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Film Festival Cologne ganz im Zeichen von Serienfilmen und der NRW Filmpreise

Beim Film Festival Cologne dreht sich wieder alles um internationale Film- und Fernsehproduktionen sowie die wichtigsten Trends und Entwicklungen des aktuellen Filmschaffens.



Vom 29. September bis 6. Oktober 2017 gibt es beim Film Festival Cologne erstmals einen Serienmarathon zu sehen. "Babylon Berlin", das u.a. von Tom Tykwer zum großen Teil in der neuen Kulissenstadt von Studio Babelsberg gedrehte deutsche Serienereignis, wird am 30. September 2017 auf dem Film Festival Cologne nicht nur seine Festivalpremiere feiern, sondern gleich mit sechs Folgen am Stück im Cineplex präsentiert.

Die Gemeinschaftsproduktion von X Filme Creative Pool, ARD Degeto, Sky und Beta Film wird ab 19:00 Uhr zu sehen sein. Bei der "Binge Watching Night" werden auch die drei Regisseure Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries sowie die beiden Hauptdarsteller Volker Bruch und Liv Lisa Fries anwesend sein, die nach den ersten beiden Folgen Rede und Antwort stehen werden, bevor dann vier weitere "Babylon Berlin"-Folgen gezeigt werden.

Die Film- und Medienstiftung NRW förderte die Dreharbeiten, die in NRW u.a. in Köln, Mülheim, Krefeld, Duisburg und Essen stattfanden, mit insgesamt zwei Millionen Euro; weitere Förderer sind das Medienboard Berlin-Brandenburg, Creative Europe Media sowie der German Motion Picture Fund.

"Der Kölner Volker Kutscher schrieb den Roman, die Filmstiftung hat gefördert, in Köln und weiteren NRW-Städten wurde gedreht, und das 'neue' Kölner Film Festival mit seiner großen Serienkompetenz bietet einen wunderbaren Rahmen für die Präsentation dieser Ausnahme-Serie. Glückwunsch an Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries zu ihrer großartigen Inszenierung. Wir freuen uns, dass wir die Produzenten und Macher dabei unterstützen konnten, dieses ambitionierte Vorhaben zu realisieren. Den Festivalbesuchern wünschen wir eine spannende Nacht mit Kommissar Gereon Rath im Berlin der 20er Jahre", so die Geschäftsführerin der Filmstiftung, Petra Müller, die zuvor viele Jahre beim Medienboard tätig war.

Johannes Hensen, Programmleiter des Film Festival Cologne, freut sich auf das Event: "Wir sind stolz, einen solchen Hochkaräter direkt nach der Weltpremiere und knapp zwei Wochen vor der TV-Ausstrahlung beim Film Festival Cologne präsentieren zu können. Seit der ersten Ankündigung wird 'Babylon Berlin' mit Hochspannung erwartet und ich kann bestätigen, dass sich das Warten gelohnt hat."


"Babylon Berlin" wird ab 13. Oktober 2017 bei Sky ausgestrahlt; die Free-TV-Ausstrahlung in der ARD erfolgt erst im Herbst 2018. Die Weltpremiere hat gestern, den 28.09.2017, im legendären Berliner Theater am Schiffbauerdamm, dem Berliner Ensemble, vor geladenen Gästen stattgefunden. Im historischen Rahmen wurden allerdings dort nur die ersten beiden Episoden präsentiert. In den nächsten Tagen folgen noch weitere Screenings in Wien, Los Angeles, Hamburg und München.

Synopsis:

Die Serie „Babylon Berlin“ erzählt auf Basis der international erfolgreichen Bestseller-Reihe von Volker Kutscher um Kommissar Gereon Rath im Berlin der 1920er Jahre das ganze Panoptikum der aufregendsten Stadt der Welt zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus. In den Hauptrollen sind Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter zu sehen.


Film Festival Cologne eröffnet mit "Forget About Nick".

Eröffnet wird das Film Festival Cologne mit Margarethe von Trottas neuem Film "Forget About Nick", den wir vorab schon sehen konnten, uns aber überhaupt nicht gefallen hat. Ein Trailer des Films, der gerade auch auf der Filmkunstmesse Leipzig (25.-29.09.2017) vorgestellt wurde, liegt leider noch nicht vor. Trottas neuestes Werk wurde auch zum 30. Tokyo International Film Festival (25.10.- 3.11.2017) eingeladen.

