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Preise 2015 in Oberhausen, Stuttgart und Wiesbaden

Großer Preis der 61. Kurzfilmtage Oberhausen ging nach Polen.



Die Jurys der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen haben am 5. Mai 2015 ihre Gewinner aus fünf Wettbewerben gekürt. Den mit 8.000 Euro dotierten Großen Preis der Stadt Oberhausen erhielt der polnische Filmemacher Wojciech Bąkowski. Sein 13 Minuten langes Experimentalwerk "GŁOS MOJEJ DUSZY" ("Klang meiner Seele") zeige eine große Bandbreite an Bildern, Motiven, Texten und Musik, so die Begründung zum Abschluss. Der Film lief auch beim IFFR in Rotterdam.

"Sound of my Soul" by Wojciech Bąkowski


Mit knapp 18.000 Besuchern verzeichnete die Veranstaltung nach dem Jubiläumsjahr 2014 so viele Besucher wie 2013. Von den insgesamt 76 Vorstellungen waren fast die Hälfte ausverkauft gewesen. Insgesamt zeigten die Kurzfilmtage 504 Filme aus 55 Ländern. Bei der Preisverleihung wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 41.250 Euro vergeben.

Den Deutschen Wettbewerb gewann der Beitrag "Schicht" der in Berlin lebenden Filmemacherin Alex Gerbaulet. Sie drehte 28 Minuten lang Szenen aus dem persönlichen Umfeld von Mitmenschen in ihrer Heimatstadt Salzgitter. Diese Auszeichnung war mit 5.000 Euro honoriert.

Der Beitrag "32 + 4" von Chan Hau Chun aus China wurde mit dem Hauptpreis und 4.000 Euro geehrt. Der mexikanische Film "Tiempo Aire" von Bruno Varela machte beim e-flux-Preis das Rennen, mit dem eine herausragende Film- oder Videoarbeit geehrt wird, die eine neue Form für das poetische und elektrische Potenzial des bewegten Bildes im Zeitalter globaler Informationsflüsse findet. Als sogenanntes A-Festival versucht Oberhausen immer besondere Werke vorzustellen, die in ihrer Form einzigartig sind.

Die Jury des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW vergab ihren ersten Preis sowie 5.000 Euro Preisgeld an "Blue and Red" von Zhou Tao. Platz zwei, der mit 3.000 Euro ausgestattet war, belegte hier "Saigon o Tenshi" von Ito Takashi.

Alle Preisträger unter www.kurzfilmtage.de

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Ehrentrickstar für Thomas Haegele.
Das 22. Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart, das vom 5.-10 Mai 2015 stattfand, ehrte gleich zu Anfang den langjährigen Leiter des Instituts für Animation, Visual Effects und digitale Postproduktion an der Filmakademie Baden-Württemberg, Thomas Haegele, mit dem Ehrentrickstar für seine besonderen Verdienste im Bereich Animation und visuelle Effekte. Haegele war Gründungsmitglied der Filmakademie Baden-Württemberg und baute dort im Jahr 2002 das Animationsinstitut auf, das heute in diesem Bereich zu den weltweit führenden Ausbildungseinrichtungen zählt. Zum Jahreswechsel hatte er sich in den Ruhestand verabschiedet.

Der Ehrentrickstar wurde bisher erst zwei Mal vergeben: an den Mitbegründer der Filmakademie Baden-Württemberg, Albrecht Ade, und die ehemalige MFG- und Trickfilm-Festival-Geschäftsführerin Gabriele Röthemeyer.

Der Deutsche Animationsdrehbuchpreis – dotiert mit 2.500 Euro – ging am 6. Mai 2015 an „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ von Jan Berger. Der Preis für die beste Animationsserie für Kinder ging an die spanische Serie „Cleo“ von Ana Sánchez-Gijón.

