Buh-Rufe für Wolfram Weimer vorprogrammiert, wenn am 29. Mai der Deutsche Filmpreis verliehen wird
Die Branche ist unzufrieden mit dem Resultat der großen Filmreform, nachdem die Bundesregierung am Mittwoch den Entwurf der Medien-Investitionsverpflichtung beschlossen hat.

Ein wenig Beifall wollte sich Kulturstaatsminister Wolfram Weimer morgen doch abholen, wenn in Berlin die Lolas verliehen werden. Und so hat die Bundesregierung am Mittwoch den Entwurf der Medien-Investitionsverpflichtung beschlossen, die im Wesentlichen den bereits bekannten und hier besprochenen Eckpunkten folgt. Damit fließen auch die 250 Millionen Euro, die im Etat der BKM für die Förderung bereitgestellt sind. Doch statt Jubel in der Branche, brach ein Sturm von Unmut über den Minister herein.
Die seit Jahren angekündigte und mit der Branche heiß diskutierte Reform der Filmförderung mit ihren drei Säulen FFG, Investitionsverpflichtung und DFFF bleibt weit unter den Erwartungen zurück. Sie ist zudem Stückwerk, bei dem die einzelnen Rädchen kaum ineinanderpassen, und sich die Effekte aufheben. Statt massenweise Popcorn für Filmhits made in Germany, wie es der Minister ankündigt, wird es wohl eher entsetzte Gesichter in der Branche und unter den Zuschauern geben.
Millionen können nicht ausgegeben werden
Nehmen wir mal ein Rechenbeispiel, einfacherweise einen Film mit einer Million Euro Budget. Bis Ende 2024 konnten die Produzenten über den DFFF automatisch 240.000 Euro Förderung erhalten, 260.000 sammelten sie in Europa und bei den regionalen Förderungen ein. Dazu kamen die kulturelle Filmförderung des Bundes, Projekt und Referenzförderung durch die FFA, die die Filmabgabe verteilt.
2025 erhöhte die Bundesregierung ihren Anteil. Nun waren es 300.000 vom DFFF und 200.000 aus anderen Fördertöpfen. Trotzdem gingen die Budgets nicht wie erhofft in die Höhe, sondern sanken. Ab 1. Juli 2026 könnte nun bei einer Verdoppelung der Filmförderung des Bundes theoretisch mit 2 Millionen Budget kalkuliert werden. 600.000 Euro Förderung vom DFFF, 400.000 Euro von den Ländern. Diese Summe ist aber bei den Regionalförderern nicht darstellbar, da ihre Etats mit Ausnahme Hamburgs nicht gestiegen sind. Also zurück auf 260.000, plus 390.000 DFFF. Für das Budget heißt das, 650.000 Euro Förderung, insgesamt 1,3 Millionen.
Eigenanteil kaum darstellbar
Nun muss aber noch der Eigenanteil am Markt dargestellt werden, der sich von 500.00 auf 650.000 Euro erhöht. Doch woher nehmen? Von den bis auf wenige Ausnahmen klammen Verleihern, deren Förderung nicht steigt? Oder den Sendern und Streamern? Hier käme jetzt die Investitionsverpflichtung ins Spiel. Doch Wolfram Weimer oder zumindest seine Beamten kennen den Markt. Bei den Öffentlich-rechtlichen ist der Spardruck groß, da ist wenig zu holen. Pro7/Sat1 bleibt hoffentlich verlässlicher Partner des Mainstream-Kinos. Bleiben RTL und Sky, die Münchner engagieren sich aber bereits bei der Auswertung der VoD-Rechte. Bei beiden ist auch die Gefahr groß, dass sie ihre direkten Leistungen an die Regionalförderer einschränken oder die Zahlungen beenden, wenn sie mehr direkt in die Filme investieren müssen. Was den Spielraum bei den Ländern einschränkt.
Netflix, Amazon, Apple und Disney investieren kaum ins deutsche Kino, bei HBO und anderen Anbietern ist fraglich, ob sie überhaupt unter das Gesetz fallen. Diese Streamer werden zur Erfüllung der Investitionsverpflichtung aber eher weiter auf beliebte Einzelstücke und Serien setzen, die sie direkt auswerten.
