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Goldene Muschel für spanischen Film in San Sebastián

Außerdem Auszeichnung an Berliner Regisseur beim Uranium Film Festival.



Letzten Samstag, den 27. September 2014, ging das 62. Internationale Film Festival in der nordbaskischen Küstenstadt San Sebastián (Donostia) mit der Auszeichnung der »Goldenen Muschel« zu Ende. San Sebastián gehört neben Cannes, Venedig, Locarno und Berlin zu den wichtigsten internationalen A-Filmfestivals.

Der Film "Magical Girl" des 34-jährigen spanischen Regisseurs Carlos Vermut wurde als bester Beitrag ausgezeichnet. Der Filmemacher bekam auch den Preis für die beste Regie, die »Silberne Muschel«. Es war erst sein zweiter Spielfilm. Zuletzt war dem Franzosen Claude Chabrol 1997 mit "Das Leben ist ein Spiel" das Kunststück gelungen, den Haupt- und den Regiepreis zu gewinnen. Hier der Trailer:



"Magical Girl" erzählt die Geschichte eines an Leukämie erkrankten Mädchens namens Alicia, das sich das Kleid der Heldin einer japanischen Serie wünscht. Ihr erwerbsloser Vater tut alles, um seiner im Sterben liegenden Tochter ihren Wunsch zu erfüllen.

Der spanische Schauspieler Javier Gutiérrez wurde als bester Hauptdarsteller für seine Rolle als Polizist im spanischen Thriller "La isla mínima" von Alberto Rodríguez ausgezeichnet. Ebenfalls eine »Silberne Muschel« - als beste Hauptdarstellerin - erhielt die Dänin Paprika Steen für ihre Darstellung im Sterbehilfe-Familiendrama "A Silent Heart" ihres Landsmanns Bille August. Der französische Film "Vie sauvage" (Wildes Leben) von Cédric Kahn gewann den Sonderpreis der Jury.

Christian Petzold erhielt Preis der internationalen Filmkritik.
Der deutsche Filmemacher Christian Petzold hat den Preis der internationalen Filmkritik gewonnen. Der 54-Jährige erhielt die Auszeichnung für sein Drama "Phoenix", das von einer Überlebenden eines Konzentrationslagers erzählt.

62. San Sebastian Festival awards list - Gewinnerliste:

GOLDEN SHELL FOR BEST FILM & SILVER SHELL FOR BEST DIRECTOR
"Magical Girl" by Carlos Vermut (Spain - France)

SPECIAL JURY PRIZE
"Vie Sauvage / Wild Life" by Cédric Kahn (France)

SILVER SHELL FOR BEST ACTRESS
to Paprika Steen
"Stille Hjerte / Silent Heart" by Bille August (Denmark)

SILVER SHELL FOR BEST ACTOR & JURY PRIZE FOR BEST CINEMATOGRAPHY
to Javier Gutiérrez (Actor / Schauspieler) & Alex Catalán (Cinematograph / Kamera)
"La Isla Mínima / Marshland" by Alberto Rodríguez (Spain)

JURY PRIZE FOR BEST SCREENPLAY
to Dennis Lehane (Originaldrehbuch)
"The Drop" by Michaël R. Roskam (USA)

KUTXA-NEW DIRECTORS AWARD
"Urok / The Lesson" by Kristina Grozeva & Petar Valchanov (Bulgaria - Greece)

KUTXA-NEW DIRECTORS AWARD - SPECIAL MENTION
"Modris" by Juris Kursietis (Latvia - Greece - Germany)

HORIZONTES AWARD
"Güeros" by Alonso Ruizpalacios (Mexico)

HORIZONTES AWARD - SPECIAL MENTION
"Ciencias Naturales / Natural Sciences" by Matías Lucchesi (Argentina - France)

HORIZONTES AWARD - SPECIAL MENTION
"Gente de Bien" by Franco Lolli (France - Colombia)

IRIZAR BASQUE FILM AWARD
"Negociador / Negotiator" by Borja Cobeaga (Spain)

TVE - ANOTHER LOOK AWARD
"Bande de Filles / Girlhood" by Céline Sciamma (France)

TVE - ANOTHER LOOK AWARD - SPECIAL MENTION
"Gett, the Trial of Viviane Amsalen" by Ronit Elkabetz & Shlomi Elkabetz (Israel - France - Germany)

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Audience Award - Publikumspreis

Der Publikumspreis wird jährlich an die Filmperlen, die zuvor noch nicht in Spanien gezeigt worden waren, aber auf anderen Festival bereits Auszeichnungen bekamen, in zwei Kategorien vergeben: Der Beste Film erhält 50,000 €. Der beste europäische Film 20,000 €. Wir haben die Auflistung von der niedrigsten bis zur höchsten Bewertung nach Punkten sortiert.