Der deutschen Animationssprecherpreis wurde am 7. Mai 2015 im Stuttgarter Renitenztheater an den Comedian Ralf Schmitz für seine Rolle als Zwerg Sunny im Universal Animationslangfilm „Der 7bte Zwerg“ vergeben. Hier der Trailer:



Unter dem Motto Animated Com Award – Gala der Werbetrickfilme im Mercedes-Benz Museum wurden einen Tag später Preise für animierte Beiträge namhafter Werbeagenturen und Animationsstudios in den Bereichen Werbung, Technologie und Kommunikation im Raum vergeben. Den Hauptpreis sicherten sich Arnaud & Jérôme aus Frankreich für „League of Legends: Warriors“. Hier ein Clip:



Der Trailer zum World Championship des Free2Play Games ist purer Weltenbau! Drei Minuten absolute Sogwirkung aus perfekten Bildern, Bewegungen und Musik transportieren die Faszination und den Mythos des Spiels und der Community“, so die Begründung der Jury.

Herzstück des Festivals ist der Internationale Wettbewerb mit künstlerisch hochwertige Animationskurzfilme der letzten zwölf Monate, dessen Preise erst zum Schluss am gestrigen Abend vergeben wurden. Der »Grand Prix«, großer Animationsfilmpreis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart ist mit 15.000 Euro dotiert und ging an den französischen Film „Le sens du toucher“ (The Sense of Touch) von Jean-Charles Mbotti Malolo. Hier der Trailer:



Der Lotte Reiniger Förderpreis für Animationsfilm war mit 10.000 Euro dotiert und ging an den BAFTA Winner und Oscar nominierten Film “The Bigger Picture” von Daisy Jacobs aus Großbritannien. Hier der Trailer:

The Bigger Picture Trailer from daisy jacobs on Vimeo.

Auch der SWR-Publikumspreis ging nach England. Rok Predin konnte sich über 6.000 Euro für seinen Film “One of a Kind” freuen. Special Mentions erhielten Frédéric Bonpapa aus Frankreich für „Light Motif” und Paul Muresan aus Rumänien für “Pul de Somn” (Babynap). Den »Young Animation – Preis« für den besten Studentenfilm erhielt der in Japan lebende und an der Tokyo University of the Arts studierende chinesische Filmemacher Yantong Zhu für “Cup no naka no koushi” (My Milk Cup Cow). Hier der Trailer:

My Milk Cup Cow_Trailer from ZHU Yantong on Vimeo.

Bester Animations-Langfilm wurde die schwedisch-dänische Koproduktion “Resan till Fjäderkungens Rike” (Beyond Beyond) von Esben Toft Jacobsen. Hier der Trailer:



Der Preis für den besten Kurzfilm für Kinder erhielten Antoine Lanciaux & Sophie Roze für den französischen Animationsfilm “Neige” (Snow). Der Preis für die beste Animationsserie für Kinder ging an “Cleo“ von Ana Sánchez-Gijón aus Spanien.

Link: www.itfs.de

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Bereits am 28. April 2015 wurden beim 15. goEast Festival Hauptpreise im Gesamtwert von 21.500 Euro in Wiesbaden an Werke des mittel- und osteuropäischen Films vergeben. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für den Besten Film ging an "NIČIJE DETE" (No One's Child) des Serben Vuk Rsumovic. Hier der Trailer:



In der Begründung der Jury heißt es: “Der Film überzeugt sein Publikum durch eine starke Geschichte über einen Jungen, der vom Tier zum Menschen zivilisiert wird, während die Welt um ihn herum sich in die Gegenrichtung entwickelt.”

Den Preis für die Beste Regie der Landeshauptstadt Wiesbaden (7.500 Euro) gewann Ivan Ostrochovský mit seinem Boxer-Drama "KOZA". Auch die FIPRESCI-Jury der Internationalen Filmkritik würdigte dieses Werk. Der Preis des Auswärtigen Amts für kulturelle Vielfalt (4.000 Euro) ging an den Film "DESTINACIJA_SERBISTAN" von Zelimir Zilnik.

Die Jury begründet die Vergabe des Preises folgendermaßen: “Der Film beleuchtet die gegenwärtigen europäischen Schlüsselthemen auf vielschichtige Art und Weise und diskutiert die Ost-West- und Nord-Süd-Beziehungen aus einer ungewöhnlichen Perspektive.”

Link: www.filmfestival-goeast.de
Quellen: 3sat | Blickpunkt:Film | Regie.de | ITFS | goEast | Kurzfilmtage

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