Was bringt der Rechterückbehalt?
Um aus dieser Zwickmühle rauszukommen, hatte die Branche eine Idee. Ihr Eigenkapital muss dringend gestärkt werden, und das könnte über den Aufbau eines attraktiven Rechtestocks gehen. Doch bei dieser Idee geht das BKM nicht wie gewünscht mit. Bei Kinofilmen wird es wohl meist beim Rechterückfall nach fünf Jahren bleiben, wie es das FFG vorsieht. Bei den Serien und Einzelstücken der Streamer wird der Zeitraum zwischen drei und sieben Jahren liegen. Die Anzahl der Titel, die sich nach diesen Zeiträumen noch monetarisieren lässt, ist überschaubar.
Um dies zu ändern, könnten die Inhalte in den Fokus rücken. In Cannes war unübersehbar, dass die deutsche Branche wieder einen Trend verschlafen hat. Die großen Stars Hollywoods und des europäischen Kinos drehen mit den renommierten Regisseuren und Filmemacherinnen aus aller Welt. Die Filme verkaufen sich prächtig, „Fjord“ wird in mehr als 50 Territorien laufen. Dabei kann mit Renate Reinsve und Sebastian Stan geworben werden.
Nur alte weiße Männer sprechen über Inhalte
Auch der Dokumentarfilm habe wichtige inhaltliche Veränderungen bei den Zuschauerwünschen verpasst, analysiert Produzent Martin Hagemann in einer Studie für die AG Dok. Gefördert werde das Bewährte, weshalb bei den Filmemachern eine Schere im Kopf entstehe. Bemerkenswert ist dabei, dass Hagemann wie Martin Moszkowicz, über dessen Thesen wir berichteten, seit Jahrzehnten in der Branche sind. Für die Jüngeren gehören sie zu den alten weißen Männern. Wo bleiben aber ihre kreativen Ideen?
Ach ja, da gab und gibt es Dogma. Vor 30 Jahren krempelten Dänemarks Filmemacher und Filmemacherinnen den Markt mit dieser Marketing-Idee um. Ihre Nachfolger meldeten sich 2025 mit dem Konzept zu „Dogma 25“ zurück. Auf den Zug sprangen nur fünf deutsche Filmemacher auf, darunter Nora Fingscheidt, Tom Tykwer und Ilker Catak. Unter anderem wollen sie ihre Drehbücher mit der Hand schreiben, was wohl die KI ausschließen soll. Und auf jegliche Förderung verzichten, die an inhaltliche Bedingungen geknüpft ist. Das sind aber DFFF und FFG berechtigterweise vorhanden. So dass man abwarten darf, was aus dem Schwur wird.
Vor allem drängt sich die Frage auf, wo bleibt das Eigene? Es gab ja mal Zeiten, in denen der deutsche Autorenfilm und die Berliner Schule weltweit in aller Munde waren –weil sie eigene künstlerische Akzente setzten.
Branche mit konkreten Wünschen
Doch kommen wir zurück auf die Reaktionen der Branchenvertreter auf Wolfram Weimer. Sie fordern kräftige Nachbesserungen im Medien-Investitionsgesetz im parlamentarischen Verfahren. Natürlich halten sie die von Weimer vorgesehen 8% auf die hiesigen Umsätze für zu niedrig. Um den Satz ist ein erbitterter, bizarrer Streit entstanden. Weimer argumentiert bei dwdl.de richtig, dass er über dem europäischen Durschnitt läge. Produktionsallianz, Filmakademie, AG Dok und PROG Producers of Germany halten dagegen, dass Deutschland unter dem Durchschnitt läge.
Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz, argumentiert verklausuliert, wie die Firmen die Regeln für den Rechterückfall aufweichen wollen:
Bislang rechnet das BKM nur die steuerfinanzierten Mittel des Bundes dem Eigenanteil der Produzierenden zu. Kämen die anderen Systeme hinzu, würden die Rechte früher an die Firmen zurückfallen:
Susanne Binninger, Ko-Vorsitzende der AG DOK, legt den Finger in die Wunde der geplanten Verdoppelung der Einstiegsbudgethürden beim DFFF zum 1. Juli 2026:
Martin Heisler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Filmakademie, hat sich den Rechterückbehalt vorgenommen:
Und last but not least zielt Tanja Georgieva-Waldhauer, Mitglied des Vorstands von PROG Producers of Germany, auf die Inhalte, formuliert aber zunächst, worum es eigentlich geht:
Politik zeigt sich zufrieden
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die Politik scheint indes zufrieden – von NRWs Medienminister Daniel Liminski bis zu Sven Lehmann. Der grüne Vorsitzende des Kulturausschusses ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass er Wolfram Weimer unterstützt. Vielleicht will sich die Partei einfach nur ein wenig die Reform auf die eigene Guthabenliste schreiben. Schließlich wurde sie von Claudia Roth begonnen, die aber ganz anderes im Sinn hatte.
Zudem soll der Entwurf bereits bei der EU-Kommission liegen, von der das Gesetz abgesegnet werden muss. Gravierende Änderungen sind daher nicht mehr zu erwarten.
Katharina Dockhorn
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Der Deutsche Filmpreis wird am Freitag, 29. Mai 2026 verliehen.
Die von Christian Friedel moderierte Gala wird am selben Abend im Ersten übertragen: ab 19:00 Uhr als Livestream in der ARD Mediathek sowie um 22:20 Uhr im Ersten.
Der Deutsche Filmpreis ist eine Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), produziert von der Deutschen Filmakademie Produktion GmbH. In diesem Jahr ist die ARD Degeto Film für die Ausstrahlung im Ersten und in der ARD Mediathek redaktionell verantwortlich.
Link: www.deutscher-filmpreis.de

Ein wenig Beifall wollte sich Kulturstaatsminister Wolfram Weimer morgen doch abholen, wenn in Berlin die Lolas verliehen werden. Und so hat die Bundesregierung am Mittwoch den Entwurf der Medien-Investitionsverpflichtung beschlossen, die im Wesentlichen den bereits bekannten und hier besprochenen Eckpunkten folgt. Damit fließen auch die 250 Millionen Euro, die im Etat der BKM für die Förderung bereitgestellt sind. Doch statt Jubel in der Branche, brach ein Sturm von Unmut über den Minister herein.
Die seit Jahren angekündigte und mit der Branche heiß diskutierte Reform der Filmförderung mit ihren drei Säulen FFG, Investitionsverpflichtung und DFFF bleibt weit unter den Erwartungen zurück. Sie ist zudem Stückwerk, bei dem die einzelnen Rädchen kaum ineinanderpassen, und sich die Effekte aufheben. Statt massenweise Popcorn für Filmhits made in Germany, wie es der Minister ankündigt, wird es wohl eher entsetzte Gesichter in der Branche und unter den Zuschauern geben.
Millionen können nicht ausgegeben werden
Nehmen wir mal ein Rechenbeispiel, einfacherweise einen Film mit einer Million Euro Budget. Bis Ende 2024 konnten die Produzenten über den DFFF automatisch 240.000 Euro Förderung erhalten, 260.000 sammelten sie in Europa und bei den regionalen Förderungen ein. Dazu kamen die kulturelle Filmförderung des Bundes, Projekt und Referenzförderung durch die FFA, die die Filmabgabe verteilt.
2025 erhöhte die Bundesregierung ihren Anteil. Nun waren es 300.000 vom DFFF und 200.000 aus anderen Fördertöpfen. Trotzdem gingen die Budgets nicht wie erhofft in die Höhe, sondern sanken. Ab 1. Juli 2026 könnte nun bei einer Verdoppelung der Filmförderung des Bundes theoretisch mit 2 Millionen Budget kalkuliert werden. 600.000 Euro Förderung vom DFFF, 400.000 Euro von den Ländern. Diese Summe ist aber bei den Regionalförderern nicht darstellbar, da ihre Etats mit Ausnahme Hamburgs nicht gestiegen sind. Also zurück auf 260.000, plus 390.000 DFFF. Für das Budget heißt das, 650.000 Euro Förderung, insgesamt 1,3 Millionen.
