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13. Zurich Film Festival zeigt 12 Weltpremieren

Das Zuricher Film Festival kooperiert zwar mit San Sebastián, zeigt aber dennoch eigenständig zahlreiche Weltpremieren.



Um die kostspieligen Anreise ausländischer Stars zu minimieren hat sich das Zurich Film Festival (ZFF) auch in diesem Jahr wieder mit dem A-Filmfestival in San Sebastián zusammengetan, das sein 65. Jubiläum derzeit feiert und erst am 30. September 2017 zu Ende geht, und zeigt in der Reihe »San Sebastián Window« eine Auswahl von vier energetischen Filmen aus Spanien und Lateinamerika, die am diesjährigen San Sebastián Film Festival vertreten sind.

Dennoch tritt das ZFF auch genügend selbstbewusst auf und präsentiert zu seiner 13. Ausgabe, die vom 28. September - 8. Oktober 2017 im schweizerischen Zürich stattfindet, wieder eigenständig Weltpremieren, die nicht in San Sebastián vorgeführt werden.

12 Weltpremieren am ZFF.

Insgesamt feiern 12 Filme am ZFF ihre Uraufführung. Darunter kommt aus Deutschland als Gala Premiere der Krimi "NUR GOTT KANN MICH RICHTEN" mit Moritz Bleibtreu, Kida Khodr Ramadan, Edin Hasanovic, Birgit Minichmayr. Regisseur Özgür Yildirim gibt in seinem jüngsten Werk einen Einblick in das Gangstermilieu der pulsierenden Metropole Frankfurt.

In der Reihe Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich läuft der deutsche Wettbewerbsfilm "IMPREZA - Das Fest". Filmemacherin Alexandra Wesolowski nimmt ihr eigenes polnisches Familienfest als Anlass, hochinteressante Einsichten der polnischen Gesellschaft, aber auch Einsichten in den europäischen Rechtspopulismus der Gegenwart zu zeichnen. Hier der Trailer:



In den Special Screenings wird "THE ARROW OF TIME" von Leila Conners gezeigt. Die Koproduktion der Schweiz mit den USA gibt einen hochspannenden, beunruhigenden Rückblick auf die komplexe Geschichte des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage: Stehen wir vor einem neuen Kalten Krieg? Hier der Trailer:



Neben zahlreichen weiteren Filmen aus der Schweiz, die vorwiegend in Schweizerdeutsch laufen und deshalb für die Meisten unserer Leser kaum verständlich sein dürften, sticht noch das Portrait "DANIEL HOPE – Der Klang des Lebens" heraus, ein Dokumentarfilm von Nahuel Lopez über einen der bedeutendsten Violinisten der Gegenwart und seine außergewöhnliche Lebensgeschichte, der derzeit mit seiner Familie in Berlin lebt. Hier der Trailer:



Duell zweier Legenden eröffnet das Festival.

Mit dem Duell zweier Legenden dem Tennis-Battle BORG vs MCENROE des Dänen Janus Metz Pedersen startet das ZFF am 28. September 2017 sein Programm. Zu dem auf einer wahren Begebenheiten beruhende Tennis-Thriller in Wimbledon am 5. Juli 1980 kommt auch Hauptdarsteller Sverrir Gudnason, der Björn Borg verkörpert, als Ehrengast nach Zürich. Der Fim wurde auch in San Sebastián in der Reihe »Pearls/Perlen« gezeigt. Hier der Trailer:



Darüber hinaus wird in Zürich als zweite Tennisbegegnung das Tennis-Match "BATTLE of the SEXES" vom Regieduo Jonathan Dayton & Valerie Faris in den Gala Premieren gezeigt. Das Biopic über die Feministin und Profi-Tennisspielerin Billie Jean King gespielt von Emma Stone, die im Jahre 1973 den führenden Tennisspieler Bobby Riggs (Steve Carell) bezwang, ging als Tennismatch der Geschlechter in die Geschichte ein. Hier der Trailer:



14 Filme im Internationalen Spielfilmwettbewerb.

Hochkarätigen Entdeckungen aus aller Welt konkurrieren im Wettbewerb „Internationaler Spielfilm“ um den Hauptpreis des ZFF, das Goldene Auge. Alle teilnehmenden 14 Werke sind erste, zweite oder dritte Regiearbeiten, die wir hier nicht alle mit Trailern vorstellen können, sondern nur auflisten.

• DAPHNE von Peter Mackie Burns (UK)
• DISAPPEARANCE / NAPADID SHODAN von Ali Asgari (Iran, Katar)
• GOOK von Justin Chon (USA)
• JUSQU'À LA GARDE / CUSTODY von Xavier Legrand (Frankreich)
• LA NOVIA DEL DESIERTO / THE DESERT BRIDE von Cecilia Atán, Valeria Pivato (Argentinien, Chile)
• MATAR A JESÚS / KILLING JESUS von Laura Mora (Kolumbien, Argentinien)
• MENASHE von Joshua Z. Weinstein (USA, Israel, Kanada)
• NADIE NOS MIRA / NOBODY'S WATCHING von Julia Solomonoff (Argentinien, Kolumbien, Brasilien, USA)
• POP AYE von Kirsten Tan (Singapur)
• POROROCA von Constantin Popescu (Rumänien, Frankreich)
• SCAFFOLDING / PIGUMIM von Matan Yair (Israel, Polen)
• THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI von Martin McDonagh (UK)
• UNDER THE TREE / UNDIR TRÉNU von Hafsteinn Gunnar Sigurðsson (Polen, Island, Dänemark, Deutschland)
• WEIGHTLESS von Jaron Albertin (USA)

TVision: internationale Serien-Highlights am ZFF.

