede Werbeeinnahme feilscht, scheinen die Wettbewerber bei einem Web-Projekt Gemeinsames zu planen. Die Rede ist von einem deutschen Hulu-Videoportal, das die Privatsender pünktlich zur IFA-Pressekonferenz am 1. September 2010 mit dem sogenannten Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV-Betrieb) als erste Vorstufe gestartet haben. ARD und ZDF zogen natürlich mit Beginn der IFA sofort nach und rüsteten ihre Mediatheken mit gleicher Technik aus, die aber in beiden Fällen nur mit speziellen, integrierten Decodern neuester TV-Geräte zu empfangen ist. Für den Satellitenempfang gibt es aber mit VideoWeb inzwischen auch erste Receiver als Nachrüstlösung. Mit den Hybride Endgeräten lässt sich u.a. Web-TV am Fernsehgerät nutzen, was bislang nur am PC-Bildschirm möglich war. Ungeachtet des Kartellamtes, der deutschen Aufsichtsbehörde, die normalerweise über Fusionen und gemeinsame Aktivitäten wacht, soll das gemeinsame Portal der privaten Sendergruppe, einem Projekt, das zukünftig die TV-Serien aller deutschsprachiger Sender hosten soll, kontinuierlich ausgebaut werden. Noch für dieses Jahr seien "einige Erweiterungen" geplant. Offensichtlich schert man sich nicht um eventuelle Bedenken der Behörde und meldete die gemeinsamen Pläne sogleich bei der Europäischen Kommission an. Ziel ist es eine senderoffene, zentrale Plattform für TV-Inhalte im Internet aufbauen, eine Art deutsches Pendant zum US-Angebot Hulu. Empfangen können den Service alle Besitzer eines HbbTV-fähigen Receivers oder anderweitigen Hybridgerätes. Zu den Funktionen sollen ein Electronic Program Guide (EPG) mit Vorschautrailern gehören, Zugriff auf die Online-Videothek Maxdome, HD-Text von Pro7 und SAT.1, Spiele, Votings u.v.m. - Mittels Druck per Fernbedienung auf den „Red Button“ werden dem Zuschauer eines Fernsehsenders auf dem TV-Schirm Zusatzinfos präsentiert, die in Zukunft sogar eine direkte Bestellmöglichkeit zum gezeigten Produkt per Internet ermöglichen. Ziel ist mitnichten ein vereinfachter Internetzugang, sondern nur die intensivere Kundenbindung an die Sender durch Hybrid-TV, die Verbindung von Web & TV. Die von den Konkurrenten RTL und ProSiebenSat.1 geplante offene technische Plattform soll eine einheitliche Anlaufstelle für Nutzer werden, die Fernsehinhalte privater und öffentlich-rechtlicher TV-Sender in Deutschland und Österreich über das Internet abrufen wollen. Dazu wollen RTL und ProSiebenSat.1 ein Gemeinschaftsunternehmen aufbauen, das den Betrieb der Plattform übernehmen soll, schrieb Golem, die Internet Plattform für IT-News am 06.08.2010. Letztendlich sollen Fernsehsender über die zentrale Plattform vollständige Serien, Filme, Shows und Nachrichtensendungen im Internet zur Verfügung stellen und individuell in einem eigenen Angebotsbereich auf der Plattform präsentieren. Alle Inhalte sollen dabei für die Internetnutzer sieben Tage nach der Ausstrahlung im Fernsehen kostenlos als Stream abrufbar sein. Wahrscheinlich wird man danach ein Abo eingehen müssen, um weiterhin auf die Inhalte Zugriff zu haben. Die Vermarktung der Inhalte obliegt weiterhin allein dem jeweiligen TV-Sender, das Gemeinschaftsunternehmen soll sich lediglich um die dafür notwendige Infrastruktur wie Hosting und Streaming kümmern. Das US-Vorbild Hulu, hinter dem das Gemeinschaftsunternehmen von Rupert Murdochs News Corporation, dem Medienkonzern NBC Universal und Disney steht, erlaubt seit 2008 den Abruf von Fernsehsendungen per Internet wann und wo man will. Der Ende Juni 2010 gestartete kostenpflichtige Dienst Hulu Plus bietet zu einem monatlichen Abopreis von 9,99 US-Dollar komplette Serienstaffeln im reduzierten HD-Ready Format 720p an, während die kostenlose Version von Hulu meist auf einige Folgen ohne HD-Support beschränkt ist. Eine Nutzung seines Angebots aus Deutschland unterbindet Hulu ebenfalls mithilfe einer IP-Sperre. In den USA kann dagegen Hulu Plus auf mehr Endgeräten genutzt werden, so z.B. auch auf dem iPhone und iPad. An der Unterstützung von weiteren Plattformen wird gearbeitet. Hulu arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einer Applikation für die Playstation 3, Microsoft arbeitet an einer Version von Hulu Plus für Xbox Live, um das Angebot auf der Xbox 360 verfügbar zu machen. Anfang 2011 soll es so weit sein. Sogar Samsung bietet für einige Fernseher und Blu-ray-Player eine Hulu-Applikation an, mit der auf das Angebot von Hulu Plus per WLAN zugegriffen werden kann. Die IFA stellt heute (Mo., 6.9.10, 14 Uhr) angesichst dieser Entwicklung auf ihrer Medienkonferenz bereits die Frage, ob das terrestrische Fernsehen nicht obsolet wäre. Angebote wie Hulu sucht man hierzulande nahezu vergebens. Das Internet Angebot der Plattform "Sendung verpasst" bietet nur den Link zum jeweiligen Sender, auf dem die letzte Folge einer Serie maximal 7 Tage lang zu sehen ist. Auch Zattoo bietet keinen Rückblick. Nach einer Registrierung lassen sich alternativ nur alle öffentlich-rechtlichen Sender live im Internet ohne TV-Antenne verfolgen. Den deutschen Usern bleibt also nur die Möglichkeit Portale, wie Watchmi zu nutzen, um auf einfachste Weise bis zu 20 persönliche TV-Kanäle anzulegen und die gewünschten Inhalte dort automatisch aufzeichnen zu lassen. Allerdings muss man wie beim Videorekorder die Programmierung selber vornehmen und bereits vorher wissen, welche Sendung wann wo ausgestrahlt wird. Quellen: www.Golem.de ; www.film-tv-video.de ; www.zdnet.de Sonntag, 5. September 2010Über Filme, die es gar nicht geben dürfte
Uhrheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt.
![]() Vom 8. bis 10 September veranstaltet das Deutsche Kinemathek Museum für Film und Fernsehen im Arsenal ein Symposium über verbotene Filme. Organisator der Veranstaltung ist Marc Thümmler, der mit seinem subtilen Fotofilm "Radfahrer" über den DDR-Fotografen Harald Hauswald überall Preise gewonnen hat. Hauswald war stets und ständig von der Stasi beschattet worden, konnte sich kaum frei in Ost-Berlin bewegen und hat dennoch immer wieder hervorragende kritische Bilder des Unrecht-Staates in den Westen liefern können. Das Thema Street View von Google steht zwar beim Symposium eigentlich nicht zur Debatte, passt aber dennoch gut zum Thema "Uhrheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt", um das sich das Symposium dreht. Kaum ein anderes Thema wird nämlich zurzeit in den Medien höher gekocht und jeder meint die passende Anwort gefunden zu haben. Dumm gelaufen! sagt auch Sebastian Brose einer der beiden Leiter des Berliner Filmfestivals achtung berlin - new berlin film award zum Street-View Irrsinn, als er in der Rheinischen Post ein Foto entdeckt, auf dem sich vier ältere Düsseldorfer Herrschaften und selbt ernannte Street-View Gegner von der Zeitung genau vor ihren Häusern ablichten ließen. Der Artikel mit dem Foto - das eigentlich gar nicht existieren dürfte - ist hier auf RP-Online nachzulesen. • Wie steht es nun genau mit dem Urheberrecht? • Was ist erlaubt und was verboten? All diese Fragen sollen erörtert werden beim: Symposium in der Deutschen Kinemathek Dabei treffen Stars der internationalen Mashup-Szene auf Filmemacher, deren Filme nicht gezeigt werden dürfen, und auf solche, deren Projekte aus rechtlichen Gründen gar nicht erst verwirklicht werden konnten: eine interessante Mischung, zu erleben beim Symposium „Verbotene Filme“ am 9. und 10. September 2010 in Berlin – veranstaltet von iRights.info und der Deutschen Kinemathek. Im Kino Arsenal werden begleitend zum Symposium Filme gezeigt, die sonst nur selten zu sehen sind. Den Anfang macht übrigen bereits am 8. September um 20:00 Uhr ein Klassiker: Nagisa Oshima's Im Reich der Sinne (J/F 1976). Daneben werden in der von iRights.info kuratierten Mashup-Rolle Mashup-Videos, Collagen und Remixes den mit Spannung erwarteten Sprung vom Computerbildschirm auf die große Leinwand machen. Zudem wird es bei einer Abendveranstaltung in der HomeBase Lounge Gelegenheit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen: „Klassische“ Filmemacher mit Mashup-Künstlern, Archivare mit der Webcommunity, Produzenten mit Creative-Commons-Aktivisten. Der Eintritt zum Symposium ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten. Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Stiftung Deutsche Kinemathek Potsdamer Straße 2 10785 Berlin Organisation: Marc Thümmler Telefon: 030 / 300 903-0 Fax: 030 / 300 903-13 E-Mail: symposium-recht@deutsche-kinemathek.de Web: www.deutsche-kinemathek.de Das ausführliche Programm gibt es hier auf iRights.info Samstag, 4. September 2010LUCAS - Internationales Kinderfilmfestival
