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11. FilmPolska FILMFESTIVAL Berlin 2016

Neues Polnisches Kino mit 46 Filmen in sechs Festivalkategorien.



Eine der zwei diesjährigen Kulturhauptstädte 2016 heißt Wrocław (Breslau). Die polnische Stadt an der Oder, gibt auch den Ausschlagpunkt dafür, dass nicht nur FilmPolska, das 11. polnische Filmfestival in Berlin, das vom 20.-27. April 2016 stattfindet, größer ist als je zuvor, sondern zeitgleich auch in Frankfurt an der Oder und in Potsdam stattfindet. Weitere von uns Ende März irrtümlicherweise genannte Abspielorte in Dresden und vor allem in Leipzig, wo das polnische Institut mit einer weiteren Dependance vertreten ist, werden womöglich zu einem späteren Zeitpunkt einzelne Filme nachspielen. Auch das Filmfestival München steht im Sommer - mit seinem von Bernhard Karl verantworteten Bereich des osteuropäischen Films - für eine polnische Filmpremiere evtl. zur Diskussion. Weiteres darf aber noch nicht verraten werden.

Mit insgesamt 46 Filmen in sechs Festivalkategorien - davon allein sechzehn Produktionen in der Sektion Neues Polnisches Kino - geht das größte Festival des polnischen Films außerhalb seines Heimatlands wieder an den Start. Erstmals gibt es in diesem Jahr mit einer Gala in Berlin eine feierliche Eröffnung nur für geladene Gäste. Auf dem Programm steht, passend zur 11. Ausgabe des Festivals, Jerzy Skolimowskis Spielfilm "11 Minuten", der im letzten Jahr erstmals auf zahlreichen Festivals wie der Mostra in Venedig, dem Busan Film Festival in Korea oder dem TiFF in Toronto gezeigt wurde.

Abspielorte sind diesmal das Babylon, Zeughauskino, Arsenal, Kino FSK, Bundesplatz-Kino, Acud, Cinestar Frankfurt (Oder), Thalia Potsdam, Topographie des Terrors, Club der polnischen Versager und der Filmclub K18. Die Hackeschen Höfe Kinos, die an Stelle des Babylon von 2008 bis 2013 Hauptabspielstelle des Festivals waren, sind nicht mehr dabei.

Eine Woche lang bekommen die Festivalkinobesucher Gelegenheit, reales und irreales, politisches und poetisches, nachdenkliches und zum Nachdenken anregendes - aber auch ernstes und schrilles Kino aus dem Blickwinkel polnischer Filmkünstler zu erleben.

Neues Kino aus Polen.
Für die Reihe Neues Kino haben Festivaldirektorin Katarzyna Wielga-Skolimowska und Kurator Kornel Miglus ein breitgefächertes Programm aus aktuellen Produktionen zusammengestellt, das sowohl die Filmvielfalt aus dem Nachbarland in der Mitte Europas repräsentiert als auch beweist, dass große Filmkunst keine Frage des Geschlechts ist: In ihrem schrillen New Wave-Musical „Córki dancingu“ („The Lure“, 2016) lässt Agnieszka Smonczyńska Meerjungfrauen zu Vampiren mutieren, während in Marcin Koszałkas Thriller „Czerwony pająk“ („The Red Spider“, 2015) ein Teenager (Filip Plawiak) als Zeuge eines brutalen Mordes sein Netz um den vermeintlichen Serienmörder spinnt. Tomasz Wasilewskis Festivalbeitrag „Zjednoczone stany miłości” (“United States of Love“, 2016) gewann auf der diesjährigen Berlinale für seine Reflexion über die polnische Gesellschaft der Neunzigerjahre den Silbernen Bären für das Beste Drehbuch. Und in Urzula Antoniaks Film „Strefa Nagości“ („Nude Area“, 2014) verliebt sich die 16-jährige Naomi (Sammy Boonstra) in die gleichaltrige Araberin Fama (Imaan Hammam). Hier der Trailer:



Retrospektive zur Flüchtlingsthematik.
Mit einer Werkauswahl des polnischen Filmemachers Jerzy Skolimowski und einer Wiederaufführung von „Niewinni czarodzieje“ („Die unschuldigen Zauberer“) aus dem Jahre 1960 von Andrzej Wajda, würdigt das Festival in diesem Jahr zwei seiner bedeutendsten Filmemacher.