Eigenanteil kaum darstellbar
Nun muss aber noch der Eigenanteil am Markt dargestellt werden, der sich von 500.00 auf 650.000 Euro erhöht. Doch woher nehmen? Von den bis auf wenige Ausnahmen klammen Verleihern, deren Förderung nicht steigt? Oder den Sendern und Streamern? Hier käme jetzt die Investitionsverpflichtung ins Spiel. Doch Wolfram Weimer oder zumindest seine Beamten kennen den Markt. Bei den Öffentlich-rechtlichen ist der Spardruck groß, da ist wenig zu holen. Pro7/Sat1 bleibt hoffentlich verlässlicher Partner des Mainstream-Kinos. Bleiben RTL und Sky, die Münchner engagieren sich aber bereits bei der Auswertung der VoD-Rechte. Bei beiden ist auch die Gefahr groß, dass sie ihre direkten Leistungen an die Regionalförderer einschränken oder die Zahlungen beenden, wenn sie mehr direkt in die Filme investieren müssen. Was den Spielraum bei den Ländern einschränkt.
Netflix, Amazon, Apple und Disney investieren kaum ins deutsche Kino, bei HBO und anderen Anbietern ist fraglich, ob sie überhaupt unter das Gesetz fallen. Diese Streamer werden zur Erfüllung der Investitionsverpflichtung aber eher weiter auf beliebte Einzelstücke und Serien setzen, die sie direkt auswerten.
Was bringt der Rechterückbehalt?
Um aus dieser Zwickmühle rauszukommen, hatte die Branche eine Idee. Ihr Eigenkapital muss dringend gestärkt werden, und das könnte über den Aufbau eines attraktiven Rechtestocks gehen. Doch bei dieser Idee geht das BKM nicht wie gewünscht mit. Bei Kinofilmen wird es wohl meist beim Rechterückfall nach fünf Jahren bleiben, wie es das FFG vorsieht. Bei den Serien und Einzelstücken der Streamer wird der Zeitraum zwischen drei und sieben Jahren liegen. Die Anzahl der Titel, die sich nach diesen Zeiträumen noch monetarisieren lässt, ist überschaubar.
Um dies zu ändern, könnten die Inhalte in den Fokus rücken. In Cannes war unübersehbar, dass die deutsche Branche wieder einen Trend verschlafen hat. Die großen Stars Hollywoods und des europäischen Kinos drehen mit den renommierten Regisseuren und Filmemacherinnen aus aller Welt. Die Filme verkaufen sich prächtig, „Fjord“ wird in mehr als 50 Territorien laufen. Dabei kann mit Renate Reinsve und Sebastian Stan geworben werden.
Nur alte weiße Männer sprechen über Inhalte
Auch der Dokumentarfilm habe wichtige inhaltliche Veränderungen bei den Zuschauerwünschen verpasst, analysiert Produzent Martin Hagemann in einer Studie für die AG Dok. Gefördert werde das Bewährte, weshalb bei den Filmemachern eine Schere im Kopf entstehe. Bemerkenswert ist dabei, dass Hagemann wie Martin Moszkowicz, über dessen Thesen wir berichteten, seit Jahrzehnten in der Branche sind. Für die Jüngeren gehören sie zu den alten weißen Männern. Wo bleiben aber ihre kreativen Ideen?
Ach ja, da gab und gibt es Dogma. Vor 30 Jahren krempelten Dänemarks Filmemacher und Filmemacherinnen den Markt mit dieser Marketing-Idee um. Ihre Nachfolger meldeten sich 2025 mit dem Konzept zu „Dogma 25“ zurück. Auf den Zug sprangen nur fünf deutsche Filmemacher auf, darunter Nora Fingscheidt, Tom Tykwer und Ilker Catak. Unter anderem wollen sie ihre Drehbücher mit der Hand schreiben, was wohl die KI ausschließen soll. Und auf jegliche Förderung verzichten, die an inhaltliche Bedingungen geknüpft ist. Das sind aber DFFF und FFG berechtigterweise vorhanden. So dass man abwarten darf, was aus dem Schwur wird.
Vor allem drängt sich die Frage auf, wo bleibt das Eigene? Es gab ja mal Zeiten, in denen der deutsche Autorenfilm und die Berliner Schule weltweit in aller Munde waren –weil sie eigene künstlerische Akzente setzten.
