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Oliver-Stone-Film eröffnet 8. Zurich Film Festival

US-Thriller "Savages" von Oliver Stone eröffnet das 8. Zurich Film Festival.



Neben dem A-Filmfestival von Locarno, das jedes Jahr im August an den Lago Maggiore in der italienischsprachigen Schweiz einlädt, ist das Zurich Film Festival, das vom 20.-30. September 2012 stattfindet, eines der in diesem Monat wichtigsten Filmfestivals in den deutschsprachigen Ländern Europas, da die finanzkräftige schweizer Metropole auch als bedeutender Filmhandelsplatz gilt. Das Zurich Film Festival wurde erst im Oktober 2005 ins Leben gerufen, hat sich aber innerhalb weniger Jahre in der nationalen und internationalen Filmszene einen renommierten Namen geschaffen und setzt sich zum Ziel, den Austausch zwischen arrivierten Filmschaffenden, aufstrebenden Regisseuren, der Filmindustrie und dem Publikum zu fördern. Hier der Trailer.



Einer der Schwerpunkte des Festivals ist u.a. ein deutschsprachiger Dokumentarfilmwettbewerb unter dem diesjährigen Motto: "Spannende Portraits". Darüber hinaus gibt es einen internationalen Dokumentarfilmwettbewerb unter dem Titel "Fremde Welten", einen internationalen sowie deutschsprachigen Spielfilmwettbewerb und erstmalig ein Kinderfilmprogramm.

Das hört sich alles ganz spannend an und man fragt ob das Festival überhaupt in der Lage ist, neue Fime zu präsentieren oder ob nur Filme gezeigt werden, die kürzlich schon auf anderen Festivals liefen wie z.B. in Venedig. Doch dem ist nicht so. Zürich kann durchaus mit Premieren aufwarten, auch wenn diese zum Teil nahezu gleichzeitig beim Internationalen Film Festival von San Sebastián ihre Welturaufführungen oder Europapremieren erleben. Das A-Filmfestival im spanischen Baskenland in der Nähe der Küstenstadt Bilbao findet vom 21.-29. September 2012 statt.

Unter den Premieren befindet sich der Schweizer Filmemacher Christian Labhart mit "APPASSIONATA" Darin begleitet er die Konzertpianistin Alena Cherny auf einer Reise in ihre ukrainische Vergangenheit. Trauer, Liebe, Enthusiasmus, Leidenschaft – das faszinierende Portrait einer starken Frau. Auch der neue Film des Zürcher Master Class Absolventen Daniel Young ist ein kleines Bijou. Mit "PAUL BOWELS: THE CAGE DOOR IS ALWAYS OPEN" führt er uns in die Welt schillernder Künstler und – tief hinein in die Musikkultur Marokkos.

Universal Pictures, die gerade ihr 100 Jubiläum feiern, schicken den Drogenkriegs-Thriller "Savages" von Oliver Stone als Eröffnungsfilm am 20. September 2012 auf den Grünen Teppich in die Schweiz. Zu diesem Anlass werden Regisseur Oliver Stone und Produzent Moritz Borman persönlich anwesend sein.

Der Film zeigt einen immer mehr eskalierenden Drogenkrieg zwischen jungen hartnäckigen Dealern und einem mexikanischen Drogenkartell. Im kalifornischen Süden versorgen der Buddhist Ben (Aaron Taylor-Johnson) und der Ex-Navy-Seal Chon (Taylor Kitsch) ihre Kunden mit dem besten Marihuana aller Zeiten. Sie teilen sich nicht nur die Gewinne, sondern auch die Liebe zur schönen Ophelia (Blake Lively). Nichts steht dem Glück zu dritt im Wege, bis Elena (Salma Hayek), die unbarmherzige Chefin des Baja-Kartells, ein Stück von Bens und Chons Kuchen fordert. Don Winslow gab mit seinem gleichnamigen Kriminalroman, in Deutschland unter dem Titel "Zeit des Zorns" erschienen, die literarische Vorlage zum Film.

Erst nach der deutschsprachigen Premiere auf dem Zürcher Festival wird der Film am 11. Oktober 2012 auch in den deutschen Kinos anlaufen. Somit wird klar, dass Zürich vornehmlich auf den deutschsprachigen Markt schielt. Unterstrichen wird dies durch die deutschsprachige Spielfilm-Jury, dessen Präsident der deutsche Erfolgsmusiker und Schauspieler Herbert Grönemeyer ist. An seiner Seite werden Schauspielkollegin Julia Jentsch, Produzent Marcel Hoehn, Regisseur Peter Luisi und Regisseur Florian Flicker sitzen, die gemeinsam zum Abschluß des Festivals in vier Wettbewerben wieder das Goldene Auge vergeben werden.

