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Filmnacht zu 50 Jahre JAZZFEST Berlin 2014

Das Delphi Kino am Zoo zeigt drei JAZZ-Filme am 28. Oktober 2014.



Der trübe Herbst mit seinen langen Nächten bietet auch in diesem Jahr eine Fülle an Veranstaltungen, die wir gar nicht alle Auflisten oder gar ausführlich besprechen können. So mussten wir leider schon dazu Übergehen, manches nur auf unserer Facebook-Seite oder manchmal sogar in unserem Forum zu erwähnen, weil die langen Beiträge im BAF-Blog sonst zu unübersichtlich würden.

Bedeutende Dinge sollen aber hier ihren Platz bekommen, auch wenn es gerade heute - zu Beginn der Woche - gleich zwei Einträge hintereinander in den Rubriken Festivals und Veranstaltungen gab, die wir herausstellen wollen.

Immerhin feiern die Berliner Jazztage - wie das JAZZ Fest Berlin noch zu Beginn im Jahre 1964 hieß - ihr fünfzigjähriges Jubiläum, womit sie zu den ältesten Europa zählen. Und das Vorwort von damals schrieb kein Geringerer als Martin Luther King. In diesem Jahr knüpft das Jazzfest Berlin 2014 musikalisch und thematisch an die Visionen des Bürgerrechtlers an. Und zu den Ereignissen die unabdingbar mit der Dimension der Freiheit verbunden sind, zählte der Fall der Mauer vor 25 Jahren. Seitdem hat sich viel geändert. Die Loveparade löste mit ihren elektronischen Technoklängen das Interesse an analogen Instrumenten ab, sodass seitdem das Jazzfest Berlin leider nicht mehr in der Philharmonie stattfindet, sondern im kleineren Haus der Festspiele in Charlottenburg.

Der im Jahre 2000 verstorbene Musikjournalist Joachim-Ernst Behrend, der den Grundstein für das Jazzfest Berlin gelegt hat, und 1966 mit Alexander von Schlippenbachs "Globe Unity" Big-Band Orchester den Free-Jazz salonfähig machte, bleibt nicht nur in Erinnerung, sondern Schlippenbach erfährt in diesem Jahr ein Comeback mit einem Ensemble um die japanische Jazzmusikerin, Pianistin und Komponistin Aki Takase. Ein Solo aus dem Jahre 2010 mit dem damals 72-jährigen Alexander von Schlippenbach am Flügel gibt es hier auf YouTube.



Zu guter Letzt erinnert sich auch das DELPHI Kino am Zoo an lange, laute Nächte im Jazzkeller Quasimodo direkt unter der Kinoleinwand, sodass die eine oder andere Mitternachtskinovorstellung manchmal ausfallen mussten, weil der Lärm der Musik in den Theaterraum drang. Nach den Philharmonie-Aufführungen wurde nämlich dort einst kräftig bis spät in die Nacht weitergefeiert.

JAZZ FILM NACHT im DELPHI
28. Oktober 2014

• 17:30 Uhr "Play your own Thing: A Story of Jazz in Europa" (D 2006, 89 Min.). Eine erstklassige und sehr unterhaltsame Dokumentation über die Geschichte des Jazz in Europa.
• 19:30 Uhr "Bird" von Clint Eastwood (USA 1988, 161 Min.). Ein brillanter Film über Leben und Tod des ebenso legendären wie drogensüchtigen Saxophonisten Charlie Parker.
• 22:15 Uhr "'Round Midnight" von Bertrand Tavenier (F/USA 1986, 133 Min.). Einer der besten Filme über den Jazz mit Musik von Herbie Hancock.

JAZZ FEST Berlin 2014
50 Jahre Jazztage Berlin im Haus der Festspiele
30. Oktober - 2. November 2014
Link: www.berlinerfestspiele.de/jazzfest

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Vorankündigung:

Filmmusik mit Sir Simon Rattle in der Philharmonie
Da wir gerade weiter oben Konzerte die Philharmonie erwähnt hatten, wollen wir auf eine weitere Veranstaltung einen Monat später aufmerksam machen. Beim alljährlichen Schulorchester Treffen am Samstag, den 29. November 2014, präsentieren Berliner Schulorchester unter der Leitung von Sir Simon Rattle zum Thema "Film und Musik" ihr Können. Ein weiterer Programmpunkt ist die Präsentation des »Kreativorschesters«, bei dem Instrumentalisten im Alter von 14-19 Jahre zum Thema Filmmusik ein eigenes phantasievoll entwickeltes Stück vorführen.

PHILHARMONIE Berlin
Sa. 29. November 2014 um 14:30 Uhr.

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