Branche mit konkreten Wünschen
Doch kommen wir zurück auf die Reaktionen der Branchenvertreter auf Wolfram Weimer. Sie fordern kräftige Nachbesserungen im Medien-Investitionsgesetz im parlamentarischen Verfahren. Natürlich halten sie die von Weimer vorgesehen 8% auf die hiesigen Umsätze für zu niedrig. Um den Satz ist ein erbitterter, bizarrer Streit entstanden. Weimer argumentiert bei dwdl.de richtig, dass er über dem europäischen Durschnitt läge. Produktionsallianz, Filmakademie, AG Dok und PROG Producers of Germany halten dagegen, dass Deutschland unter dem Durchschnitt läge.
Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz, argumentiert verklausuliert, wie die Firmen die Regeln für den Rechterückfall aufweichen wollen:
„Öffentliche Fördermittel aus Bund-, Länder- oder internationalen Fördersystemen müssen daher konsequenterweise dem Finanzierungsanteil der Hersteller zugerechnet werden.“
Bislang rechnet das BKM nur die steuerfinanzierten Mittel des Bundes dem Eigenanteil der Produzierenden zu. Kämen die anderen Systeme hinzu, würden die Rechte früher an die Firmen zurückfallen:
Susanne Binninger, Ko-Vorsitzende der AG DOK, legt den Finger in die Wunde der geplanten Verdoppelung der Einstiegsbudgethürden beim DFFF zum 1. Juli 2026:
„Nun ist es vor allem wichtig, das Ineinandergreifen der einzelnen Elemente der Reform klug abzustimmen, um sicherzustellen, dass die Neuerungen allen Gattungen und Budgethöhen der Film- und Streaming/TV-Industrie zugutekommen.“
Martin Heisler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Filmakademie, hat sich den Rechterückbehalt vorgenommen:
„Entscheidend wird jetzt sein, dass das Gesetz dort nachgeschärft wird, wo nachhaltige Wertschöpfung entsteht: beim Rechterückbehalt unabhängiger Produzent*innen und bei fairen Investitionsbedingungen.“
Und last but not least zielt Tanja Georgieva-Waldhauer, Mitglied des Vorstands von PROG Producers of Germany, auf die Inhalte, formuliert aber zunächst, worum es eigentlich geht:
„Die inhaber*innengeführten Unternehmen gewährleisten seit Jahrzehnten nachhaltige wirtschaftliche Zusammenarbeit mit tausenden deutschen Filmschaffenden und Dienstleistern. Sie sichern Arbeitsplätze, stärken dauerhaft den deutschen Mittelstand und tragen mutige Stoffe und gesellschaftlich relevante Themen auf die internationalen Filmfestivals und Märkte. Genau diese unternehmerische und filmische Vielfalt muss gestärkt werden.“
Politik zeigt sich zufrieden
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die Politik scheint indes zufrieden – von NRWs Medienminister Daniel Liminski bis zu Sven Lehmann. Der grüne Vorsitzende des Kulturausschusses ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass er Wolfram Weimer unterstützt. Vielleicht will sich die Partei einfach nur ein wenig die Reform auf die eigene Guthabenliste schreiben. Schließlich wurde sie von Claudia Roth begonnen, die aber ganz anderes im Sinn hatte.
Zudem soll der Entwurf bereits bei der EU-Kommission liegen, von der das Gesetz abgesegnet werden muss. Gravierende Änderungen sind daher nicht mehr zu erwarten.
Katharina Dockhorn
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Der Deutsche Filmpreis wird am Freitag, 29. Mai 2026 verliehen.
Die von Christian Friedel moderierte Gala wird am selben Abend im Ersten übertragen: ab 19:00 Uhr als Livestream in der ARD Mediathek sowie um 22:20 Uhr im Ersten.
Der Deutsche Filmpreis ist eine Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), produziert von der Deutschen Filmakademie Produktion GmbH. In diesem Jahr ist die ARD Degeto Film für die Ausstrahlung im Ersten und in der ARD Mediathek redaktionell verantwortlich.
Link: www.deutscher-filmpreis.de
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