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Musical Verfilmung »CATS« floppt in den USA - unsere Filmkritiken Dezember 2019, Teil 4

Universal will "CATS" mit überarbeiteter Fassung noch versuchen zu retten. Außerdem die berührende Caroline Link Verfilmung: "ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL" sowie der Thriller "7500" und der 3D-Tanzfilm "CUNNINGHAM".



Filmverleiher dürfen in den USA keine Kinos betreiben. Dieses Gesetz besteht seit 71 Jahren. Doch nun steht es auf der Kippe, und die Folgen könnten auch wir hier zu spüren bekommen, schreibt KINO-ZEIT hier.

Im Mai 1948 stimmten die Richter*innen des Supreme Courts der USA mehrheitlich gegen den Betrieb von eigenen Kinos durch die Filmverleiher und läuteten damit quasi das Ende der Goldenen Ära Hollywoods ein.

In diesen Tagen jedoch begann jedoch der Streaming-Anbieter NETFLIX, der ähnlich wie AMAZON Studios auch als Film und Serienproduzent auftritt, sich eigene Kinos einzuverleiben und bespielt darin natürlich nur seine Eigenproduktionen.

Nach dem oben erwähnten Gesetz wäre dies eigentlich verboten, aber die Trump-Regierung lässt wohl die Zügel schleifen und wird aller Voraussicht nach, das Gesetz zu Fall bringen, um nach dem Motto: "America first", den neuen Filmstudios keine Knüppel in den Weg zu werfen, sondern die amerikanische Filmindustrie wieder zu mehr Größe zu verhelfen. Begründet wurde dies mit der sich inzwischen drastisch gewandelten Medienlandschaft.

Leidtragende dürften die kleinen innovativen Independent Filmstudios wie A24, Neon oder IFC werden, die in diesem Falle es schwer haben werden, noch Kinos zu finden, die ihre Filme spielen können. Man kann dann quasi von verstopften Leinwänden sprechen, wenn die großen Anbieter Paramount, Metro-Goldwyn-Mayer, Warner Bros., Fox und Disney oder Sony/Columbia, Universal und United Artists auch noch als Verleiher auftreten und dann nur noch ihre eigen Filme in die Kinos bringen wollen.

Ähnliches kennt man bereits aus Deutschland, wo ein Gesetz dazu verpflichtet, dass von der Filmförderungsanstalt und den Medienanstalten geförderte Filme zuerst im Kino laufen müssen, bevor eine Zweitverwertung auf anderem Wege erfolgt. Verleihförderungen und eine Mindestspieldauer im Kino untermauern diese Praxis auch noch.

Leider weiß man nie recht vorher wie das Endergebnis der geförderten Drehbücher und Produktionen ausfallen wird. Oftmals fragt man sich nicht nur als Filmkritiker, sondern auch als Zuschauer, warum so viele deutsche Filme im internationalen Vergleich nicht mithalten können, manchmal sogar richtig schlampig umgesetzt wurden und deshalb an der Kinokasse floppen. Warum nur wurden solche Filme gefördert?

Dazu schreibt Ellen Wietstock in der aktuellen Ausgabe ihres filmpolitischen Informationsdienstes black-box Nr. 286 vom Dezember 2019, der zahlreichen Verbände dieser Tage als gedruckte Ausgabe zugestellt wurde, dass es einerseits zu viele Filme gibt, andererseits zu wenig relevante Werke auf den Markt kommen. Einige befürworten deshalb im Rahmen der Novellierung des Filmfördergesetzes (FFG) ein radikales Umdenken bei der Vergabe der Fördermittel. Immerhin kamen letztes Jahr 142 deutsche Spielfilme oder Koproduktionen ins Kino, was bei 52 Wochen pro Jahr knapp drei neuen deutschen Filmen pro Woche entspricht, mit steigender Tendenz. Bei einer Mindestlaufzeit von zwei Wochen pro Film belegen somit theoretisch neue deutsche Filme sechs Leinwände pro Woche in jeder größeren deutschen Stadt.