• Bai ri yan huo / Black Coal, Thin Ice ......................................... 4.43 Punkte
• Catch Me Daddy .................................................................... 5.76
• Plemya / The Tribe ................................................................ 5.90
• Pasolini ................................................................................ 6.09
• La chambre bleue / The Blue Room .......................................... 6.57
• The Disappearance of Eleanor Rigby ......................................... 6.60
• Futatsume no mado / Still the Water ........................................ 7.14
• Bande de filles ...................................................................... 7.35
• Retour à Ithaque / Return to Ithaca ......................................... 7.53
• Escobar: Paradise Lost ........................................................... 7.63
• Gett, The Trial of Viviane Amsalem .......................................... 7.68
• 20,000 Days on Earth ............................................................ 7.82
• Mommy ............................................................................... 7.83
• Difret .................................................................................. 7.87
• Kaguya-hime no Monogatari / The Tale of The Princess Kaguya ... 8.09
• Love is Strange ..................................................................... 8.15
• César Chávez ........................................................................ 8.23
• Kis uykusu / Winter Sleep ....................................................... 8.37
• Relatos salvajes ..................................................................... 8.59
• The Salt of the Earth .............................................................. 9.01

Link: www.sansebastianfestival.com
Quellen: | dpa | San Sebastián | Süddeutsche Zeitung | Deutschlandradio Kultur

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In Berlin bekam gestern Abend, den 30. September 2014, der Berliner Regisseur Joachim Tschirner den Yellow Oscar des International Uranium Film Festival Berlin überreicht. Der deutsche Regisseur bekam den Preis für die neue Kurzfassung seines Films “YELLOW CAKE”. Zugleich wurde das Festival, das gegenwärtig im Kino Babylon:Mitte gastiert, bis zum 4. Oktober 2014 verlängert. Hier der Trailer:



Tschirners Film "YELLOW CAKE" geht in außerordentlich gekonnter Weise ein brandheißes Thema an, das weltweit Dutzende von Ländern betrifft, von Deutschland bis Namibia, von Russland bis Kanada, Portugal und Brasilien: Die giftigen und strahlenden Hinterlassenschaften des Uranbergbaus, Berge und Seen von radioaktivem Abraum und Schlamm. Der packende Film zeigt die Geschichte der Ostdeutschen Uran-Mine Wismut, ihr tödliches Erbe, und den weltweit ersten ernsthaften Versuch, mit diesem radioaktiven `Dreck´ aufzuräumen”, so Uranium Film Festival-Direktor Norbert G. Suchanek. Mit Sicherheit werde der Film weltweit, aber besonders in den USA und Kanada, wo das Thema `Clean-up von Uranabbau´ gerade heiß diskutiert wird, Schule machen.

Festival-Direktor Norbert G. Suchanek: "Und natürlich wird Yellow Cake auch beim nächsten Uranium Film Festival in Kanada, in Quebec-City und Montreal kommenden April 2015 mit dabei sein."

Das Internationale Uranium Film Festival läuft im Kino Babylon am Rosa Luxemburg Platz noch verlängert bis zum 4. Oktober, täglich ab 17.30 Uhr. Mit Gästen u.a. aus Italien, Taiwan und Kanada zeigt das Festival internationale Produktionen aus der Welt der Atomkraft: vom Uranbergbau bis zum Atom-Müll, von der Atom-Bombe bis zu neuen Uran-Waffen.

Den Schlusspunkt des Festivals wird am 4. Oktober 2014 die berlin-brandenburgische Produktion "Geheimsache Nazi-Uran - Atomjagd in Brandenburg" setzen. Die aufwändige rbb-Dokumentation von Maren Schibilsky und Thomas Claus zeigt, dass der Wettlauf um die Atombombe zwischen Amerikanern und Russen einen Ausgangspunkt in Berlin und Brandenburg hatte. Hier wurde die Kernspaltung entdeckt und bis Kriegsende intensiv an ihrer Nutzung gearbeitet. Nach Berlin tourt das Uranium Film Festival in Deutschland noch weiter nach Wunsiedel und Passau.

Links: www.uraniumfilmfestival.org | www.babylonberlin.de

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