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Winner des PRIX Europa und neue LEUCHTSTOFF Filme

Neun LEUCHTSTOFF-Produktionen entstehen im Herbst beim rbb.



Die erfolgreiche Förderinitiative LEUCHTSTOFF von Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und dem Medienboard Berlin-Brandenburg bringt Licht in den Herbstanfang: Nicht nur die von uns bereits erwähnten jährlichen fünf neuen Produktionen des rbb-Fernsehen stehen an, sondern diesmal entstehen gleich neun neue Kinoproduktionen und warten mit prominenter Besetzung sowie spannenden Themen auf.

Regisseur Dietrich Brüggemann dreht nach seinem Berlinale-Erfolg "Kreuzweg" eine Komödie mit dem Arbeitstitel "Jesus in Brandenburg". Jesus ist in diesem Fall ein Hund und Benno Fürmann, Jacob Matschenz, Jerry Hoffmann, Anna Brüggemann, Michael Gwisdek, Liv Liesa Fries u. v. a. haben mit Glaubensfragen ganz anderer Art zu tun.

Am 21. Oktober 2014 begannen die Dreharbeiten für die Verfilmung von Sarah Kuttners erfolgreichem Roman "Mängelexemplar". Regisseurin Laura Lackmann verfilmt die tragikomische Geschichte mit einem großartigen Frauen-Ensemble vor der Kamera: Claudia Eisinger, Katja Riemann, Laura Tonke und Barbara Schöne spielen die Hauptrollen und erzählen von dem Riss, der sich plötzlich durch das eigene Leben ziehen kann, denn: "Eine Depression ist ein fucking Event".

Die junge Regisseurin Aline Fischer von der Filmuniversität Babelsberg entwickelt in "Meteorstraße" mit Oktay Özdemir und Hussein Eliraqui eine schmerzhaft realistische Studie über einen jungen Migranten in Berlin, der auf einen einsamen Weg gerät.

Ab 2. November 2014 lässt Sebastian Hilger in seinem Abschlussfilm "Wir sind die Flut" Max Mauff und Lana Cooper ein rätselhaftes Meeresphänomen untersuchen. Zum Jahresende startet Jonas Rothlaender mit den Dreharbeiten zu seinem dffb-Abschlussfilm "Fado", in dem Golo Euler als junger Arzt seiner großen Liebe nach Lissabon nachreist.

Frisch abgedreht ist die Komödie "Ferien", der Abschlussfilm von Bernadette Knoller an der Filmuniversität Babelsberg. Im Film mit Britta Hammelstein, Detlev Buck, Ferdinand von Schirach und Inga Busch wird eine überarbeitete Jura-Absolventin zum Ausspannen auf eine Nordseeinsel verfrachtet - und beschließt zur Überraschung aller, erst einmal dort zu bleiben.

Gerade abgeschlossen ist auch der ungewöhnliche dffb-Abschlussfilm "Anishoara", in dem Regisseurin Ana-Felicia Scutelnicu mit Laiendarstellern aus einem moldawischen Dorf den Alltag einer Fünfzehnjährigen in vier Jahreszeiten erzählt. Zwei Dokumentarfilme aus der Deutschen Film und Fernsehakademie (dffb) sind ebenfalls im Produktionsendspurt: "Schwelle" von Paola Calvo und "Schultersieg" von Anna Koch.

Mit der Initiative LEUCHTSTOFF unterstützen rbb und das Medienboard Berlin-Brandenburg seit 2012 Filmschaffende und Filmstoffe aus Berlin und Brandenburg - vom Debütfilm bis hin zum "großen" Spielfilm erfahrener Regisseure. Auch Abschlussfilme werden im Rahmen von LEUCHTSTOFF gefördert, in Zusammenarbeit mit den beiden Filmhochschulen Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) und Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Mehr über LEUCHTSTOFF im Internet unter rbb-online.de/leuchtstoff und medienboard.de.

