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Berliner UCI-Flaggschiff plant iSens und zweites IMAX Kino

Am Mercedes-Platz in Berlin wurde neben der Mercedes-Benz Arena Richtfest für ein neues UCI-Kino gefeiert.

Gefeiert wurde das Richtfest im Beisein der Daimler AG schon am 24. Oktober 2017 mit 400 geladenen Gästen.

Direkt gegenüber der Berliner East-Side-Gallery mit Blick auf die Mercedes-Benz Arena wurde rund 16 Monate nach dem ersten Spatenstich am Berliner Mercedes-Platz das Richtfest für vier im Bau befindliche Gebäudekomplexe gefeiert, an dem auch die UCI-Kinowelt Platz haben soll. Mit dem Erreichen der finalen Höhe von 26,5 Metern stehen die Rohbauten kurz vor dem Abschluss und das künftige Herzstück des neuen Stadtquartiers zwischen Mercedes-Benz-Arena und Mühlenstraße nimmt sichtbar Gestalt an.

Schon einmal hatte sich die Daimler AG nach der Wende am Potsdamer Platz engagiert und das viel bestaunte und gut besuchte ehemalige Debis Center mit einer Schopping Mall dem Cinemaxx Kinocenter und dem Berlinale Palast am Marlene-Dietrich-Platz errichtet. Als direkte Konkurrenz zum Sony-Center war sogar ein zweites IMAX-Kino seinerzeit gebaut worden. Doch dies ist schon lange geschlossen und wird derzeit immer noch von der Blue-Man-Group bespielt.

Auch Mercedes-Benz zog sich zurück die Daimler AG verkaufte alle Gebäude an einen Investor. In den ehemaligen Ausstellungsräumen des Autohauses zog der Nachrichtensender N-24 ein, der demnächst in WELT umbenannt werden soll. Auch die Zukunft der Berlinale am Potsdamer Platz ist ungewiss, denn die Verträge laufen in den nächsten Jahren aus.

Deshalb wird bereits für ein eigenes Gebäude auf Staatsgrund direkt neben dem Martin-Gropius-Bau sondiert. Wer allerdings an den Flughafen BER denkt, der immer noch nicht eröffnet ist, wird so seine Zweifel hegen, ob die Berlinale rechtzeitig vor Umzugszwängen einen eigenen Neubau beziehen kann, für den noch nicht einmal ein Entwurf skizziert worden ist. Nur eins steht fest. Es soll ein großartiges Filmhaus werden in dem sowohl die Deutsche Film und Fernsehakademie (dffb) wie auch das Arsenal und das Filmmuseum der Deutschen Kinemathek hineinpassen sollen. Ob dafür das Platz des heutigen Parkplatzes vor dem altehrwürdige Museum im Martin-Gropius-Bau ausreicht ohne den historischen Bau völlig zu verschatten oder womöglich hinter einem modernen Hochhaus verschwinden zu lassen, darf bezweifelt werden.

UPDATE: Nachtrag vom 22.11.2017

Am Montagabend, den 21. November 2017, gab es eine öffentliche Debatte über das geplante Filmhaus in den neu eröffneten Delphi LUX Kinos am Zoo. Auf dem Podium blieb zunächst der Stuhl von Berlinale-Chef Dieter Kosslick leer. Eine viertel Stunde später platzt dieser aber mit Neuigkeiten herein. Quasi in letzter Minute konnte er den Vertrag der Berlinale mit dem Investor am Potsdamer Platz bis zum Jahre 2022 verlängern. Interesse wurde auch an einer Verlängerung des Mietvertrages für dem Berlinale Palast, dem Herzstück des Festivals, auf beiden Seiten geäußert. Somit kehrte erst einmal etwas Ruhe um die Aufregung für ein neues Filmhaus ein, für das Senatskanzleichef Björn Böhning ganz eigenen Vorstellungen hat, denn er möchte in dem Medienhaus auch für die aufstrebende Spielebranche eine Games-Sammlung unterbringen, was Kinematheksdirektor Rainer Rother jedoch eher verwundert als erfreut. Allerdings muss dazu auch erst einmal eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.