33. LUCAS - Internationales Kinderfilmfestival (Frankfurt/Main) im Filmforum Hoechst.
![]() Der Stadtteil Hoechst in Frankfurt/Main war einst der Inbegriff für die Farbwerke Hoechst, dem Chemie Konzern, der in der Nachkriegszeit maßgeblich zum Wirtschaftswunder der Bundesrepublik Deutschland beigetragen hatte. Neben Arzneien und Kunststoffen war der Hoechst Konzern eigentlich auf allen Gebieten aktiv. Die ersten Mikrofilme zur Archivierung wichtiger Daten wurden hier ebenso hergestellt, wie die erste Präsentation eines Faxgerätes, das über normale Telefonleitung Farbfaxe in hoher Auflösung versenden konnte. Nach diversen Fusionen mit französischen Firmen verschwand der Name Hoechst jedoch 2004 endgültig aus der Öffentlichkeit und übrig blieb der fast unaussprechliche Name Sanofi-Synthélabo, dessen Konzern am Berliner Potsdamer Platz im Sony Gebäude eine Dependance hat. Geblieben an Hoechst ist jedoch die Erinnerung, denn sogar im Kultur- und Filmbereich war Hoechst AG sehr aktiv. Beliebt waren in den 60er bis 80er Jahren vor allem die sonntäglichen Film-Matinées mit spannenden Themen aus Forschung und Entwicklung, die auch in Berlin gezeigt wurden. Der Andrang war oft so groß, dass die Veranstaltungen zuletzt sogar ins große ICC verlegt wurden, da der Platz weder im größten Kino Berlins, dem Zoo Palast ausreichte, noch in der ehemaligen West-Berliner Kongresshalle, im Volksmund "Schwangere Auster" genannt - jetzt Haus der Kulturen der Welt (HKW). Das Gegenstück zur Berliner Kongresshalle war in Frankfurt/Main die Hoechster Jahrhunderthalle, deren geschwungene, runde Kuppel mit einem Durchmesser von 100 m auf rechteckigen Grund zum Markenzeichen des ehemaligen Konzerns in den 60er Jahren wurde. Für das LUCAS-Kinderfilmfestival ist die Halle allerdings etwas zu groß, sodass das Kinderfestival dieses Jahr im Kommunalen Kino, dem Filmforum Hoechst in der Altstadt stattfindet. Deutsches Filmmuseum wegen Umbau geschlossen. Eigentlich sollte das LUCAS-Filmfestival vom 05.09. - 12.09.2010 wie in den Vorjahren wieder im Deutschen Filmmuseum Frankfurt durchgeführt werden. Doch das Museum ist aufgrund einer zeitgemäßen Erneuerung bis 2011 geschlossen, sodass das sich das Filmforum in Hoechst als Ausweichquartier anbot. Zweite Abspielstätte ist das CineStar Metropolis direkt in der Innenstadt von Frankfurt/Main am Eschenheimer Tor. Kinderfilme haben durch die neuen Stereo 3D-Animations- und Zeichentrickfilme von Disney und Pixar sowie den dänischen A. Film Studios und vielen anderen Produzenten enormen Aufschwung bekommen. Sie sind inzwischen zum Hoffnungsträger des Kinos und des Familienfilms aller Generationen avanciert. Grund genug das LUCAS-Filmfestival einmal besonders zu erwähnen, da es in Deutschland neben dem "Goldenen Spatz" in Erfurt und dem Trickfilm & Animationsfestival (ITFS) in Stuttgart zu den bedeutenden Kinderfilmfestivals gehört. Ein Festival mit Anspruch Filme sehen zählt im Alltag von Kindern und Jugendlichen zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Dem wird das Internationale Kinderfilmfestival LUCAS nunmehr über 35 Jahren gerecht und präsentiert auch dieses Jahr Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren spannende Filme. Das unabhängig ausgewählte Wettbewerbsprogramm enthält künstlerisch und thematisch wertvolle Filme, die fremde Kulturen verständlich machen, Kinder in ihren Wahrnehmungsgewohnheiten schulen und damit mehr als nur Unterhaltung bieten. Für Fachbesucher aus dem In- und Ausland bietet der Filmmarkt mit allen Wettbewerbsbeiträgen und eigens dafür eingeladenen Produktionen einen einzigartigen Überblick über die weltweite Kinder- und Jugendfilmproduktion. Das LUCAS Programm 2010 • Neun aktuelle Lang- und achtzehn Kurzfilme im internationalen Wettbewerb • Alle Filme der neuen Kinderfilmedition im Filmforum Höchst • Fünf Filme im PANORAMA – Filme für (junge) Erwachsene wendet sich an ein jugendliches Publikum • Hessen-Premiere von DAS SANDMÄNNCHEN – ABENTEUER IM TRAUMLAND am Freitag, 10. September 2010, um 18 Uhr • Feierliche Eröffnung am Sonntag, 5. September 2010, um 14 Uhr im CineStar Metropolis • Feierliche Preisverleihung am Samstag, 11. September 2010, um 18 Uhr im CineStar Metropolis • Wiederholung der diesjährigen LUCAS-Preisträger am Sonntag, 12. September 2010 • Verschiedene Workshops und Werkstattgespräche für Kinder • LUCAS Aktiv mit Filmgesprächen, Legetrick im Superformat und der TRICKBOXX Das Programmheft 2010 mit ausführlichen Informationen finden Sie hier: LUCAS-Programmheft (PDF) . Web: www.lucas-filmfestival.de Freitag, 3. September 2010IFA Vorschau auf das Fernsehen der Zukunft
Motto der Internationalen Funkausstellung 2010 lautet: "3D your world".
![]() Zum 50. Jubiläum der weltweit größten Messe für Consumer Electronics IFA, die 1924 zum ersten Mal unter dem Berliner Funkturm veranstaltet wurde und ab heute, den 3. September bis einschließlich 8. September stattfindet, wird in diesem Jahr eine Flut von Stereo-3D-Neuheiten auf die Besucher niederprasseln. Die Messe ist erstmals seit Jahren wieder komplett ausgebucht und kein namhafter Hersteller von TV-Geräten wird es sich nehmen lassen, mindestens einen 3D-Fernseher vorzustellen. Doch das Angebot an passenden Stereo-3D-Sendungen oder 3D tauglichen Filmen auf Blu-ray Disc ist bisher noch sehr begrenzt. Nicht einmal James Camerons erfolgreiches Avatar-Movie wird dieses Jahr noch auf Blu-ray-3D veröffentlicht. Bis Weihnachten soll zunächst nur eine etwas längere Filmversion mit mehr Bonusmaterial erscheinen. Die bisherigen Fassungen, die seit April im Handel sind, bieten keine stereoskopischen Bilder und sind recht spärlich ausgestattet. In England ist man dagegen schon viel weiter mit den Planungen einer regulären 3D-TV-Einführung über Satellit. Erste 3D-Testsendungen von BSkyB sind zwar hierzulande auch empfangbar, doch der deutsche Ableger SKY, vormals Premiere, kämpft schon wieder ums Überleben, da die Aktie des Bezahlsenders Anfang des Monats August um 24 Prozent eingebrochen war. Nun versucht man die Flucht nach vorne und wird ab Oktober auch hierzulande 3D-HD-TV anbieten. Die Fußballvereine denken schon an einen eigenen Fernsehsender, wenn das Tochterunternehmen des Medien-Tycoons Rupert Murdoch Insolvenz anmelden müsste. Sky Fußballexperte Franz Beckenbauer wirbt zwar weiter für den Sender, doch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) bereitet sich offensichtlich bei einem Totalausfall des Senders schon jetzt auf den Ernstfall vor und will ggf. eigene Fernsehbilder produzieren. Die Fernsehbranche ist aber skeptisch, ob der Zusammenschluss der Profikicker wirklich dazu in der Lage ist, einen eigenen Kanal auf die Beine zu stellen. Für die Fußball-Bundesliga ist das Überleben von Sky enorm wichtig, denn das Tochterunternehmen des amerikanischen Medienkonzerns News Corp. zahlt rund 240 Millionen Euro pro Saison für die Live-Fernsehrechte der ersten und zweiten Liga. Nur damit ist die Existenz der Vereine gesichert. Sky verhandelt deshalb zurzeit mit allen Kabelanbietern, darunter auch Kabel Deutschland, für eine bessere Allianz und einen gemeinsamen Vertrieb, um der Deutschen Telekom mit ihrem IPTV und Handy-TV mehr entgegensetzen zu können. Diese will nämlich schon zur IFA 3D-Sportsendungen über IPTV als Testsendungen