Skip to content

Berlin Music Week ist Geschichte - etwas Neues folgt!

Berlin Festival und Berlin Music Week gehen getrennte Wege.



Was 2012 nach dem Untergang der PopKomm Music Messe mit der Berlin Music Week wie Phoenix aus der Asche neu entstanden war, ist schon wieder Geschichte. Auch das seinerzeit dazugehörige und hochkarätig besetzte Berlin Festival findet nicht mehr im Herbst statt. Damals strömten noch massenweise Jugendliche zum stillgelegten Flughafen Tempelhof um ihre Stars live zu erleben. Doch das Festival musste schon im letzten Jahr an Lärmschutzauflagen und Sperrstundenvorschriften kapitulieren, so dass es kurzerhand zur Arena in Treptow zog, während sich die Berlin Music Week auf Independent Künstler besann und Straßenmusik vor der East Side Gallery veranstaltete.

In diesem Jahr findet die beiden wichtigsten Musikfestivals nicht einmal mehr zur gleichen Zeit statt. Die Berlin Musik Week wurde in andere Hände gegeben und heißt seit Januar 2015 Pop-Kultur. Ob man mit dem Namen wieder an die PopKomm anschließen will bleibt offen. Dabei war das Triumvirat, das sich aus Berlin Fashion Week, Berlin Art Week und Berlin Music Week zusammensetzte, ein geschickter Marketing Gag, der weltweit für Furore sorgte.

Nun wird die neue Pop-Kultur Ende August (26.-28.08.2015) im legendären Berghain stattfinden und nicht nur Independent Künstler auf die Bühne bringen, sondern u.a. mit Pantha du Prince durchaus bekannte Techno-Künstler präsentieren, die auch außerhalb des Festivals in solchen Clubs auftreten und manchmal sogar als DJ die Platten von anderen auflegen. Damit tritt die Veranstaltung zwar nicht in Konkurrenz zu den IFA-Open-Air-Konzerten im Sommergarten am Funkturm (04.-09.09.2015), rückt aber in deren zeitliche Nähe. Für beide Veranstaltungen sind Tickets jetzt schon an allen VVK-Stellen erhältlich und einen außergewöhnlichen Trailer gibt es auch noch.



Berlin Festival präsentiert Techno-Musik und erlesene Filme.

Das Berlin Festival findet dagegen jetzt erstmalig im Frühjahr statt und hat sich nicht nur ein neues Logo verschrieben, sondern einen komplett neuen Auftritt, der nicht nur Musik, sondern diesmal auch Filme mit einschließt. Darüber hinaus treten bekannte Größen der Techno-Szene auf, wie Fritz Kalkbrenner, Richie Hawtin oder Underworld, um nur einige zu nennen.

Vom 29.-31. Mai 2015 findet das Berlin Festival wieder im Arena Park und in der Arena Treptow statt. Diesmal wird das ganze Arena-Veranstaltungsgelände mit einbezogen und auch Filme verschiedener Couleur präsentiert.

Schon am frühen Freitag Abend, den 29.05.2015, bevor »Die Macht der Nacht« mit Terranova, Hardy Hard und Westbam den Hallenboden zum Beben bringen, wird ab 20:30 Uhr Westbam aus seinem gleichnamigen Buch lesen. Anschließend wird um 21:30 Uhr der auf der Berlinale im Panorama so begeistert aufgenommene Film "B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin", D 2015, 92 min, Regie: Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange, gezeigt.

Der Film läuft zwar bereits seit 21. Mai 2015 in Berliner Kinos, aber nur für kurze Zeit im International, Delphi, Filmrauschpalast und ab 28. Mai 2015 zusätzlich für wenige Tage auch im Sputnik und Xenon sowie im Lichtblick am 30. Mai 2015. Die Termine in anderen Städten finden sie unter: www.b-movie-der-film.de. Hier der Trailer:

B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin (1979-1989) - Official Trailer from scenes from on Vimeo.


Zeitreise im Bus zu den Film-Locations.
Um richtig auf den Film und die lange DJ-Nacht in der Arena eingestimmt werden zu können, bieten darüber hinaus die Berlin Musictours ebenfalls am Freitag um 18:00 Uhr eine Bustour zu den im Film genannten Locations an. Die 2,5 Stunden lange Zeitreise im Tourbus startet vor dem Wintergarten Varieté, Postdamer Straße 96 und führt für einen Unkostenbeitrag von 29,- Euro zu den Originalschauplätzen an denen David Bowie & Iggy Pop, Joy Division, Westbam, Blixa Bargeld & Einstürzende Neubauten, Nick Cave, Die Ärzte, Die Toten Hosen, Gudrun Gut, Malaria!, Die Tödliche Doris, Ideal, Nena, der "wahre" Heino, Tangerine Dream und Film-Protagonist Mark Reeder Berliner Musikgeschichte geschrieben haben.

Auch das Berlin Festival öffnet alle drei Tage seine Tore bereits ab 18:00 Uhr um in der untergehenden Sonne in der Strandbar an der Spree chillen zu können. Das ganze Festival ist ein Dancefloor bei dem Club-Institutionen auf Gegenkulturen treffen, Urban Lifestyle meets Art Village, HipHop-Performances begegnen Varieté-Shows und Techno-Fans können auch mal Folk- und Indie-Nerds lauschen. Kurz: der Zeitgeist der Metropole auf einem Nenner, im Herzen der Stadt.

Die Location wird zum Kino.
Das Interessanteste für uns vom Film ist aber, dass beim Berlin Festival dieses Jahr nicht nur musikalisch sondern auch cineastisch was geboten wird. Der Arena Club wird zum Kino und zur Film-Lounge. Die Tanzfläche des Clubs wird zum Kinosaal, zur Liegewiese, zum Chillout-Room für Cineasten. Im Rest des verwinkelten Clubs entstehen kleine Separées, von wo man aus den Flair der Filmwelt genießen kann.

Wer also eine kleine Pause vom Musikprogramm nehmen möchte und vorübergehend zur Ruhe kommen will, kann sich im Arena Club zurückziehen und wird mit unterschiedlichen Kurzfilmprogrammen unterhalten. Jeweils zwei Berliner Kurzfilmfestivals werden pro Tag ein »Best of«-Programm ihres diesjährigen Filmfestivals präsentieren und in Gesprächen nach den Vorführungen ihr Festival vorstellen. Am Samstag, 30.05.15 ist z.B. Wieland Speck, Festivalleiter des Berlinale Panoramas, zu Gast und präsentiert um 19:30 Uhr die Teddy-Shorts des diesjährigen Teddy Queer Awards. Jeden Tag wird außerdem ein Langfilm gezeigt. Samstag und Sonntag bereits jeweils um 15:00 Uhr im Programm Berlin ‘A’ Screen.

Gezeigt wird am Samstag: "Sumé – The Sound of a Revolution", Grönland, Dänemark, Norwegen 2014, 73 min, Regie: Inuk Silis Høegh. Hier der Trailer:



Am Sonntag folgt: "DYKE HARD", eine von John Waters inspirierte schräge Queer-Music-Comedy, die auf dem Stockholm International Film Festival lief. (Schweden 2014, 94 min), Gäste: Bitte Anderson (Regie), Alexi Carpentieri. Hier der Trailer:



Nach der letzten Vorführung wandelt sich der Kinosaal wieder in einen Dancefloor und unterschiedliche DJs heizen der tanzwütigen Masse ein. Hier der Trailer:



Link: www.berlinfestival.de

Anzeige