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Lola-Nominierungen des Deutschen Filmpreises 2015

"Victoria" und "Elser" gleichauf bei den Nominierungen.



Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat vorgestern, den 7. Mai 2015 gemeinsam mit der Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben und Vorstandsmitglied Christiane Paul die Nominierungen zum 65. Deutschen Filmpreis 2015 in 16 Preiskategorien bekannt gegeben.

Teilnahmeberechtigt sind deutsche Spiel- und Kinderfilme, die mit mindestens fünf Kopien zwischen dem 1. Dezember 2013 und dem 11. Juni 2015 in den deutschen Kinos gestartet sind oder starten werden, womit die bisherige Praxis, eine Ballung der Starttermine für deutsche Filme in den ersten drei Monaten des Jahres vorzuschreiben, deutlich entzerrt wurde. Bei Dokumentarfilmen gilt für den gleichen Zeitraum die Voraussetzung, dass sie mindestens 35 Tageseinsätze im regulären Kinoprogramm vorweisen können. Die Verleihung der »LOLAs« findet am 19. Juni 2015 auf einer festlichen Gala im Palais am Funkturm in Berlin statt.

Mit je sieben Nominierungen führen "Victoria" von Sebastian Schipper (u. a. für den besten Film und die beste Regie) sowie "Elser – Er hätte die Welt verändert" von Oliver Hirschbiegel im Rennen um die Lolas. Beide Filme liefen auch auf der 65. Berlinale 2015 im Wettbewerb. Hier der Trailer des Dramas "Victoria", das sich einen »Silbernen Bären« für herausragende künstlerische Kameraarbeit mit der russisch-ukrainisch-polnischen Koproduktion "Under Electric Clouds" ex aequo teilen musste:



Konkurrenten sind Giulio Ricciarellis "Im Labyrinth des Schweigens", Burhan Qurbanis "Wir sind jung. Wir sind stark", Baran bo Odars "Who Am I - Kein System ist sicher", Johannes Nabers "Zeit der Kannibalen" und Edward Bergers "Jack", der mehr als ein Jahr zuvor im Wettbewerb der 64. Berlinale 2014 lief und dort keinen Preis gewann.

Kulturstaatsministerin Grütters betonte: „Das vergangene Kinojahr hat uns wieder einmal große Leinwandmomente geschenkt - mit Filmen, die berührten, die erfreuten oder die nachdenklich stimmten. Von Filmen mit heiterem Unterhaltungscharakter bis zu dokumentarisch-historischen Aufklärungs-Dramen ist auch in diesem Jahr das ganze große Spektrum filmischen Schaffens vertreten. Die Besten von ihnen wollen wir am 19. Juni mit dem höchstdotiertesten Kulturpreis unseres Landes auszeichnen und so das Kulturgut Film feiern. Die Würdigung herausragender Filme und Einzelleistungen mit der goldenen Lola ist immer verbunden mit einer Investition in zukünftige Filmprojekte. Schon eine Nominierung zum Filmpreis ist deshalb eine große Anerkennung und ein entscheidender Schritt zur Auszeichnung mit dem renommierten Preis.“


Die Nominierungen im einzelnen:

• Programmfüllende Spielfilme:

IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS
Uli Putz, Sabine Lamby, Jakob Claussen / Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion
Regie: Giulio Ricciarelli

JACK
Jan Krüger, Rene Römert / Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH
Regie: Edward Berger

VICTORIA
Sebastian Schipper, Jan Dressler / MonkeyBoy GmbH
Regie: Sebastian Schipper

WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Max Wiedemann, Quirin Berg / Wiedemann & Berg Film GmbH & Co. KG
Regie: Baran bo Odar

WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.
Jochen Laube, Leif Alexis / UFA Fiction GmbH
Regie: Burhan Qurbani

ZEIT DER KANNIBALEN
Milena Maitz / Studio.TV.Film GmbH
Regie: Johannes Naber

• Programmfüllende Dokumentarfilme:

BEYOND PUNISHMENT
Hubertus Siegert / S.U.M.O. Film
Regie: Hubertus Siegert

CITIZENFOUR
Dirk Wilutzky, Laura Poitras, Mathilde Bonnefoy / Praxis Films
Regie: Laura Poitras

NOWITZKI. DER PERFEKTE WURF
Leopold Hoesch / Broadview Pictures
Regie: Sebastian Dehnhardt

