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"Boyhood" auf der Zielgraden zu den Oscars (UPDATE)

Richard Linklaters "Boyhood" auch für PGA-Preis nominiert.



Mit sieben Nominierungen war die schräge Komödie "Birdman" ins Rennen um die »Golden Globes« gegangen. Mit nur zwei Preisen lag sie am Sonntag, den 11. Januar 2015 noch hinter Richard Linklaters "Boyhood", der als »Bestes Ensemble-Drama« und außerdem im Bereich »Beste Regie« ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus wurde "Boyhood" ein drittes Mal für die »Beste Nebendarstellerin« prämiert. Der Preis ging an Patricia Arquette. Mit insgesamt drei Auszeichnungen bei den "Golden Globes" hat "Boyhood" damit seine Favoritenrollen auf die Oscars ausgebaut, die zum 87. Mal am 22. Februar 2015 im Dolby Theatre im Hollywood vergeben werden. Hier nochmals der Trailer:



Wir haben alle Preise der »Golden Globes« in unserem Beitrag vom 10.01.2015 als UPDATE nachgetragen.

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Als weiteres wichtiges Barometer für die Oscars gilt die Preisverleihung der Producers Guild of America (PGA). Der US-Produzentenverband nominierte ebenfalls die beiden Filme "Boyhood" und Alejandro González Iñárritus "Birdman" für seine Preisverleihung am 24. Januar 2015.

Acht weitere Filme sind im Rennen: "Der Scharfschütze", "Foxcatcher", "Gone Girl", "Grand Budapest Hotel", "The Imitation Game", "Nightcrawler", "Die Entdeckung der Unendlichkeit" und "Whiplash", ein Musikfilm-Drama, dessen Trailer wir hiermit zum ersten Mal einbinden.



UPDATE vom 26.01.2015.
Als bester Film wurde "Birdman" bei den PGA Awards ausgezeichnet! Im Fernsehbereich wurde "Breaking Bad" als bestes Drama prämiert; "Orange Is the New Black" von Netflix sicherte sich die Auszeichnung als beste Comedy-Serie.

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Auch die Preise der US-Schauspielergewerkschaft, die Screen Actors Guild Awards (SAG Awards) gelten als Gradmesser für die Oscars. Sie werden am 25. Januar 2015 zum 21. Mal verliehen. Dort wurden Michael Keaton und Edward Norton für ihre Rollen in "Birdman" nominiert.

Daneben sind in der Kategorie »Bester Hauptdarsteller« neben dem bereits von zwei Kritikervereinigungen ausgezeichneten Michael Keaton ("Birdman") außerdem Steve Carell ("Foxcatcher"), Benedict Cumberbatch ("The Imitation Game"), Jake Gyllenhaal ("Nightcrawler") und Eddie Redmayne ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") nominiert.

Bei den Hauptdarstellerinnen konkurrieren Jennifer Aniston ("Cake"), Felicity Jones ("Die Entdeckung der Unendlichkeit"), Rosamund Pike ("Gone Girl"), Julianne Moore ("Still Alice") und Reese Witherspoon ("Wild") miteinander. Letzteres Werk ist derzeit bei uns in den Kinos zu sehen. Hier der Trailer:



UPDATE vom 26.01.2015.
Bei der Verleihung der SAG Awards konnte sich Eddie Redmayne mit seiner Darstellung des Physikers Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" gegen Michael Keaton in "Birdman" durchsetzen. Der Film "Birdman" wurde aber immerhin für das beste Ensemble geehrt.

Julianne Moore gewann für ihre Leistung in "Still Alice" als beste Hauptdarstellerin; J.K. Simmons in "Whiplash" und Patricia Arquette in "Boyhood" holten sich Auszeichnungen als beste Nebendarsteller. Der Preis für das Lebenswerk ging an die Hollywood-Legende Debbie Reynolds.

Bei den Preisen der Fernsehsparte wurden in der Kategorie Dramaserie der zweifache Oscar-Gewinner Kevin Spacey für "House of Cards" und Viola Davis für "How to Get Away With Murder" als Beste Darsteller geehrt.

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Die National Society of Film Critics hat zwar ebenfalls Richard Linklater für seinen Film "Boyhood" als besten Regisseur geehrt, doch mit einem französischen Film überrascht die US-amerikanische Filmkritikervereinigung und wählt als ihren Lieblingsfavoriten eindeutig den 3D-Film "Adieu au langage" von Jean-Luc Godard.

Als beste Hauptdarsteller wählt die aus Filmkritikern aus allen Teilen der USA bestehende National Society of Film Critics Marion Cotillard ("The Immigrant", "Zwei Tage, eine Nacht") und Timothy Spall ("Mr. Turner - Meister des Lichts").

Die Nebendarstellerpreise gingen an die Favoriten vieler Kritikervereinigungen Patricia Arquette ("Boyhood") und J.K. Simmons ("Whiplash"). Für das beste Drehbuch zeichnete die National Society of Film Critics Wes Anderson ("Grand Budapest Hotel") aus, als besten Kameramann Dick Pope ("Mr. Turner - Meister des Lichts"). Den Titel als bester nicht-fiktionaler Film erhielt "Citizenfour", eine Doku über den Whistleblower Edward Snowden, dessen Trailer wir hier zeigen.