Kaum noch ein Festival kann sich von dem derzeitigen Hype um TV-Serienfilme freimachen. In der Reihe TVision bringt das ZFF (Mini-)Serien auf die große Leinwand, die in der globalen Fernsehwelt für Aufmerksamkeit sorgen und neue Trends signalisieren. Aus Deutschland kommt "4 BLOCKS" von Marvin Kren über libanesische Banden in Berlin Neukölln. Der Eintritt zu allen Vorstellungen dieser Sektion ist übrigens kostenfrei. Hier der Trailer:



An David Lynch erinnert die Serie "PINEAPPLE" von Arkasha Stevenson aus den USA. Ein Vorfall in einer Mine in einer Kleinstatt im Nirgendwo nimmt der Sheriff zum Anlass die Mine zu schließen, womit er sich die Wut der Bürger aufhalst. Hier der Trailer:



12 Filme im Internationalen Dokumentarfilm-Wettbewerb.

Im Internationalen Dokumentarfilm-Wettbewerb wird ein atemberaubender Film über einen Free-Diver gezeigt. Fünf Jahre lang hat die kroatische Filmemacherin Bojana Burnac den Weltmeister des Luftanhaltens mit der Kamera begleitet. Hier der Trailer:



Insgesamt stehen zwölf augenöffnende Filme um das Goldene Auge des DOK-Films auf dem Programm. Bei allen Filmen handelt es sich um eine erste, zweite oder dritte Regiearbeit.

Neue Welt Sicht: Ungarn – Kino-Renaissance in Budapest.

Ausgerechnet in den letzten vier Jahren, in denen demokratische Institutionen geschlossen und die Pressefreiheit eingeschränkt wurde, verblüffte das ungarische Kino wie selten zuvor. Einer der auffälligsten thematischen Schwerpunkte dieses Kinos sind Außenseiter Figuren, die sich in einer Welt behaupten müssen, in der sie sich allein gelassen fühlen. Sie tun das in völlig unterschiedlichem Kontext, aber immer mit einer großen Prise Humor, der gerne auch ins Absurde oder Schwarze driftet.

In "1945" zeichnet Ferenc Török mit der Rückkehr zweier Überlebende des Holocausts das gesellschaftliche Versagen eines ganzen ungarischen Dorfes. Der Film lief in Berlin bereits im Panorama der Berlinale und wurde nochmals von uns am 1. Juli 2017 anlässlich des 23. Jüdischen Filmfestivals besprochen. Hier nochmals ein Trailer:



Von einen jungen 18-jährigen Rebell, der davon träumt, eines Tages Rennfahrer zu werden, handelt der Dokumentarfilm "DRIFTER" von Gábor Hörcher aus Ungarn. Hier der Trailer mit der schön, absurden Szene von Kids in einem Schrottauto ohne Räder:



14 Filme stehen in dieser Sektion auf dem Programm. Darunter auch die mehrfach preisgekrönte deutsch-schwedisch-ungarische Koproduktion "WHITE GOD / Fehér Isten" von Kornél Mundruczó, die als atemberaubende Parabel auf die Fremdenfeindlichkeit in seinem Heimatland gilt. Hier der Trailer:



Übrigens findet in Berlin vom 12.-23. Oktober 2017 im ungarischen Kulturzentrum Collegium Hungaricum in Berlin-Mitte zum zweite Mal mit HUNIWOOD ein ungarisches Filmfestival statt, bei dem man den einen oder anderen Spiel-, Dokumentar-, Kurz- oder Trickfilm ebenfalls sehen kann. Wir werden darüber rechtzeitig berichten.

Musikalischer Höhepunkt mit großem Filmmusikkonzert.

Im Rahmen des 13. ZFF findet am 5. Oktober 2017 in der neuen urbanen Tonhalle Maag ein großes Filmmusikkonzert zum Thema „James Bond“ statt. Außerdem werden fünf Kompositionen für das Finale des 6. Internationalen Filmmusikwettbewerbs vorgestellt. Unter der Leitung des deutschen Sängers und Schauspielers Herbert Grönemeyer hat eine Jury ihre Wahl getroffen. 189 Komponistinnen und Komponisten aus weltweit 38 Ländern hatten daran teilgenommen. Die Aufgabe bestand darin, den fünfminütigen türkischen Kurzfilm "TAMAH" von Erhan Yürük für Symphonieorchester zu vertonen.

Folgende fünf Finalistinnen und Finalisten sind nominiert:

Joakim Unander (Schweden)
David Arcus (Kanada)
Giuseppe Onofrietti (Italien)
Christoph Johannes Hiller (Deutschland)
Andréane Détienne (Frankreich)

Mehr Infos zu engagiertem Filmschaffen am ZFF sind darüber hinaus z.B. in der Reihe »Border Lines« zu erfahren bei Filmen, die sich mit Grenzsituationen auseinandersetzen und aktuelle Themen des Weltgeschehens zu Menschenrechten und humanitären Projekten aufgreifen oder sich mit territorialen und sozialen Spannungen sowie mit Konflikten zwischen Individuum und Staat befassen. Und in der Reihe »MoneyMoney« sind sieben Filme über schnelles, hart erkämpftes oder nicht vorhandenes Geld zu sehen. Dazu gibt es jeweils weitere Trailer auf der Website des ZFF.

Link: zff.com/de/



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