verbreiten. Dazu muss nicht einmal der bisherige Decoder ausgetauscht werden. Die beiden stereoskopischen Bilder werden im Side-bySide Verfahren nebeneinander in einen Frame gequetscht, jedes Bild weist dabei statt 1.920 Pixeln Breite nur noch 960 Pixel auf. Auch die horizontale Auflösung kann auf bis zu 540 Pixel sinken, was dann nicht mehr HD-tauglich wäre. Die Kabelanbieter wollen dagegen mit mehr HD-Qualität auftrumpfen. Fans wollen Fußball auf dem Handy sehen. Welche Bedeutung die Fußballübertragungen für die Fans haben, sieht man am Verkauf von 50.000 mobilen WM-Abos der Deutschen Telekom zur Weltmeisterschaft, mit denen Nutzer die Spiele auf ihrem Handy verfolgen konnten. Mit einem Abo für die komplette Weltmeisterschaft, das 9,90 Euro kostete, hat die Telekom knapp eine halbe Million Euro umgesetzt und die eigenen Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen. Die IFA ist dem Trend gefolgt und stellt mit der "IFA iZone" einen neuen Ausstellungsbereich für Apple Apps vor. Produzent der Handy-Filme ist die Constantin-Medien, die quasi als Konkurrent von Sky mit der "Liga Total!" auftritt. Zur Verbreitung werden allerdings andere als herkömmliche Fernsehkanäle genutzt, nämlich über Mobilfunk und schnellem DSL, dem IPTV der Telekom. Bei der Vergabe waren die Nutzungsrechte aufgeteilt worden. Die Satellitenverbreitung der WM-Spiele bleibt exklusiv für Sky und seinem hochauflösendem HDTV vorbehalten. Zukünftig soll die Bundesliga durch Sky sogar in Stereo-3D in die Kabel kommen, denn bei Sportangeboten haben die Kabelanbieter wenig Eigenes anzubieten. [Ein ausführlicher Vergleich der Bundesliga TV-Angebote kann übrigens bei teltarif.de, dem deutschen Telekommunikationsmagazin, nachgelesen werden.] Die Mobile Fans haben bei der Telekomkonkurrenz übrigens eine erstaunliche Ausdauer gezeigt: Im Durchschnitt folgten sie dem Ball auf dem kleinen Handy-Display pro Spiel 40 Minuten lang. Das ist deutlich länger als bei der Bundesliga, die die Telekom ebenfalls auf dem Handy anbietet. Dort schauen die Fans durchschnittlich nur zehn Minuten pro Partie. Dafür ist die Zahl der Liga-Abonnenten mit 400.000 Nutzern deutlich höher als die der WM-Abonnenten. Damit die Videobilder nicht ins Stocken geraten, sollte eigentlich das „Universal Mobile Telecommunications System“ (UMTS) dem Mobilfunk revolutionäre Datenraten verschaffen. Doch der derzeitige Standard ist für Videoübertragungen nicht optimal, denn die anfangs versprochene Datenrate von zwei Megabit je Sekunde, wurde in der Realität nie erreicht. Tatsächlich sind nur Übertragungen von 128 bis 384 Kilobit in der Sekunde realistisch. Erst mit der Erweiterung HSDPA wurden in vielen Ballungsräumen 3,6 oder 7,2 Megabit in der Sekunde (MBit/s) erreicht, und an manchen öffentlichen Plätzen sind es schon 14,4 MBit/s, was ungefähr einem heutigen DSL-Anschluß am Festnetz entspricht. Auf dem Lande haben die Nutzer leider das Nachsehen. Auf der Funkausstellung werden im besser platzierten (IFA) Innovationszentrum "TecWatch" deshalb erste Geräte für die neue Technik LTE gezeigt. Schon die aktuellen Touchscreen-Smartphones generieren bei den Anwendern oft viel Datenvolumen, wenn „Killerapplikationen“ wie mobile Navigation, Youtube-Filmchen und soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter häufig genutzt werden. In Zukunft sollen sehr viel höhere Übertragungsgeschwindigkeiten - die Rede ist von mehr als 100 MBit/s in einem 20 Megahertz breiten Funkkanal - ein völlig neues „Surfgefühl“ vermitteln. In Verbindung mit sehr kurzen Ping- oder Latenzzeiten von nur 10 Millisekunden werden nicht nur Nutzer von Internetspielen ihre helle Freude haben. Die kurzen Antwortzeiten lassen Internetanwendungen aller Art - einschließlich der Videoabrufe - in Zukunft aberwitzig schnell aufbauen und damit erst komfortable Fernsehübertragungen auf dem Mobile Phone oder dem Laptop ermöglichen. Breitbandanschluss auf dem Lande bleibt vorerst ein Traum. Wo der DSL-Ausbau stagniert, setzt man nun auf LTE und die sogenannte „digitale Dividende“. Gemeint ist die Freigabe von Frequenzen im Bereich von 790 bis 862 MHz, die früher von Fernsehsendern für die terrestrische Ausstrahlung analoger Signale genutzt wurden. Damit soll irgendwann auch auf dem Lande eine schnelle Datenverbindung möglich sein. Zugelassen sind deshalb nur die vier aktuellen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2. Die Unternehmen mussten sich verpflichten, mit den ersteigerten Frequenzen zunächst Gemeinden oder Städte mit höchstens 5000 Einwohnern zu versorgen, dann diejenigen zwischen 5000 und 20 000 Einwohnern, danach Städte bis 50 000 Einwohner und so weiter. Erst wenn jeweils 90 Prozent Versorgung in einer Stufe sichergestellt sind, darf der Ausbau in der Nächsten beginnen. Noch ist man von einer Grundversorgung für den schnellen Internetanschluss weit entfernt, doch die ersten Weichen für das Fernsehen der Zukunft sind gestellt. Quelle - FAZ Mobilfunkstandard LTE: Was kann der UMTS-Nachfolger wirklich? Zum guten Bild gehört guter Ton Für HiFi-Fans ist die IFA leider in den letzten Jahren weniger interessant geworden. Geräte und Lautsprecher werden zwar weiterhin präsentiert, doch die Messe bietet keine abgeschotteten Räume an, um Klangwunder genießen zu können. Den Trend zur Innovationsshow der exklusiven Luxusklasse hatte man bei der Messe versäumt zu pflegen. Dabei waren einst unter dem Funkturm: All diese High End Produkte bedürfen einer sorgfältig vorbereiteten Präsentation, um von den Konsumenten angenommen zu werden. Bei der Berliner Messegesellschaft beschloss man hingegen im letzten Jahrzehnt von einem Zweijahresrhythmus, plötzlich zu einem jährlichen IFA-Turnus zu wechseln und bekam prompt Schelte von großen Firmen wie Sony und Panasonic, denen ein jährlicher Messeaufbau zu teuer wurde und deshalb die IFA zunächst boykottierten. Doch statt den kleinen HiFi High End Herstellern möglicherweise dafür mehr Raum preiswerter anzubieten, füllte die Messegesellschaft lieber die leeren Hallen in den letzten drei Jahren mit der Elektro-Hausgeräte Ausstellung. Nun ist zum Jubiläum alles überfüllt und die kleinen aber feinen Firmen müssen in der Stadt weitere Räumlichkeiten in Hotels oder HiFi-Geschäften zur Präsentation neuer Produkte anmieten. Der Kunde hat das Nachsehen und muss sich schon vorher erkundigen, wo welche Firma präsent ist. Doch dafür wird er belohnt und kann oft in abgeschotteter Umgebung wahre Klangwunder entdecken. Die "Lange Nacht des Höhrens" wird leider von der IFA nicht mehr angeboten, dafür laden am 30. Oktober 2010 noch einmal Berlins HiFi-Händler zur "Langen Nacht der Ohren" ein. Ab Montag, den 6. September 2010 wird außerdem parallel zu den letzten beiden Tagen der IFA, Berlins Music Week zusammen mit der PopKomm bis einschließlich 12. September 2010 in den Hallen des ehemaligen Flughafens Tempelhof lautstark von sich reden machen. Erwartet werden zu den Kongressen und Partys mehr als 20.000 Besucher. Höhepunkt ist am vorletzten Tag die lange Berliner Clubnacht, die zum Einheitspreis von 12.- Euro mit 45 Party Locations und verschiedenen Musikrichtungen aufwartet. Donnerstag, 2. September 201018. Internationales Filmfestival ContraVision
An zwei Wochenenden zeigt ContraVision im Kino BlowUp No-Budget Kurzfilme.