Link: www.nationalsocietyoffilmcritics.com

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Als letztes Puzzleteil auf dem Weg zu den Oscar-Nominierungen, die am 15. Januar 2015 verkündet wurden, hat zwei Tage vorher die Directors Guild of America ihre Vorschläge für die DGA Awards 2015 bekannt gegeben. Zu den fünf Nominierten in der Kategorie beste Regieleistung eines Kinofilms gehören: Wes Anderson für "Grand Budapest Hotel", Clint Eastwood für "American Sniper", Alejandro González Iñárritu für "Birdman", Morten Tyldum für "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" und wiederum Richard Linklater für "Boyhood". Hier nochmals der Trailer von "The Imitation Game".



Für Anderson, Linklater und Tyldum ist es die erste Nominierung für diesen Preis. Clint Eastwood, bereits zweifacher DGA-Award-Preisträger ("Million Dollar Baby" und "Erbarmungslos"), darf sich über seine vierte Nominierung in dieser Kategorie freuen und Iñárritu über seine dritte, wobei der mexikanische Regisseur nur ein Mal in der Kinofilm-Kategorie nominiert war und zwar 2006 für "Babel". Gewonnen hat Iñárritu 2012 für den besten Werbespot ("Best Job" von Proctor and Gamble).

Der Gewinner der DGA Awards wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 7. Februar 2015 im Hyatt Regency Century Plaza in Los Angeles verkündet.

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Bei den Critics' Choice Awards, die am 15. Januar 2015 in L.A. vergeben wurden, räumten "Birdman" und "Grand Budapest Hotel" mit je sieben Auszeichnungen ab. Aber auch "Boyhood" erhielt vier Preise und wurde zudem als »Bester Film« ausgezeichnet. Richard Linklater erhielt den Regiepreis, Patricia Arquette wurde als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet und Hauptdarsteller Ellar Coltrane wurde erstmals als bester junger Darsteller geehrt. Der Critics' Choice Award für die beste Darstellerin ging an Julianne Moore für "Still Alice", dessen Trailer wir hier zeigen, da das Werk, um eine frühzeitig an Alzheimer Erkrankte, erst im März bei uns anläuft:



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Mit Wim Wenders‘ Doku „Das Salz der Erde“ (FR) über den brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado, den Wenders zusammen mit dessen Sohn Juliano Ribeiro Salgado gedreht hat, ist unter den 15 Filmen, die die Academy of Motion Picture Arts and Sciences auf die Shortlist für die Oscar-Kategorie »Bester Dokumentarfilm« gesetzt hat, nunmehr auch ein deutscher Regisseur vertreten.

Zu den Konkurrenten zählt u.a. die Edward-Snowden-Dokumentation „Citizenfour“ (DE/US, Praxis Film Berlin), an der die deutschen Produzenten Dirk Wilutzky und Mathilde Bonnefoy beteiligt sind. Wim Wen­ders‘ war bereits vor drei Jahren mit dem 3D-Tanz­film „Pina“ einer von neun Fil­men, die 2012 auf der Short­list für den »Bes­ten fremd­spra­chi­gen Film« bei den Os­cars gestanden haben und hat allerbeste Voraussetzungen diesmal endlich den Oscar zu gewinnen.

Linklater für Oscar nominiert
Die Komödien "Grand Budapest Hotel" und "Birdman" haben bei den Oscar-Nominierungen am 15. Januar 2015 abgeräumt: Die Filme wurden jeweils in neun Kategorien vorgeschlagen. Mit ins Oscar-Rennen gehen auch die Dramen "Boyhood", "Selma" und "The Imitation Game". Die Werke gehören zu den acht Kandidaten für den wichtigsten Filmpreis der Welt, der am 22. Februar 2015 vergeben wird.

Um den Oscar in der Kategorie »Bester nicht-englischsprachiger Film« konkurrieren diesmal "Ida", "Leviathan" (der am Sonntag schon den Golden Globe gewann), "Mandariinid", "Timbuktu" und "Wild Tales", dessen Trailer wir hier nochmals eingebunden haben.



Die wichtigsten Oscar-Nominierungen:
Bester Film
- "American Sniper"
- "Birdman"
- "Boyhood"
- "The Grand Budapest Hotel"
- "The Imitation Game"
- "Selma"
- "Die Entdeckung der Unendlichkeit"
- "Whiplash"

Beste Regie
- Wes Anderson (Grand Budapest Hotel)
- Alejandro G. Inarritu (Birdman)
- Richard Linklater (Boyhood)
- Morten Tyldum (The Imitation Game)
- Bennett Miller (Foxcatcher)

Die komplette Liste aller Oscar Nominierungen haben wir nachfolgend in der erweiterten Ansicht eingestellt.
Quellen: 3sat | Blickpunkt:Film | Filmecho

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