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15. Zurich Film Festival mit neuem Zürcher Filmpreis

15 Jahre Zurich Film Festival vom 26. September - 6. Oktober 2019.



Der von der Zürcher Filmstiftung neu lancierte «Zürcher Filmpreis» wird 2019 erstmals im Rahmen des diesjährigen 15. Festivals, vergeben und vom Publikum mitbestimmt. Damit stärken die Filmstiftung und das Zurich Film Festival gemeinsam ihren Fokus auf die Förderung des Zürcher Filmschaffens.

Der «Zürcher Filmpreis» soll eine neue Diskussionsplattform bieten, um dem Zürcher Filmschaffen zu einer grösseren Wahrnehmung zu verhelfen. In einer einzigartigen Kombination aus Experten- und Publikumsjury wird in den drei Kategorien «Bester langer Spielfilm», «Bester langer Dokumentarfilm» und «Bester Kurzfilm» jeweils ein Preis vergeben werden. Die Programmreihe «Zürcher Filmpreis» wird gleich am ersten Wochenende des Festivals zu sehen sein.


Die Filmstiftung setzt eine unabhängige Fachjury ein, welche aus allen Einreichungen eine Shortlist pro Kategorie erstellt. Die nominierten Filme werden am ZFF in einer neuen Programmreihe öffentlich vorgeführt. Alle Zuschauerinnen und Zuschauer bilden die Publikumsjury und können für ihre Favoriten stimmen. Die Auszählung der Abstimmung liegt in der Verantwortung der Zürcher Filmstiftung und das Zurich Film Festival organisiert die Preisverleihung im Rahmen eines Galaabends.

Das 15. Zurich Film Festival findet vom 26.09. bis 6.10.2019 in Zürich statt, dem Hauptort des gleichnamigen Kantons in der Schweiz.

Oliver Stone leitet internationale Zürich-Jury

Der dreifache Oscar-Preisträger Oliver Stone wird der Jury des internationalen Spielfilm-Wettbewerbs beim 15. Zurich Film Festival vorstehen. Er stellt dem Publikum auf dem Festival seine Dok-Serie „The Putin Interviews“ vor und präsentiert zudem eine restaurierte Fassung der 2007 entstandenen Doku „The Doors“.

Hier der knapp 5 Minuten lange Trailer der Urfassung.



Der amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent ist nach Angaben der Co-Direktoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri dem Festival schon seit 12 Jahren freundschaftlich verbunden.

„In unserem dritten Jahr nahm er unseren A Tribute to... Award entgegen. Seine Teilnahme im Jahr 2007 hat uns sehr geholfen, unser internationales Profil zu schärfen. Umso schöner ist es, dass er in unserem letzten Jahr als operative Leiter dem ZFF nochmals die Reverenz erweist.“


Auch die anderen beiden Jurys des Festivals sind hochkarätig besetzt: Den Vorsitz bei der Jury des Internationalen Dokumentarfilms hat der zweifache Oscar-Preisträger und Produzent Simon Chinn übernommen. Die Jury des Fokus-Wettbewerbs präsidiert der deutsche Produzent Thomas Kufus.

Zurich Film Festival feiert Frauen und 171 Filme aus 58 Ländern.

Bei der Vorstellung des Programms unterstrich Ko-Direktorin Nadja Schildknecht den "Frauenrekord". Es stammten nicht weniger als 55 der insgesamt 171 Filme von Regisseurinnen. In den drei Wettbewerben sei die Quote mit 46 Prozent im Vergleich zu anderen Festivals ebenfalls sehr hoch. Zudem werde man mit Kristen Stewart, Julie Delpy und Cate Blanchett drei große Frauen der Filmbranche in Zürich willkommen heißen und feiern.

Cate Blanchett wird mit einer Retrospektive gefeiert und erhält den "Golden Icon Award". Auch Kristen Stewart erhält eine Auszeichnung, den "Golden Eye Award".

Im umfangreichen Programm mit seinen diversen Reihen stechen zahlreiche Titel hervor, die jüngst auf den großen Festivals in Venedig oder Toronto zu sehen waren.

