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Coming-of-Age-Film eröffnet 70. Berlinale 2020

„My Salinger Year“ von Philippe Falardeau eröffnet die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin und wird als Weltpremiere im Berlinale Palast in der Sektion Berlinale Special Gala außer Konkurrenz gezeigt.



Zum Auftakt des 70. Jubiläums der Internationalen Filmfestspiele Berlin wird als Berlinale Special Gala „My Salinger Year“ des Drehbuchautors und Regisseurs Philippe Falardeau am 20. Februar 2020 im Berlinale Palast seine Weltpremiere feiern. Die kanadisch-irische Produktion basiert auf dem gleichnamigen Roman der US-Schriftstellerin Joanna Rakoff.

„My Salinger Year“ porträtiert die ambitionierte junge Schriftstellerin Joana (Margaret Qualley), die als Assistentin der Literaturagentin Margaret (Sigourney Weaver) arbeitet. Ihr Job ist es, die Fanpost von Kultautor J.D. Salinger, dem Stolz der Agentur, zu beantworten.

Carlo Chatrian, neuer künstlerischer Leiter der Berlinale: „Wir freuen uns sehr, dass wir die 70. Berlinale mit einer Coming-of-Age-Geschichte eröffnen, die aus der frischen, aber keineswegs naiven Perspektive der Protagonistin erzählt wird. Philippe Falardeau schildert die kleine New Yorker Literaturszene der 1990er Jahre liebevoll und mit Humor. Dabei verliert er nie das 21. Jahrhundert, in dem wir alle leben, und die verbindende Rolle, die Kunst in unserem Leben spielt, aus dem Blick. Wir freuen uns darauf, Margaret Qualley, Sigourney Weaver und weitere Mitglieder der großartigen Film-Crew in Berlin willkommen zu heißen.“


Philippe Falardeau war 2009 in Berlin im Rahmen der Sektion Generation Kplus für "Ich schwör's, ich war's nicht" mit dem Großen Preis der Internationalen Jury sowie mit dem Gläsernen Bären ausgezeichnet worden.

Über seine Rückkehr nach Berlin sagt er: "Es ist großartig, dass 'My Salinger Year' die Berlinale 2020 eröffnen wird. Wir hätten uns keinen besseren Anlass für die Weltpremiere vorstellen können. Die Berlinale wurde in der Vergangenheit durch wundervolle Filme anerkannter Regisseur*innen eröffnet. Ich fühle mich sehr geehrt, nun einer von ihnen zu sein. Ich habe sehr schöne Erinnerungen an das Festival, bei dem 2009 einer meiner Spielfilme in der Sektion Generation gezeigt wurde. Ich freue mich, Margaret Qualley und Sigourney Weaver bei der Eröffnung wiederzusehen."


„My Salinger Year“ wurde von Micro-Scope (Kanada) und Parallel Films (Irland) produziert. Memento Films International ist der Weltvertrieb, den Vertrieb in den USA hat UTA übernommen.

Starkes Programm auch in der Sektion Generation

Wie von uns bereits mehrfach erwähnt wird das Auditorium des Hauses der Kulturen der Welt (HKW) grundsaniert und steht somit weder der transmediale, noch der 70. Berlinale 2020 zur Verfügung.

Ein Teil des Generation Programms wird deshalb ins Kino 8 des CineStar Cubix am Alexanderplatz verlegt.

Unter anderem wird die Weltpremiere "Sweet Thing" von der US-Indie-Ikone Alexandre Rockwell in der Berlinale-Reihe »Generation Kplus« gezeigt.

Alexandre Rockwell zählt zu den bekanntesten Protagonisten der amerikanischen Independent-Filmszene und wurde bekannt durch Werke wie "In the Soup" (1992, großer Preis der Jury in Sundance). Mit Filmen wie "Lenz" und "Hero" war er 1982 und 1984 im Forum der Berlinale zu sehen.

