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Filmfeste in Hamburg und Zürich vergaben Preise

Auch DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS gab seine Preisentscheidungen bekannt.



Der Deutsche Fernsehpreis ist Geschichte und wird in der jetzigen Form nicht mehr weitergeführt. Die 15. Ausgabe wurde nicht einmal mehr live ausgestrahlt, sondern am 2. Oktober 2014 im Coloneum in Köln nur aufgezeichnet. Eine als »Beste Serie« ausgezeichnete Sat-1-Sendung wurde mittlerweile sogar schon wieder eingestellt. Überschaubar ist die Liste der regelmäßig Beteiligten. Oft dieselben Moderatoren. Meistens dieselben Laudatoren. Stets dieselben Gesichter auf dem roten Teppich, die auch immer wieder bei Bambi, Echo, Goldene Kamera, Grimme-Preis und Goldene Henne zu sehen sind. Mehr Blamage geht nicht!

Eines ist klar: Das Fernsehen muss sich verändern, weil die Sehgewohnheiten der Zuschauer sich ändern. Die Sender müssen sich wieder auf ihre Stärken besinnen und live und aktuell berichten, denn eine Liveshow versprüht nicht nur den Charme des Unerwarteten, sondern ist auch eines der wenigen Formate, die sich Menschen eher nicht in der Mediathek angucken.

Hier die Preisträger 2014:

• Fernsehfilm des Jahres: „Männertreu“ mit Matthias Brandt in der Hauptrolle
• Serien-Preis: „Danni Lowinski“ mit Annette Frier
• Beste Schauspieler: Suzanne von Borsody und Roeland Wiesnekker
• Beste Unterhaltung: „Sing meinen Song“ mit Xavier Naidoo, Sarah Connor, Sasha, Andreas Gabalier u.a.
• Beste Comedy: „heute-show“ mit Oliver Welke im Jubiläumsjahr
• Guido Maria Kretschmer ist der King of Dokutainment
• Beste Information für das aufsehenerregende Interview mit Edward Snowden
• Bester Mehrteiler Dokumentation für die Ausnahmeproduktion „24h Jerusalem“
• Beste Dokumentation für die entlarvende Politstudie „Putins Spiele“
• Beste Reportage für das Undercover-Team Wallraff
• Bester Sport: Bartels, Scholl, Welke als Dreamteam der Fußball-WM
• Den Förderpreis erhält die 18-jährige Schauspielerin Sinje Irslinger
• Der Publikumspreis geht an die Show-Moderatoren Joko & Klaas

Link: www.deutscher-fernsehpreis.de

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Filmfest Hamburg vergibt großen Regiepreis an russischen Film.

Mit der Verleihung von fünf Preisen ist am Samstagabend, den 4. Oktober 2014 das 22. Filmfest Hamburg zu Ende gegangen. Festivalchef Albert Wiederspiel zeigte sich zufrieden mit den vergangenen 10 Tagen und Nächten. Als bester politischer Film wurde "Children 404" der russischen Regisseure Pavel Loparev und Askold Kurov geehrt. Hier der Trailer:



Die schwedischen Regisseurein Maria Blom wurde auf der von Julia Westlake moderierten Veranstaltung für ihren Streifen "Hallåhallå" mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Hier der Trailer:



Die Produzenten des NDR-"Polizeiruf 110: Familiensache", Filmpool Fiction, wurden mit dem TV-Produzentenpreis 2014 ausgezeichnet. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde bereits am 1. Oktober 2014 im Rahmen eines Senatsempfangs im Hamburger Rathaus vergeben. Der im Auftrag des NDR (Redaktion: Daniela Mussgiller) entstandene Film (Produzentin: Iris Kiefer, Producerin: Ilka Förster) konnte sich gegen elf Konkurrenten durchsetzen und wurde auf dem Hamburger Filmfest in der Sektion "16:9 Fernsehen im Kino" gezeigt (Buch und Regie: Eoin Moore). Das Erste sendet den "Polizeiruf: Familiensache" am Sonntag, 2. November, um 20.15 Uhr.

Der Hamburger Produzentenpreis in der Kategorie „Europäische Kino-Koproduktion“ ging an „Welcome to Karastan“. Ausgezeichnet wurden der deutsche Koproduzent Daniel Zuta, Brandstorm Entertainment AG (Frankfurt am Main) sowie der georgische Koproduzent Vladimer Katcharava, 20 Steps Production. Regie führte Ben Hopkins. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro wurde von der Hamburger Kulturbehörde zur Verfügung gestellt.

