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38. Europäischer Filmpreis am Samstagabend im HKW Berlin

In Berlin wird heute Abend der Europäi­sche Filmpreis vergeben. Rund 1000 Gäste werden im Haus der Kulturen der Welt erwartet - darunter die franzö­sische Schauspielerin Juliette Binoche, die Präsidentin der Europäischen Filmakademie ist.



Die meisten Nominierungen haben das Roadmovie "Sirât" des Franzosen Oliver Laxe, das Drama "Sentimental Value" des Norwegers Joachim Trier und das Drama "Sound of Falling - In die Sonne schauen" der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski, deren Film für Deutschland auch ins Rennen um den Oscar geht.

88 Nominierte sind in 22 Kategorien im Rennen um die hochkarätige Auszeichnung. Die Award Show, die nun unmittelbar nach den Golden Globes und während der Oscar-Nominierungsphase am heutigen 17. Januar 2026 einen prominenteren Platz in der internationalen Preisverleihungssaison einnimmt, bringt Filmschaffende, Schauspielende und Branchenvertreter*innen zusammen, um künstlerische Exzellenz, Kreativität und die gemeinsame Leidenschaft für den Film zu feiern.

Der rote Teppich (ab 16 Uhr MEZ) und die Preisverleihung (ab 18 Uhr MEZ) werden live vom ikonischen Berliner »Haus der Kulturen der Welt« (HKW) auf www.europeanfilmawards.eu sowie alternativ auf Deutsche Welle TV (DW) übertragen und erreichen mit über 46 Sender- und Livestream-Partnern aus 27 Ländern ein weltweites Publikum.

Der irisch-schottische Filmemacher Mark Cousins ist Teil des Kreativteams, das die diesjährige Preisverleihung gestaltet. Seine Einbindung folgte dem Wunsch der Akademie, sich bei der jährlichen Gala von den üblichen Skripts, die von Preiskategorien und Dankesreden dominiert werden, zu lösen. Stattdessen wird die Preisverleihung die Frage stellen „Warum lieben wir das Kino?“ und selbst zu einem unvergesslichen künstlerischen Erlebnis werden. Mark Cousins wird unterstützt von der deutschen Filmkomponistin Dascha Dauenhauer, verantwortlich für das musikalische Konzept der Veranstaltung, und dem Theaterregisseur Robert Lehniger, der als Bühnenregisseur fungiert und die Preisverleihung leitet.

Mark Cousins: „Ich liebe es, mit der Form von Filmveranstaltungen zu spielen, deshalb habe ich die Chance, die Verleihung der European Film Awards mitzugestalten, sofort ergriffen. Wir hoffen sehr, einige echte Überraschungen bieten zu können. Und wir werden versuchen, filmische Bilder, Emotionen und Ideen auf die Bühne zu zaubern. Es ist mir eine Ehre, mit Robert, Dascha und dem Team der Akademie zusammenzuarbeiten, und das im Haus der Kulturen der Welt, einem Gebäude, das ich seit langem bewundere.“

Dascha Dauenhauer: „Mit dem musikalischen Konzept für die diesjährigen European Film Awards wollte ich bewusst etwas schaffen, das sich vom Erwartbaren abhebt und gleichzeitig dem Prinzip „Zurück zu den Wurzeln“ folgt. So wie die gesamte Show sehr eng mit dem Kino verbunden sein wird, soll die Musik sich um die Stimme drehen, das intimste und reinste Instrument, das es gibt. In den wunderbaren Sängerinnen Heidi Heidelberg, Zola Mennenöh und Emilia Mårtensson habe ich ein Ensemble gefunden, das die Basis für ein breites Kompositionskonzept bildet – bestehend aus experimentellen, poppigeren und emotionalen Stücken. So vielfältig und rein wie das europäische Kino.“


Die Presenter*innen der Preisverleihung sind Künstler*innen und Filmschaffende aus ganz Europa, darunter die spanischen Schauspieler, Autoren und Regisseure Javier Calvo und Javier Ambrossi, die türkische Drehbuchautorin, Fotografin und Produktionsdesignerin Ebru Ceylan, der spanische Schauspieler Carlos Cuevas, der Oscar-prämierte britische Regisseur Asif Kapadia, der deutsch-rumänische Regisseur Alexander Nanau, die griechische Schauspielerin Angeliki Papoulia und der norwegische Filmemacher und Gewinner des European Film Awards Halfdan Ullmann Tøndel.

