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Letzter DEUTSCHER FERNSEHPREIS in Köln

Der vierte Turnus unter der Federführung des WDR endet zum Jahresende.



Der WDR hat zu Beginn des Jahres die Federführung für die 16. Verleihung des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES übernommen. Die wichtigste Preisverleihung zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen findet am 2. Oktober 2014 im Coloneum in Köln statt.

Nach der 16. Verleihung endet der vierte Turnus des Deutschen Fernsehpreises zum 31.12.2014. Zur Wahrung der satzungsgemäßen Fristen ist der Gesellschaftervertrag der Deutschen Fernsehpreis GmbH, die den derzeitigen Deutschen Fernsehpreis trägt, von allen Gesellschaftern gekündigt worden. Die Stifter des Preises - ARD, ZDF, RTL und Sat.1 sind sich einig, dass es weiterhin eine Form geben soll, in der hervorragende Leistungen für das Fernsehen gewürdigt werden kann. Es sollen aber Alternativen zum bisherigen Konzept des Deutschen Fernsehpreises entwickelt und geprüft werden. Wie dies in Zukunft erfolgen kann, wird Gegenstand gemeinsamer Beratungen sein. Im Falle einer Fortsetzung wird eine Beibehaltung des Standortes Köln angestrebt.

WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn: "Es wird die letzte Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in genau dieser Form sein. Es geht um einen Umbau, nicht um einen neuen Anstrich. Die Beiräte und Stifter des Preises haben lange beraten und entschieden, noch im September eine Produzentenausschreibung auf den Weg zu bringen für einen neuen Fernsehpreis, der in vielen Punkten anders sein soll.

Wir können uns vorstellen, künftig einen Abend für die Fernsehmacher zu veranstalten, der als interne Veranstaltung eine Ehrung für weitaus mehr Preisträger in mehr Kategorien ermöglicht. Und an einem zweiten Abend folgt eine TV-Gala, die das Fernsehjahr Revue passieren lässt und in der weniger Preise als bisher verliehen werden. Da reden wir von Auszeichnungen für Akteure und Produktionen in Kategorien, die für die Zuschauer am interessantesten sind
", erklärt Schönenborn im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de.

Das gesamte Wortlaut-Interview finden Sie hier online.

Eine solche Zweiteilung in eine TV-Gala einerseits und einen Abend für die Branche andererseits gibt es beispielsweise auch bei den Primetime Emmys, dem US-amerikanischen Fernsehpreis. Damit verbunden ist eine Ausweitung des Kategoriensystems.

Ehrenpreis für Gerd Ruge.
Der ARD-Korrespondent und TV-Journalist Gerd Ruge wird beim diesjährigen Deutschen Fernsehpreis mit dem Ehrenpreis der Stifter ausgezeichnet. Laut Stifter zählt Ruge zu den herausragenden Fernsehjournalisten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der 86-Jährige hat über 60 Jahre lang für ARD und WDR aus dem Ausland berichtet. WDR-Intendant Tom Buhrow bezeichnet Ruge als "Reporterlegende, die für Qualitätsjournalismus per excellence steht". Ruge erhält die Auszeichnung im Rahmen des Deutschen Fernsehpreises am 2. Oktober 2014 in Köln.

Die Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis wurden am 18. September 2014 bekannt gegeben. Wer zum „Besten Show-Moderator“ gewählt wird und den Publikumspreis 2014 gewinnt, sehen Sie am Freitag, dem 3. Oktober 2014, um 22.00 Uhr IM ERSTEN der ARD.

Link: www.deutscher-fernsehpreis.de

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Bereits am Montagabend, den 29. September 2014, gab es in Köln bei der erst 2010 gegründeten Deutschen Akademie für Fernsehen (DAFF) eine eigene Preisverleihung. Die »deutschen Emmys« sehen sich als noble Alternative zum Deutschen Fernsehpreis und verleihen deshalb seit 2013 die jährliche Auszeichnung für herausragende Leistungen in allen Gewerken der Fernsehproduktion. Zum zweiten Mal dominierten die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in 20 Kategorien und ernteten den üppigsten Lorbeer.

Der ZDF Spreewaldkrimi "Mörderische Hitze" war als großer Favorit ins Rennen gegangen und konnte gleich sechs Auszeichnungen für sich entscheiden, während die zweite Staffel der DDR-Chronik "Weissensee" (ARD) immerhin drei Gewinner vorweisen konnte. Der Produzenten-Preis ging an Thomas Kufus für "24h Jerusalem". Zur besten Schauspielerin wurde Christina Große für ihren Part in "Neufeld, mitkommen!" gekürt. Natürlich ging auch Dominik Graf nicht leer aus. Gemeinsam mit Martin Farkas wurde er für den besten Dokumentarfilm ("Es werde Stadt! 50 Jahre Grimme Preis in Marl") ausgezeichnet. Der Nachwuchsförderpreis ging an Sinje Irslinger, die ihr enormes Schauspieltalent im Familiendrama "Es ist alles in Ordnung" unter Beweis stellte.

Hier alle Preisträger:

Bildgestaltung
Holly Fink für "Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze"

Casting
Heta Mantscheff für "Weissensee", 2. Staffel

Dokumentarfilm
Dominik Graf und Martin Farkas für "Es werde Stadt! 50 Jahre Grimme Preis in Marl"

Drehbuch
Thomas Kirchner für "Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze"

Fernseh-Journalismus
Monika Anthes und Edgar Verheyen für "Deutschlands Ferkelfabriken"

Fernseh-Unterhaltung
Anke Engelke für "Anke hat Zeit"

Filmschnitt
Tina Freitag für "Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze"

Kostümbild
Monika Hinz für "Weissensee", 2. Staffel

Maskenbild
Jens Bartram, Judith Müller und Katja Schulze für "Die Spiegel-Affäre"

Musik
Ralf Wienrich für "Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze"

Produktion
Thomas Kufus für "24h Jerusalem"

Redaktion/Producing
Thomas Biehl, Solveig Willkommen und Birgit Brandes für "Danni Lowinski", 5. Staffel

Regie
Kai Wessel für "Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze"

Schauspieler- Hauptrolle
Roeland Wiesnekker für "Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze"

Schauspieler- Nebenrolle
Peter Jordan für "Polizeiruf 110: Abwärts"

Schauspielerin - Hauptrolle
Christina Große für "Neufeld, mitkommen!"

Schauspielerin - Nebenrolle
Barbara de Koy für "Tatort: Am Ende des Flurs"

Stunt
Christoph Domanski für "Alarm für Cobra 11" Clip

Szenenbild
Frank Godt für "Weissensee", 2. Staffel

Nachwuchsförderpreis
Sinje Irslinger für "Es ist alles in Ordnung"

Link: www.deutscheakademiefuerfernsehen.de
Quellen: Kölnische Rundschau | Blickpunkt:Film | DAFF | ots - News aktuell (dpa)

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