Dennoch müssen per Gesetz die geförderten Filme im Kino gespielt werden, auch wenn sie die Leinwände für andere Filme blockieren, die es mehr verdient hätten.

Sollte in den USA jedoch die Grenzen zwischen Filmverleih und Kinobetrieb (wieder) gänzlich eingerissen werden, könnte dies die ohnehin bedenkliche Entwicklung noch verschlimmern, und sich auch auf unserer Seite des Atlantiks bemerkbar machen. Die Folge wäre für die Arthouse Kinos katastrophal, denn bei den rückgehenden Zuschauerzahlen in den Kinos, dürften die Mainstream-Anbieter mit ihren Blockbuster-Filmen überhand nehmen.

Als nahezu schlimmstes Beispiel steht dafür die am ersten Weihnachtsfeiertag gestartete Neuverfilmung des Musical "CATS" im Verleih von Universal, die mit aller Marktmacht die Kinos füllen soll.

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"CATS" Musical-Drama von Tom Hooper (USA). Mit Francesca Hayward, Jennifer Hudson, Idris Elba, Taylor Swift, Judi Dench u.a. seit 25. Dezember 2019 im Kino. Hier der Trailer:



Das derzeit auch in den deutschen Kinos angelaufene Musical "Cats" war eine teure Investition und hat dennoch an den internationalen Kassen bisher kaum Geld eingespielt.

Das Filmstudio will deshalb eine neue Fassung verteilen - noch während der Film bereits in den USA im Kino läuft. Die Filmtheater sollten die überarbeitete Version ab dem 24. Dezember 2019 als Festplatte zugesendet bekommen, obwohl der Film bereits seit dem 22. Dezember 2019 auf einem Master-Server zum Download zur Verfügung stand und auch schon gezeigt worden war.

Dass ein Film noch während seiner Kinoausspielung ein Update erhält, ist bisher noch nie vorgekommen. Die überhastete, nachträgliche Korrektur ist im Falle von "Cats" allerdings auch verständlich schrieb das IT-Portal Golem hier, denn die 100 Millionen US-Dollar teure Produktion ist bisher ein finanzielles Desaster für das Studio.


Das liegt auch an den vernichtenden Kritiken, die der Film in den USA erhalten hat. Unter anderem werden visuelle Inkonsistenzen der mit CGI bearbeiteten Schauspieler, die flache Handlung und das generelle unwohle Gefühl beim Betrachten der sehr menschlichen, aber ansonsten auch durch technische Fehler in einigen Phasen ziemlich nackt aussehenden, spärlich behaarten Katzen angesprochen.

Während das im Theater als Erfolgsmusical geltende Stück mit üppig kostümierten Darstellern gezeigt wird, die als Verkleidung nur Katzen-Masken tragen, erinnert die Neuverfilmung eher an nackte, behaarte Affen mit Katzenohren.

Ein Grund weshalb wir nach Sichtung des Trailers Abstand vom Besuch der Pressevorstellung genommen haben, auch wenn musikalisch eigentlich gegen die Verfilmung nichts einzuwenden wäre. Aber Kino mit geschlossenen Augen zu genießen ist genauso widersinnig, wie sich zwei Stunden lang beim Betrachten von merkwürdig aussehenden Katzen-Menschen, die zudem noch in einer Art Puppenhaus agieren, zu ärgern.

Quellen: kino-zeit | golem

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"ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL" Berührende Literaturverfilmung von Caroline Link (Deutschland). Mit Riva Krymalowski, Oliver Masucci, Carla Juri u.a. seit 25. Dezember 2019 im Kino. Hier der Trailer:



Ulrikes Filmkritik:

Caroline Links Film "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" basiert auf dem berühmten Roman, erschienen 1971, der Schriftstellerin Judith Kerr, Tochter des angesehenen, jüdischen Theaterkritikers Alfred Kerr, in dem sie die Vertreibung ihrer eigenen Familie erzählt.

