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"Der Hauptmann" eröffnet das 39. Ophüls-Festival in Saarbrücken

Mario Adorf und Doris Dörrie sind Ehrengäste.

Zahlreiche prominente Gäste werden beim diesjährigen 39. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken erwartet. Angekündigt haben sich unter anderem Barbara Auer, Florian Eichinger, Maria Furtwängler, Regula Grauwiller, Marc Hosemann, Samuel Koch, Marcel Ophüls und Robert Schwentke. Außerdem Mario Adorf als Ehrengast und Regisseurin Doris Dörrie als Ehrenpreisträgerin kommen.

Vom 22. - 28. Januar 2018 werden insgesamt 147 Filme gezeigt. 62 von ihnen konkurrieren in vier Wettbewerben.

Mit der Deutschlandpremiere des Dramas "Der Hauptmann - The Captain" eröffnet am Montag, den 22. Januar 2018 die 39. Ausgabe des Filmfestivals. Der Regisseur Robert Schwentke wird seinen Film persönlich in Saarbrücken präsentieren. Die deutsch-polnische Produktion wurde im letzten Jahr beim internationalen A-Filmfestival in San Sebastián mit dem Jurypreis für die Beste Kamera ausgezeichnet. Die Weltpremiere fand beim Toronto International Film Festival statt.

Nach zahlreichen Hollywood-Erfolgen („Flightplan – Ohne jede Spur”; „R.E.D. – Älter, Härter, Besser”) kehrt Robert Schwentke mit "Der Hauptmann" nach Deutschland zurück und erzählt eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, die tief in menschliche Abgründe blickt. Zu den Darstellern zählen neben Nachwuchstalent Max Hubacher auch Frederick Lau, Milan Peschel und Alexander Fehling. Hier der Trailer:

Zum Inhalt:

In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs findet der junge Gefreite Willi Herold auf der Flucht eine Hauptmannsuniform. Ohne zu überlegen streift er die ranghohe Verkleidung und die damit verbundene Rolle über. Schnell sammeln sich versprengte Soldaten um ihn – froh, wieder einen Befehlsgeber gefunden zu haben. Aus Angst enttarnt zu werden, steigert sich Herold nach und nach in die Rolle des skrupellosen Hauptmanns und verfällt dem Rausch der Macht.

Der Film ist eine deutsch-französisch-polnische Koproduktion von Filmgalerie 451 mit Alfama Films sowie Opus Film und feierte seine Weltpremiere auf dem diesjährigen Toronto International Film Festival. Für seine Kameraarbeit wurde Florian Ballhaus ausgezeichnet. Weltkino bringt "Der Hauptmann" am 15. März 2018 in die deutschen Kinos.

Studentenoscar-Gewinner kehrt nach Saarbrücken zurück.

Unter den Filmen im Wettbewerb ist auch ein Filmemacher, der nicht nur in Saarbrücken bereits erfolgreich war. Alex Schaad tritt mit "Endling", einem Drama um einen Bergmann, der nach der Schließung seiner Zeche ein letztes Mal seinen Wert beweisen will, in der Reihe Mittellanger Film an. 2016 hatte der HFF-München-Absolvent nicht nur diesen Wettbewerb mit seinem Social-Media-Thriller "Invention of Trust" gewonnen, er war auch mit dem Studentenoscar in Gold ausgezeichnet worden. Hier der Trailer:

Nach seiner Weltpremiere auf dem Film Festival »Black Nights« in Tallinn wird Isa Prahls "1000 Arten, Regen zu beschreiben" in Saarbrücken seine Deutschlandpremiere feiern. Erzählt wird die Geschichte eines Jugendlichen (Louis Hofmann), der sich eingesperrt hat und Vater, Mutter und Schwester völlig hilflos vor der versperrten Tür zurücklässt. Hier der Trailer:

Auch in Lisa Brühlmanns Debütfilm "Blue my Mind" steht eine Jugendliche im Mittelpunkt. Die 15-jährige Mia ist mit ihren Eltern in eine Hochhaussiedlung am Stadtrand von Zürich gezogen. Doch nicht nur ihr Umfeld hat sich verändert, auch ihr Körper spielt verrückt. In der neuen Schule schließt sich Mia genau den Mädchen an, die ihr die größten Abenteuer versprechen. Sie öffnen ihr eine aufregende, aber auch angsteinflößende neue Welt. "Bluy my Mind" wurde bei Zurich Film Festival mit drei Preisen ausgezeichnet und gewann beim Internationalen Filmfestival in Rom die Goldene Kamera in der Sektion »Alice nella città«. Hier der Trailer:

Vor drei Jahren hatte übrigens das Schweizer Jugenddrama "Chrieg" von Simon Jaquemet den Hauptpreis des Festivals gewonnen. Schweizer aber auch österreichische Debütfilme sind ein wichtiger Bestandteil des Saarbrücker Festivals. In deutschen Kinos sind die Werke leider kaum zu sehen, da die Schweiz keine europäische Filmförderung bekommt.

