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Virtual Reality, die neue 3D-Kino Zukunft

Virtual Reality sprengt die Grenzen des Storytellings beim Sundance Film Festival.



Noch bevor das renommierte Sundance Film Festival in Park City, Ohio, richtig begonnen hatte, verkündeten einige US-Verleiher erste wichtige Filmdeals. Einen Vorbericht hatten wir in unserem BAF-Blog schon am 19. Januar 2015 geschrieben, aber nicht alles berichten können.

Nachträglich wurde uns mitgeteilt, dass „IVY“ von Tolga Karaçelik die einzige deutsch-türkische Filmproduktion ist, die in Sundance im Wettbewerb der World Cinema Dramatic Section laufen wird. Insgesamt gibt es von "IVY" zwischen dem 26. und 31.01.2015 täglich jeweils eine Vorstellung auf dem Festival, organisiert von der Jomami Independent Filmproduktion Company Leipzig, die zuletzt mit dem preisgekrönten, russischen Film "Corrections Class" auf sich aufmerksam gemacht hat. Hier ein Interview (in english) mit dem Regisseur von "IVY" incl. eines Filmausschnitts.



Lionsgate hat sich in den ersten Tagen schon die Auswertungsrechte für Nordamerika von "Don Verdean" gesichert. In dem Film spielen Sam Rockwell, Jemaine Clement, Amy Ryan, Danny McBride, Leslie Bibb und Will Forte mit. Erzählt wird von dem sehr gläubigen Bibelforscher Don Verdean, einem selbsternannten Archäologen und Spezialist für biblische Gegenstände, der vom Gemeindepfarrer ins Heilige Land geschickt wird, um den Glauben bestärkende Reliquien zu finden. Als er seinen gescheiterten Ausflug verheimlichen will, entwickelt sich eine aberwitzige Verschwörung. "Don Verdean" feiert am 28. Januar 2015 seine Weltpremiere in Park City.

Der zweite nennenswerte Deal im Vorfeld des Festivals war der Verkauf der US-Rechte von Noah Baumbachs "Mistress America" an Fox Searchlight. Die neue Komödie von Baumbach und Greta Gerwig feierte am 24. Januar 2015 ihre Weltpremiere. Nach "Frances Ha" lässt Noah Baumbach Greta Gerwig in der Feelgood-Komödie um das Leben der einsamen Studienanfängerin Tracy, gepielt von Lola Kirke, erneut in das aufregende Leben New York Citys eintauchen.

Microsoft überrascht mit autarker Datenbrille.
Sundance ist aber nicht nur ein Filmfestival, sondern auch ein Filminstitut an dem geforscht wird und Filmstudenten eine fundierte Ausbildung erhalten. Insbesondere beim Storytelling stehen Umwälzungen bevor und das diesjährige Filmfestival zeigt schon eindrucksvolle 3D-Techniken, die mit speziellen Brillen ungeahnte Erlebnisse ermöglichen könnten.
Storytelling, zu deutsch: „Geschichten erzählen“, ist eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form einer Metapher weitergegeben und durch Zuhören oder Zusehen aufgenommen wird.

Nach Oculus Rift läutet bald auch Microsoft mit dem kommenden Windows 10 das Holodeck-Zeitalter mit einer autarken Datenbrille ein. Mit dieser »Hololens« soll nicht nur Virtual Reality (VR), sondern das weitergehende Augmented Reality möglich sein, sodass es sogar bei der Nasa zum Einsatz kommen soll. Betrachter können beim Tragen einer solchen Brille um aufwendig gerenderten Objekte herumgehen, sie anfassen oder sogar manipulieren. Neben einer CPU und einer GPU steckt in dem Gerät eine Holographic Processing Unit (HPU) genannte Einheit, die die Augmented-Reality-Inhalte beschleunigen soll. Die Hololens von Microsoft unterstützt Gesten, für deren Bedienung der Anwender einfach auf virtuelle Schaltflächen zeigt, die auf den transparenten Displays eingeblendet werden. Hier der Trailer:



Noch sind VR-Inhalte rar, doch mittels WebVR könnten sie verstärkt in Webseiten eingebettet werden. In Computer Games hat die Virtual Reality bereits Einzug erhalten. Nur sollen die 3D-Welten auch in zukünftigen Science Fiction Filmen und im 360° Kino zum Einsatz kommen. Dafür bedarf es aber spezieller Drehbücher mit eigenen Geschichten. Für die bessere Einordnung im Ton soll zudem virtueller Raumklang für eine bessere Ortung sorgen.

Das interessanteste Experiment dürfte aber »Fliegen« sein. In "Birdly" kann man gefahrlos selbst erfahren, wie es sich anfühlt, als Vogel in der Ich-Perspektive zu fliegen. Hier ein Film-Interview:



Filme anstatt Spiele könnten Durchbruch für Virtual Reality sein.
Nate Mitchell, der Vizepräsident von Oculus VR, ist sich nicht sicher, ob Spiele wirklich den Durchbruch für Virtual Reality darstellen werden. Es könnten auch Filme sein, die dem neuen Medium zum Erfolg verhelfen. Denn inzwischen hätten die meisten großen Filmstudios Interesse angemeldet. Derzeit sei man noch auf der Suche nach der "Killer-App" sei, welche dafür sorgt, dass jeder ein Virtual-Reality-Gerät haben muss. Bereits auf dem Sundance Film Festival werden mindestens 13 Virtual-Reality-Kurzfilme gezeigt. Der große Blockbuster wird aber noch auf sich warten lassen.

Quellen: Blickpunkt:Film | Golem | ZDNet | Wikipedia | Zoom Medienfabrik GmbH

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