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Berlin Music Week 2012 mit Konferenz für Filmemacher

Berlin Music Week dieses Jahr dafür mit innovativer Business-Plattform und neuem Clubfestival.



Bei der diesjährigen Berlin Music Week, die vom 05. bis 09. September 2012 stattfindet, wird es keine PopKomm geben, wie ein Sprecher der Kulturprojekte Berlin bestätigte. Es wurde aber an Alternativen gearbeitet und es wird auch in diesem Jahr einen Teil bei der Berlin Music Week geben, der sich an die Musikindustrie richtet, unterstrich Projektleiter Björn Döring. Unter anderem werden auf einem Kongress Musiker und Filmemacher zusammentreffen, um gemeinsame Projekte zu entwickeln. Auch die Organisatoren der Music Week, die zahlreiche Konzerte, Workshops und Diskussionen zusammenführt, sehen die Entwicklung positiv:

„Berlin ist Veränderung, und Veränderung ist gut, wenn man die Vorteile sieht und nutzt. Deshalb ist die Berlin Music Week auch in ihrem dritten Jahr noch längst nicht fertig oder festgefügt“, schreibt Public Relations Manager Tommy Nick in einer Pressemitteilung. Man wolle sich „in vielen Teilen sogar radikal neu erfinden. Auch und gerade weil die Popkomm abgesagt wurde.“

Die Popkomm soll neu ausgerichtet werden. Doch ob sie jemals wieder stattfindet, ist noch offen. Das Branchentreffen wolle „konzeptionell neue Wege gehen“, sagte Popkomm-Sprecherin Susanne Tschenisch. Die Popkomm war 2003 von Köln nach Berlin gezogen, wo sie im Messegelände am Funkturm stattfand. 2009 fiel sie aus, um ein Jahr später unter dem Dach der Berlin Music Week auf dem Flughafen Tempelhof neu zu starten.

Nachdem die Messe Berlin schon das Art Forum Berlin vor zwei Jahren gegen die Wand gefahren hatte, weil der Auf- und Abbau so kurz nach der IFA nicht zu bewerkstelligen gewesen wäre und der Flughafen Tempelhof oder andere Ausweichquartiere der Messe nicht gefielen, ist die PopKomm nunmehr der zweite Event, den die Messe für nicht mehr entwicklungsfähig hält. Berlins Messegesellschaft möchte lieber bei den Internationalen Global Playern mitspielen, wozu Veranstaltungen mit gewissem Lokalkolorit offensichtlich nicht passen. Tatsächlich liegen die Termine der IFA-Funkausstellung, die als Innovationsschau zur weltgrößten Messe im Consumer Electronics Bereich aufgestiegen ist, zeitlich sehr dicht an den nachfolgenden Veranstaltungen, wie der Berlin Music Week und der sich daran anschließenden Berlin Art Week, die sich ebenfalls neu erfinden musste. Das hat aber auch den Vorteil, dass manche Gäste nach der IFA gleich längere Zeit hier bleiben, um die Stadt ausgiebig zu entdecken.

Und dann gibt es noch die Berlin Fashion Week, die neben der Bread & Butter und anderen Veranstaltungen wie der Premium ebenfalls zum Teil von der Messe Gesellschaft Berlin veranstaltet wird und im kommenden Frühjahr 2013 in neuen Messehallen in der Nähe der ILA-Luftfahrtschau stattfinden sollte. Nun wird jedoch der Flughafen Schönefeld (BER) nicht fertig und ein neues Debakel, um eine weitere Veranstaltung der Messe Berlin bahnt sich an. Dabei hatte man gehofft, die internationalen Modegäste gleich vom Flughafen zu den naheliegenden Events mit Bussen karren zu können. Den Berliner Hoteliers wäre aber eine Einnahmequelle abhanden gekommen und die Gäste hätten das Berliner Wahrzeichen, das Brandenburger Tor, wohl nur auf Postkarten zu sehen bekommen.

Doch nun zu den positiven Nachrichten. Wir sprachen mit Christoph von Knobelsdorff, dem Statssekretär aus der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung. Er versprach seine Unterstützung bei der Kooperation zwischen Musikern und Berliner Filmemachern während ders Convention zur Berlin Musik Week, die wieder von all2gethernow durchgeführt wird. Darüber hinaus sagte er, - und das ist noch viel brisanter - hat der Senat inzwischen eine Schlichtungsstelle angerufen, um die festgefahrene Situation zwischen den Berliner Clubbetreibern und der GEMA wieder zum Laufen zu bringen. Die Kontrahenten sprechen zurzeit nicht mehr miteinander, nachdem die GEMA ab Januar 2013 die Urheberrechtsgebühren bei öffentlichen Musikveranstaltungen drastisch erhöhen will. Die Clubbetreiber fürchten das Schlimmste und würden unter den veröffentlichten Voraussetzungen ihre Läden schließen, da dann der Wochenendbetrieb die Kosten nicht mehr decken würden.