[Um Schweizer Filme bekannter zu machen, läuft derzeit vom 18. - 24. Januar 2018 im Kino in der Brotfabrik in Berlin-Weißensee am Caligariplatz mit FILM:SCHWEIZ das erste Schweizer Filmfestival für das Berliner Publikum. Der oben genannte Film ist aber leider nicht darunter.]

In Govinda Van Maeles Debüt "Gutland" flüchtet der Deutsche Jens nach einem Überfall in ein Dorf in Luxemburg. Dort wird er Stück für Stück in die Dorfgemeinschaft integriert und wiegt sich in Sicherheit. Bald stellt sich jedoch heraus, dass Jens nicht der Einzige mit einer dunklen Vergangenheit ist. Nach seiner Weltpremiere in Toronto feiert "Gutland" in Saarbrücken seine Deutschlandpremiere. Hier der Trailer:

Ebenfalls seine Deutschlandpremiere in Saarbrücken feiern wird Katharina Wyss' "Sarah spielt einen Werwolf", der in Venedig seine Weltpremiere hatte. Das Regiedebüt der dffb-Absolventin erzählt die Geschichte der 17-jährigen Sarah, die auf der Bühne alles gibt. Jedoch scheint es, als trüge sie ein dunkles Geheimnis mit sich. Hier der Trailer:

Max Ophüls Preis ehrt Doris Dörrie.

Zum siebten Mal vergibt das Filmfestival Max Ophüls Preis einen Ehrenpreis für Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film und zeichnet mit Doris Dörrie dieses Mal eine der erfolgreichsten und vielseitigsten Erzählerinnen des deutschen Kinos aus.

Doris Dörrie begann 1975 ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München und drehte nach ihrem Abschluss zunächst Dokumentarfilme. Für „Männer“ lockte sie 1985/86 mehr als fünf Millionen Zuschauer in die Kinos und gewann die Deutsche Filmpreise für das beste Drehbuch und den besten Film.

Ihr Œuvre umfasst mittlerweile über 30 Spiel- und Dokumentarfilme für Kino und Fernsehen, darunter Titel wie „Happy Birthday, Türke!“, „Bin ich schön?“, „Kirschblüten – Hanami“ oder „Grüße aus Fukushima“. Sie arbeitet seit 1997 aber auch als Professorin für Angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung mit Studierenden der Hochschule für Fernsehen und Film München und hat rund 20 Bücher veröffentlicht.

„Doris Dörries Leidenschaft, Geschichten für ein großes Publikum zu erzählen und dafür kontinuierlich alle nötigen medialen, kulturellen und formalen Grenzen zu überschreiten, macht sie nicht nur zu einer Ausnahmeerscheinung im deutschen Film. Durch ihre kreative Vielfalt und den Mut, neue schöpferische Wege zu gehen, inspiriert sie seit vielen Jahren die Entwicklung junger Filmschaffender“, so Svenja Böttger, Leiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis. „Wir freuen uns sehr, Doris Dörrie für dieses Engagement mit unserem Ehrenpreis auszuzeichnen.“

Jubiläum der KURZ.FILM.TOUR. beim Max-Ophüls-Preis.

Bereits zum 10. Mal feiert die KURZ.FILM.TOUR. ihren Auftakt beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken. Vor vielen geladenen Gästen wird am 24. Januar 2018 in Saarbrücken beim Premierenprogramm eine Auswahl der Kurzfilme präsentiert, die im letzten Jahr mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet wurden. Die Filmemacher*innen Sophie Linnenbaum (PIX), Oliver Adam Kusio (ELA – SKIZZEN ZUM ABSCHIED) und Juliane Ebner (LANDSTRICH) werden zur Premiere anwesend sein. Alle 13 prämierten Kurzfilme deutschen Kurzfilmpreises 2017 sind im Anschluss das ganze Jahr lang in Kommunalen, Programm- und Arthousekinos zu sehen.

PROGRAMM

PIX

Regie: Sophie Linnenbaum | Deutschland 2017 | Spielfilm | DCP | Farbe | 9 Min.

Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme bis 10 Minuten

ELA – SKIZZEN ZUM ABSCHIED

Regie: Oliver Adam Kusio | Deutschland 2017 | Spielfilm | DCP | Farbe | 26 Min.

Nominiert in der Kategorie Spielfilme von mehr als 10 bis 30 Minuten

LANDSTRICH

Regie: Juliane Ebner | Deutschland 2017 | gemalter Film | DCP | Farbe | 29 Min.

Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Experimentalfilme bis 30 Minuten

GABI

Regie: Michael Fetter Nathansky | Deutschland 2017 | DCP | Farbe | Spiefilm | 30 Min.

Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme von 10 bis 30 Minuten

Der Deutsche Kurzfilmpreis

Der Deutsche Kurzfilmpreis wird seit 1956 verliehen und ist mit Preisgeldern von bis zu 275.000 Euro die wichtigste und höchst dotierte Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. Jedes Jahr im November wird er von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in fünf Kategorien vergeben. Seit 1998 gehen die Nominierten und Preisträgerfilme jedes Jahr auf Tournee durch die deutschen Kinos.

Links: www.max-ophuels-preis.de | www.deutscher-kurzfilmpreis.de

Quellen: filmecho | Blickpunkt:Film | Noise Film PR

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