Im Mittelpunkt seines neuesten Spielfilms "Sweet Thing" steht das Leben zweier Kinder im heutigen New Bedford, Massachusetts, und insbesondere ein ereignisreicher Sommer in einem Strandhaus mit ihrer Mutter und deren Freund. Die Geschichte ist eine intensive, aber letztendlich aufbauende, poetische Darstellung der Kindheit, die das Wesen dieser Phase im Leben einfängt, in der ein Tag ewig dauern kann. Die Freundschaften, Loyalitäten und die Herausforderungen der heranwachsenden Jugend treiben die Geschichte in einen Triumph von kindlicher Hoffnung und Widerstandskraft. In den Hauptrollen sind neben seinen Kindern Lana und Nico, die bereits die zentralen Rollen in Rockwells internationalem Festivalhit "Little Feet" (2013) spielten, u.a. Will Patton ("American Honey", "The Good Wife") und Karyn Parsons ("Der Prinz von Bel-Air") zu erleben.


Alexandre Rockwell wurde 1956 in Boston geboren. Er studierte Grafik und Literatur in Paris. In den siebziger Jahren drehte er einige Kurzfilme, ehe sein erster Langfilm, die Büchner-Adaption "Lenz", 1982 im Forum der Berlinale präsentiert wurde. Neben "In the Soup" (1992) und "13 Moons" (2002) war Rockwell gemeinsam mit Allison Anders, Robert Rodriguez und Quentin Tarantino Regisseur des Episodenfilms "Four Rooms" (1995). Im Jahr 2017 wurde Rockwell zum Leiter der Regieabteilung der angesehenen New York University Tisch School of the Arts (Grad Film) ernannt. Alexandre Rockwell war Mentor und Lehrer zahlreicher und vielversprechender Filmemacher*innen aus dem Independent-Bereich.

Darüber hinaus stehen schon einige weitere Filme aus der Generation Programmreihe fest, die wir nachfolgend auflisten können. Das komplette Programm wird jedoch erst nach der offiziellen Programmpressekonferenz am 29. Januar 2020 veröffentlicht. Insgesamt sollen 59 Titel inklusiver der Short Films gezeigt werden. Zudem wird es in der Reihe »Generation 14plus« einen neuen Independent Preis der Jury AG Kino Gilde geben. Von Weltpremieren werden übrigens vorab in der Regel keine Trailer veröffentlicht und von Internationalen Premieren sind diese meist nur in der Originalfassung erhältlich.

Generation 14plus Filme:

Hier ein Teaser:



"Alice Júnior" von Gil Baroni, Brasilien (Anwärter des Teddy Awards)
Originalfassung mit englischen Untertiteln, 87min, DCP

Alice Júnior ist trans, voller Selbstvertrauen und bereit zur Konfrontation. In der neuen Schule in der brasilianischen Provinz wird sie erst gemobbt, und schließlich bewundert. Bei ihrem Kampf um Akzeptanz ist ihre Youtube-Community in Kommentaren und Emoijs auf ihrer Seite und auf der visuellen Ebene des Films allgegenwärtig.


"Notre-Dame du Nil" (Our Lady of the Nile) von Atiq Rahimi, Frankreich / Belgien / Ruanda
Originalfassung mit englischen Untertiteln, 93min, DCP

Hier der Trailer:



Im Mikrokosmos einer katholischen Elite-Schule in Ruanda werden die Gegensätze und Feindseligkeiten zwischen Hutu und Tutsi, die in der Gesellschaft tief verwurzelt sind, von einer Gruppe Teenager-Mädchen gespiegelt. Eine Literaturverfilmung, inspiriert von wahren Begebenheiten, die den Völkermord des Bürgerkriegs 1994 vorzeichnen.


"Palazzo di Giustizia" (Ordinary Justice) von Chiara Bellosi, Italien / Schweiz
Originalfassung mit englischen Untertiteln, 84min, DCP (Weltpremiere)

Während drinnen im Gerichtssaal über Mord, Totschlag und bewaffneten Raubüberfall verhandelt wird, sind die beiden Töchter der Angeklagten draußen im Flur zum Warten verurteilt. Es sind die beiläufigen wie auch bedeutungsschweren Momente, die diesen ganz gewöhnlichen Tag am Gericht eindrücklich machen.

"Kaze no Denwa" (Voices in the Wind) von Nobuhiro Suwa, Japan
Originalfassung mit englischen Untertiteln, 139min, DCP

Hier der Trailer:



Jahre nachdem ihre Familie durch den Tsunami 2011 ums Leben gekommen ist, begibt sich die wortkarge Haru, gespielt vom japanischen Nachwuchsstar Serena Motola, auf Spurensuche quer durch Japan. Ein stilles Roadmovie, das Miniaturportraits von Begegnungen sammelt und so zum Porträt einer Gesellschaft wird, die noch tief vom Trauma gezeichnet ist.