![]() An den nächsten beiden Wochenenden konkurrieren beim 18. Internationales Filmfestival ContraVision wieder Filme unabhängiger und freier Filmemacher mit Filmen aus dem Bereich der Film- und Kunsthochschulen sowie mit kommerziellen Produktionen um die Gunst der Zuschauer. Die renommierten ContraVision Awards werden seit 18 Jahren ausschließlich vom Publikum in geheimer Wahl an die Tages- und Gesamtsieger vergeben. Zugelassen sind Kurzfilme aller Genres bis zu einer Länge von 30 Minuten, ein Thema ist nicht vorgegeben. Mit Filmen sowohl aus Deutschland als auch aus Übersee, von No-Name-Filmemachern, Studenten und Absolventen verschiedener Film- und Kunsthochschulen bis hin zu kommerziellen Produktionen, die mit kleinem bis keinem Budget realisiert wurden, richtet sich ContraVision an alle, die Kurzfilme leidenschaftlich lieben. Im renommierten Programmkino „Blow Up“ in Berlin Prenzlauer Berg werden die ausgewählten Beiträge am 3. - 4. September und am 10. - 12. September 2010 in zwei Kinosälen parallel vorgeführt, um auch dem stärksten Publikumsandrang zu genügen. ContraVision legt die Aufmerksamkeit vor allem auf den unabhängigen Kurzfilm, der aus unterschiedlichen Gründen abseits oder am Rande des Mainstream produziert wird und in der Regel nicht den Weg in die kommerziellen Kinos findet. Mit einer Mediensatire startet das 18. ContraVision Filmfestival. Der Informatik-Professor Eckhard Kruse zeichnet ein bizarres Bild vom Umfragewahn à la ZDF-Politbarometer oder ARD-Deutschlandtrend und wird für viele Diskussionen sorgen wird. Auch die teuflisch gut animierte Bibel-Neuinterpretation „Judas & Jesus“ von Olaf Encke und Claudia Romero erhält sicherlich niemals eine Jugendfreigabe durch die FSK und bereichert das kontroverse Programm. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19:00 Uhr und enden gegen 23:30 Uhr. Tageskarten sind an der Abendkasse zum Preis von 4,00 Euro erhältlich. Der Preis für die Festival-Tickets (alle fünf Tage) beträgt 15,00 Euro. Internationales Filmfestival ContraVision 3. - 4. September und 10. - 12. September 2010 Festivalbüro Contra Medienwerkstatt e.V. Bülowstrasse 90 10783 Berlin Mail: info@contravision.de Web: www.contravision.de Festivalort Blow Up Kino Immanuelkirchstraße 14 10405 Berlin Tel.: 030 / 48625951 Web: www.blowupkino.de Mittwoch, 1. September 2010Stoffentwicklung mit THE HUMAN FACTOR
Neuauflage: Der Publikumsvertrag - Drehbuch, Emotion und der »human factor«
![]() Filme zeigen und erzeugen Emotionen. Sie bringen uns zum Lachen und zum Weinen, wir fühlen und wir leiden mit den Figuren. Zwar gibt es zahllose Ratgeber zum Drehbuchschreiben, doch die zentrale Bedeutung der Emotionen blieb lange unberücksichtigt. Roland Zag setzt mit seinem Buch neue Maßstäbe. Er zeigt, dass die Reaktionen der Zuschauer von universellen sozialen Bedürfnissen bestimmt werden: dem Wunsch nach ausgleichender Gerechtigkeit, nach Loyalität, nach Austausch. Wie erfolgreich ein Film ist, hängt davon ab, ob der emotionale, zwischenmenschliche Kern der Filmstory auf diese Bedürfnisse eingeht. Entsprechend wichtig ist es, sich in der Stoffentwicklung mit den inneren emotionalen Faktoren eines Drehbuchs zu befassen. Dabei sind nicht nur die Beziehungen zwischen den Figuren der Geschichte von Bedeutung, sondern auch die Beziehung zwischen dem Film und dem Zuschauer selbst: der »Publikumsvertrag«. Roland Zag untersucht dies anhand zahlreicher aktueller Filmbeispiele und gibt konkrete Werkzeuge an die Hand, um aus jedem Stoff ein Maximum an emotionaler Energie herauszuholen. »The human factor« ist seit Erscheinen der Erstauflage ein dramaturgisches Modell, das sich in der Filmbranche etabliert hat und an zahlreichen erfolgreichen Filmen zur Anwendung gekommen ist. »Der Publikumsvertrag« richtet sich an Autoren, Produzenten, Redakteure, Dramaturgen, Regisseure, Förderer und Finanziers. UVK Verlag 2., überarbeitete Auflage 2010, 200 Seiten, br. ISBN 978-3-86764-250-7 Euro (D) 19,90 / Euro (A) 20,50 / SFr 30,50 Link: (UVK Praxis Film, Band 64) Autor / Herausgeber Roland Zag Roland Zag arbeitet in München als Drehbuchberater und Dramaturg. Seine bisherige Arbeit umfasst die dramaturgische Analyse von über 100 Filmen im deutschsprachigen Raum. Zugleich veröffentlicht er laufend aktuelle Marktprognosen unter blog.the-human-factor.de. Er war Berater erfolgreicher Kinofilme wie »Wüstenblume«, »Goethe!« oder »Die Fremde«. In Berlin ist Roland Zag bei der Master School Drehbuch am Samstag, den 30.10.10 und Sonntag, den 31.10.10 jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr zu Gast. Der Kurs findet in folgenden Räumlichkeiten statt: Master School Drehbuch Kaiserdamm 99 • 14075 Berlin (Charlottenburg) Kosten: 210,00 Euro (inkl. 19% MwSt.) Tel.: 030 / 330 99 86 95 • Fax: 030 / 330 99 86 99 Mail: info@masterschool.de Web: www.masterschool.de Weitere Infos zum Herbstprogramm, das im September mit weiteren Kursen und Tagesseminaren beginnt und gemeinsam mit der TV-Akademie durchgeführt wird, finden sie auf der Homepage der Master School Drehbuch. Die Vollzeit AUSBILDUNGEN zum Autor und die DREHBUCHENTWICKLUNG für Film und TV beginnen bereits in wenigen Tagen. 06.09. bis 10.12.10 – 3,5 Monate – Autor/-in für Film & TV 09.09. bis 03.11.10 – 2 Monate – Drehbuchentwicklung für Film & TV In seiner Heimatstadt München wird Roland Zag seine Lesung bei der Münchener Filmwerkstatt unter dem Titel Stoffentwicklung mit ‚the human factor‘ am 5./6. Februar 2011 halten. Dieser Kurs kostet bei rechtzeitiger Anmeldung bis zum 15.01.2011 nur 165,00 € statt regulär 190,00 Euro. Im Seminar wird es auch darum gehen, den richtigen Umgang mit der Theorie zu erlernen: Wie kann ich die Regeln kreativ und unschematisch auf die eigene Arbeit anwenden? Wie sehr vertraue ich auf meine Intuition? Und wann brauche ich Hilfe von außen? Darüber hinaus hat die Münchener Filmwerkstatt für das kommende Schuljahr 2010/11 gemeinsam mit dem Partner Bavaria Film wieder ein umfangreiches und vielseitiges Programm aus Seminaren und Workshops zusammengestellt, die auf der Homepage ausführlich beschrieben werden. Münchner Filmwerkstatt e.V. Postfach 860 525 • 81632 München Tel.: 089 / 20 333 712 • Fax: 089 / 20 333 714 Mail: info@muenchner-filmwerkstatt.de Web: www.muenchner-filmwerkstatt.de Dienstag, 31. August 201067th Venice Film Festival 2010
Tom Tykwer im Rennen um den Goldenen Löwen bei der 67. Filmbiennale von Venedig.
