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Überall Kurzfilmtag am kürzesten Tag des Jahres

Insgesamt 276 Veranstaltungen in 132 Orten zwischen Husum und Konstanz.



Beim sechsten bundesweiten Kurzfilmtag am 21. Dezember 2017 ist auch Berlin mit 29 Veranstaltungen dabei. Die Hauptstadt des Films wird allerdings von Dresden mit über 30 Veranstaltungen geschlagen.



Der offizielle Startschuss zum diesjährigen Kurzfilmtag am kürzesten Tag des Jahres erfolgte schon am 18. Dezember 2017 mit einer Auftaktveranstaltung der AG Kurzfilm im Berliner Eiszeit Kino in der Kreuzberger Zeughofstraße 20, bei der auch Schauspielerin und Sängerin Meret Becker persönlich anwesend war und als Botschafterin des Kurzfilms eine Ballade, begleitet mit Gitarre, den anwesenden Gästen und Veranstaltern vorsang.

Daneben waren Jasna Fritzi Bauer, Benno Fürmann, Ole Plogstedt und First Steps Award Winner Louis Hofman mit exklusiven Videobotschaften vertreten, von denen einige unter kurzfilmtag.com abgerufen werden können.

In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto "nebenan", womit der Fokus vieler Veranstaltungen auf Nachbarschaft und zusammenleben liegt. Das Motto widerspiegelt sich in einigen der 22 Filmprogramme die von Kinos und Privatveranstaltern zum Kurzfilmtag-Sonderpreis gebucht werden konnten. Hier der Trailer zum Thema "Strange Neighbourhood":



Einige Veranstalter lassen sich zum Aktionstag etwas ganz Besonderes einfallen und präsentieren zum Beispiel lokale Filmemacher, die ihre neuesten Werke erstmals in der Öffentlichkeit zeigen. Dazu gehört auch das Sputnik-Kino in den Höfen am Südstern, Hasenheide 54 in Berlin Kreuzberg. Die öffentliche Veranstaltung, die "Open Screening" – Offene Kurzfilmnacht im Sputnik Kino heißt, findet allerdings schon heute, den 20. Dezember 2017 von 20:30 - 23:30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.



Beim Open Screening im Sputnik können Filmemacher*innen ohne Anmeldung, ohne Vorauswahl, ohne Jury Kurzfilme (max. 25min), an deren Produktion sie irgendwie beteiligt waren, im Kino präsentieren. Ein kurzes Q&A nach jedem Film ermöglicht es Filmemachern und Pub­likum ins Gespräch zu kommen. Von Drama, Comedy, Musikvideo, Reportage, Doku, Animation bis Experimental u.v.m. ist jedes Genre möglich. Das Open Screening versteht sich als Plattform für Filmemacher*innen und Film­fans – z.B. um Filme zum ersten Mal vor Publikum zu “testen”, um ein Feedback zu erhalten, um Filme überhaupt einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen oder um Kontakte für zukünftige Projekte zu knüpfen. Unerwünschte Inhalte können vom Publikum mit mehrheitlich ge­zeigter roter Karte gestoppt werden.

Filmabgabe ab ca. 19:45h / Submission from 7.45pm
Beginn ab 20:30h / Screening starts 8.30pm
Formate / Formats: Blu-ray, DVD, AVI, MPG2, MOV, MPG4 (sowie alles, was der VLC-Player abspielt )
Moderation: Abbas Saberi

In Erfurt dagegen verlässt man am 21.12.2017 das Kino und begibt sich auf eine nächtliche Waldwanderung. Anstelle eines großen Screens wird unterwegs auf eine kleinere Leinwand projiziert, die eher an ein Bettlaken erinnern dürfte. Dazu gibt es aber wärmenden Glühwein.



Das Lichtblick-Kino in der Kastanienallee 77 in Berlin-Prenzlauer Berg präsentiert dagegen gleich drei Kurzfilmrollen hintereinander bereits ab dem Nachmittag. Da der Fokus auf Nachbarschaft und Zusammenleben liegt, zeigt das Lichtblick als Vorfilm zu jedem Programm einen Film, der in unmittelbarer Nähe des Kinos gedreht wurde. "Lass uns Freunde bleiben" von Andreas Koch deutet bereits im Titel auf den Drehort als Hauptprotagonisten hin: die gleichnamige Bar Choriner- Ecke Zionskirchstraße. Die übrigen Darsteller monologisieren über Themen wie Alter, Bilderflut und Kunst. Wir sehen eine Endlosfahrt durch Räume, Fenster und Spiegel und schweben körperlos durch Kochs animierte Fotocollagen, irgendwo zwischen Edward Hopper, Michelangelo Antonioni und Playstation.



Das Arsenal - Institut für Film und Videokunst in Berlin-Mitte wendet sich dagegen der Filmkunst zu und zeigt ab 19:00 Uhr ein Programm aus Kurz- und Experimentalfilmen, inspiriert von der Magie der Wintersonnenwende. Kuratiert und präsentiert von der Filmemacherin Maike Mia Höhne, die auch jedes Jahr die Kurzfilmsektion der Berlinale verantwortet.



Die monatliche Reihe der shorts attack! von interfilm berlin, die schon seit etlichen Jahren nicht mehr nur in Berlin, sondern auch in vielen anderen Städten gezeigt wird, ist am Kurzfilmtag in 10 Orten mit den "Golden Shorts" vertreten, einem Programm das nominierte Filme des 33. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin präsentiert.



Der Kurzfilmtag findet aber nicht nur an realen Orten statt, sondern auch in der virtuellen Welt. So zeigt der Fernsehsender ARTE am 21.12.2017 ein zweieinhalbstündiges Programm mit elf Filmen, die danach noch eine Woche lang in der Arte-Mediathek zu finden sind.

Weitere Infos unter: kurzfilmtag.com



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