Dagegen ist der Daimler AG ein Coup gelungen. Rund um die ehemalige O2-World, die jetzt Mercedes-Benz Arena heißt, werden an der Mühlenstraße neben der neuen Dependance des Konzerns weitere neue Gebäude errichtet. So entsteht eine Mischung aus Amusement, Shopping, Gewerbe und vielleicht auch noch ein paar dringend benötigte Wohnungen. Das künftige Herzstück des neuen Stadtquartiers soll aber ein neues Kinocenter der UCI Kinowelt werden, dem künftigen Flaggschiff der Kette.

Inmitten der weiteren Entertainment-Angebote rund um die Mercedes-Benz-Arena soll das neue Haus, das auf zwei Ebenen mehr als 2000 Sitzplätze beherbergen wird, mit einem Fokus auf Premiumangebote wie iSens-, IMAX- und Luxuskinosälen punkten und laut UCI ein "neuartiges Kino-Erlebnis" bieten.

Das Richtfest, den die Anschutz Entertainment Group (AEG), Mercedes-Benz und Hochtief am 24. Oktober 2017 gemeinsam mit weiteren Projektbeteiligten, künftigen Mietern und Gästen aus dem Bezirk auf dem Mercedes-Platz feierten, der bereits im Herbst 2018 fertiggestellt werden soll, markiert damit ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Eröffnung der dortigen UCI Kinowelt.

"Der Baufortschritt ist absolut beeindruckend. Man kann sich das Kino und die Säle schon sehr gut vorstellen und unsere Vorfreude auf die Eröffnung im nächsten Jahr ist groß. Die Atmosphäre des Platzes ist schon jetzt einzigartig und es lässt sich bereits erahnen, welche Möglichkeiten für Filmpremieren sich hier bieten. Die neue UCI Kinowelt wird dank der geplanten Highlights und seiner Lage am Mercedes Platz zu einem einzigartigen Anziehungspunkt in Berlin", erklärt UCI-Geschäftsführer Jens Heinze.

Zum Mix aus Kultur, Unterhaltung und Freizeit, das der Mercedes-Platz seinen Besuchern künftig bieten soll, zählen neben dem Multiplex die Berlin Music Hall für bis zu 4.500 Besucher, eine sogenannte "Lifestyle-Bowling-Lounge" und mehr als 15 Cafés, Restaurants und Bars, deren Betreiber zum Großteil bereits feststehen.

Michael Kötter, Vice President Real Estate & Development AEG, bedankte sich als Vertreter des Bauherrn in seiner Rede bei den beteiligten Gewerken und Baupartnern:

"Mit dem heutigen Richtfest ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des Mercedes Platz erreicht. Wir liegen mit den Bauarbeiten im Zeitplan. Nicht nur deshalb ein herzliches Dankeschön an unseren Generalübernehmer Hochtief, der auf der Baustelle die Fäden in der Hand hält, und an die zahlreichen Gewerke, die am Projekt beteiligt sind. Wenn mit der Fertigstellung des Rohbaus zum ersten Mal die Dimensionen dessen wahrnehmbar werden, was später in vollem Glanz erstrahlt, ist das schon ein sehr schöner Moment."

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CineStar und RealD verlängern 3D-Deal

Neben UCI-Kinowelt, Cinemaxx und Cineplex gehört die Kinokette CineStar in Deutschland zu den großen Majors der Multiplex-Kinos, die ein gewichtiges Wort bei der Ausstattung von Kinos einlegen können und damit den zukünftigen Standard auch für die 3D-Kinotechnik mitbestimmen können.

So wurde ebenfalls Ende Oktober 2017 bekannt, dass CineStar und RealD ihre langjährige Zusammenarbeit zur Ausstattung der CineStar-Kinos mit 3D-Technologie sowie den entsprechenden 3D-Brillen erneuert haben, denn 3D-Filme im Kino sind nicht totzukriegen. Vielmehr hat soeben Disney/Pixar für Herbst 2018 eine Fortsetzung ihres 3D-Animationsfilmes "Die Unglaublichen" angekündigt. Hier als UPDATE der neue Teaser/Trailer:

Die Vereinbarung mit RealD umfasst alle bestehenden und zukünftigen Kinos der CineStar-Gruppe in Deutschland. Derzeit betreibt CineStar 430 Leinwände an 53 Standorten und ist nach Unternehmensangaben sowohl im Hinblick auf Anzahl der Standorte als auch der Leinwände, Sitzplätze und Besucher Marktführer in Deutschland.

