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Kinostart des 82. Goldenen Löwen von Venedig und Gewinner des César in Paris

Im September des letzten Jahres gewann Jim Jarmusch mit "Father Mother Sister Brother" den Goldenen Löwen von Venedig - jetzt kommt der Film in die deutschen Kinos.



"FATHER MOTHER SISTER BROTHER" Jim Jarmuschs jüngste, preisgekrönte und mit hochkarätigem Cast besetzte Familiendramödie, startet am Donnerstag, 26. Februar 2026, im Kino. Mit dabei sind: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene und Indian Moore.

Hier der Trailer:



Synopsis:

Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) besuchen ihren Vater (Tom Waits) in New Jersey. Dort lebt er seit dem Tod seiner Frau alleine in einer Hütte und versucht seinen Kindern klarzumachen, dass das auch funktioniert. Jeff und Emily sehen natürlich, dass die (Un-)Ordnung in der Wohnung eine andere Sprache spricht. Timothea (Cate Blanchett) und Lilith (Vicky Krieps) machen sich nach Dublin auf, um dort ihre Mutter (Charlotte Rampling) zu besuchen. Und obwohl die beiden längst erwachsen sind und eigene Leben führen, leiden die Schwestern immer noch unter dieser erdrückend dominanten Figur. In Paris müssen die Zwillinge Skye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) die Wohnung der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Eltern auflösen. Der Blick in alte Fotoalben lässt den beiden schließlich klarwerden, wie fremd ihnen die eigenen Eltern ihr ganzes Leben lang eigentlich waren...


Angelikas Filmkritik:

"FATHER MOTHER SISTER BROTHER", der neueste Film von Jim Jarmusch geht uns alle an. Denn fast jede und jeder von uns verbringt sein Leben eine gewisse Zeit lang oder auch nur einige wenige Momente in so einer Drei-Generation-Situation.

Doch Jarmusch geht es in seiner, in drei Kapiteln erzählten Konstellation um den wichtigen Augenblick der Distanziertheit, wenn Eltern und ihre erwachsenen Kinder sich nach langer Zeit wieder treffen. - Um diese zunächst immer etwas verkrampfte, ja fast peinliche Situation als eine ganz alltägliche Situation festzuhalten, lässt Jim Jarmusch seine drei Geschichten in drei unterschiedlichen Ländern spielen.

FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Doch in allen drei so unterschiedlichen Locations und Wohnsituationen gibt es zunächst diese etwas befremdliche, wenn nicht sogar peinliche Situation für die Zusammentreffenden.

Also wirken die Bilder von Jim Jarmusch wie eine Reihe genau derart so erfahrenen Charakter-Studien. Ruhig beobachtet. Ohne Wertung. Und diese peinliche und befremdliche Situation wird wunderbar dargestellt durch die von ihm so gut ausgewählte Schauspieler-Schar wie etwa Tom Waits, Adam Driver, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene oder Françoise Lebrun.

Da Jarmusch keine der Familienbände als besonders aufdringlich oder großtuerisch beschreibt und die etwas prekären Momente dann auch noch von dieser Vielzahl so hervorragenden Darstellern spielen lässt, wirkt der Film in keinem Moment zynisch. Vielmehr kann man sich , wenn man selbst in solche etwas peinlichen Momenten gerät, an diesem Film erinnern und zu einer etwas besseren Leichtigkeit ermuntert werden.

Angelika Kettelhack



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Tardieu-Film bekommt den "César"



Das Drama "Was uns verbindet" hat den den französischen Filmpreis César als bester Film gewonnen. Zudem erhielt es zwei weitere Preise, darunter für das beste Originaldrehbuch. Die re­nommierte Auszeichnung wurde am 26. Februar 2026 in der Pa­riser Konzerthalle Olympia verliehen.

Hier der Trailer:



Der Film von Carine Tardieu ("Im Herzen jung", "Eine bretonische Liebe") han­delt von einer unabhängigen Mittfünf­zigerin, deren Alltag sich verändert, als sie auf ihren neuen Nachbarn trifft, einen jungen Vater, der um den Verlust seiner Frau trauert.


Der Film "One Battle After Another" des US-Regisseurs Paul Thomas Anderson wur­de mit dem César als bester ausländi­scher Film ausgezeichnet. Die Actionkomödie erzählt von einer Gruppe politischer Desperados in den USA. Der Film mit Leonardo DiCaprio und Sean Penn wurde bereits mit vier Golden Globes geehrt und ist 13-mal für den Oscar nominiert.

Die Trophäe für die beste Regie ging an „Nouvelle Vague“ von Hollywood-Kultregisseur Richard Linklater („Boyhood“, „Blue Moon“), eine Hommage an die legendäre französische Nouvelle Vague. Da Linklater in der Pariser Konzerthalle Olympia nicht anwesend war, überreichte David Cronenberg den Preis an den Hauptdarsteller Guillaume Marbeck.

Für die besten Schauspielleistungen wurden ausgezeichnet: Léa Drucker für das Polizeidrama „Dossier 137“, Laurent Lafitte für seine Rolle in „Die reichste Frau der Welt“ an der Seite von Isabelle Huppert.

Der Ehren-César ging in Paris an den kanadisch-amerikanischen Schauspieler, Komiker und Künstler Jim Carrey.

Link: www.academie-cinema.org

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