![]() Das Herannahen der 67. Biennale di Venezia, die vom 1. bis 11. September 2010 mehr als ein Filmfestival ist und Kunst, Architektur, Tanz, Musik sowie Theater einschließt, stimmt uns leider auch etwas traurig. Natürlich wird die Welt älteste Filmbiennale am Lido wieder zum Großereignis hochstilisiert und steht in ihrer Bedeutung dem Filmfest von Cannes kaum nach. Doch im nächsten Jahr sollte eigentlich Christoph Schlingensief den deutschen Pavillon mit seiner radikalen künstlerischen Art ausgestalten. Dazu wird es nach seinem Tod nun leider nicht mehr kommen. Auch das Umfeld hat sich in Venedig in den letzten Jahren stark verändert. Für die Filmstars der Biennale war das berühmte «Grand Hôtel Des Bains» am Lido jahrelang Treffpunkt gewesen. Die neoklassizistische Fassade am Lido von Venedig hatte zwar inzwischen allen Glanz verloren. Der Jugendstil im Inneren zeigte Altersspuren, der Luxus der 191 Zimmer war fadenscheinig geworden, und selbst im Sonnenlicht ließ sich kaum entscheiden, ob das Haus einen anheimelnden oder einen unheimlichen Charme besaß. Bei den Sommergästen war es trotzdem beliebt, und die herbstlichen Besucher der Filmfestspiele, denen das Excelsior zu protzig war und das Hungaria zu bescheiden, tauchten hier ein in eine Belle Époque, die mit etwas Fantasie immer noch als diejenige durchging, in der Thomas Mann im Mai 1911 sein Herz an den Knaben Baron Wladyslaw Moes verlor – so wie Gustav von Aschenbach, der Protagonist seiner im Jahr darauf erschienenen Novelle „Tod in Venedig“, sein Herz an die vollkommene Schönheit des Jünglings Tadzio hängte, schrieb Gregor Dotzauer am 25.07.2010 im Tagesspiegel. Die Zeiten ändern sich sagen andere und verweisen auf die angeblichen Errungenschaften moderner Architektur, während Venedigs Fundamente durch die Wellen der Motorboote langsam versinken und die von Abgasen und Öl verdreckten Kanäle zum Himmel stinken. Dennoch ziehen der klangvolle Name der Stadt und die unglaubliche Kulisse die Touristen immer wieder an. Auch Regisseur Wim Wenders nahm selbstverständlich gerne einen Auftrag entgegen und drehte kurzerhand einen Stereo 3D-Film, den er zur Architektur Biennale in Venedig präsentieren wird. Für die 67. Filmfestspiele von Venedig kämpft dieses Jahr Tom Tykwer für Deutschland im Wettbewerb um den Goldenen Löwen. Tykwer tritt beim Festival mit dem Streifen "Drei" an, für den er auch das Drehbuch schrieb. In seinem ersten deutschsprachigen Film seit zehn Jahren spielen Sophie Rois, Devid Striesow und Sebastian Schipper die Hauptrollen. Die Tragikomödie handelt von einem Berliner Paar, das sich in einen mysteriösen Fremden verliebt. "Der Film umkreist die Sehnsüchte, Hoffnungen, Rätsel und Widersprüche von drei Menschen, die sich in der ungefähren Mitte ihres Lebens mit fundamentalen Fragen des Zusammenseins und des 'richtigen' Lebensentwurfs konfrontiert sehen", erklärt der Regisseur. Für Tom Tykwer ist es nicht der erste Auftritt in Venedig: Schon „Lola rennt“ und „Der Krieger und die Kaiserin“ waren am Lido uraufgeführt worden. Auch beim Toronto International Film Festival (9. bis 19. September) wird Tom Tykwers "Drei" vertreten sein. Das Kanadische Festival vergibt allerdings keine Preise. In der Sektion "Orizzonti" (Horizonte), in der es um neue Tendenzen des internationalen Films geht, werden der Dokumentarfilm "Atom" von Markus Löffler und Andree Korpys sowie der Trickfilm "The External World" von David Oreilly die Bundesrepublik in Venedig vertreten. Nach eher schwacher Präsenz in Cannes trumpft das amerikanische Kino in Venedig wieder auf. In dem ausschließlich Weltpremieren umfassenden Wettbewerb mit insgesamt 22 Filmen zeigen die Amerikaner allein sechs Filme. Besondere Erwartungen richten sich auf „Somewhere“, Sofia Coppolas Vater-Tochter-Drama im Schauspielmilieu sowie auf Julian Schnabels „Miral“, der das Schicksal von Palästinenserinnen in Jerusalem beschreibt. Darren Aronowsky steuert mit „Black Swan“, in dem Natalie Portman und Mila Kunis zwei konkurrierende Balletttänzerinnen geben, den Eröffnungsfilm bei; Monte Hellman ist mit dem Thriller „Road to Nowhere“, Kelly Reichardt mit ihrem Western „Meek’s Cutoff“ sowie Vincent Gallo mit „Promises Written in Water“, dem Drama um ein todkrankes Mädchen, vertreten. Aus Frankreich werden Abdellatif Kechiche mit „Venus noire“, François Ozon („Potiche“) und Antony Cordier („Happy Few“) angekündigt. Gastgeber Italien schickt Filme von Carlo Mazzacurati, Mario Martone, Saverio Costanzo und Ascanio Celestini ins Rennen. Die kinematografische Weltkarte komplettieren der Chinese Tsui Hark, Takashi Miike und Ann Hung Tran aus Japan, Pablo Larraín (Chile), Richard Lewis (Kanada), Aleksei Fedorchenko (Russland), Álex de la Iglesia (Spanien) und die Griechin Athina Rachel Tsangari. Abschlussfilm außer Konkurrenz ist Julie Taymors Shakespeare-Adaption „The Tempest“, unter anderem mit Helen Mirren und Alfred Molina. Als sicherlich tempestuöser Jury-Chef fungiert Quentin Tarantino. Ihm zur Seite stehen die Regisseure Arnaud Desplechin, Luca Guadagnino und Gabriele Salvatores, Filmkomponist Danny Elfman, der mexikanische Autor Guillermo Arriaga und die litauische Schauspielerin Ingeborga Dapkunaite. Link: www.labiennale.org/en/cinema Montag, 30. August 2010US-TV | 62. Emmy-Verleihung in L.A. (update mit Gewinnern)
Die Emmy-Verleihung 2010 findet seit gestern Abend, den 29. August in Los Angeles statt.
![]() Eine komplette Live Übertragung vom roten Teppich der mehrstündigen Show "The Red Carpet" mit den «Prime Time Awards» leistet sich diesmal heute ab Mitternacht nur der digitale Kanal E! Entertainment, der zwar über Satellit, aber leider nicht unverschlüsselt zu empfangen ist. Auch die Telekom mit ihrer IPTV-Box Entertain sowie die Kabelgesellschaft Unitymedia speisen den Kanal, der sich ausschließlich als Spartenprogramm der Welt des internationalen Showgeschäfts Hollywoods widmet, gegen extra Gebühr ein. Etwas später kann man dann die restlichen drei Stunden der Show mit deutschem Kommentar ab zwei Uhr nachts auch auf dem Seriensender TNT-Serie verfolgen. Die Übertragungen erfolgen über ADSL beim Telekom-Entertain-Paket sowie im digitalen Kabelangebot bei Kabel Deutschland und über den Abo-Sender Sky. Am Montag, 30. August, um 20.15 Uhr sowie am 4. September um 18.40 Uhr und um 00.00 Uhr werden nochmals die Höhepunkte des Abends in einem 90-minütigen Special von TNT-Serie und Sky präsentiert. Der Emmy ist der bedeutendste Fernsehpreis der USA – gleichbedeutend mit dem „Oscar der Filmindustrie“. Er wird seit 1949 jährlich für die abgelaufene Fernsehsaison in mittlerweile 91 verschiedenen Kategorien jeweils Ende August von der Academy of Television Arts & Sciences (Amerikanische Fernsehakademie) in Los Angeles für Sendungen im Abendprogramm (außer Sport und Nachrichten) vergeben. Doch um die Verwirrung noch größer zu machen, gibt es neben den «Prime Time Awards», außerdem noch die Preise der "Creative Arts Emmy Awards", die bereits am Samstag, den 22. August vergeben wurden. Für den Gastauftritt als Moderatorin der Comedy-Show "Saturday Night Live" erhielt dabei die 88-Jährige Betty White ihren fünften Emmy. Berühmt wurde Betty White als eine von drei Frauen in einer Seniorinnen-WG, die als Fernsehserie "Golden Girls" weltbekannt wurde. Auch für diese Rolle als "Rose" erhielt sie einen Emmy. Zwei weitere Emmys gab es für eine Nebenrolle in der "Mary Tyler Moore Show", sowie einen weiteren bei einem Gastauftritt in der "John Larroquette Show". Noch komplizierter zu erklären ist der „Sport Emmy Award“, ein Preis für außergewöhnliche Leistungen in der Sport-Fernsehberichterstattung, der zusätzlich seit über einem Vierteljahrhundert von der nationalen Amerikanischen Fernsehakademie NATAS (National Academy of Television Arts and Sciences) auf der anderen Seite des Kontinents, in New York vergeben wird. Und zwar ausschließlich für tagsüber gesendete Filme und Beiträge sowie Sport und Nachrichten, für regionale Sendungen und für technische Kategorien. Der diesjährige "Sport Emmy" wude bereits im Mai 2010 vergeben. Mit dem »Fernseh-Oscar« wurde die Übertragung der »Red Bull Air Race World Championship« für den Sender Fox Sports Network in der Kategorie »Outstanding Team Technical Remote« prämiert. Die Übertragung der Fernsehbilder von der schnellsten Motorsportart der Welt, des Flugzeugrennes »Red Bull Air Race«, die den prestigeträchtigen Preis errang, wurde welteit in über 100 Ländern ausgestrahlt. Schließlich gibt es neben der nationalen Akademie, noch als Drittes die International Academy of Television Arts & Sciences in New York, die für alle nicht-US-amerikanischen Sendungen zuständig ist. Eine der Grundvoraussetzungen für die Nominierung einer TV-Produktion für diesen Award ist, dass der Film von einem Fernsehsender erstmals ausgestrahlt wurde. Für die GALA Veranstaltung der «Prime Time Awards» vorgestern in Los Angeles wurden die folgenden Programme bisher am häufigsten für den Emmy nominiert: • Saturday Night Live mit 126 Nominierungen • Emergency Room – Die Notaufnahme mit 124 Nominierungen • Cheers mit 117 Nominierungen • Die Comedyserie Frasier ist mit 37 Prämierungen die bisher am häufigsten prämierte Fernsehsendung. Acht Emmy-Nominierungen für RTL II-Serie "Dexter" Zu den diesjährigen großen Favoriten der 62. "Emmy"-Verleihung am 29. August 2010 zählt auch die RTL II-Serie "Dexter". Sie ist u.a. in den Kategorien "Beste Serie" und "Beste Regie" nominiert. Michael C. Hall darf sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung als "Bester Hauptdarsteller" machen, John Lithgow ist als "Bester Gastdarsteller" nominiert. Die brandneue RTL II-Serie "Stargate Universe" ist gleich zwei Mal in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" nominiert. "Heroes" erhielt eine Nominierung in der Kategorie "Beste Art Direction". Und die Show "Mythbusters - Die Wissensjäger" geht als Anwärter auf den Preis "Bestes Reality-Programm" an den Start. 24 Emmy-Nominierungen für "The Pacific" Nicht weniger als 24 Nominierungen sahnte die epische Miniserie "The Pacific" von Tom Hanks, Steven Spielberg und Gary Goetzman bei den Prime Time Emmys ab und führte damit das Feld deutlich an. Die ersten zehn Teile des 200 Millionen Dollar teuren Dramas um den Zweiten Weltkrieg sind seit dem 15. Juli 2010, exklusiv bei kabel eins Donnerstags um 22.15 Uhr zu sehen. Außerdem konnten sich folgende weitere kabel eins-Serien über Emmy-Nominierungen freuen: "Lost", "Two And A Half Men", "24" und "Castle". George Clooney erhält Ehren-Emmy Ein Gewinner steht schon fest. George Clooney erhält heute Nacht bei den Emmy Awards, eine Ehren-Auszeichung für seine humanitäre Arbeit. Der Schauspieler setzte sich in den vergangenen Jahren insbesondere für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September, des Hurrikan Katrina, des asiatischen Tsunamis, des Erdbebens auf Haiti und des Darfur-Konflikts ein. Mehr unter: www.emmys.tv und www.emmys.com Die Auszeichnungen der «Prime Time Awards» reichen wir hier nachstehend in der erweiterten Ansicht als update nach, soweit sie uns bekannt sind. "US-TV | 62. Emmy-Verleihung in L.A. (update mit Gewinnern)" vollständig lesen Sonntag, 29. August 2010Gespräch mit preisgekrönten Filmemachern im Kino Toni
Filmreihe KONTAKTE des BFFV präsentiert den Dokumentarfilm "FORGETTING DAD".