Kürzlich wurde das CineStar in Neumünster eröffnet, am 16. November 2017 folgte das CineStar Atrium in Weimar. Weitere Neueröffnungen folgen 2018 in Freising, Remscheid und Augsburg. CineStar stattet als einziger europäischer Kinobetreiber alle Säle mit RealD-Technologie aus.

RealD ist nach eigenem Bekunden führender Lizenzgeber für 3D- und weitere visuelle Technologien. Mit mehr als 28.000 lizensierten Screens in 72 Ländern sei RealD die weltweit am häufigsten genutzte 3D-Technologie.

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Hackesche Höfe Kino Berlin setzt komplett auf EclairColor

Auch bei einem der vielen Arthaus Kinos in Berlin gibt es Neuerungen zu vermelden. Das Hackesche Höfe Kino hat als erster Komplex weltweit komplett auf die EclairColor - und damit auf die HDR-Technologie der französischen Ymagis gesetzt. Zwar kooperiert ebenfalls auch die oben erwähnte CineStar-Kette mit Ymagis, doch für die kleineren Arthaus-Kinos sind Investitionen dieser Art doch etwas Besonderes.

Michael Krauth, Geschäftsführer von Eclair Deutschland: „EclairColor ist eine phantastische Chance für die Filmbranche, die Qualität des Kinoerlebnisses zu vernünftigen Kosten zu verbessern. Die Zuschauer im Kino werden den Film so sehen, wie ihn sich die Filmcrew vorgestellt hat. Die strengen Spezifikationen des EclairColor-Verfahrens stellen sicher, dass die Filmemacher die Kontrolle über das Bild behalten, das heißt, das Endprodukt entspricht den künstlerischen Vorstellungen des Regisseurs oder Produzenten.“

Gerhard Groß, Geschäftsführer des Hackesche Höfe Kinos, ergänzt: "Wir versprechen unseren Gästen das bestmögliche Erlebnis und bringen die Magie zurück auf die Leinwand. Das gilt für alle Filme, vom Hollywood Blockbuster bis zum Arthaus Film. EclairColor verbessert das Erlebnis mit höherer Lichtstärke, schärferen Bildern, größerer Tiefenschärfe und mehr Kontrast - und das gilt für US-Blockbuster ebenso wie für Independent-Produktionen."

Als erstes Arthaus Kino Deutschlands folgte nun das Hackesche Höfe Kino und setzt in allen seinen Sälen auf die HDR-Technologie von Eclair, einer Tochter der Ymagis-Gruppe. Wie Eclair mitteilte, hatte man eine Vereinbarung mit dem Betreiber Timebandits GmbH & Co. Kinobetriebs KG geschlossen, alle fünf Säle seines Berliner Flaggschiffs noch im September umzurüsten.

Die Installationen in den Hackeschen Höfen erfolgte einschließlich der Sony Digital Cinema 4K SRX-R515P Projektionssysteme.

Die Vorteile von HDR sind nicht nur beim 4K-TV oder den Ultra HD Blu-ray Discs mit HDR zu sehen, sondern auch im Kino für jedermann klar erkennbar - das gilt für Branchenprofis ebenso wie für das Publikum. Die strikten Spezifikationen des EclairColor-Prozesses stellen perfekte Kontrolle über das Bild auf der Leinwand sicher und garantieren so, dass sich die künstlerischen Entscheidungen auch korrekt auf der Leinwand wiederfinden.

Insgesamt hat Eclair weltweit bislang 105 Säle umgerüstet, davon 46 in Frankreich, drei in Großbritannien und jeweils einen in Italien, der Schweiz, Tunesien, Spanien und den USA. Demnächst eröffnet in Athen der erste Saal mit dem "Sphera"-Premiumkonzept von Ymagis, der auch über EclairColor-Technologie verfügen wird. Inklusive der Installationen im Hackesche Höfe Kino mit seinen insgesamt 685 Sitzen kommt EclairColor hierzulande bereits auf 51 Leinwänden zum Einsatz, von denen sich alleine zehn in der Hauptstadt befinden.

Quellen: Tagespiegel | Morgenpost | Blickpunkt:Film | filmecho

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