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Gewinner: Filmschoolfest Munich, Up-and-Coming Braunschweig, exground Wiesbaden

Große Preisvergabe am letzten November-Wochenende auf diversen Film Festivals.



Insgesamt zehn Preisträger beim 39. Filmschoolfest Munich.

Zum Abschluss des 39. Filmschoolfest Munich am Sa. 23. November 2019, in der HFF München ging der VFF Young Talent Award nach Ungarn. Hajni Kis von der University of Theatre and Film Arts in Budapest wurde mit dem mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für "LAST CALL" ausgezeichnet. Hier der Trailer:



Statement der Jury:
"Hajni Kis gelingt es, ihr Publikum mit sehr zarten, gut beobachteten und emotionalen Momenten zu überraschen, bis zum Schluss, wenn sie ihrer tapferen Heldin erlaubt, auf unerwartete Weise Frieden zu finden. Wir sind schon gespannt auf die kommenden Ideen dieser jungen Regisseurin", sagte die Jury über den 27-minütigen Kurzfilm, der den letzten Tag einer 61-jährigen Frau vor ihrem Umzug aus Budapest zu ihrer Tochter ins Ausland beschreibt.


Gleich zwei Auszeichnungen gab es für Maya Yadlins israelische Produktion "Fine". Der Neun Minuten lange Film über eine Autofahrt zu einer Familienfeier, die durch einen Streit über den Musikgeschmack des Familienvaters eskaliert, erhielt neben dem Publikumspreis den Wolfgang-Längsfeld-Preis, der in Erinnerung an den Festivalgründer an den originellsten Film des internationalen Wettbewerbs vergeben wird.

Hier der Trailer:



Als bester Dokumentarfilm wurde Hadas Hechters "The Opposite of Love Is Not Hate", in dem die Studierende der Sam Spiegel Film School in Jerusalem versucht, Traumata ihrer Familie aufzuarbeiten, mit dem Arri-Preis ausgezeichnet.

Der Luggi-Waldleitner-Preis für das beste Drehbuch ging an Kalu Oji vom Victorian College of the Arts in Melbourne für den von ihm selbst inszenierten "Blackwood", ein Porträt einer Mutter und ihres heranwachsenden Sohnes.

Für die beste Animation wurde Maria Trigo Teixeira von der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf für "Inside Me" über eine junge Frau, die ungewollt schwanger wird und sich durch ihre Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch Unverständnis und Kritik ihres Umfelds einhandelt, ausgezeichnet.

Der Panther-Preis für die beste Produktion eines Films einer europäischen Hochschule wurde Jonatan Etzler von der Stockholm University of Arts für seinen Thriller "Get Ready With Me" verliehen.

Der Student Camera Award ging an Kenneth Cyrus (Satyajit Ray Film and Television Institute, Kalkutta) für "An Irrelevant Dialogue" über ein altes Paar, das dafür kämpft, selbstbestimmt sterben zu dürfen.

Darüber hinaus wurde "Ghazaal" von Regini Bhasin (Chapman University, Orange, USA) über ein junges Mädchen in einem Flüchtlingslager mit dem Arte-Kurzfilmpreis ausgezeichnet, während "Rock Out" von Alice Gadbled (Institut des Arts de Diffusion, Belgien) über eine unkonventionelle Beerdigung den Prix Interculturel erhielt.

Eine Woche lang wurden im Filmmuseum München die besten studentischen Kurzfilme aus aller Welt gezeigt und das sind die Gewinnerfilme des FILMSCHOOLFEST MUNICH 2019 in der Übersicht:

VFF YOUNG TALENT AWARD - Bester Film
"LAST CALL" - Hajni Kis (Regie)

ARTE-KURZFILMPREIS
"GHAZAAL" - Ragini Bhasin (Regie)

ARRI-PREIS - Bester Dokumentarfilm
"THE OPPOSITE OF LOVE IS NOT HATE" - Hadas Hechter (Regie)

zweiB AWARD - Beste Animation
"INSIDE ME" - Maria Trigo Teixeira (Regie)

LUGGI-WALDLEITNER-PREIS - Bestes Drehbuch
"BLACKWOOD" - Kalu Oji (Regie & Drehbuch)