Fatih Akin erhielt den renommierten Douglas-Sirk-Preis für seinen neuen Film „The Cut“, der in Hamburg als Deutschlandpremiere gefeiert wurde. Das drei stündige Epos über den Völkermord an den Armeniern mag zwar nicht Akins stärkster Film sein, sorgte aber im Verlaufe des diesjährigen Filmfests dennoch für Aufsehen.

Das Filmfest Hamburg bot einen guten Überblick zum internationalen Filmschaffen und ist nach der Berlinale und München das drittgrößte deutsche Festival. Für Kenner der Branche gilt allerdings das kleinere, aber fast genauso alte Internationale Filmfest Oldenburg, das mehr deutsche und US-amerikanische Independent Filme zeigt, als das wichtigere Filmfestival in Norddeutschland.

Link: www.filmfesthamburg.de

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Zürich Filmfestival ehrte John Malkovich und vergab neu einen Preis für besten Schweizer Film.

Der US-Schauspieler John Malkovich, der derzeit mit Steven Bernstein "Dominion" dreht und unlängst mit Fotograf Sandro Miller ikonische Fotografien nachgestellt hat, wurde im Rahmen des 10. Zurich Film Festival mit dem »Golden Eye Award« geehrt. Die Preisverleihung im Zürcher Opernhaus fand zum Abschluss des Festivals am 4. Oktober 2014 nach der Präsentation seines neuen Films "Cut Bank" von Matt Shakman statt. Überreicht wurde der Preis von Veronica Ferres, die 2006 mit Malkovich in "Klimt" zu sehen war.

Dagegen musste leider deutsche Kameramann Michael Ballhaus aus gesundheitlichen Gründen absagen und konnte somit die im Filmpodium geplante ZFF Masters nicht durchführen. Er leidet an einem schweren Augenleiden und kann kaum noch sehen.

Die Gewinnerfilme des 10. ZFF:

Die drei Hauptpreise gingen an den Spielfilm "UNA NOCHE SIN LUNA" von Germán Tejeira (Uruguay), den Dokumentarfilm "TOTO SI SURORILE LUI / TOTO AND HIS SISTERS" von Alexander Nanau (Rumänien) und "CHILDREN OF THE ARCTIC" von Nick Brandestini (Fokus Schweiz). Die Preise in den beiden Internationalen Wettbewerben sind mit 25'000 Franken, der Preis im ‚Fokus: Schweiz, Deutschland, Österreich’ ist mit 20'000 Franken dotiert. Dazu kommen für jeden Preisgewinner je 100'000 Franken für die Promotion des Films im Schweizer Kino. Hier der Trailer des Spielfilms aus Uruguay, der auch auf dem Partnerfestival in San Sebastián gezeigt wurde, dort aber keinen Preis gewann.



Der neu geschaffene Förderpreis für einen Schweizer Film geht an "BOUBOULE" von Bruno Deville (Schweiz), und der Kritikerpreis an "SVENSKJÄVEL / UNDERDOG" von Ronnie Sandahl (Schweden). Den Publikumspreis erhält "ZU ENDE LEBEN" von Rebecca Panian (Schweiz), und den Publikumspreis der Sektion »ZFF für Kinder« vergaben die jungen Zuschauer an "QUATSCH UND DIE NASENBÄRBANDE" von Veit Helmer (Deutschland), dessen Trailer wir hier eingebunden haben.



• Der erstmals durchgeführte »ZFF 72 Talent Contest« zum vorgegebenen Thema ‚Zufall’ ging an die drei Studenten Christian Wütschner, Lennart Benz und Lennart Zellmer aus Friedrichshafen. Sie gewannen CHF 5000 in bar.

• Den »3. Internationaler Filmmusikwettbewerb« gewann der US-amerikanische Komponist Leeran Z. Raphaely für die ‚Beste internationale Filmmusik 2014’. Der Gewinner erhielt das mit 10‘000 Franken dotierte Goldene Auge.

• Der diesjährige »Tribute to... Award« des Zurich Film Festival ging an die französische Drehbuchautorin und Filmregisseurin Claire Denis. Erstmals ehrt das ZFF damit eine französische Filmemacherin mit einem Ehrenpreis.

Link: zff.com
Quellen: Hamburger Abendblatt | Die Zeit | Aargauer Zeitung | ots- News aktuell | Weser Kurier | Mittelbayerische Zeitung

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