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Die Preise des 25. filmkunstfests M-V sind vergeben

Das breite Spektrum an Preisträgern wurde erst vorgestern online gestellt.



Eigentlich wollten wir die Preise des 25. Filmkunstfests in Schwerin bereits am Sonntag, den 10.05.2015, dem Abschlusstag des Festivals, zusammen mit den Ergebnissen aus Oberhausen, Stuttgart und Wiesbaden auch bei uns online stellen. Doch in Mecklenburg-Vorpommern lies man sich mit der Aktualisierung der Website etwas mehr Zeit, sodass wir die Gewinner erst heute bekanntgeben können.

Die beiden Hauptpreise des Spielfilmwettbewerbs gingen in die Schweiz und der Darstellerpreis nach Österreich. Der Förderpreis der DEFA-Stiftung, also der Nachwuchspreis, ging aber nach Berlin, was uns besonders freut und weshalb wir weiter unten darüber ausführlicher berichten, denn unser zentrales Anliegen sind die Film-News aus der Hauptstadt.

Glänzender Schlusspunkt des Festivals war die Preisverleihung mit Filmkonzert im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Mit rund 18.000 Besuchern, darunter ca. 1.500 Kinder und Jugendliche, verzeichnete das 25. filmkunstfest zum Jubiläum einen großen Publikumserfolg und hat unter seinem neuen künstlerischen Leiter Volker Kufahl zu alter Stärke zurückgefunden und rund 3.000 Besucher zurück- und neu gewonnen.

Der »Fliegende Ochse«, gestiftet vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dotiert mit 10.000 Euro, ging an den Spielfilm "DER GOALIE BIN IG" der Schweizer Regisseurin Sabine Boss. Es geht um einen Ex-Knacki, den die Vergangenheit einholt. Hier der Trailer:



Der NDR-Regiepreis, dotiert mit 5.000 Euro, erhielt Karim Patwa für die Regie des schweizerischen Wettbewerbsbeitrags "DRIFTEN". Es geht um jugendliches Imponiergehabe, Auge um Auge, Zahn um Zahn und den sinnlosen Tod eines Kindes. Hier der Trailer, der fast alles sagt:



Den Preis für die beste darstellerische Leistung, dotiert mit 3.500 Euro, erhielt Alice Dwyer für ihre Rolle in dem österreichischen Spielfilm "MA FOLIE" von Andrina Mračnikar. Eine großartig gespielte Gefühlsreise von Liebe, Glück und Hoffnung zu Verlust, Enttäuschung, Verwirrung, Paranoia und Angst. Hier der Trailer:



Den Förderpreis der DEFA-Stiftung, dotiert mit 4.000 Euro, erhielt Andreas Pieper, Berliner Regisseur und Autor des Films "NACHSPIELZEIT", dessen Film im Januar auf dem Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken seine Weltpremiere hatte und im April beim achtung berlin - new berlin film award nicht nur seine Berlin Premiere erlebte, sondern auch in der Kategorie »Beste Produktion« ausgezeichnet wurde.


Nachspielzeit | Clip 1 von achtung-berlin

Begründung der Spielfilmjury:
Der Film wendet sich engagiert sozialen Problemen in Berlin-Neukölln zu. Er vermeidet gängige Vereinfachungen und macht deutlich, dass das Konfliktfeld sich nicht in erster Linie aufbaut zwischen Deutschen und Menschen mit ausländischen Wurzeln, sondern begründet liegt in den Besitzverhältnissen. Da sind diejenigen, welche Geld und Einfluss haben und im Hintergrund bleiben und jene, welche von der Gesellschaft an den Rand gedrängt werden. Das kann Deutsche ebenso treffen, wie jeden anderen bei uns lebenden Mitbürger.

Der Preis für die beste Musik- und Tongestaltung ging an "SCHMITKE" von Štepán Altrichter. Die Jury lobte den atmosphärischen Sound und die besondere Musikgestaltung mit der sich Protagonist Schmitke zunehmend konfrontiert sieht und den Zuschauer von der ersten Sekunde an, in eine geheimnisvolle Parallelwelt zieht. Der Film erhielt auch den unabhängigen und somit undotierten Preis der deutschsprachigen Filmkritik FIPRESCI.

Den Nachwuchsdarstellerpreis, dotiert mit 2.500 Euro, erhielt die erst 16-jährige Jana McKinnon für ihre Rolle in der Romanadaption des deutschen Wettbewerbsbeitrags "BEAUTIFUL GIRL" unter der Regie von Dominik Hartl.

Der LEO-Kinder und Jugendpreis, dotiert mit 7500 Euro, gestiftet vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erhielt der Wettbewerbsbeitrag "ABOUT A GIRL" von Mark Monheim mit Jasna Fritzi Bauer in der Hauptrolle.

Den Publikumspreis, dotiert mit 2.500 Euro, erhielt der deutsche Wettbewerbsbeitrag "TAXI" von Kerstin Ahlrichs mit knappen Vorsprung vor "NACHSPIELZEIT" und "MA FOLIE".

Den Preis für den Besten Dokumentarfilm, dotiert mit 5.000 Euro, erhielt der deutsche Beitrag "CINEMA: A PUBLIC AFFAIR" von Tatiana Brandrup. Die filmische Reise führt in die visuelle Welt von Naum Kleiman, dem ehemaligen Direktor des Moskauer Filmmuseums und seinen Mitarbeitern. Das Kino als Forum des freien Gedankenaustauschs – eine brisante Vision angesichts der aktuellen politischen Situation Russlands. Ein Beitrag über das inzwischen unter Putin geschlossene Filmmuseum, der auch auf dem Forum der Berlinale im Februar für Aufsehen sorgte. Hier der Trailer:



Der Preis für den Besten Kurzfilm, dotiert mit 4.000 Euro, ging „ex aequo“ (à 2.000 Euro) an "HOCHBRÜCKE BRUNSBÜTTEL" (Deutschland, Regie: Karsten Wiesel) und "DISCIPLINE" (Schweiz, Regie: Christophe Saber).

Link: www.filmland-mv.de

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