Darüber hinaus wollen die Festivalorganisatoren gemeinsam mit der European Film Academy mit der Vorführung des Films „300 Meilen zum Himmel“ („300 mil do nieba“, PL 1989) auf das Schicksal von Kindern und Jugendlichen auf der Flucht aufmerksam machen. Regisseur Maciej Dejczer, einer der Protagonisten des Films und weitere Gäste werden nach der Vorführung über die Situation im aktuellen Kontext diskutieren. Hier ein Ausschnitt:



Hommage an Jerzy Skolimowski.
Die diesjährige Hommage ist Jerzy Skolimowski gewidmet, der neben weiteren herausragenden polnischen Künstlern und Filmschaffenden wie dem Regisseur und Drehbuchautor Maciej Dejczer (‚300 Meilen bis zum Himmel‘), der Schauspielerin Julia Kijowska (‚United States of Love‘) und den Kamerafrauen Karina Kleszczewska und Jolanta Dylewska, die der Einladung der Direktorin des Polnischen Instituts Berlin Katarzyna Wielga-Skolimowska gefolgt sind und dem Festival in Berlin weiteren Glanz verleihen werden. Die Sektion Retrospektive ermöglicht Kinoenthusiasten, noch einmal geballt eine Auswahl international bedeutender Werke des polnischen Kinos auf der Leinwand zu erleben.

Zeugen des Holocaust.
Am 25.04.2016 lädt das Festival zusammen mit der Stiftung Topographie des Terrors zur Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms “Karski und die Herrscher der Menschheit” („Karski i władcy ludzkości“, PL 2015) in Anwesenheit des Produzenten Dariusz Jabłoński ein. Regisseur Sławomir Grünberg erzählt die Geschichte von Jan Karski – eigentlich Jan Kozielewski – der mit beispielhaftem Mut im Zweiten Weltkrieg als erster persönlich fundierte Berichte über die Judenvernichtung an die westlichen Alliierten lieferte. Karski gilt heute als einer der bedeutendsten Zeugen des Holocaust. Im Anschluss an die Vorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit den Produzenten. Hier der Trailer:



Kulturveranstaltungen und Festivalparty.
Wie in den Vorjahren begleiteten zahlreiche Kulturveranstaltungen das Filmfestival. Neben den Workshops für angehende Filmemacher und künftige Filmkritiker lädt filmPOLSKA 2016 zur festivalbegleitenden Ausstellung PHANTOM POWER des Künstlers Konrad Smoleński ein (Vernissage am 14.04.2016 um 19:00 Uhr im Polnischen Institut Berlin). Der 1977 geborene Smoleński bedient sich der unterschiedlichsten audiovisuellen Mittel in einem kreativen Raum zwischen Installation, Performance und Situation. 2013 vertrat der international erfolgreiche Künstler Polen auf der 55. Biennale in Venedig. PHANTOM POWER ist bis 26.06.2016 in den Ausstellungsräumen des Polnischen Instituts Berlin zu sehen und wurde von Carsten Stabenow kuratiert. Weitere Informationen zum Künstler unter www.konradsmolenski.com

Die legendäre filmPOLSKA-Party findet am 22. April 2016 um 22:00 Uhr im Roadrunner’s Paradise Club statt. Wer vom Soundtrack zu „Sirenengesang“ bei der Premierenvorführung im Babylon nicht genug bekommen konnte und die Band Ballady i Romanse live erleben will, kann noch Restkarten an der Abendkasse erstehen.

Link: filmpolska.de

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