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Filmfest Eberswalde - 11. Provinziale 2014

Das Filmfest der Provinz in der Region Berlin-Brandenburg.



Insgesamt trafen 862 Filmanmeldungen aus 58 Ländern im Festivalbüro der Proviziale ein. Damit war das 11. Filmfest in Eberswalde heillos überfordert, denn 543 Kurzspielfilme, 199 Dokumentarfilme und 132 Animationen können bei dem relativ kleinen Eberswalder Filmfestival im Paul-Wunderlich-Haus wahrlich nicht gezeigt werden. So musste das Auswahlkomitee sich entscheiden und wählte 17 Kurzspielfilme, 10 Animationen sowie 8 lange und 8 kurze Dokumentarfilm zum Thema Provinziale für das Festival aus. Die überschaubare Anzahl an ausgewählten Filmen verspricht für den Zuschauer Filme von außergewöhnlicher Qualität. Hier der Trailer der 11. Ausgabe 2014.

Trailer 11. Filmfest 2014 from Filmfest Eberswalde on Vimeo.


Alle Wettbewerbe und auch alle weiteren Veranstaltungen können nun eingehend studiert werden. Das Festival, das vom 4.-11. Oktober 2014 in Eberswalde stattfindet, wird am Sonnabend von der ungarischen Produktion “Besence Open” des Regisseurs Kristóf Kovács eröffnet, die bereits im letzten Jahr erfolgreich auf dem International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA) zu sehen war. Kristóf Kovács wird an diesem Abend auch mit zwei seiner Protagonisten in Eberswalde anwesend sein. Hier der Trailer der Doku.



Das Filmfest Eberswalde – die Provinziale ist ein Festival für Dokumentarfilme, Kurzspielfilme und Animationsfilme mit Wettbewerben in allen Kategorien. Seit dem Gründungsjahr 2004 hat es eine kontinuierliche qualitative Entwicklung genommen.

Das Thema Provinz ist dabei bindend für die langen und kurzen Dokumentarfilme. Nicht nur in Deutschland wenden sich die politischen Diskurse immer mehr ab von dem Geschehen jenseits der Ballungsräume – weniger Wähler, weniger klassische Arbeitsplätze, scheinbar schwächere Zivilgesellschaften (obwohl das oft eine Täuschung ist). Es gibt einen medialen Hype über das „Urban Gardening“ oder die Stadtimker – die Selbstversorger und Imker auf dem Land aber gelten als Auslaufmodell. Das öffnet der industriellen Aneignung dieser peripheren Räume Tür und Tor. Die Landschaftsveränderungen, die Vielfalt an Lebensentwürfen auf dem Land, die vielen Formen der Selbstorganisation – und dann umgekehrt die weltweit teilweise dramatische Ungerechtigkeit und Verletzung von Menschenrechten und demokratischen Grundsätzen, kurz: das Schöne und das Furchtbare in diesen Räumen bilden ein riesiges Potenzial für unser Leben.

Film ist das ideale Medium um solche Räume zu erkunden, und offenbar haben auch viele Filmemacher den Mut, sich solchen Herausforderungen zu stellen. Das Filmfest Eberswalde möchte solchen Filmen eine Plattform geben.

Link: filmfest-eberswalde.de

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