STUDENT CAMERA AWARD - Beste Kamera
"AN IRRELEVANT DIALOGUE" - Kenneth Cyrus (Kamera)

PANTHER-PREIS - Beste Produktion
"GET READY WITH ME" - Jonatan Etzler (Regie)

CLIMATE CLIPS AWARD
1. Platz: "APOCALYPSE AIRLINES" - Camille Tricaud & Franziska Unger
2. Platz: "THE BEAUTY" - Pascal Schelbli
3. Platz: "MY GRANDMA" - Philipp Link

HOFBRÄU TROPHY
1. Platz: "THE GOLDEN RING" - Rupert Höller
2. Platz: "PRICELESS" - Danilo Pejakovic, Lukas Schwarz-Danner & Gretta Sammalniemi
3. Platz: "REVENGE OF THE KRONKORKEN" - Paul Hirschauer & David Diebold

PRIX INTERCULTUREL
"ROCK OUT" - Alice Gadbled (Regie)
Special Mention: "ARMED LULLABY" - Yana Ugrekheldize

WOLFGANG-LÄNGSFELD-PREIS - Originellster Film
"FINE" - Maya Yadlin (Regie)

PUBLIKUMSPREIS
"FINE" - Maya Yadlin (Regie)

SPECIAL MENTIONS
"EADEM CUTIS: THE SAME SKIN" - Nina Hopf (Regie)
"DISTANCE" - Grace Swee (Regie)

Link: www.filmschoolfest-munich.de

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Vergabe des Deutschen Nachwuchsfilmpreis in Hannover.

Mit der Verleihung des Deutschen Nachwuchsfilmpreises, des Bundes-Schülerfilm-Preises und des International Young Film Makers Awards ging am Sonntag, den 24. November 2019 das 15. Internationale Film Festival Hannover up-and-coming zu Ende. Am Wettbewerb um die von Deutschlands größtem Nachwuchsfilmfestival ausgelobten Preise hatten sich junge Filmemacher*innen aus 122 Ländern beteiligt. Insgesamt waren 4.017 Filme eingereicht worden.

Mit dem Deutschen Nachwuchsfilmpreis wurden drei Filmtalente gekürt. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert und gehen mit Produzenten-Patenschaften einher. Preisstifter ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF):

1.) Natascha Zink für "Abbruch" über eine junge Frau, die ungewollt schwanger wird, und eine Entscheidung trifft, die ihr niemand abnehmen kann.
2.) Paul Scholten für seinen Dokumentarfilm "Biotop" über einen Münchner Vorort, in dem man aus Angst vor (Ruhe-)Störungen durch Flüchtlinge eine Lärmschutzwand errichtet hat.
3.) Alexander Conrad für "Löwin" über die elfjährige Leo, die viel zu früh Verantwortung übernehmen muss.

Der ebenfalls vom BMBF mit 1.000 Euro dotierte Bundes-Schülerfilm-Preis ging an Robin Tessitore und Nico Schäfer von der Albertus-Magnus-Schule in Viernheim und ihren Film „Willst Du mit mir gehen“.

Drei weitere undotierte Preise gab es beim International Young Filmmakers Award, den das up-and-coming-Festival vergab.

1.) Die Belgierin Helena Dalemans wurde für "Her Name Was" ausgezeichnet, eine "ehrliche und bewegende" Ode an ihre Großmutter, die geschwächt ins Heim muss.
2.) Die Niederländerin Florence Bouvy erhielt den Preis für "Till the End of the World" über das schwierige Verhältnis alkoholkranker Eltern zu ihren Kindern.
3.) Maitene Eyheramonhos aus Großbritannien überzeugte die Jury mit "We Jump and Prixt", durch seine Balance aus Gesellschaftskritik, experimenteller Dokumentation und Liebesbrief.

Link: up-and-coming.de

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Die Preisträger*innen beim exground filmfest 32 in Wiesbaden.

Mit der feierlichen Preisverleihung in der Caligari FilmBühne ging das exground filmfest 32 am Sonntag Abend, den 24. November 2019 nach zehn Tagen erfolgreich zu Ende. Im Anschluss an den Deutschen Kurzfilm-Wettbewerb wurden in sieben Wettbewerben Geld- und Sachpreise im Wert von über 20.000 EUR vergeben. Rund 100 internationale und nationale Gäste aus der Filmbranche und zahlreiche Besucher*innen zeugen erneut von der großen Beliebtheit des Festivals über die Grenzen Wiesbadens hinaus.