Sollte es tatsächlich soweit kommen, wäre der in diesem Jahr so verheißende Neustart der Berlin Music Week, bereits fürs nächste Jahr schon wieder infrage gestellt. Noch sind die Veranstaltungen auch auf dem Flughafen Tempelhof und beim Club X-Berg der Arena Berlin in diesem Jahr nicht tot, sondern warten am 07.-08. September 2012 auf dem BERLIN FESTIVAL 2012 mit einem großartigen Line-Up auf, wie uns der Festivaltrailer schon im März 2012 auf YouTube zeigte. Darüber hinaus findet erstmals auf dem Berlin Festival eine öffentliche Debatte zum Thema »Urheberrecht« statt, die sicherlich hitzig werden dürfte.



Line-UP 2012: Major Lazer, Tocotronic, Kraftklub, Metronomy, First Aid Kit, Sigur Ros, Modeselektor, Digitalism, Frittenbude, SBTRKT, Paul Kalbrenner, Crookers, Little Dragon, Totally Enormous Extinct Dinosaurs, Junip, WhomadeWho, Friendly Fires, Jamie N Commons, Slagsmalsklubben, Orbital, Cro, Franz Ferdinand, Daughter, Morning Parade, Dumme Jungs, Bonaparte.


Berlin Music Week mit innovativer Business-Plattform und neuem Clubfestival.
Zentraler Treffpunkt der Musiker und Filmemacher ist in diesem Jahr jedoch der Kiez in Friedrichshain-Kreuzberg. Zwischen Universal-Gebäude an der Oberbaumbrücke und dem Spreespeicher von MTV wird fünf Tage lang musiziert und diskutiert. Es ist der heißeste, angesagteste und aufregendste Teil Berlins, der gerade in aller Munde ist. Die zentrale Lage rund um den Osthafen an der Spree ist nicht nur atemberaubend, sondern auch der Hotspot für aktuelle Berliner Musikproduktionen, Start Ups, IT- und Technologiefirmen, die sich mit dem Thema Musik beschäftigen. In die besten Clubs, Bars und Kneipen der Stadt ist es nur ein Katzensprung.

Vom 05.-09. September 2012 wird der Kiez Berlins nicht nur kommunikativer, sondern auch organisatorischer Rahmen für die Aktivitäten ihrer lokalen bis internationalen Partner. Mit diesem Schritt stellt sich die Berliner Music Week für die Zukunft auf und zieht aus den vergangenen beiden Jahren die folgerichtigen Schlüsse: Eine zentrale Lage in einer Stadt, die nie schläft, die Einbettung in einen Kiez, in dem sich ohnehin das ganze Jahr alles um das Thema Musik dreht, eine Gegend, die eine unverwechselbare Strahlkraft in die Stadt hinein, aber auch in die Welt hinaus hat. Das Ganze mit einem einfachen und übersichtlichen Ticket- und Registrierungssystem und einer Clubnacht, organisiert von der ClubCommission am Freitag 07.09. und Samstag 08.09.2012, bei der mit Bussen der BVG auf fünf Touren fast alle Clubs der Stadt die ganze Nacht über direkt angefahren werden.


Drei Preisverleihungen während der Music Week.
Zu echten Berliner Preisen können Musikfans beim neuen Clubfestival der Berlin Music Week die Acts der Stunde und die angesagtesten Newcomer weltweit feiern und bei den drei Auszeichnungen an 3 Tage in 15 Locations teilnehmen. Berlins beste Veranstalter und Partymacher treffen hier aufeinander, um sicherzustellen, dass niemand nach Hause kommt - mit dem Gefühl, er müsse jetzt erst richtig loslegen, denn auch in diesem Jahr wird der New Music Award der neun Jugendwellen der ARD am 09. September 2012 in Berlin verliehen. Parallel feiert radioeins mit einem exklusiven Galakonzert seinen 15. Geburtstag, begleitet vom Babelsberger Filmorchester.

Zwei weitere Preisverleihungen werden im Rahmen der Music Week von privaten Veranstaltern organisiert. Darunter die Bierbauerei Berliner Pilsner, die ihren Preis für Nachwuchsbands auslobt.