"The Earth Is Blue as an Orange" von Iryna Tsilyk, Ukraine / Litauen
Originalfassung mit englischen Untertiteln, 74min, DCP (Dokumentarische Form / Debütfilm)

Die angehende Filmemacherin Myroslava und ihre Familie sind mitten im ukrainischen Kriegsgebiet zuhause. In der vormals lebendigen Umgebung hat sich Leere breitgemacht, Vertrautes wirkt bedrohlich. Indem sie selbst in nachgespielten Szenen auftreten und sich Erlebtes erzählen, wird der anhaltende Ausnahmezustand in der Familie gemeinsam verarbeitet.


"White Riot" von Rubika Shah, Vereinigtes Königreich
englische Originalfassung, 80min, DCP (Dokumentarische Form / Debütfilm)

Welchen demokratischen Widerstand können Jugendliche in Zeiten von aufkeimendem Rassismus leisten? Die Filmemacherin, die selbst als junge Frau mit Rassismus konfrontiert war, geht den Kräften der Bewegung „Rock against Racism“ in London Mitte der 1970er Jahre nach. Getragen von Musikern wie The Clash, Steel Pulse und X-Ray Spex.


"Yalda, la nuit du pardon" (Yalda, a Night for Forgiveness) von Massoud Bakhshi, Frankreich / Deutschland / Schweiz / Luxemburg / Libanon / Iran
Originalfassung mit englischen UT, 89min, DCP

Hier der Trailer:



In der künstlichen Unterhaltungswelt der iranischen TV-Show „Joy of Forgiveness“ richten die in ihrer Ehre verletzte Tochter und ein Millionenpublikum über das Schicksal einer jungen Frau, die zum Tode verurteilt ist. Maryam soll ihren viel älteren Mann ermordet haben, mit dem sie in temporärer Ehe gelebt hat. Ein spannungsgeladenes Drama über die Macht der Vergebung und Frauen, die dazu verurteilt sind, Gefangene zu bleiben.


"Paradise Drifters" von Mees Peijnenburg, Niederlande
Originalfassung mit englischen UT, 85min, DCP (Debütfilm)

Hier der Teaser:



Am Rande der Wohlstandsgesellschaft Europas, mitten in Betonwüsten, kreuzen sich die Wege von Yousef, Chloe und Lorenzo. Drei junge Menschen ohne Obdach, die ihr stummes Sehnen nach Geborgenheit und ihr lauter Schrei nach Unabhängigkeit verbindet.


"Kokon" von Leonie Krippendorff, Deutschland
Originalfassung mit englischen UT, 95min, DCP (Weltpremiere)

Für die junge Kreuzbergerin Nora gibt es viele erste Male in diesem flirrenden Hochsommer: Menstruieren, Kiffen, sexuelles Begehren entdecken. Und dann ist da auch noch Romy. Eine behutsame Annäherung zweier junger Frauen, eindrücklich gespielt von Lena Urzendowsky und Jella Haase.


"Irmã" (Sisters in the End of the World) von Luciana Mazeto, Vinícius Lopes, Brasilien
Originalfassung mit englischen UT, 88min, DCP (Weltpremiere / Debütfilm)

Die Mutter liegt im Sterben, der Vater hat sich noch nie gekümmert, doch die beiden Schwestern Ana und Ju bleiben stark und solidarisch miteinander – selbst wenn die Welt um sie zusammenbricht und Asteroiden vom Himmel fallen. Ein experimentelles Roadmovie in pulsierenden Bildern, scharfsinnigen Dialogen und Liedern, die bleiben.

"Pompei" von Anna Falguères, John Shank, Belgien / Frankreich / Kanada
Originalfassung mit englischen UT, 91min, DCP

Cool wie James Dean sind die Mitglieder einer jugendlichen Bande, die in einer Welt fast ohne Erwachsene mitten in der Wüste nach Artefakten einer verlorenen Zivilisation graben. Sie folgen ihren eigenen Regeln, bis das Auftauchen einer jungen Frau sie ins Wanken bringt. Eine bildstarke Befreiungsgeschichte, die an „Herr der Fliegen“ denken lässt.