• Programmfüllende Kinderfilme:

QUATSCH
Veit Helmer / Veit Helmer-Filmproduktion
Regie: Veit Helmer

RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN
Philipp Budweg, Robert Marciniak / Lieblingsfilm GmbH & Fox International Productions (Germany) GmbH
Regie: Neele Leana Vollmar

• Beste weibliche Hauptrolle:

Laia Costa in VICTORIA
Nina Hoss in PHOENIX
Katharina Marie Schubert in EIN GESCHENK DER GÖTTER

• Beste männliche Hauptrolle:

Christian Friedel in ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT
Hanno Koffler in HÄRTE
Frederick Lau in VICTORIA

• Beste weibliche Nebenrolle:

Meret Becker in LÜGEN UND ANDERE WAHRHEITEN
Nina Kunzendorf in PHOENIX
Claudia Messner in DIE GELIEBTEN SCHWESTERN

• Beste männliche Nebenrolle:

Joel Basmann in WIR SIND JUNG, WIR SIND STARK
Burghart Klaußner in ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT
Gert Voss in IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS

• Beste Regie:

Edward Berger / JACK
Dominik Graf / DIE GELIEBTEN SCHWESTERN
Johannes Naber / ZEIT DER KANNIBALEN
Sebastian Schipper / VICTORIA

• Beste Kamera / Bildgestaltung:

Sturla Brandth Grøvlen / VICTORIA
Yoshi Heimrath / WIR SIND JUNG, WIR SIND STARK
Judith Kaufmann / ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT
Nikolaus Summerer / WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER

• Bester Schnitt:

Mathilde Bonnefoy / CITIZENFOUR
Sven Budelmann / STEREO
Alexander Dittner / ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT
Jörg Hauschild / ALS WIR TRÄUMTEN
Robert Rzesacz / WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER

• Bestes Szenenbild:

Silke Buhr / WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Benedikt Herforth, Thomas Stammer / ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT
Claus Jürgen Pfeiffer / DIE GELIEBTEN SCHWESTERN

• Bestes Kostümbild:

Katrin Aschendorf / THE CUT
Barbara Grupp / DIE GELIEBTEN SCHWESTERN
Bettina Marx / ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT

• Beste Filmmusik:

Nils Frahm / VICTORIA
Alexander Hacke / THE CUT
Niki Reiser, Sebastian Pille / IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS

• Beste Tongestaltung:

Bernhard Joest-Däberitz, Florian Beck, Ansgar Frerich, Daniel Weis / WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Frank Kruse, Matthias Lempert, Alexander Buck / CITIZENFOUR
Magnus Pflüger, Fabian Schmidt, Matthias Lempert / VICTORIA

• Bestes Drehbuch:

Elisabeth Bartel, Giulio Ricciarelli / IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS
Edward Berger, Nele Mueller-Stöfen / JACK
Baran bo Odar, Jantje Friese / WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Stefan Weigl / ZEIT DER KANNIBALEN
Ralf Westhoff / WIR SIND DIE NEUEN

• Bestes Maskenbild:

Nannie Gebhardt-Seele, Tatjana Krauskopf / DIE GELIEBTEN SCHWESTERN
Tatjana Krauskopf, Isabelle Neu / ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT
Waldemar Pokromski, Sabine Schumann / THE CUT

Bei den Nominierungen zum Deutschen Filmpreis haben die Mitglieder der Filmakademie in ihrer jeweiligen Sektion über die zu nominierenden Filme und Einzelleistungen abgestimmt. Der Deutsche Filmpreis, die Lola, ist die renommierteste und höchstdotierte Auszeichnung für den deutschen Film. Die Gala am 19. Juni 2015 wird von Jan Josef Liefers moderiert und am selben Abend um 22.45 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Der Deutsche Filmpreis 2015 ist mit Preisgeldern der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in einer Gesamthöhe von knapp 3 Millionen Euro dotiert und wird nach Wahl durch die Mitglieder der Deutschen Filmakademie von Kulturstaatsministerin Monika Grütters verliehen. Die heutigen Nominierungen sind bei den Filmen mit folgenden Preisgeldern verbunden: Sechs Spielfilme je 250.000 Euro Zwei Kinderfilme je 125.000 Euro Drei Dokumentarfilme je 100.000 Euro

Quellen: Deutsche Filmakademie | Blickpunkt:Film | filmecho

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