32. Jüdisches Filmfestival kürte Siegerinnen und Sieger
Das 32. Jüdische Filmfest Berlin Brandenburg, das wir am 1. Mai auf unserem Blog angekündigt hatten, fand parallel zum 33. Stuttgarter ITFS vom 5. bis 10. Mai 2026 in unserer Region statt.

Beim 32. Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg ist am Freitagabend, den 8. Mai 2026, die israelische Produktion "Book of Ruth" von Esty Shushan als bester Spielfilm ausgezeichnet worden.
Die Spielfilmjury, bestand aus der Regisseurin Mahnaz Mohammadi (ihr auf der Berlinale im Panorama vorgestellter Film "Roya" über eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen inhaftiert ist und ein erzwungenes Geständnis im Fernsehen ablegen soll - startete am 7. Mai 2026 in den deutschen Kinos). Mit in der Jury war auch die Produzentin und ehemaligen Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek sowie der Kameramann Matan Radin, die gemeinsam "Book of Ruth" als eindringliche, bewusst ungeschönte Auseinandersetzung mit Glauben, Intimität und Verlust würdigten, die nicht erklärt oder mildert, sondern gerade aus ihrer radikalen Innenperspektive heraus ihre emotionale Wirkung entfaltet. „Er ist kein leichter Film und will es auch nicht sein“, so die Jury.
Hier der Trailer:
Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an die ungarische Produktion "Reward for the Rain" von Barbara Bernath, wie die Festivalleitung mitteilte.
Die nach der Berliner Kinolegende Gershon Klein (1920-1999) benannten Auszeichnungen sind mit jeweils 3000 Euro dotiert. Im Spielfilmwettbewerb traten elf Produktionen gegeneinander an, im Dokumentarfilmwettbewerb neun.
Über den Dokumentarfilmpreis entschied eine Jury um die Psychologin und Verhaltenswissenschaftlerin Marina Chernivsky, den Filmemacher Eytan Ipeker sowie die Regisseurin und Drehbuchautorin Rana Abu Fraiha-Asyag. Sie würdigte "Reward for the Rain" als sensibles und zugleich kraftvolles Porträt, das sich einer „tiefen historischen Wunde“ nähert und dabei Humor, Hoffnung und Lebensfreude bewahrt.
Hier der Trailer:
Die Special Mention ging an "Where to?" von Assaf Machnes, dessen Weltpremiere in der Debütfilmsektion »Perspektives« der Berlinale gefeiert wurde und obendrein den Teddy Award gewann. Darüber hinaus erhielt zur Eröffnung des 32. JFBB die Kamerafrau für ihre Arbeit an dem Film den Preis zur Förderung des filmischen Nachwuchses, der mit 2.000 Euro von Stephan Goericke dotiert ist.
Hier der Trailer:
Die Eröffnung der 32. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals fand wieder im Hans-Otto-Theater in Potsdam statt. Zum ersten Mal wurde dort keine exklusive Spielfilmpremiere gezeigt, sondern das Publikum mit vier hervorragenden Kurzfilmen von jeweils ca. 20 Min. Dauer unterhalten. Eine Fortsetzung der Kurzfilme konnte am nächsten Tag im Fellushus der Nordischen Botschaften in Berlin Tiergarten kostenlos gesehen werden.
Danach folgte in der Nordischen Botschaft am Abend der Spielfilm "Never Alone", dessen deutsche Premiere zwei Tage später zur Prime Time auf ARTE zu sehen war.
Das Festival selbst kann noch bis Sonntagabend in zahlreichen Location und Filmtheatern besucht werden.
Wie immer gab es zum Auftakt des Festivals Sekt, Wein & Wasser oder Saft sowie leckere Häppchen, die nach der Vorstellung im Foyer herumgereicht wurden.
Link: jfbb.info

Beim 32. Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg ist am Freitagabend, den 8. Mai 2026, die israelische Produktion "Book of Ruth" von Esty Shushan als bester Spielfilm ausgezeichnet worden.
Die Spielfilmjury, bestand aus der Regisseurin Mahnaz Mohammadi (ihr auf der Berlinale im Panorama vorgestellter Film "Roya" über eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen inhaftiert ist und ein erzwungenes Geständnis im Fernsehen ablegen soll - startete am 7. Mai 2026 in den deutschen Kinos). Mit in der Jury war auch die Produzentin und ehemaligen Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek sowie der Kameramann Matan Radin, die gemeinsam "Book of Ruth" als eindringliche, bewusst ungeschönte Auseinandersetzung mit Glauben, Intimität und Verlust würdigten, die nicht erklärt oder mildert, sondern gerade aus ihrer radikalen Innenperspektive heraus ihre emotionale Wirkung entfaltet. „Er ist kein leichter Film und will es auch nicht sein“, so die Jury.