"Jumbo" von Zoé Wittock, Frankreich / Belgien / Luxemburg
Originalfassung mit englischen UT, 94min, DCP (Debütfilm)

Die schüchterne Jeanne (Noémi Merlant) lebt noch bei ihrer Mutter. Nachts arbeitet sie in einem Vergnügungspark. Plötzlich taucht die neue Attraktion Jumbo – ein riesiges eigenwilliges Karussell - dort auf und beginnt die junge Frau in seinen Bann zu ziehen. Eine wilde und ungewöhnliche Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.


"Meu nome é Bagdá" (My Name is Baghdad) von Caru Alves de Souza, Brasilien
Originalfassung mit englischen UT, 96min, DCP (Weltpremiere)

Ein Film aus dem Skatermilieu São Paulos, in dem die Frauen den Ton angeben. Bagdá ist in ihrer Familie umgeben von selbstbewussten Role Models. Nur draußen auf der Straße, in Lokalen und Clubs dominiert noch der alte Machismo, dem Bagdá und ihre Mitstreiterinnen klare Kante zeigen.


Generation Kplus Filme

"H Is for Happiness" von John Sheedy, Australien
englische Originalfassung, 103min, DCP

Hier der Trailer:



Mit einem Lächeln auf ihrem Sommersprossen-Gesicht und einem Optimismus, der durch nichts zu erschüttern scheint, tritt Candice Phee den großen Problemen des Lebens entgegen: von A – Z. Eine rasante Coming-of-Age Komödie, basierend auf Barry Jonsbergs Erfolgsroman „My Life as an Alphabet“.


"Sweet Thing" von Alexandre Rockwell, USA
englische Originalfassung, 91min, DCP (Weltpremiere)

Eine dysfunktionale Familie in allen Schattierungen von Schwarz und Weiß: Das Zusammenleben mit ihrem Vater bedeutet für die Geschwister Billie und Nico weniger traute Familie als viel mehr emotionale Achterbahnfahrt. Ständig geraten die Erwachsenen außer Kontrolle und überschreiten Grenzen. In einem Akt der Befreiung brechen die Kinder auf zu ihrem eigenen Abenteuer.


"Los lobos" von Samuel Kishi Leopo, Mexiko
Originalfassung mit englischen Untertiteln, 95min, DCP

Hier der Trailer auf Variety:



Zusammen mit ihrer Mutter Lucia haben die Brüder Max und Leo gerade die Grenze von Mexiko in die USA überquert, um ein besseres Leben zu suchen, denn ihr Land der Träume ist „Disneyland“. Aber es ist nicht einfach für sie nach dem Umzug von Mexiko, in ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen. Während sie darauf warten, dass Lucia von der Arbeit zurückkehrt, bauen die Kinder mit ihren Zeichnungen ein imaginäres Universum auf. Der Regisseur greift auf eigene Kindheitserfahrungen zurück und erzählt eine Auswanderergeschichte von aktueller Brisanz.


"Mugge & vejfesten" (Monty and the Street Party) von Anders Morgenthaler & Mikael Wulff, Dänemark
Originalfassung mit englischen Untertiteln, 80min, DCP (Animation)

Die geborene Frohnatur Mugge will ein großes Nachbarschaftsfest organisieren, um seine Eltern kurz vor der Scheidung doch noch zu versöhnen. Nonnen mit Bärten auf Stelzen und parcoursbegeisterte Nudisten sind Alltag in seiner kleinen Stadt. Ein atemberaubendes Feuerwerk der skurrilen und spitzen Pointen anlässlich einer hoffnungslosen Gemengelage.


"Ochite mi sini, rokljata sharena" (Blue Eyes and Colorful My Dress) von Polina Gumiela, Deutschland
Originalfassung mit englischen UT, 55min, DCP (Weltpremiere / Dokumentarische Form)

Selbstbewusst erkundet die dreijährige Zhana ihre Wohnsiedlung im bulgarischen Plovdiv. Ein frischer Blick auf die Welt, auf Orte und Menschen, die faszinieren, zum Lachen bringen, herausfordern oder von der kleinen Entdeckerin herausgefordert werden. Ein Dokumentarfilm als unendliche Kette kleiner Wunder.


"Die Adern der Welt" (Veins of the World) von Byambasuren Davaa, Deutschland / Mongolei
Originalfassung mit englischen UT, 96min, DCP (Weltpremiere)

Amra wächst in der mongolischen Steppe zwischen Ziegenherden und YouTube Videos auf. Einmal bei „Mongolia’s Got Talent“ aufzutreten, ist sein großer Traum. Doch dann fordert der Kampf gegen die Ausbeutung durch Goldminengesellschaften und für eine lebenswerte Umwelt die vielseitigen Talente des Jungen heraus.