Bei den Gala-Premieren tummeln sich neben Christian Schwochows "Deutschstunde" auch der Venedig-Gewinner "Joker", das Judy-Garland-Biopic "Judy", der französisch-japanischer Spielfilm "La Vérité" von Hirokazu Koreeda, der das Festival in Venedig eröffnet hatte.

Hier der Trailer:



Außerdem laufen "Le Mans 66 - Gegen jede Chance", der in Telluride und Toronto bejubelt wurde, sowie der in Cannes prämierte "Les Misérables", Julie Delpys neue, in Toronto präsentierte Regiearbeit "My Zoe", "Der Waschsalon" von Steven Soderbergh und Noah Baumbachs "Marriage Story", die beide in Venedig uraufgeführt worden waren.

Persönlich in Zürich vorstellen wird Oscar-Preisträger Mark Rylance seinen neuen Film "WAITING FOR THE BARBARIANS" mit Robert Pattinson und Mark Rylance, der zuvor seine Premiere in Venedig gefeiert hatte. Der Film basiert auf dem Roman "Warten auf die Barbaren" von J.M. Coetzee.

Hier ein italienischer Trailer:



Synopsis:
Die Geschichte folgt dem Schicksal eines alten Beamten, der in einer kleinen Grenzgarnison jahrzehntelang loyal seinem Reich gedient hat und mit Umsicht seine kleine Machtposition ausfüllte. Das mehrfach ausgezeichnete Werk stellt die Frage nach Würde und Mitverantwortung des Einzelnen …


Darüber hinaus sind in Zürich zu sehen der geypte "Der Leuchtturm" von Robert Eggers und "Die schönste Zeit unseres Lebens", der bereits morgen das Filmfest Hamburg eröffnen wird.

Beim Nachwuchswettbewerb "Fokus", der erste oder zweite Regiearbeiten aus Schweiz/Österreich/Deutschland vorstellt, wurden aus Deutschland Lother Herzogs "1986", Hristiana Raykovas "Die Grube", Tamer Jandalis "easy love", Jan-Ole Gersters "Lara", Nora Fingscheidts "Systemsprenger" und Katrin Gebbes "Pelikanblut" eingeladen.

Insgesamt 26 Filme sind im Internationalen Wettbewerb vertreten.

In den Internationalen Wettbewerb Spielfilm, in dem es um den Hauptpreis des Festivals geht, das »Goldene Auge«, wurden insgesamt 14 Werke eingeladen:

A WHITE WHITE DAY von Hlynur Pálmason (Island, Schweden, Dänemark)
AND THEN WE DANCED von Levan Akin (Schweden, Georgien, Frankreich)
BABYTEETH von Shannon Murphy (Australien)
DIVINO AMOR von Gabriel Mascaro (Brasilien, Uruguay, Dänemark, Norwegen, Chile, Schweiz, Schweden)
J'AI PERDU MON CORPS von Jérémy Clapin (Frankreich)
JUST 6.5 von Saeed Roustaee (Iran)
LA LLORONA von Jayro Bustamante (Guatemala, Frankreich)
LYNN + LUCY von Fyzal Boulifa (UK, Frankreich)
MANO DE OBRA von David Zonana (Mexiko)
QUEEN OF HEARTS von May el-Toukhy (Dänemark, Schweden)
ROCKS von Sarah Gavron (UK)
SON-MOTHER von Mahnaz Mohammadi (Iran, Tschechische Republik)
SOUND OF METAL von Darius Marder (USA)
STITCHES von Miroslav Terzić (Serbien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina)

Im Wettbewerb Internationaler Dokumentarfilm konkurrieren zwölf Filme um das »Goldene Auge«. Dazu gehören die beiden deutschen Koproduktionen "School of Seduction" von Alina Rudnitskaya und "La ciudad oculta" von Víctor Moreno.

