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Die Preisträger in Oberhausen & Preisvergabe in Berlin

Die Preisträger der 55. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und üppige Preisvergabe beim Jugendmedienfestival Berlin

Nachdem wir ausführlich am 29. April den Auftakt zum Jubiläumsfestival in Oberhausen würdigten, wollen wir an dieser Stelle die Preisträger nachholen. 600 Filme in 6 Tagen wurden vom 30. April bis 5. Mai gezeigt.

Die Internationale Jury verlieh den, mit 7.500 Euro höchstdotierten, Großen Preis der Stadt Oberhausen in diesem Jahr an den 18minütigen thailändischen Beitrag „A Letter to Uncle Boonmee“ von Apichatpong Weerasethakul. Das sehr persönlich gehaltene dokumentarische Werk ist als Brief des Filmemachers an seinen Onkel konzipiert und „spannt den Bogen von einer biografischen Geschichte über eine Reflexion filmischen Erzählens bis hin zur Darstellung politischer und historischer Zusammenhänge“. So die Begründung der Jury des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, mit deren Preis Weerasethakuls Film ebenfalls ausgezeichnet wurde. "Der Film steht für die Schaffung eines filmischen Idioms, das den konventionellen dokumentarischen Realismus oder seine Abbildung transzendiert. Für die Entwicklung einer Zeitlichkeit, die gelassen und nachdenklich ist, dabei aber tief verstörend in der Art, wie durch die Re-Imagination des Dorfes Nabua auf die Brutalitäten von Armee und Krieg verwiesen wird." So ist es auf der Homepage der internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen nachzulesen.

Die beiden mit je 3.500 Euro dotierten Hauptpreise gingen an Carsten Aschmann für „Ketamin – Hinter dem Licht“, eine sinnlich-morbide filmische Fahrt, und an den US-Amerikaner Robert Frank für „True Story“. Dieses ebenfalls sehr persönlich gehaltene Werk beschreibt nachhaltig den Verlust von Freunden und Familienangehörigen des Künstlers. Außerdem gewann „Bernadette“ den ARTE-Preis und den FIPRESCI-Preis der Internationalen Filmkritik. Duncan Campbell lässt in „Bernadette“ das politische Wirken von Bernadette Devlin Revue passieren, die in den frühen 1970er Jahren als jüngstes Parlamentsmitglied für die Belange Nordirlands einstand und durch eine Ohrfeige für den britischen Innenminister für Schlagzeilen sorgte.

Auch „Elefantenhaut“ von Severin Fiala und Ulrike Putzer hinterließ bei den Juroren einen bleibenden Eindruck und wurde mit dem Preis der Ökumenischen Jury bedacht. Der Film beschreibt den Ausbruch einer älteren Frau, die noch immer bei ihrer Mutter wohnt, aus ihrem tristen Alltag.

Der Hauptpreis des Deutschen Wettbewerbes wurde 2009 ex aequo verliehen an Michael Klöfkorns zivilisationskritischen Kurzfilm „n.n.“ und an David OReillys zehnminütige Animation „Please Say Something“ über die Beziehung zwischen einer Katze und einer Maus.

Die weiteren Preisträger der 55. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen:

Erster Preis des NRW-Wettbewerbs
„A Taste of Honey“ von Simon Rittmeiers
"Der 27jährige Student der Kölner Kunsthochschule für Medien realisierte in Kuba einen Film in Schwarz-Weiß und gänzlich ohne Worte, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Trotz staatlicher Zensur und Kontrollen gelang es dem jungen Filmemacher, das Ende einer Utopie in einem tropischen Paradies zu visualisieren." schrieb das DigitalVD Magazin am 7. Mai 09.

Preise der Kinojury
„Prrrride“ von Sirah Foighel Brutmann und Eitan Efrat
„Murphy“ von Bjørn Melhus

Preis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen
„Burning Palace“ von Mara Mattuschka

3sat-Förderpreis
„Rebeca“ von Gonzalo H. Rodríguez

Zweiter Preis des NRW-Wettbewerbs
„Dial M for Mother” von Eli Cortiñas Hidalgo

Preis der Kinderjury des Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs
„Adriaan: Een Kist voor Stippie“ (Adriaan: Ein Sarg für Stippie) von Mischa Kamp

Preis der Jugendjury des Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs
„Ralph“ von Alex Winckler

Web: www.kurzfilmtage.de

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Preise des 18. Jugendmedienfestivals Berlin

Es ist kaum zu glauben, wo doch überall gespart wird, aber beim 18. Jugendmedienfestival in Berlin am letzten Sonntag (siehe BAF-Bericht vom 17. Mai 2009) gab es diesmal üppige Geldpreise sowie lobende Erwähnungen und außerdem Nominierungen für den alle zwei Jahre stattfindenden Nachwuchswettbewerb "Up and Coming" (Hannover) und für das "Freshfilmfestival" in (Limerick, Irland). Darüber hinaus wurde der DOKU-CLIP Preis des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) verliehen. Weitere silberne und goldene Clip-Preise wurden in den jeweiligen Altersgruppen der 6-15 jährigen, der 16-20 jährigen und der älteren bis 27 Jahre alten Filmemacher vergeben.

Das Festival findet immer im Mai im Jugendzentrum "Die Weisse Rose" am Wartburgplatz in Berlin Schöneberg statt. Es wird weitgehend von Jugendlichen selbst gestaltet und wurde diesmal vom 13.-17.5.09 veranstaltet. Das Jugendmedienfestival ist nicht nur der Motor für die Kommunikation unter den filminteressierten meist jugendlichen Machern und Zuschauern, sondern auch eine Lernwerkstatt im Umgang mit Öffentlichkeit und deren kritischer Auseinandersetzung.

Und das sind die Preise, die dieses Jahr verliehen wurden:
In der Altergruppe 6 – 15 Jahre
• ein goldener Clip mit einer Förderprämie von 400,- €
• ein silberner Clip mit einer Förderprämie von 200,- €

In der Altergruppe 16 – 27 Jahre
für die unter 20 jährigen
• ein goldener Clip mit einer Förderprämie von 500,- €
und für alle in der Altersstufe
• ein goldener Clip mit einer Förderprämie von 700,- €
• ein silberner Clip mit einer Förderprämie von 400,- €

Übrigens die komplette Liste der Preisträger ist auf der Homepage des Festivals unter www.jugendmedienfestival.de nachzulesen.

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