"Death of Nintendo" von Raya Martin, Philippinen / USA
Originalfassung mit englischen UT, 99min, DCP (Weltpremiere)

Vom Computerspielen kann vier 13-Jährige nur wirklich Erschütterndes abhalten: Der Ausbruch eines Vulkans, erste Gefühle von Verliebtheit, die berüchtigte Männlichkeits-Initiation. Der philippinische Regisseur Raya Martin (Independencia, 2009 WCF und La Última Película, 2014 Forum Expanded) taucht ein in die schillernde Welt der Popkultur der 1990er.


"Sune – Best Man" von Jon Holmberg, Schweden
Originalfassung mit englischen UT, 88min, DCP

Hier der Original Trailer:



Sune trifft sein Ich aus der Zukunft, das ihm den Hinweis zu einer wichtigen Entscheidung geben möchte. Aber es liegt in Sunes Familie, dass sich nie jemand so richtig entscheiden kann. Planlosigkeit und Erfindungsreichtum zeichnen Opa, Eltern und die Kinder aus. Nach Sune vs. Sune erneut ein turbulenter Familientrip mit Herz, Humor und Action.


"Mignonnes" (Cuties) von Maïmouna Doucouré, Frankreich
Originalfassung mit englischen UT, 95min, DCP (Debütfilm)

Gut auszusehen ist für die Mädchen auf Amys neuer Schule das Allerwichtigste. Aber nur wer die richtig coolen Moves draufhat, kann dazugehören bei den „Cuties“. Hin- und hergerissen zwischen den traditionellen Frauenbildern ihrer senegalesischen Familie und den neuen ihrer Tanzcrew sucht Amy nach ihrem eigenen Selbstverständnis.


"Perro" von Lin Sternal, Deutschland
Originalfassung mit englischen UT, 79min, DCP (Weltpremiere / Debütfilm / Dokumentarische Form)

Perro und seine Großmutter fürchten um ihre Heimat im Süden Nicaraguas, die vom geplanten Bau des 300km langen „El Gran Canal“ bedroht ist. Der Dokumentarfilm begleitet den schweigsamen und naturverbundenen Jungen beim unabwendbaren Abschied von seinem alten Leben im Dschungel und seinem Neubeginn in der Stadt.


"Las niñas" (Schoolgirls) von Pilar Palomero, Spanien
Originalfassung mit englischen UT, 97min, DCP (Weltpremiere / Debütfilm)

Von der rebellischen Brisa angestachelt, erwacht in der zwölfjährigen Celia die Pubertät. Schnell werden die beiden Verbündete gegen die starren Regeln der Autoritäten in der katholischen Mädchenschule. Fragen um den richtigen BH, angesagte Bands und aufreizende Kleidung täuschen jedoch nicht über die drängende Suche nach der eigenen Identität hinweg.


"Sthalpuran" (Chronicle of Space) von Akshay Indikar, Indien
Originalfassung mit englischen UT, 85min, DCP (Weltpremiere)

Der Umzug von der Stadt aufs Land, das Verschwinden des Vaters: Niemand hat Dhigu erklärt, warum das so ist. Über den Sommer notiert der Junge seine Alltagsbeobachtungen. In Bildern der Weite und Fülle, die sich tief ins Gedächtnis einprägen, erkundet der Film mit dem Kind seinen neuen Lebensort in der indischen Provinz.


"Mamá, mamá, mamá" (Mum, Mum, Mum) von Sol Berruezo Pichon-Riviére, Argentinien
Originalfassung mit englischen UT, 62min, DCP (Weltpremiere / Debütfilm)

Ein Schleier der Traurigkeit liegt über den drückend heißen Sommertagen. Cleo taucht mit ihren Cousinen in Tagträume ab, die Mädchen teilen Geheimzeichen und Rituale. Fließend sanft, in impressionistischen Bildern wird die Leerstelle, die der Tod von Cleos Schwester in der Familie hinterlassen hat, poetisch umkreist.


Link: www.berlinale.de
Quellen: Internationale Filmfestspiele Berlin, Variety, Yelly Press, Claudia Tomassini, Filmecho

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