Februar 1933. Anna (Riva Krymalowski) aus deren kindlicher Perspektive die Geschichte erzählt wird, lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder Max (Marinus Hohmann), in einer großbürgerlichen Villa in Berlin, umsorgt von einer liebevollen Haushälterin „Hempi“ (Ursula Werner), die sich besonders um die Kinder kümmert. Der Vater (Oliver Masucci) ist Journalist und die Mutter (Carla Juri) Komponistin. Hals über Kopf flieht ihr Vater nach Prag, denn wenn Hitler die Wahl gewinnen sollte, sieht es nicht gut für ihn aus, da er kritische Artikel in der Zeitung veröffentlicht. Außerdem ist die Familie jüdisch.

Die politische Situation spitzt sich zu. Die Familie folgt dem Vater, der inzwischen in die Schweiz geflüchtet ist, da das NS-Regime ihn mit dem Tod bedroht. Viel Gepäck konnten sie nicht mitnehmen. Anna muss ihr geliebtes rosafarbenes Stoffkaninchen zurücklassen. Traurig winkt ihnen winkt ihnen „Hempi“ hinterher.

Für Anna und Max ist die Flucht ins Exil ein großes Abenteuer. Untergekommen sind sie in einem kleinen Bauerndorf inmitten von Wiesen und Seen. Sie müssen sich mit dem lustig klingenden Schwyzerdütsch anfreunden und die dunkelgelockte Anna staunt über die blonden Klassenkameradinnen mit ihren langen Zöpfen. Sie hat auch schon eine Freundin gefunden. Glücklich ist sie auch darüber, dass ihre Eltern jetzt so viel Zeit für sie und Max haben. Überhaupt hat Anna die große Gabe, die neuen Eindrücke positiv zu sehen, unterstützt von den Eltern, die bewusst einen positiven Optimismus ausstrahlen. Für einige Tage kommt ihr Onkel Julius (Justus von Dohnányi) zu Besuch. Er berichtet, dass ihre Wohnung ausgeräumt wurde und der Koffer mit dem rosafarbenen Kaninchen mitgenommen wurde.

Nach einiger Zeit heißt es wieder Abschiednehmen. Ihr nächstes Fluchtziel ist Frankreich. In Paris angekommen, bewohnen sie eine frühere Dienstbotenwohnung. Auch wenn das Essen an manchen Tagen knapp ist und die französische Sprache zu komischen Verwechslungen führt und den Eltern klar ist, dass es kein Zurück gibt, halten sie das „Böse“ von ihren Kindern fern. Und wenn das Heimweh mal durchbricht, tröstet sie der Vater mit dem Satz: „Wenn ihr weiterhin von Deutschland träumt, dann werdet ihr viele schöne Sachen verpassen“.

Da Kultur zu einem Luxusgut geworden ist, kann der Vater wenigstens einmal in der Woche eine Theaterkritik schreiben. Mehr Geld kann die Zeitung „Das Pariser Blatt“ nicht bezahlen. Nur Max darf auf eine Privatschule gehen. Für beide Kinder reicht das Geld nicht. Anna findet Trost in dem sie an ihrer Schule großes Lob erhält, weil sie den besten Aufsatz mit dem Titel „Die Reise“ geschrieben hat. Es ist bitter, als sie erfahren, dass der Onkel von den Nazis in den Tod getrieben wurde.

Caroline Link, die zusammen mit Anna Brüggemann das Drehbuch geschrieben hat, hält sich ganz nah an das Buch und hat den optimistischen Tonfall übernommen und es bewusst vermieden, die Geschichte zu dramatisieren. Es gibt keine Szene in denen die „Braune Brut“ irgendwo auftaucht. Auch das Judenthema lässt sie bewusst aus.