![]() Schon auf der Berlinale waren wir von der spannenden Themenauswahl der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ angenehm überrascht. Leider wird im nächsten Jahr Sektionsleiter Alfred Holighaus nicht mehr dabei sein, sondern das Feld einer Nachfolgerin überlassen. Für uns Grund genug sich wenigsten mit einem der gezeigten Filme näher zu befassen. Die offizielle deutsche Kinopremiere war erst im Juni, sodass der Film noch nicht überall gezeigt werden konnte. Gute Dokumentarfilme sind leider jenseits von Filmfestspielen immer noch recht selten in deutschen Kinos zu sehen. Für die Reihe Kontakte, die der BFFV mit dem BAF gemeinsam im Kino Toni jeden letzten Montag im Monat veranstaltet, konnten wieder die Macher des Films zum anschließenden Filmgespräch eingeladen werden. "FORGETTING DAD" ist eine bewegende Mischung aus Familiengeschichte und Krimi, die den Zuschauer auf eine Achterbahn der Gefühle entführt und die universelle Frage nach der Konstruktion der eigenen Realität und Identität aufwirft. Rick Minnichs Vater verliert mit 44 Jahren nach einem scheinbar harmlosen Autounfall sein Gedächtnis. Er verlässt seine Frau und seine Kinder und nennt sich fortan "New Richard". Er beginnt ein neues Leben mit einer neuen Frau, weit weg von seiner früheren Familie, die sich wundert wo "Old Richard" geblieben ist. Fast 20 Jahre später begibt sich Rick Minnich auf die Suche nach der Identität seines Vaters und macht verblüffende Entdeckungen, die die Ereignisse in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Ist es so wie Richard alle glauben lässt oder steckt mehr hinter seinem Gedächtnisverlust? Trailer: hier auf YouTube! Links: www.forgettingdad.com (the official english film website) www.forgettingdad.de (Deutsche Webseite) Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet mit Special Jury Award auf dem Filmfestival Amsterdam FORGETTING DAD Dokumentarfilm Deutschland, 84 min. Buch/Regie/Kamera: Rick Minnich, Matt Sweetwood Kamera: Axel Schneppat Kino TONI Montag, den 30.08.2010 um 20.00 Uhr Antonplatz / Max–Steinke-Str. 43 13086 Berlin Tel.: 030 / 9279120-0 Web: www.kino-toni.de Anschließend Filmgespräch mit Rick Minnich und Axel Schneppat Gesprächsleitung: Frank-Burkhard Habel Es gibt zu diesem preisgekrönten Film jede Menge Kritiken, die wir nicht alle aufzählen können. Kino.de schreibt beispielsweise, dass das Familien-Porträt des Vaters zum Krimi gerät, der spannend bleibt bis zur letzten Minute. "Wenn dein Vater sich nicht mehr länger an dich erinnert, hört er dann auf, dein Vater zu sein?" Von dieser Frage angetrieben, fährt der in Deutschland lebende Filmemacher Rick Minnich nach Kalifornien, um sich nach 18 Jahren auf die Suche nach seinem Vater und dessen neuen Lebensumständen zu machen. Der erlitt 1990 wenige Tage nach einem eigentlich harmlosen Auffahrunfall, bei dem niemand verletzt wurde, einen Gedächtnisverlust. Von einer Sekunde auf die nächste war aus dem 45-jährigen Familienvater Richard ein Fremder geworden, der sich "New Richard" nannte, seine Angehörigen verließ und mit einer anderen Frau fortzog, um neu anzufangen.Quelle: www.kino.de/kinofilm/forgetting-dad/81887.html Noch umfangreicher und fast ein Psychogramm erstellend, beschreibt Joachim Kurz in Kino-Zeit.de die Situation, weshalb wir gerne daraus Auszüge zitieren wollen: "Der abwesende Vater wird stärker, als der anwesende Vater je gewesen ist!", schreibt Siegmund Freud im Jahre 1913 in seinem Buch Totem und Tabu. Seit diesem Satz ist der abwesende Vater zu einem Grundtheorem der Psychoanalyse geworden, das bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren hat.Quelle: www.kino-zeit.de/filme/forgetting-dad --------------- P.S. Am Donnerstag, 02. September 2010 feiert das Kino Toni seinen 90.Geburtstag. Anlässlich 90 Jahre Kino in Weißensee lädt der Hausherr, der Regisseur Dr. Michael Verhoeven ab 18:00 Uhr zu einem kleinen Sektempfang. Durch das Programm mit Filmausschnitten und Überraschungen führt der Filmkritiker und bekannte Radiomoderator Knut Elstermann. Der Eintritt zum Jubiläum ist frei! Samstag, 28. August 2010Neue Lehrgänge beim Berliner iSFF
Karriereplanung beim Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe (iSFF).
![]() Das Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe (iSFF) an der Volkshochschule (VHS) Berlin Mitte führt im Zeitraum vom 13.09 bis 15.10. 2010 in Berlin eine geförderte Weiterbildung für Schauspieler und Musicaldarsteller zum Thema "Karriereplanung und mediale Selbstdarstellung" durch. Die jeweiligen Fachinhalte werden von einem profilierten Expertenteam vermittelt. Ziel dieses neuen Lehrgangs ist es, den beruflichen Erfolg von Schauspielern und Musicaldarstellern durch eine strategische Karrireplanung, Coaching und eine gelungene Selbstpräsentation zu fördern. Erfahrene Dozenten aus den Bereichen Film und Fernsehen, Theater, Musical, Werbung, Synchron, Hörspiel und Hörbuch schulen die Fähigkeit, sich in diesen Teilsegmenten der Branche gezielt zu positionieren. • Neben den Aspekten Karriereplanung/ -coaching und Networking werden auch die wichtigen Interessensvertretungen und Agenturen behandelt. • Darüber hinaus werden die vorhandenen künstlerischen Viten überprüft und im Einzelfeedback überarbeitet. • Jeder Teilnehmer erstellt unter professioneller Anleitung eine eigene Webseite. • Eine weiterer Höhepunkt ist das Fotoshooting mit dem international renommierten Fotografen Johachim Gern. Jeder Teilnehmer erhält 5 Fotos für Bewerbungszwecke. • Zur eigenen künstlerischen Standortbestimmung wird zusätzlich ein Vorsprechen bzw. eine Audition und ein Casting durchgeführt. Die Teilnehmer erhalten von erfahrenen Castern und Regisseuren ein Einzelfeedback und damit auch Hinweise auf mögliche Verbesserungspotentiale. Dozententeam: Uwe Bünker, Christoph Dietrich, Sonja Döring, Dirk Fehrecke, Sören Fenner, Joachim Gern, Olaf Hofmann, Norbert Hunecke, Karin Kleibel, Joachim Kunzendorf, Stefani Lange, Joosten Mindrup, Thomas Schmuckert und Craig Simmons. Weitere Informationen zu den Dozenten finden Sie auf der Homepage des iSFF und zur Lehrgangsbeschreibung unter: Karriereplanung Der Lehrgang umfasst insgesamt 234 Unterrichtsstunden, jeweils mo-fr 10.00 – 17.45 Uhr. Die Kosten betragen 1.450,80 €. Förderung Eine Übernahme der Lehrgangskosten durch die Bundesagentur für Arbeit ist möglich. Weitere Förderungsmöglichkeiten: GVL (Zuschuss) oder Bildungsprämie des BMBF (Zuschuss) ----------------------------- Reminder Kurz vor Anmeldeschluss möchten wir erneut auf eine weitere Veranstaltung hinweisen. Vom 04. – 29.10.2010 findet die Weiterbildung „Internationale Kino-Koproduktionen“ am iSFF statt, auf die wir bereits am 17.Juli 2010 im BAF-Blog ausführlich hingewiesen haben. In Kooperation mit media.net berlinbrandenburg e.V. schulen erfahrene und ausgezeichnete Fachgrößen der Filmbranche in einem vierwöchigen Lehrgang für Film- und Fernsehschaffende deren Fähigkeit, Stoffe mit internationalem Potential zu erkennen und die daraus folgenden Vermarktungsstrategien zu entwickeln. Die Weiterbildung richtet sich insbesondere an Filmproduzenten, Producer, Produktionsleiter, Regisseure, Autoren und Redakteure sowie freie Medienschaffende. Von Claudia Loewe über Alfred Holighaus, Christine Berg, Jürgen Fabricius bis hin zu Roland Zag unterrichten Experten zum Thema „Internationale Kino-Koproduktionen“. Das Thema ist nicht nur unter dem Aspekt „Standort Berlin“ spannend, auch das Institut zählt zu den größten Weiterbildungsträgern der Kreativbranche. Das iSFF bietet „Weiterbildung von der Branche für die Branche“ in vier Kernbereichen der Kreativwirtschaft: Film/TV, Synchron, Theater, Musical und erreichen mit ihrem Programm den ganzen deutschsprachigen Raum. Zielgruppen sind Film- und Fernsehschaffende, Schauspieler und Musicaldarsteller. Teil des Lehrgangs ist darüber hinaus die praktische Arbeit an eigenen Vorschlägen für die Entwicklung und Umsetzung von Kino-Koproduktionen. Der Lehrgang umfasst insgesamt 200 Unterrichtsstunden, jeweils mo-fr von 10.00 -18.45 Uhr. Die Kosten betragen 1280 Euro. Eine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit oder die FFA ist möglich. „Internationale Kino-Koproduktionen“ 4.-29.10.2010 Filmstudio iSFF Seestr. 64 13347 Berlin Informationen und Anmeldung: ISFF: Ulrike Ohmert Tel.: 030 / 9018 374 43 Mail: info@isff-berlin.eu Web: www.isff-berlin.eu Freitag, 27. August 2010Medienfassaden Spektakel zur "Lange Nacht der Museen"
Sieben europäische Städte zeigen Urban Screens & Media Facades.