Überraschungssieger ist aber der DSDS zweitplatzierte Daniele Negroni. Das Musik-Portal Napster hatte zusammen mit www.MyPromi.de erneut dazu aufgerufen, in den Kategorien "Bester Einzelkünstler" und "Beste Band" die beliebtesten deutschsprachigen Künstler zu wählen. Am Dienstag, 28. August, endete das Voting zum Napster-Fan-Preis – und der geht nun in der Kategorie "Bester Einzelkünstler" mit 21.985 Stimmen an den 17-Jährigen Daniele Negroni. Insgesamt waren 159 Künstlerinnen, Künstler und Bands nominiert, "die im letzten Jahr mindestens ein Album oder eine Single in den Top 100 der Charts platzieren konnten", so die Mitteilung. Bei den Bands siegten Culcha Candela vor Newcomer Boy und Silbermond ein. Dahinter liegen Frida Gold, Seeed, City, Glasperlenspiel, Oomph!, Rosenstolz und Kraftklub.

Mehr Infos gibt es im Internet unter www.napster.de.


Bei ,Word in Sound' treffen Berlins Beste auf den Rest der Welt.
Von Mittwoch bis Freitag findet eine neue B2B-Plattform statt, bei welcher es nicht darum gehen wird, Quadratmeter eines Messestandes zu erkaufen. Im Gegenteil: Word on Sound ist das professionelle Entwicklungs- und Austauschforum für Musikprotagonisten und neugierige, kreative Köpfe während der Berlin Music Week. Programmformate und Partner von Word on Sound schaffen die Basis für den Diskurs über Musik und alles, was sie inspiriert: Veranstaltungen, Konzerte, Film, Kunst, Mode, Wissenschaft, Gesellschaft, politische Aktivitäten und nicht zuletzt der digitale und analoge Kommerz.

So wird digi-digi con, die interaktive Plattform von Word on Sound, ein fast ausschließlich virtuelles Erlebnis sein. Die digitale Konferenz versteht sich als maßgeschneidertes Interface, welches sich am ersten Tag der Berlin Music Week öffnet und von Live-Stream-Präsentationen vor Ort ergänzt wird. Neben digi-digi con wird es Formate wie Natural Born Golfers, World Nightlife Fund, Synch Summit, Word on Sound Denkfabrik, Creative Resource Kiosk und andere geben, bei denen sich professionelle und private Musikfans auf Augenhöhe begegnen, sich austauschen und vernetzen können - mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache!


Begegnungen zwischen Musikern und Filmemachern.
Was die all2gethernow (a2n) Werksatt "noisy Musicworld" in einem Friedrichshainer Hinterhofkomplex mit ihrem Sonderworkshop „InSynch – Life’s A Pitch“ innerhalb der Word-on-Sound-Konferenzen für den Nachwuchs versucht, bietet das Netzwerk der Berlin Music Commission (BMC) mit „Most Wanted Music” für die Etablierteren: In Kooperation mit der National Association of Record Industry Professionals (NARIP) lädt sie Musik-Supervisors aus den USA ein, um sich während der Berlin Music Week auf die Suche nach Songs für Filme, Serien, Fernsehshows, Videospiele oder Sport-Events zu begeben. Während es beim Nachwuchs in einem Public Coaching um die Platzierung von Musik in TV, Film und Werbung geht, können bei der BMC Showcase-Reihe „Wunderbar – On Board With The Germans“, direkt drei Newcomer-Bands ihre Musik „pitchen“, also vorstellen und sich mit den Supervisors austauschen.


Abschlußkonzert auf den Dächern Berlins am Osthafen.
Den krönenden Abschluss bereitet am 07. & 08. September 2012 das Berlin Festival mit seinem Club X-Berg im Gepäck. (Informationen zu Tickets und weiteren Highlights unter www.berlinfestival.de.) Wer dann immer noch nicht genug hat, der kann sich auf ein geplantes Überraschungskonzert am Sonntag freuen. Auf drei Dächern am Spreeufer nahe der Oberbaumbrücke werden mindestens neun nationale und internationale Acts auftreten.

Unter anderem könnt ihr dort die Hipster-Indie-Pop-Band "Two Door Cinema Club" erleben, die nicht nur mit dem beeindruckenden neuen Video "Sleep Alone" überzeugt, sondern auch gesanglich positiv heraussticht. Das Video ist bei tape.tv zu sehen, die die Veranstaltung zusammen mit Spiegel Online organisieren. Wir haben hier mit "Undercover Martyn" einen etwas älteren Clip aus YouTube eingebunden, der zur freien Verfügung steht.



Allerdings gibt es keine Karten im Verkauf, denn auf den Berliner Dächern vom Watergate, MTV und Universal passen nicht so viele Leute, wie erwartet werden. Es wird aber unter einem der Hauptdächer an der Capital Yard Golf Lounge neben MTV, eine Festival Public Viewing Area mit Großleinwand, Livegigs und Essenständen geben. Und auch vom Wasser aus, soll das Spektakel auf gecharterten Booten verfolgt werden können.

Links: www.kulturprojekte-berlin.de |
www.berlin-music-week.de | www.berlinfestival.de | www.clubxberg.de
Quellen: Tagesspiegel | Kulturprojekte Berlin | Wochenblatt


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