Es gibt nur eine Szene, in der die griesgrämige Concierge, Madame Prune, ihrem Judenhass freien Lauf lässt, was bei den ahnungslosen Kindern, Anna und Max zu Witzeleien über die „Alte“ führt. Auf kindgerechte Weise erzählt der Film die Schrecken der Nazizeit und ist damit ein Film für die ganze Familie. Und nicht nur das, er ist hochaktuell, wenn man an die Millionen von Menschen denkt, die aus üblen Gründen ihr Heimatland verlassen und dazu gezwungen werden, von ihrer vertrauten Heimat in ein fremdes Land zu ziehen.

Ulrike Schirm


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"7500" Entführungsdrama von Patrick Vollrath (Deutschland, Österreich). Mit Joseph Gordon-Levitt, Omid Memar, Aylin Tezel u.a. ab 26. Dezember 2019 im Kino. Hier der Trailer:



Der Code 7500 bedeutet, dass das Flugzeug entführt wurde. Damit ist gemeint, dass jemand oder mehrere Personen mit Gewalt die Kontrolle über das Flugzeug übernommen haben. Damit sind Besatzung und Passagiere gefährdet und befinden sich in Lebensgefahr. Der englische Ausdruck dafür ist „Aircraft hijacking“.

Der Film erhielt vom Deutschen Filmförderfonds eine Projektförderung in Höhe von 681.711,68 Euro. Zudem erhielt er von der Film- und Medienstiftung NRW eine Vorbereitungsförderung in Höhe von 60.000 und eine Produktionsförderung in Höhe von 800.000 Euro und feierte im August beim Internationalen A-Filmfestival von Locarno seine Weltpremiere. Doch weder in der englischen, noch in der deutschen Fassung wirkt der Film überzeugend.

Ulrikes Filmkritik:

7500 lautet der internationale Notfallcode für einen bewaffneten Überfall. Der Thriller beginnt mit Bildern einer Überwachungskamera. Zu sehen sind arabisch aussehende Männer, von denen einer im Duty-free-Shop etwas einkauft. Später treffen sie sich auf der Flughafentoilette. Schnitt.

Alles läuft ganz normal. Die Passagiere checken ein für den Flug von Berlin nach Paris. Die Vorbereitungen für den Start laufen. Die Crew wartet auf die Starterlaubnis. Im Cockpit der A-319 der Pilot Michael Lutzmann (Carlo Kitzlinger) und sein Co-Pilot Tobias Ellis (Joseph Gordon Levitt). Auch Ellis Freundin Gökce (Aylin Tezel), mit der er einen zweijährigen Sohn hat, ist als Stewardess mit an Bord.

Die Maschine startet und dann: „Wir haben einen 7500″. Zwei bewaffnete Männer dringen ins Cockpit ein. Es entsteht ein erbitterter Kampf bei dem der Pilot schwer verletzt wird und bewusstlos in seinem Sessel hängt. Ellis, der eine Verletzung am Arm hat, sieht auf dem Monitor der Überwachungskamera wie weitere Entführer zahlreiche Passgiere und die Kabinencrew bedrohen. Es liegt in seiner Hand mit den Entführern zu verhandeln, um eine Katastrophe zu verhindern.

Der anfänglich durchaus spannende Thriller wird im Laufe der Handlung immer ärgerlicher. Nicht nur, dass er sämtliche Klischees bedient, ist seine Botschaft mehr als fragwürdig. Allein schon deswegen, weil die Entführer natürlich aus dem arabischen Raum stammen, was in unseren politischen Zeiten, wo der Rechtsruck immer stärker wird, Futter für rechte Populisten ist, die sich mal wieder bestätigt fühlen: Alles Böse kommt von denen.

Außerdem gibt es so einige Szenen, die derart unfreiwillig komisch sind, dass man sich trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, das Lachen nicht verbeißen kann. Vielleicht hätte Regisseur Patrick Vollrath, der mit seinem Abschlussfilm „Alles wird gut“ 2016 für einen Oscar in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ nominiert war, das schwache Drehbuch mit den darin enthaltenen Ungereimtheiten, nochmal überarbeiten sollen.

