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6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

In Berlin Kreuzberg und Mitte liegen die zentralen Ausstellungsorte der 6. Berlin Biennale.



Wie bereits in den vergangenen Jahren organisieren die KW (Kunst Werke) for Contemporary Art in der Auguststraße Berlin Mitte auch diesmal die 6. Berlin Biennale. 1996 von einer Gruppe junger Kunstbegeisterter in einer damals baufälligen ehemaligen Margarinefabrik der DDR gegründet, besitzen die KW keine eigene Sammlung, sondern sind ein Labor, das durch Ausstellungen, Künstlerateliers und Veranstaltungen die jüngsten Entwicklungen in der nationalen und internationalen zeitgenössischen Kultur vorstellt und in Kooperationen mit Künstlern und Institutionen sowie durch Auftragsarbeiten aktiv weiterentwickelt.

In diesem Jahr versammelt vom 11. Juni bis zum 8. August 2010 die 6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst an mehreren Orten Berlins zahlreiche künstlerische Positionen zur Gegenwart, darunter zum ersten Mal Kunst in Kreuzberg an vier zentral gelegenen Orten. Wichtigste Ausstellungsstätte ist dort das leer stehende Kaufhaus am Oranienplatz. Michael Schmidts fotografische Arbeiten mit sozialkritischem Einschlag stellen den ersten künstlerischen Beitrag zur Biennale dar und werden sie während ihrer gesamten Dauer im öffentlichen und medialen Raum begleiten. Der Berliner Fotograf ist realitätsbezogen und vor allem durch seine stilistisch sachlich-nüchternen Schwarz-Weiß-Serien bekannt geworden. Dies trifft gleichermaßen auf Gegenstände – und im weiteren Sinne auch Häuser, Stadtensembles und Landschaften – und dargestellte Personen zu.

Im letzten Jahr zeigten die KW for Contemporary Art eine Auswahl von Höhepunkten der letzten Kölner KunstFilmBiennale, des international einzigartigen Festivals für Filme bildender KünstlerInnen. Zwar kennen wir die Einzelheiten des diesjährigen Programms der 6. Berlin Biennale noch nicht, doch ist davon auszugehen, dass neben den Fotografien von Michael Schmidt und den Video Installationen des Glasgower Künstlers Phil Collins sich immer mehr Künstler mit Visualisierungen ihrer Umgebung beschäftigen und das konsequent nicht nur in Bildern, sondern auch mit modernen Medien (Film und Video) auszudrücken versuchen. So sind Film und Fotografie die wichtigsten Medien der Biennale. Malerei findet nicht statt, Zeichnungen vornehmlich in Gestalt großformatiger Blätter.

Kuratiert wird die 6. Berlin Biennale von Kathrin Rhomberg. Über 1000 Künstler hat sie sich angeschaut, 50 werden im Juni gezeigt - vornehmlich jüngere Jahrgänge und an Orten mit hohem Migrantenanteil. In dieser inspirierenden Atmosphäre erforscht die Berlin Biennale künstlerische Entwicklungen und stellt Ungesehenes und Unbekanntes vor. Den Auftakt bildet das Projekt "Artists Beyond", bei dem der Entstehungsprozess einzelner künstlerischer Arbeiten für die biennale in einen öffentlichen Dialog eingebunden werden soll.

6. Biennale für zeitgenössische Kunst
11.6.–8.8.2010
ÖFFNUNGSZEITEN
Di–So 10–19 Uhr, Do 10–22 Uhr
EINTRITT
14 Euro, ermäßigt 7 Euro
Gruppen (ab 10 Personen): 10 Euro, ermäßigt 5 Euro
Familienkarte (2 Erwachsene mit Kindern unter 18 Jahren): 25 Euro

Wo:
KW Institute for Contemporary Art, 
Auguststraße 69, 10117 Berlin-Mitte
Alte Nationalgalerie (Museumsinsel), 
Bodestr. 1–3, 10178 Berlin-Mitte
Oranienplatz 17, 10999 Berlin-Kreuzberg
Dresdener Straße 19, 10999 Berlin-Kreuzberg
Kohlfurter Straße 1, 10999 Berlin-Kreuzberg
Mehringdamm 28, 10961 Berlin-Kreuzberg

Web: www.berlinbiennale.de
Link: www.kw-berlin.de


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