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»Wendezeit« zu 30 Jahre Mauerfall eröffnet im August das Filmfestival in Ludwigshafen

Das 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein eröffnet mit dem Film „Wendezeit“ von Regisseur Sven Bohse.

Auch wenn das »Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein« fernab von Berlin liegt, ist es uns ein Anliegen, jedes Jahr darüber zu berichten, denn zahlreiche Filmemacher*innen aus Berlin und Umgebung haben schon daran teilgenommen.

Seit 2005 präsentiert das Festival des deutschen Films eine sorgfältige Auswahl der derzeit besten deutschen Filme, die in ihrer Art eigensinniges Autorenkino der Gegenwart sind - unabhängig davon, ob der Autor bekannt oder unbekannt, ein Newcomer, ein erfahrener Profi oder ein Star ist.

Dieses Konzept überzeugte auch das Publikum: 10.000 Besucherinnen und Besucher kamen im ersten Jahr, 17.000 im zweiten Jahr und mehr als 100.000 im Jahr 2017. Sie werden von der Parkinsel am Rhein wie ein Magnet angezogen, erobern die Zelte in denen die Filmvorführungen stattfinden, entdecken neue deutsche Filme, diskutieren mit den Filmemachern - und das oft bis tief in die Nacht. Auch Filmautoren, Regisseure und Schauspieler fühlen sich hier zu Hause, denn sie werden ernst genommen.

2005 wurde das Filmfestival von Dr. Michael Kötz, Direktor des Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg seit 1992, im Kontext der neuen Metropolregion Rhein-Neckar und in Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigshafen am Rhein gegründet.

Eröffnet wird die 15. Ausgabe des Festivals am 21. August 2019 mit "Wendezeit" von Sven Bohse als Weltpremiere in einer Galavorführung in zwei Kinozelten vor 2.500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie dem Filmteam.

Regisseur Sven Bohse, der bisher nur durch TV-Filme wie "Ku'damm 56" oder "Tatort: Borowski und das Land zwischen den Meeren" bekannt geworden ist, wird seinen Film persönlich vorstellen.

„Als vor 30 Jahren die Mauer fiel, war das ein großes Glück für viele, aber nicht für alle. Mit dieser Liebesgeschichte im Räderwerk der Politik, die sich um eine weibliche Doppelagentin dreht, erinnern wir zugleich daran, dass Weltgeschichte immer auch eine persönliche Geschichte ist und dass wir besonders heute vielleicht mit größerer Sensibilität als damals die Befindlichkeit von Menschen erst nehmen müssen, wenn wir unsere Demokratie erhalten wollen“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz.

„Wendezeit“ ist eine Produktion der MOOVIE GmbH in Koproduktion mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und der ARD Degeto, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg und FilmFernsehFonds Bayern mit Petra Schmidt-Schaller, Ulrich Thomsen, Harald Schrott, Alexander Beyer, André Hennicke, Robert Hunger-Bühler, Carsten Hayes, Lilly Barshy, Niklas Schlenger, Nina Rausch, Artjom Gilz, Mike Davies, Milena Dreissig u.v.a.m., Regie: Sven Bohse. Produzenten sind Oliver Berben und Heike Voßler.

Zum Inhalt:

Ein Thriller aus der „Wendezeit“, der noch einmal intensiv zurückgeht in die Zeiten des Kalten Krieges, inspiriert von den bis heute ungelösten Geheimnissen um die sog. „Rosenholzdatei“, die die Klarnamen der DDR-Agenten im Westen enthielt.

Die Agentin Saskia steht unter dem persönlichen Schutz von Markus Wolf, aber eben nur bis zur Wende. Sie lebt als Frau eines Deutsch-Amerikaners mit zwei gemeinsamen Kindern in Westberlin, arbeitet offiziell für die US-Botschaft, faktisch aber ist sie Mitarbeiterin des CIA. Die Spionin, die aus der Kälte kam, steuert mit der Wende auf eine persönliche Katastrophe zu. Denn längst lebt Saskia keineswegs mehr nur zum Schein ihre Ehe und ihre Familie. Sie liebt sie mindestens so wie ihre alte DDR, die gerade zusammenbricht. Am Ende wird sie ganz darauf angewiesen sein, dass die Liebe ihres Mannes, ihre eigene, ja die der Menschen überhaupt, stärker ist als die Politik des Weltgeschehens, bei der Einzelne so leicht zwischen die Räder kommen. Der Film möchte, dass wir diese Saskia verstehen und nicht nur beurteilen in ihrer Loyalität zur DDR, mit unserem Herzen. Denn dieser bemerkenswerte Film ist ein einziges Plädoyer für Menschlichkeit, für echtes Verständnis und damit für die Liebe.

Das Festival des deutschen Films 2019 lädt vom 21. August bis 8. September 2019 auf die Parkinsel in Ludwigshafen am Rhein ein.

Link: www.festival-des-deutschen-films.de

Quelle: Zoom Medienfabrik - Felix Neunzerling

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