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13 Preise des PRIX EUROPA wurden im »Haus des Rundfunks« vergeben.
Als Gastgeber und hauptverantwortlicher Veranstalter übertrug der rbb zwar die Abschlussgala mit der Preisverleihung zum PRIX EUROPA am Freitag Abend, den 24. Oktober 2014 als Internet-Stream online, aber nicht im Fernsehen. Die einwöchige Veranstaltung des Europäische Broadcasting Festivals für Fernsehen, Radio und Internet hatten wir am 17. Oktober 2014 ausführlich angekündigt.

Wie von uns bei der ersten Sichtung des Programms fast vermutet, waren die nordischen Länder besonders stark vertreten. Kein Wunder, dass beim Prix Europa vor allem die schwedischen Medienschaffenden abräumten. Sie gewannen insgesamt drei von 13 Preisen. Der 72-jährige dänische Komponist, Ingolf Gabold, und frühere Drama-Chef des dänischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks (DR) wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Aber auch eine deutsche Produktion wurde ausgezeichnet.

Der Preis für die beste Fernsehdokumentation ging nach Schweden, an die Produktion "Frihet bakom galler" (auf deutsch: "Freiheit hinter Gittern"). "Wenn du verliebt bist, wirst du so mutig, dass du alles wagst", sagt eine der Protagonistinnen in dem Film über Frauen in Afghanischen Gefängnissen. Weil sie mit jemandem zusammen war, den ihre Familie nicht ausgewählt hatte, ist sie hinter Gittern. Der Dokumentarfilm begleitete die Frauen in dem Gefängnis.

In der Kategorie "Aktuelles Zeitgeschehen" entschied sich die Jury für die Sendung "Syria - Faces of War" ("Syrien - Gesichter des Krieges") - eine Produktion des finnischen Rundfunks Yle. Als bester Fernsehfilm wurde "Osmy" ("Acht") gewählt, eine Produktion des tschechischen Fernsehens.

Der deutsche Drehbuchautor Stefan Weigl konnte die Auszeichnung für das innovativste Newcomer-Drehbuch für den Film "Zeit der Kannibalen" entgegen nehmen. Der Film lief im Februar außerhalb des Wettbewerbs auf der Berlinale.

In der Fernsehkategorie "Bestes interkulturelles Programm" gewann die israelische Produktion "Sound of Torture" ("Klang der Folter"), eingereicht von First Hand Films aus der Schweiz. Der Prix Europa für die beste fiktionale Serie ging an "Ramses" aus den Niederlanden.

Der Preis für den besten investigativen Radiojournalismus ging an den SR (Sveriges Radio) nach Schweden, für die Recherchen zu einem Bestechungsskandal bei Ericsson. Als bestes europäische Musikprogramm im Radio wurde die Sendung "Strange Fruit" des BBC-Senders Radio 4 prämiert. In der Kategorie Radiodrama gewann "Everything, Nothing, Harvey Keitel" von Falling Tree Productions aus Großbritannien. Die beste Radioserie ging an "57, rue de Varenne" von Radio France. Das Programm "Kvinna hittad död vid badplats" ("Frau tot am Badestrand gefunden") aus Schweden (Sveriges Radio) erhielt den ersten Preis für die beste europäische Radiodokumentation.

In der Kategorie Online hatte die Jury eine schwere Entscheidung zu fällen. Sie wählte schließlich die niederländische Webseite "The Last Hijack" ("Die letzte Entführung") aus, eine interaktive Dokumentation über somalische Piraten.

Die Konkurrenz war hart: Über 650 Werke aus 35 Ländern waren in diesem Jahr eingereicht worden, 210 davon schafften es in den Wettbewerb. Und auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg, traditionell Gastgeber des Festivals, war mit insgesamt fünf Produktionen in der Endauswahl.

Quellen: rbb | ots - News AKTUELL - ein Service der dpa

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