![]() Vom 27. August bis zum 12. September 2010 werden sieben europäische Städte durch das Medium der Urban Screens und Medienfassaden verknüpft. In Berlin wird die offizielle Eröffnung der Veranstaltung erst einen Tag später am 28. August zur "Langen Nacht der Museen" am Collegium Hungaricum (.CHB) direkt hinter dem Boulevard "Unter den Linden" gefeiert. Allerdings werden schon heute Abend ab 20:30 Uhr aktivistische Performance und digitale Steinschleuder auf Großprojektionen von Häuserwänden sichtbar gemacht, die einen Ausblick auf mediale Zukunftsszenarien eröffnen. Das Haus des ungarischen Kulturzentrums ist von Anfang an als moderner Bau für multimediale Darstellungen konzipiert worden. Im BAF-Blog vom 4. Januar 2010 hatten wir ein Video eingefügt, dass das Haus als «Cinema Total» zu den letzten Internationalen Filmfestspielen, der Berlinale, im Februar darstellt. Das Video ist immer noch hier auf YouTube abrufbar. Es zeigt recht deutlich, was wir eventuell vom Medien Fassaden Festival erwarten können. Begleitet wir der Eröffnungsabend am Samstag von einer 60 Meter langen Tafel für mindestens 150 Personen, die auf dem Vorplatz des CHB in der Dorotheenstraße 12 neben dem Maxim Gorki Theater aufgebaut wird. Videobilder werden beim soganannten «Mobile Dinner», zu dem Persönlichkeiten, Journalisten und Künstler aus allen Bereichen eingeladen wurden, in einer Konferenzschaltung zwischen den beteiligten Städten auf die Fassade des CHB gebeamt, sodass sie auch noch von Ferne gut zu erkennen sind. Passanten, die "Unter den Linden" am Denkmal der "Neuen Wache" - der Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Berlin - vorbeigehen, sollen schon von weitem auf das Medien Fassaden Spektakel aufmerksam werden und ruhig näher kommen dürfen, um am «Mobile Dinner» teilzunehmen. Hoffentlich hält sich das Wetter und es fängt nicht plötzlich an zu regnen, wie bei der Pressekonferenz zum Media Facade Festival, die fast ins Wasser fiel und in die Ausstellungsräume des mmx verlegt werden musste. Die Beamer, die die Hauswand in der Linienstraße mit Bildern gestalten sollten, waren nur provisorisch installiert und nicht unbedingt wasserfest. Das soll natürlich beim offiziellen Beginn des Festivals nicht noch einmal passieren. Dafür erwartet uns an verschiedenen Stellen der Stadt Außergewöhnliches. ![]() Gasometerfoto: Ruthe Zuntz Auf dem Gasometer in Berlin-Schöneberg wird Europas größter LED-Schirm in weiten Teilen der Stadt sichtbar sein und die gleichen stummen, aber dennoch aussagekräftigen Videos zeigen, die parallel auch in Berlins U-Bahn über die Monitore flimmern werden und auf über 3000 Bildschirmen des Berliner Fensters der BVG in ca. 1000 Waggons der Berliner Verkehrsbetriebe für Aufmerksamkeit sorgen. Spannend dürfte auch Großbilddarstellung auf zwölf Frontprojektionsflächen der Größe 2,40 x 1,80 m sein, die derzeit die Wall.AG am Gleisbett im stark frequentierte Bahnhof Friedrichstraße anstelle der bisherigen Plakatwände installiert. Einzelheiten zu den gezeigten Videos hatten wir schon am 29. Juli 2010 im BAF-Blog ausführlich beschrieben. Der Veranstalter war jedenfalls von unserem Text begeistert. Daneben erlauben auch moderne Glasfassaden, wie diesmal an der o2 World oder dem SAP Gebäude in der Rosenthaler Straße nächtliche Visionen, die von innen weit nach draußen in die Nacht strahlen. In anderen Städten, wie beispielsweise in Brüssel, wo sich durch den Denkmalschutz ein Anstrahlen von historischen Fassaden verbietet, werden in den Fenstern der Häuser moderne LED's für geheimnisvolle Strukturen sorgen. Für den Gala Abend des Ars Electronica Festivals am 3. September in Linz wird eine lokale Radiostation ein spezielles Musikprogramm zusammen stellen und VJs einladen, den Sound passend zur Umgebung in visuelle Effekte für die Ars Electronica Medienfassade umzuwandeln. Im Rahmen des Joint Broadcasting wird der Sound zeitgleich in die anderen teilnehmenden Festival-Städte gestreamt. Lokale VJs können simultan ein visuelles Programm für die jeweiligen Urban Screens kreieren. Das Medienfassaden Festival Europa 2010 wird unter dem Titel «Connected Cities» von Ela Kagel organisiert und mit Unterstützung des transmediale Festivals für Kunst und Digitale Kultur von Upgrade! Berlin präsentiert. The MEDIA FACADES FESTIVAL EUROPE 2010 (MFF 2010) is a pilot project for artists and media designers. The project is initated by Public Art Lab Berlin, in cooperation with Ars Electronica Futurelab / Linz, FACT / Liverpool, iMAL / Brussels, m-cult / Helsinki, Medialab-Prado / Madrid and Kitchen Budapest. Link: www.mediafacades.eu/mediafacades Donnerstag, 26. August 2010LAKINO - 1. Lateinamerikanisches Kurzfilmfestival
BERLINS ERSTES LATEINAMERIKANISCHES KURZFILMFESTIVAL
![]() Vom 27. bis 29. August 2010 wird in Berlin zum ersten Mal das lateinamerikanische Kurzfilmfestival LAKINO stattfinden, denn bisher gab es eine Veranstaltung dieser Art in Berlin nicht. Festivalleiter Martin Capatinta möchte mit diesem Festival einem breitgefächerten Publikum lateinamerikanische Filmemacher und deren unterschiedliche Sichtweisen auf den Alltag jenseits des Atlantiks näher bringen. Das Festival ist eine Entdeckungsreise durch die Welt des jungen lateinamerikanischen Kurzfilms – alle Beiträge wurden während der letzten zwei Jahre produziert – aus den Sparten Fiktion, Animation, Experimentalfilm und Dokumentation. Berlin als ein Ort des Aufeinandertreffens unterschiedlichster Kulturen und Lebensformen bietet eine ideale Plattform für die Vielfalt Lateinamerikas, die in diesem bisher einzigartigen Ereignis erfahrbar gemacht werden soll. Auf dem Festival werden über 80 Filme von Regisseuren aus mehr als 19 Ländern zu sehen sein, deren Themen sich von den Wurzeln über die gegenwärtige Lebensrealität bis hin zu Visionen für die Zukunft erstrecken. Die besten Filme des Festivals werden von einer Jury aus renommierten Künstlern und Filmkennern und dem Publikum gemeinsam ausgezeichnet. Der Hauptpreis ist mit 1000,- Euro dotiert. Die Mitglieder der Jury sind: • Massimo Forleo (Gründer des Lateinamerikanischen Filmfestivals Trieste) • Jacqueline Bello (Präsidentin der Fundación Académica del Nuevo Cine de la Republica Dominicana) • Carlos Larrondo (Regisseur der Musikvideos von Manu Chao und anderen Projekten) • Che Andre Bergendahl (Regisseur, Publizist und Produzent aus Berlin) • Marina Ludemann (Referentin fur film – Goethe Institute) Neben den Kurzfilmen des offiziellen Wettbewerbes werden in einem speziellen Programm Kurzfilme aus Cuba (dem Gastland des diesjährigen Festivals) gezeigt. Darüber hinaus werden eine Auswahl von Filmen lateinamerikanischer Regisseurinnen und prämierte Filme der letzten Jahre unter dem Titel „Viajes por Latinoamérica I y II“ (Reise durch Lateinamerika) zu sehen sein. Das Programm gliedert sich in zwei Wettbewerbe und vier Sonderprogramme, den Kurzfilmen von Filmregisseurinnen sowie den drei Reisen durch Latein-Amerika. Letztere sind eine Auswahl der besten fikionalen Kurzfilme der letzten 3 Jahren, die schon auf Festivals in der ganzen Welt zu sehen waren. Diese Filme entführen die Zuschauer auf eine Reise durch die verschiedenen Länder des südamerikanischen Kontinent, auf der sie wunderschöne Orte, denkwürdige Persönlichkeiten und vieles mehr entdecken werden.... Beschreibungen der einzelnen Filme im Wettbewerb und in den Sonderprogrammen finden Sie in den nachfolgenden Links: - WETTBEWERB 1 - WETTBEWERB 2 - Reise durch Latein-amerika I - Reise durch Latein-amerika II - Reise durch Latein-amerika III - Kurzfilme von Filmregisseurinnen LAKINO :: Lateinamerikanisches Kurzfilmfestival Berlin 27., 28. und 29. August 2010 Kino Babylon Mitte Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin Mitte Tel.: 030 / 2425969 Web: www.babylonberlin.de -------------------------- PARALLELVERANSTALTUNG - Regieworkshop Das Festival wird mit Geldern der Europäischen Union eine Parallelveranstaltung für zwanzig junge Künstler auf die Beine stellen. Während zehn Tagen sollen junge Filmschaffene unterschiedlicher Länder (jeweils zehn aus Europa und Lateinamerika) eine audiovisuelle Arbeit über Berlin verwirklichen. Das Projekt wird zusammen mit NISI MASA (Europäisches Netzwerk junger Filmemacher aus neunzehn Ländern) und BLE DEMONES Digitalfilm Solutions realisiert. Link: www.lakino-bln.com Mittwoch, 25. August 2010Sounding-D: Kopfkino für Audio Freaks