Platz 1.) des Deutschen Kurzfilm-Wettbewerbs ging an "DAS MENSCH" von Sophie Linnenbaum. Der Preis ist mit 3.000 EUR dotiert.

Platz 2.) belegte "EARLY BIRDS" von Benjamin Kempf-Siemens und Rainer Binz, die sich über ein Preisgeld von 2.000 EUR freuen konnten.

Platz 3.) ging an Felix Karolus für "MENUETT" Der dritte Preis ist mit 1.000 EUR dotiert.

Die Kroatische Produktion "IMBUED LIFE" [UDAHNUT ZIVOT] von Ivana Bošnjak und Thomas Johnson wurde bester internationaler Kurzfilm. Das Preisgeld beträgt 2.000 EUR.

Eine lobende Erwähnung erhielt "WOMAN WITHOUT A CHILD" [MUJER SIN HIJO] von Eva Saiz aus Spanien.

Die Gefangenen-Jury aus der JVA Wiesbaden vergab »Das Brett« 2019, dotiert mit 1.500 EUR, an "MEIN ENDE. DEIN ANFANG." von Mariko Minoguchi.

Eine lobende Erwähnung sprachen die Juroren der Produktion "KOPFPLATZEN" von Savaş Ceviz aus.

Die Jugendjury im Internationalen Jugendfilm-Wettbewerb vergab den Preis für den besten Langfilm in diesem Jahr ex aequo an zwei Werke.

1.) "YOUR TURN" [ESPERO TUA (RE)VOLTA] von Eliza Capai. Hier der Trailer:



Statement der Jury:
"Für uns hat der Film YOUR TURN den ersten Platz verdient, da er die Schülerproteste in Brasilien auf eine sehr mitreißende Art darstellt. Die Dokumentation ist elektrisierend und überzeugt durch schnelle Schnitte und persönliche Schicksale. Die Regisseurin entführt die Zuschauer/-innen in die Mitte der Proteste, da die Erzählung aus der Sicht ihrer Akteure erfolgt. Der Film schafft es, den Geist einer Generation einzufangen, in der Aktivismus wieder zur Lebensrealität vieler geworden ist."


2.) "THE ORPHANAGE" [PARWARESHGAH] von Shahrbanoo Sadat.

"The Orphanage" wurde in Berlin auch gerade beim Festival der Festivals »Around the World in 14 Films« gezeigt. Der kinopoetische Coming-of-Age Film, eine Produktion der folgenden sechs Länder (Dänemark/Deutschland/Frankreich/Luxemburg/Afghanistan/Katar) hat leider bisher keinen Verleih in Deutschland. Hier der Trailer:



Statement der Jury:
"In 'THE ORPHANAGE' geht es um einen afghanischen Waisenjungen, der in den 80ern auf der Straße aufgegriffen und in ein kommunistisches Waisenhaus gebracht wird. In der Zeit dort hat er viele traumatisierende Erlebnisse, die ihn prägen. Uns gefällt die Geschichte des von Bollywood-Filmen träumenden Jungen, der in die harte Realität geworfen wird, als die politische Situation sich zuspitzt und er sie am eigenen Leib zu spüren kriegt. Das Leben von Kindern in solchen Krisengebieten ist ein eher unpopuläres, aber sehr interessantes Thema – gerade auch in Anbetracht des politischen Zeitraums, in dem die Geschichte spielt.“


Regisseurin Shahrbanoo Sadat hat für „The Orphanage“ vor allem mit nicht professionellen Darstellern gearbeitet. Das verleiht ihrem Film eine große Authentizität. Neben der Leistung, die Kriegswirren des Afghanistankrieges konsequent aus der Kinderperspektive zu erzählen, sind es vor allem Qodrats eskapistische Fantasien, die den Film auszeichnen. Die Bollywood-Reminiszenzen geben der Geschichte etwas Traumhaftes.

Link: exground.com
Quellen: Noise Film PR | Filmecho | Blickpunkt:Film

Gestern, den 27. November 2019, hatten wir bereits die Gewinner der Internationalen Film Festival in Braunschweig und Mannheim-Heidelberg veröffentlicht.

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