Synopsis:

In "Forget About Nick" geht es um zwei sehr unterschiedliche Frauen, die eine karriereorientiert, die andere familienorientiert. Einzige Gemeinsamkeit: Sie müssen sich ein luxuriöses Loft in New York teilen, denn beide Frauen wurden vom selben Ex-Mann verlassen, der Ihnen als Abschiedsgeschenk jeweils eine Hälfte der Wohnung überlassen hat. Dass dies nicht gut geht, kann man sich ausdenken. Doch der Plot ist vorhersehbar und überzeugt nicht, zumal die schauspielerischen Leistungen vor allem von Ingrid Bolsø Berdal als zickige Designerin diesem Stoff nicht gerecht wird, während Katja Riemann ihre Rolle überzeugender ausleben kann. Offizieller Kinostart ist am 7. Dezember 2017.


Die Regisseurin Margarethe von Trotta wird auch zum Abschluss des Festivals eine Rolle spielen: bei den Film Festival Cologne Awards am 6. Oktober 2017 wird sie mit dem TV Spielfilm-Preis ausgezeichnet werden. Weitere Preise gehen an Sean Bean, der für die BBC-Serie "Broken" den Hollywood Reporter Award entgegen nehmen wird, Kevin Macdonald, der für seine außergewöhnlichen Leistungen im Dokumentarfilmbereich mit dem phoenix Preis ausgezeichnet wird, und Jane Campion, die den Filmpreis Köln erhält.

Auch der Filmpreis NRW wird im Rahmen des Film Festival Cologne vergeben. Er geht in diesem Jahr an den Spielfilm "Der traumhafte Weg" von Angela Schanelec. Hier der Trailer:



Auch der Dokumentarfilm "Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte" von Corinna Belz über den Schriftsteller Peter Handke wird ausgezeichnet. Hier der Trailer:



Die jeweils mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnungen werden am 6. Oktober 2017 in Köln an die Regisseurinnen verliehen. Die Filmstiftung vergibt den Preis gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln. Auf dem Festakt in Köln wird außerdem der Filmpreis Köln an die neuseeländische Regisseurin Jane Campion verliehen.

Eine Jury unter dem Vorsitz des freien Filmjournalisten Sven von Reden hatte die Kandidaten für den Filmpreis NRW ausgewählt. Für die vom Land NRW, der Stadt Köln und der Film- und Medienstiftung NRW getragene Auszeichnung konnten Filme berücksichtigt werden, die zwischen 1. September 2016 und 31. August 2017 ins Kino gekommen waren, von einem Unternehmen mit Sitz in NRW hergestellt oder zu wesentlichen Teilen in NRW produziert bzw. gefördert wurden.

Die nominierten Filme im Überblick:

Bester Spielfilm:

"Der traumhafte Weg" (Regie: Angela Schanelec, Produktion: Filmgalerie 451) *Winner
"Die Mitte der Welt" (Regie: Jakob M. Erwa, Produktion: Neue Schönhauser Filmproduktion)
"Magical Mystery" (Regie: Arne Feldhusen, Produktion: Razor Film Produktion)
"Marija" (Regie: Michael Koch, Produktion: Pandora Film)
"Zwischen den Jahren" (Regie: Lars Henning, Produktion: Radical Movies Production)

Bester Dokumentarfilm:

"Beuys" (Regie: Andres Veiel, Produktion: zero one film, TERZ Film)
"Peter Handke. Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte... " (Regie: Corinna Belz, Produktion: zero one film) *Winner
"Pawlenski - Der Mensch und die Macht" (Regie: Irene Langemann, Produktion: Lichtfilm)

Bei der Premiere des Filmpreis NRW im vergangenen Jahr wurden Maren Ades "Toni Erdmann" als bester Spielfilm und Christiane Büchners "Family Business" als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Während des achttägigen Festivals werden wieder demnächst anlaufende Kinofilme sowie TV-Movies und -Serienhighlights zu sehen sein. So werden in der Kino-Reihe u.a. Luca Guadagninos "Call Me by Your Name" (Kinostart: März 2018) und Semih Kaplanoglus "Grain" präsentiert.

Als Serien-Highlights zeigt das Film Festival Cologne neben der exklusiven Festivalpremiere von "Babylon Berlin" u.a. "The Handmaid's Tale", "Cardinal", "Better Things" und "Lobbyistin".

Zusammen mit der Film- und Medienstiftung NRW setzt das Film Festival Cologne die Reihe Made in NRW fort, in der zehn Kinoproduktionen zu sehen sein werden, die zum Teil in NRW gedreht, von NRW-Produzent*Innen realisiert oder von NRW-Regisseur*Innen inszeniert worden sind. Im Rahmen der Top Ten TV-Reihe werden darüber hinaus u.a. Rick Ostermanns "Krieg" und Matti Geschonnecks "Südstadt" präsentiert.

Neu ist in diesem Jahr die Reihe Game meets Film, in der das Film Festival Cologne nach eigenen Angaben "eine Auswahl visuell herausragender Games" zeigt.

Link: filmfestival.cologne
Quellen: 3sat | Blickpunkt:Film | filmecho


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