Neue Musik in Deutschland erfahren 25.08. - 12.09.2010
![]() Am 26. August 2010 macht sounding-D in Berlin Station und lädt gemeinsam mit dem Berliner Netzwerk für neugieriges Hören, ohrenstrand.net, zu einem Tag lang Neue Musik in Berlin-Mitte ein. Unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten und mit dem Partner Deutsche Bahn fährt ein klingender Sonderzug in einer großen spiralförmigen Bewegung durch ganz Deutschland und bewegt sich auf dessen Mitte zu – über Dresden, Berlin, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Göttingen, Essen, Moers, Köln, Neuwied, Saarbrücken, Freiburg, Stuttgart, Augsburg und Passau. In jeder Stadt finden eigene Veranstaltungen mit Neuer Musik statt, die den Besuchern nicht nur einzigartige Musikerlebnisse bieten, sondern auch Einblicke in eine weltweit einmalige Musiklandschaft. sounding-D endet mit dem 3-tägigen Abschlussfest mittenDrin: in Eisenach. Direkt am Gleis 4 des Berliner Hauptbahnhofes bietet das Team des Zuges am 26.8.2010 Hörbegleitungen im Bahnhofsareal an. Die Partner im ohrenstrand.net haben einen Parcours mit Hör.Ereignissen abgesteckt, der mit der Ankunft des Klangzuges sounding-D und der Eröffnung des Festivals „Ankunft: Neue Musik“ um 11:00 Uhr beginnt und um 19.30 Uhr mit dem Orchesterfest des Konzerthausorchesters unter Beteiligung des KNM Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt endet. In den den Foyers der Akademie der Künste am Pariser Platz erwartet den Zuhörer um 18 Uhr die spektakuläre Berliner Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos "Studi per l'intonazione del mare" mit zahlreichen Solisten und Laienmitwirkenden. Das „ausland“ und das KNM Berlin bieten zudem unter dem Motto „Mit den Ohren sehen“ eine Ausgabe der Stadtführung „Gehörte Stadt“ an, die den Berliner Hauptbahnhof mit der Akademie der Künste dramaturgisch verbindet. ![]() Wenn sich das Geräusch einfahrender Züge mit dem Klang eines Cellos mischt, ein Schalmeienorchester den Bahnsteig bevölkert, Tänzer zwischen Rolltreppen ihre Kreise ziehen, mitten im Bahnhof ein Flügel steht, dann ist wieder die Zeit gekommen für das Festival "Ankunft: Neue Musik". Bereits zum zweiten Mal macht ohrenstrand mobil, die mobile Bühne von ohrenstrand.net der Architekten von eyland07, Station im Berliner Hauptbahnhof und lädt Durchreisende, Flaneure und Neugierige mit einem umfangreichen Programm zu einer Stippvisite in die Welt der Neuen Musik ein. Tägliche Konzerte, Performances und Opernaufführungen sorgen 11 Tage lang für ungewohnte Hörerlebnisse auf dem Berliner Hauptbahnhof und manch ein Reisender wird erstaunt sein, wenn der Mensch neben ihm plötzlich anfängt zu singen oder zu musizieren. Unter anderem wird der in Berlin lebende US-amerikanische Komponist und E-Gitarrist Sidney Corbett an zwei Tagen einen Einblick in sein Werkgeben, die im Rahmen des Wettbewerbs operare10 entstanden sind und den Berliner Hauptbahnhof als Bühnenraum erkunden (26.8. um 22:00 Uhr Ebene 0). Und wer sich schließlich am 29. September zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf den Bahnhof begibt, wird erleben, wie der Kontrabassist Arnulf Ballhorn Salvatore Sciarrinos "Esplorazione del bianco I" vor dem Hintergrund wechselnder Tageszeiten interpretiert. Die wechselnden Lichteinstrahlungen im Bahnhof untermalen dabei wie bei einem Film die Musik. Klangsuche — Hier wird im Bahnhofsumfeld ungewöhnlichen Klängen nachgespürt und nachgehört. Über einen Kopfhörer mit dem Mikrofon verbunden, erlebt jeder der Teilnehmer die selben Klänge. Das Hören ist dabei vergleichbar mit dem Sehen durch ein Mikroskop – plötzlich steht ein leises Zischen im Mittelpunkt, das sonst in Alltagsrauschen untergeht. Achtung: Aufnahme! — Das feine Rasseln der kleinen Plättchen der Zuganzeigetafel ist ein typisches Bahnhofsgeräusch. Doch wie kann man einen kaum hörbaren Klang professionell aufnehmen? Bei dieser Hörführung steht die Technik im Vordergrund: Es wird gezeigt, wie ein Aufnahmegerät funktioniert, was beim Auspegeln zu beachten ist, wie das Mikrofon ausgerichtet sein muss und schließlich, was man mit einer Aufnahme alles anstellen kann. Die 15 interessantesten der gesammelten Klänge eines Tages werden, versehen mit dem Namen des „Finders“, auf der Soundmap von Robin Minard, einer akustischen Landkarte Deutschlands, unter www.sounding-D.net nachzuhören sein. Alter — Die Hörführungen eignen sich für jede Altersgruppe. Gruppen — Klangsuche ist für max. 8, Achtung Aufnahme! für max. 5 Teilnehmer konzipiert; größeren Gruppen und Schulklassen werden individuelle Arrangements geboten. Termine — Die ca. einstündigen Führungen finden täglich mehrmals statt; die Kernzeit ist zwischen 12 und 16 Uhr. Anmeldung — Sie können sich direkt am Zug anmelden, wir empfehlen aber vor allem für Gruppen eine Reservierung: Fon: 0800 80 90 804, Mail: hoerfuehrungen@sounding-D.net Die Teilnahme ist kostenlos. veranstaltet vom Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes Link: www.sounding-D.net Das Netzwerk Neue Musik – 15 Projekte und 255 Partner Das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, ist von 2008 bis Ende 2011 Förderer von 15 bundesweit ausgewählten Netzwerkprojekten und damit die bisher größte gemeinsame Aktivität von Bund, Ländern und Gemeinden für die Neue Musik. Institutionen, Initiativen, Ensembles und Akteure, die in der Kultur der Städte und Regionen verwurzelt sind und deren Musikleben entscheidend mit gestalten und weiter entwickeln, sind die Partner dieser deutschlandweiten Kooperation. Innovativ und nachhaltig ausgerichtet, initiiert und animiert das Netzwerk Neue Musik eine bisher einzigartige Bewegung. Die 15 Projekte mit ihren 255 Netzwerkpartnern zeichnen ein eindrucksvolles Bild der Neuen Musik in Deutschland. sounding-D ist das große, bundesweite Neue Musik-Ereignis. Der Zug, der über zwei Wochen mit seiner Klanginstallation durch die Republik rollt, ist das verbindende Element. Tagsüber lädt er in den Bahnhöfen Interessierte und Reisende zum Besuch ein. Dieser Klangraum auf Schienen verbindet die Projektorte musikalisch. Der Komponist und Klangkünstler Robin Minard sammelt die Sounds von unterwegs aus den Städten und ihren eigens für das Projekt eingerichteten Hörpunkten, bündelt sie und projiziert sie ins Innere des Zuges und ins Internet. So entsteht ein Klangraum, in den das Publikum überall live eintauchen kann.
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