Das einzige was der Film erreicht hat, ist, dass man in Panik verfällt wenn man heutzutage fliegen will und fremd aussehende Leute in der Kabine sieht.

Ulrike Schirm


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"CUNNINGHAM" Tanzdokumentation in 3D von Alla Kovgan (Deutschland, Frankreich). Bereits seit 19. Dezember 2019 im Kino. Hier der Trailer:



Unsere Kurzkritik:

Schon frühzeitig hatte sich der Filmemacher Wim Wenders entschlossen, die damals noch recht jungen 3D-Anwendungen des Animations- und Spielfilmbereichs auch für ein ernsthaft künstlerisches Projekt umzusetzen. Es sollte eine Doku über die Tänzerin Pina Bausch werden, die jedoch noch zu Beginn der Dreharbeiten überraschend im Juni 2009 verstarb.

Doch ganz lies ihn das Projekt nicht los. Er entschloss sich die angefangene 3D-Doku "PINA" mit einer Hommage an Pina Bausch und ihr Wuppertaler Tanztheater zu vervollständigen, die auf der Berlinale 2011 für Begeisterung sorgte.

Auch Alla Kovgans Dokumentarfilm "Cunningham", will die legendären Choreografien von Merce Cunningham - getanzt von den letzten Mitgliedern seiner berühmten Company - noch einmal in 3D zum Leben erwecken. Merce Cunningham wäre in diesem Jahr 100 geworden, er starb vor zehn Jahren, fast zeitgleich mit Pina Bausch.

Die historischen Cunningham Choreografien der 50er- bis 70er-Jahre, zunächst bei Publikum und Kritik umstritten, erleben im Film als Neuinterpretation eine Auferstehung in satten Farben, vergrößerten Sets oder Naturkulissen und in 3D-Technik. Nicht alles ist perfekt gelungen, denn das Minimalistische, das Merce Cunningham seinerzeit anstrebte, stimmt nicht immer überein mit den opulenten Effekten eines 3D-Films.

Ein paar der neuen Szenen lassen aber dennoch durchaus erahnen, welche Kraft schon damals in Cunninghams "Summerspace" Inszenierung von 1958 gesteckt haben muss, wenn getüpfelte Tänzer mit einer ebenso impressionistisch bunt gesprenkelten Kulisse von Robert Rauschenberg verschmelzen.

Darüber hinaus haben uns noch ganz andere Teile aus dem Film begeistert. Vor allem die Idee, historische schwarz-weiß Aufnahmen, die seinerzeit weder in Breitbild noch in 3D gedreht werden konnten, geschickt auf mehrere Leinwände zu projizieren und diese räumlich hintereinander gestaffelt im virtuellen 3D-Raum schweben zu lassen. Der Zuschauer fühlt sich dadurch in eine begehbare Ausstellung mit mehreren Leinwänden versetzt, auf denen verschiedene Zeitabschnitte laufen. In konventioneller 2D Projektion verwäscht dies - wie im Trailer - leider alles zu einem flachen Bild.

Mit Hilfe der räumlich anmutenden Interpretation durch den 3D-Film ist Alla Kovgan eine phantastische Möglichkeit gelungen, die ansonsten schwer realisierbaren Multiscreen-Darstellungen auf herkömmlichen Kino-Leinwänden adäquat zu präsentieren. Bei manchen Tanzszenen versagt allerdings ihre Filmregie. Nämlich bei Naheinstellungen, bei denen man die Tänzer nicht mehr ganzheitlich mit ihren essentiellen Fußbewegungen sehen kann. Ein Manko, das in einem 3D-Film besonders negativ auffällt.

Zuvor hatte die Filmemacherin "Cunningham" als Kunstprojekt auf der Documenta in Kassel präsentiert. Nun der Versuch das Projekt für die große Leinwand in 3D umzusetzen. Anderen Filmemachern sollte dies ein Lehr-Beispiel sein.

W.F.


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