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Schweizer Erstlingswerk gewinnt in Saarbrücken

Max-Ophüls-Preis ging an "Chrieg" von Simon Jaquemet.



Der Schweizer Regisseur Simon Jaquemet hat den Max-Ophüls-Preis (19.-25.01.2015) für sein Erstlingswerk "Chrieg" gewonnen. Der Film heimste auch die Auszeichnung in der Kategorie »Bester Nachwuchsdarsteller« ein.

Das kraftvolle und packende Erstlingswerk überzeuge auf Anhieb mit seiner "Wucht, Klarheit und Authentizität", urteilte die Jury über den Film "Chrieg" des Schweizer Regisseurs Simon Jaquemet bei der Preisvergabe in Saarbrücken.

Der Max-Ophüls-Preis für den besten deutschsprachigen Film ist mit 36.000 Euro dotiert. Hier der Teaser auf Facebook:



Auf dem Drahtseil des Lebens.
Nachwuchsregisseur Jaquemet zeigt in seinem Debüt die Erlebnisse von vier rebellischen und gewalttätigen Jugendlichen, die es in eine Berghütte verschlagen hat. Die Schauspieler sind überwiegend Laiendarsteller. Der Film stellt die Frage: Was machen Staat und Kirche mit jungen Menschen, die sich nicht stromlinienförmig anpassen und unterordnen wollen? Ein aufwühlender, wütender Film eines jungen Regisseurs. Nächste Screenings finden in der Schweiz auf den renommierten Solothurner Filmtagen (22.01.-29.01.2015) statt.

Benjamin Lutzke bekam den Preis als »Bester Nachwuchsdarsteller« für seine Darstellung des 15-jährigen Matteo in "Chrieg". Als »Beste Nachwuchsdarstellerin« wurde Lore Richter für ihre Rolle als Li Holländer in dem deutschen Film "In uns das Universum" geehrt. Diese beiden Preise sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert.

Der Preis für einen »gesellschaftlich relevanten Film« ging an die ZDF-Koproduktion "Cure - Das Leben einer Anderen" von Andrea Staka. Der Film erzählt auf der Grundlage einer wahren Begebenheit von den Folgen des Balkan-Krieges und von der Gewalt des Exils. Den Publikumspreis für Mittellange Filme erhielt "Fremdkörper" unter der Regie von Christian Werner. Der Förderpreis der DEFA-Stiftung ging an "Mülheim-Texas. Helge Schneider hier und dort" von Andrea Roggon.

Der Preis der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Höhe von 5.500 Euro ging an Karim Patwa für den Film "Driften", ebenfalls eine Schweizer Produktion. Insgesamt wurden bei der Preisverleihung 15 Auszeichnungen mit einem Gesamtwert von 110.000 Euro vergeben. Unter anderem ging der mit 5.000 Euro dotierte Dokumentarfilmpreis an "Beyond Punishment". Darin untersucht der deutsche Filmemacher Hubertus Siegert wie Täter und Opfer von Gewaltverbrechen in den USA, Norwegen und Deutschland, versuchen miteinander in Kontakt zu treten.

Das Festival gilt als eines der wichtigsten Foren für Nachwuchsregisseure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund 90 Prozent der 65 Wettbewerbsfilme waren Erstaufführungen. In diesem Jahr waren insgesamt 158 Filme in den Saarbrücker Kinos zu sehen. Weiteres zu den Filmen in Saarbrücken auch in unserem Vorbericht vom 17.01.2015.

Link: www.max-ophuels-preis.de
Quellen: Deutsche Welle | ots - News aktuell

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