Die österreichische Produzentin Gabriele Kranzelbinder übernimmt den Vorsitz der deutschsprachigen Dokumentarfilmjury, sie wird sich mit Regisseur Stefan Haupt, Regisseurin Mirjam von Arx und Produzent Martin Hagemann abstimmen, welcher Dokumentarfilm der preiswürdigste ist.

Präsident der internationalen Spielfilmjury ist US-Regisseur und -Produzent Frank Darabont, den Vorsitz der internationalen Dokumentarfilmjury übernimmt seine Regiekollegin Jessica Yu.

Ehrungen für John Travolta, Richard Gere und Tom Tykwer
Das Züricher Filmfestival begrüßt in diesem Jahr den Hollywood-Schauspieler John Travolta als Ehrengast. Travolta, der für den Eröffnungsfilm „Savages“ von Oliver Stone vor der Kamera stand, wird vom Festival für seine bisherige Karriere mit dem „Golden Eye for Lifetime Achievement“-Preis geehrt.

Außerdem verleiht das 8. Zurich Film Festival den »Golden Icon Award« in diesem Jahr an den Hollywood-Star Richard Gere. Die Auszeichnung wird dem Schauspieler am 23. September 2012 im Kino Corso überreicht und geht damit an einen herausragenden Filmschauspieler für seine Karriere. Gere spielt auch die Hauptrolle im Finanz-Thriller „Arbitrage“ von Nicholas Jareckis, der am Abend des 23.09.12 als Gala-Premiere direkt nach seiner Uraufführung am 21. September 2012 beim 60. Internationalen A-Filmfestival von San Sebastián dem Zürcher Publikum exklusiv präsentiert wird. Zudem zeigt Zürich zu Ehren des Schauspielers diverse seiner Filme in einer Retrospektive.

Richard Gere begeistert und bewegt sein Publikum mit seinem Spiel seit mehr als 30 Jahren. Aber auch als Aktivist kämpft Gere seit über 20 Jahren für ein freies Tibet und für Gerechtigkeit“, so das Festival.

Richard Gere hat über 50 Filme gedreht. Eine seiner ersten Hauptrollen spielte er 1978 in Terrence Malicks "In der Glut des Südens". Weltweit bekannt wurde er 1980 mit dem "Ein Mann für gewisse Stunden". Zu seinen weiteren Erfolgen zählen "Ein Offizier und Gentleman" (1982), "Atemlos" (1983) und Francis Ford Coppolas "Cotton Club" (1984), "Pretty Woman" (1990), "Der Schakal" (1997), "Die Braut, die sich nicht traut" (1999) oder "Chicago" (2002, Golden Globe als bester Darsteller). Auch in Indiefilmen wie "I'm Not There" wusste der 1949 in Philadelphia geborenen Schauspieler zu überzeugen. Bei "Eiskalte Leidenschaft", "Mr. Jones" und "Sommersby" hat Gere auch verstärkt als ausführender Produzent Einfluss auf seine Arbeit genommen.

Richard Gere ist bekennender Buddhist und Gründungsvorsitzender des New Yorker Tibet House. Als Autor zeichnet er zudem für die Einführung zu "Ocean of Wisdom", den Lehrsätzen des Dalai Lama, verantwortlich. Er setzt sich aktiv für die Menschenrechte ein. 2007 wurde Richard Gere auf Grund seines Tibet-Engagements mit dem Maran-Anderson-Preis der Stadt Philadelphia ausgezeichnet.

Die schweizer Auszeichnung »Golden Icon Award« erhielten bisher u. a. Sylvester Stallone, Morgan Freeman, Michael Douglas und Sean Penn. Bei der Premiere von "The Sessions", der in Zürich seine Europapremiere feiert, wird auch Helen Hunt als erste Frau des Ehrenpreises mit dem Golden Eye Award ausgezeichnet.

Retrospektive über Tom Tykwer in Zürich
Mit einer Retrospektive ehrt das Zurich Film Festival Tom Tykwer, der auch als Ehrengast auf dem Festival zugange sein wird. Das gaben die Festivalleiter Karl Spoerri und Nadja Schildknecht bekannt. Unter dem Titel "A Tribute to…" soll Tykwers Schaffen als Filmemacher, Drehbuchautor und Produzent gewürdigt werden.

Link: zff.com
Quellen: Zurich Film Festival | Blickpunkt:Film | filmecho


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