Hier der Trailer:
"Book of Ruth" erzählt von Ruth und ihrem Mann Shmuel, die nach dem Tod ihres kleinen Sohnes in ihrer ultraorthodoxen Gemeinde nach einem Weg suchen, mit dem Unfassbaren weiterzuleben. Während Shmuel sich zunehmend in eine gottesfürchtige, patriarchale Ordnung flüchtet, beginnt Ruth zu zweifeln und sucht nach eigenen Antworten auf Schmerz und Trauer.
Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an die ungarische Produktion "Reward for the Rain" von Barbara Bernath, wie die Festivalleitung mitteilte.
Die nach der Berliner Kinolegende Gershon Klein (1920-1999) benannten Auszeichnungen sind mit jeweils 3000 Euro dotiert. Im Spielfilmwettbewerb traten elf Produktionen gegeneinander an, im Dokumentarfilmwettbewerb neun.
Über den Dokumentarfilmpreis entschied eine Jury um die Psychologin und Verhaltenswissenschaftlerin Marina Chernivsky, den Filmemacher Eytan Ipeker sowie die Regisseurin und Drehbuchautorin Rana Abu Fraiha-Asyag. Sie würdigte "Reward for the Rain" als sensibles und zugleich kraftvolles Porträt, das sich einer „tiefen historischen Wunde“ nähert und dabei Humor, Hoffnung und Lebensfreude bewahrt.
Hier der Trailer:
Der Film begleitet die Holocaust-Überlebende Eva Fáhidi, die sich im hohen Alter noch einmal ihrer Vergangenheit stellt und für einen VR-Film die Geschichte der ungarischen Juden und Jüdinnen für jüngere Generationen festhält. Zugleich erzählt der Film von ihrer späten Liebe und ihrem Alltag mit ihrem Partner Bandi. Regisseurin Barbara Bernáth nahm den Preis persönlich entgegen.
Die Special Mention ging an "Where to?" von Assaf Machnes, dessen Weltpremiere in der Debütfilmsektion »Perspektives« der Berlinale gefeiert wurde und obendrein den Teddy Award gewann. Darüber hinaus erhielt zur Eröffnung des 32. JFBB die Kamerafrau für ihre Arbeit an dem Film den Preis zur Förderung des filmischen Nachwuchses, der mit 2.000 Euro von Stephan Goericke dotiert ist.
Hier der Trailer:
Die Jury hob den Film über einen Taxifahrer als leises, aber eindringliches Werk hervor, das zeigt, „wie Empathie die Welt, in der wir leben, verändern kann“.
Der Film schildert die wiederkehrenden Begegnungen zwischen dem palästinensischen Familienvater Hassan und dem jungen homosexuellen Israeli Amir auf nächtlichen Fahrten durch Berlin.
Die Eröffnung der 32. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals fand wieder im Hans-Otto-Theater in Potsdam statt. Zum ersten Mal wurde dort keine exklusive Spielfilmpremiere gezeigt, sondern das Publikum mit vier hervorragenden Kurzfilmen von jeweils ca. 20 Min. Dauer unterhalten. Eine Fortsetzung der Kurzfilme konnte am nächsten Tag im Fellushus der Nordischen Botschaften in Berlin Tiergarten kostenlos gesehen werden.
Danach folgte in der Nordischen Botschaft am Abend der Spielfilm "Never Alone", dessen deutsche Premiere zwei Tage später zur Prime Time auf ARTE zu sehen war.
Das finnische Historien-Drama "Nie Allein" von Klaus Härö berichtet nach einer wahren Begebenheit über den jüdischen Unternehmer Abraham Stiller, der sich mit seiner Autorität als erfolgreicher Geschäftsmann gegen die Willkür von Nazis in Finnland stellte und somit die Deportation von zahlreichen Juden verhinderte. Der Film ist noch bis zum 05. August 2026 in der ARTE TV-Mediathek verfügbar.
Das Festival selbst kann noch bis Sonntagabend in zahlreichen Location und Filmtheatern besucht werden.
Wie immer gab es zum Auftakt des Festivals Sekt, Wein & Wasser oder Saft sowie leckere Häppchen, die nach der Vorstellung im Foyer herumgereicht wurden.
Link: jfbb.info