Zu den weiteren Gästen zählen unter anderem der libanesisch-deutsche Kameramann Christopher Aoun, die deutsch-iranische Schauspielerin Banafshe Hourmazdi, die französische Schauspielerin und Akademiepräsidentin Juliette Binoche, der deutsche Schauspieler Jerry Hofmann, die polnische Regisseurin Agnieszka Holland, die deutschen Schauspielerinnen Juliane Köhler, Caroline Peters und Maria Schrader, der deutsche Regisseur Volker Schlöndorff, der palästinensische Regisseur Elia Suleiman sowie der deutsche Regisseur Wim Wenders und viele mehr.

Zu den internationalen Nominierten, die an den 38. European Film Awards teilnehmen, gehören der palästinensische Regisseur Kamal Aljafari ("WITH HASAN IN GAZA"), die tunesisch-französische Regisseurin Kaouther Ben Hania ("DIE STIMME VON HIND RAJAB"), die deutsche Schauspielerin Leonie Benesch ("HELDIN"), der französische Regisseur und Animator Ugo Bienvenu ("ARCO"), die italienisch-französische Schauspielerin Valeria Bruni Tedeschi ("DUSE"), die französische Schauspielerin Léa Drucker ("DOSSIER 137"), die luxemburgisch-deutsche Schauspielerin Vicky Krieps ("LOVE ME TENDER"), der spanische Regisseur Oliver Laxe ("SIRĀT"), der spanische Schauspieler Sergi López ("SIRĀT"), der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen ("THERAPIE FÜR WIKINGER"), der iranische Regisseur Jafar Panahi ("EIN EINFACHER UNFALL"), die norwegische Schauspielerin Renate Reinsve ("SENTIMENTAL VALUE"), die deutsche Regisseurin Mascha Schilinski ("IN DIE SONNE SCHAUEN"), der italienische Schauspieler Toni Servillo ("LA GRAZIA"), der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård ("SENTIMENTAL VALUE"), der norwegische Regisseur Joachim Trier ("SENTIMENTAL VALUE"), der deutsche Regisseur Andres Veiel ("RIEFENSTAHL"), der norwegische Drehbuchautor Eskil Vogt ("SENTIMENTAL VALUE") und der deutsche Schauspieler Idan Weiss ("FRANZ").

Zu den bereits bekannt gegebenen Preisträgern gehören die deutschen Produzent*innen Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach, die den EURIMAGES INTERNATIONAL CO-PRODUCTION AWARD erhalten, die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher (EUROPEAN ACHIEVEMENT IN WORLD CINEMA) und die norwegische Schauspielerin und Filmemacherin Liv Ullmann (LIFETIME ACHIEVEMENT AWARD).

Hier die Nominierten der beiden Hauptkategorien:

European Film

"Afternoons of Solitude"

"Arco"

"Dog of God"

"Fume O Morte!"

"It was Just an Accident"

"Little Amelie"

"Olivia and the Invisible Earthquake"

"Riefenstahl"

"Sentimental Value" *Winner

"Sirat"

"Songs of Slow Burning Earth"

"Sound of Falling"

"Tales from the Magic Garden"

"The Voice of Hind Rajab"

"With Hasan in Gaza"

++++++++++

European Director

Yorgos Lanthimos ("Bugonia")

Jafar Panahi ("It Was Just an Accident")

Joachim Trier ("Sentimental Value") *Winner

Oliver Laxe ("Sirat")

Mascha Schilinski ("Sound of Falling")

Das Drama "Sentimental Value" hat sechs Europäische Filmpreise gewonnen, da­runter die Auszeichnung für den besten Film. Der Norweger Joachim Trier erzählt von einer komplizierten Vater-Töchter-Beziehung. Die Hauptdarsteller - der Schwede Stellan Skarsgard und die Norwegerin Renate Reinsve - gewannen beide Schauspielpreise. Trier wurde auch für die beste Regie ausgezeichnet.

Fünf Auszeichnungen gingen an das Roadmovie "Sirât" des französischen Regisseurs Oliver Laxe. "Sound of Falling - In die Sonne schauen" von Mascha Schilinski gewann den Preis für das beste Kostümbild.

Link: www.europeanfilmawards.eu