17 BLOCKS von Davy Rothbart (USA)
COLD CASE HAMMARSKJÖLD von Mads Brügger (Dänemark, Norwegen, Schweden)
COLLECTIVE von Alexander Nanau (Rumänien, Luxemburg)
DARK SUNS von Julien Elie (Kanada, Mexiko)
HOPE FROZEN von Pailin Wedel (Thailand)
LA CIUDAD OCULTA von Víctor Moreno (Spanien, Frankreich, Deutschland)
MIDNIGHT FAMILY von Luke Lorentzen (USA, Mexiko)
ONE CHILD NATION von Nanfu Wang, Jialing Zhang (China, USA)
SAKAWA von Ben Asamoah (Belgien, Niederlande)
SCHEME BIRDS von Ellen Fiske, Ellinor Hallin (Schweden, UK)
SCHOOL OF SEDUCTION von Alina Rudnitskaya (Dänemark, Österreich, Norwegen, Deutschland)
SILENCE RADIO von Juliana Fanjul (Schweiz, Mexiko)

Serienfilme und Rahmenprogramm am ZFF.

In der Reihe »Series« treten sechs spannende Serien um die mit 10.000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung für die "Beste Internationale Serie" an. Aus Deutschland ist die Miniserie "Preis der Freiheit" eingeladen.

Das ebenfalls umfangreiche Rahmenprogramm bietet mit ZFF Masters wieder hochkarätige Gesprächsrunden. Gäste sind hier dieses Jahr Donald Sutherland, Julie Delpy, Javier Bardem, Roland Emmerich und Jury-Präsident Oliver Stone.

Kooperation mit San Sebastián und Lateinamerika.

Wieder herausgestellt wird die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem A-Filmfestival in San Sebastián, das diesmal bis zum 28.09.2019 insgesamt 15 spanische Produktionen in seinem eigenen Programm zeigt, wie wir am 20. September 2019 berichteten, und in Zürich nun daraus im „San Sebastián Window“ eine Auswahl der schönsten Entdeckungen aus Spanien oder Lateinamerika präsentiert.

Zudem gibt das Zurich Film Festival dem jungen kolumbianischen Kino eine große Bühne! Gezeigt werden in diesem Jahr 18 Filme des südamerikanischen Filmlandes, die inspirieren und begeistern.

Die in den 1980er und 1990er Jahren geborene, neue Generation von FilmemacherInnen erzählt mit Dringlichkeit und Virtuosität aus einem Land, das nicht nur spannende Geschichte(n) – sondern auch spektakuläre Landschaften zwischen Pazifik und Karibik, Grossstadt, Wüste und Dschungel zu bieten hat. Es ist ein Kino, das sich mit der knisternden Gegenwart des kolumbianischen Lebens auseinandersetzt. Allen Filmen gemein ist eine extrem starke, unvergessliche Bildsprache, die sich kompromisslos an der grossen Kinoleinwand orientiert. Im Programm sind die Höhepunkte der letzten fünf Jahre zu sehen.

Engagiertes Filmschaffen am ZFF in der Reihe »Border Lines«.

Zerstörung, Unterdrückung, Wut und viel Hoffnung: Bei diesen Filmen verlässt man das Kino anders als man es betreten hat. In der Reihe »Border Lines« präsentiert das ZFF Filme, die sich mit Grenzsituationen auseinandersetzen: mit aktuellen Themen des Weltgeschehens, mit Menschenrechten und humanitären Projekten, mit territorialen und sozialen Spannungen, mit Konflikten zwischen Individuum und Staat.

Der Fokus-Wettbewerb widmet sich dem deutschsprachigen Raum.

Im Fokus-Wettbewerb setzt das ZFF mit Filmen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich ein Spotlight auf die Region und bietet damit jenem Filmschaffen mit insgesamt 12 Filmen eine besondere Plattform. Außerdem ist der Hunger und die Neugier des Publikums auf neue „Heimatfilme“ besonders gross.

Filme die unter die Haut gehen.

Karl Spoerri verantwortet am 15. Zurich Film Festival das Programm. Der künstlerische Direktor sagt, sein Team habe über 2000 Filme geschaut und sich für Filme entschieden, die unter die Haut gehen. Unter den 171 anstehenden Filmen sind 17 Schweizer Produktionen, darunter sieben Schweizer Filme als Weltpremieren.

Eröffnet wird das Festival morgen mit der Weltpremiere der Großproduktion "BRUNO MANSER – DIE STIMME DES REGENWALDES" von Niklaus Hilber.

Hier der Teaser, den wir erst im Laufe des Abends nachliefern konnten.



Mehr zum Programm unter: zff.com/de/programm

Quellen: ZFF | Filmecho | Blickpunkt:Film


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