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Uraufführung über Arbeitslosigkeit im Kunsthaus Acud


Für Leute vom Film ist die Zeit der Nichtbeschäftigung zwischen den Produktionen oft ein Bangen um's Überleben. Zwar gibt es seit vielen Jahren den Künstlerdienst beim Arbeitsamt, doch an der Gefahr in die Hartz IV Falle zu rutschen, daran konnte dieser bisher in den meisten Fällen auch nichts ändern. Nur hier und da gab es Versuche evtl. Einstellungen von Zahlungen des Jobcenters zu verhindern, indem er als Mittler auftrat und manchmal deutlich machte, dass Künstler in Zeiten der Nichtbeschäftigung häufig mental arbeiten, sich z.B. auf neue Projekte intensiv vorbereiten müssen. Dazu gehört auch das Lesen von Drehbüchern, weshalb sie nicht in jedem Falle für andere Gelegenheitsarbeiten – so genannte 1 Euro Jobs - herangezogen werden können. Doch das ist die Ausnahme.

Die Gewerkschaft ver.di www.verdi.de und connexx.av www.connexx-av.de - die Interessenvertretung von Medienschaffenden - fordern seit längerem besondere Arbeitsbedingungen in Film, Kultur und Publizistik. Nicht 12, sondern 5 Monate müssen ausreichen, um einen Anspruch auf Alg I zu gewährleisten. In anderen europäischen Ländern existieren derartige Sonderregelungen, nur in Deutschland will man nichts davon wissen.

Manche Schauspieler versuchen in solch schwierigen Übergangszeiten einen Auftritt bei Boulevardbühnen zu bekommen, um die Durststrecke zu überbrücken. Zu den kleineren Bühnenplattformen gehört auch der Kunstverein Acud www.acud.de, ein gemeinnütziger Verein in Berlin Mitte, der im Bereich der Kultur- und Jugendkulturarbeit tätig ist. Unter seinem Dach gibt es diverse Theaterprojekte, zwei Kinos, einen Konzertsaal und vieles mehr.
Allerdings ist es ein wenig eng in dem Haus, um allen immer gerecht werden zu können. Dennoch, die alternative Szene mag es und das Haus ist wegen vieler interessanter Projekte seit langem über die Bezirksgrenze hinaus bekannt geworden. Dieser Tage konnten übrigens die vier Jahre andauernden Umbauarbeiten abgeschlossen werden und das Haus wiedereröffnet werden. Ein frisch renovierter Club und eine nette Bar laden übrigens auch nach den Veranstaltungen noch zum Verweilen ein. Womit wir beim Thema wären:

Dieser Tage erreichte uns eine Pressemitteilung zu zwei Theateraufführungen im Kunsthaus Acud, die sich genau mit oben genanntem Thema, der Arbeitslosigkeit von Künstlern, beschäftigen. Der Inhalt klingt vielversprechend und könnte auch einen interessanten Filmstoff hergeben, so dass wir unseren Lesern unbedingt empfehlen möchten, die Veranstaltung zu besuchen. (Vorbestellung wird empfohlen.) Kommentare und Meinungen nehmen wir dann gern als eMail unter baf-berlin@web.de entgegen, um sie ggf. an dieser Stelle wieder zu veröffentlichen.



Society Players/theater hautnah präsentiert:
DIE FISCHVERKÄUFERIN + DER ANTRAG
2 Dramolette von dem Berliner Autor Clemens Füsers
Es spielen Mona Glass & Manuela Grabowski - Regie:
Markus Hahn

Uraufführungen:

Fr, 25. Mai 2007
Sa, 26. Mai 2007
So, 27. Mai 2007
Fr, 1.Juni 2007
Sa, 2.Juni 2007
So, 3.Juni 2007

Jeweils 20:30 im Theater Acud
Veteranenstr. 21
10119 Berlin
Eintritt: 10,- Euro, Ermäßigter Harz IV-Tarif: 4 Euro
Info & Karten unter 030/44359497
oder eMail an
theater@acud.de

Kurz-Inhalt
Sie, die Fischverkäuferin, wurde gefeuert. Sie, die
Kundin, entdeckt ein Leben hinter ihrem Leben. Sie,
die Antragsstellerin, würde gern, darf aber nicht.
Sie, die Beamtin, wäre gerne, hat aber nicht. Alle
vier Frauen versuchen auf unterschiedliche Art und
Weise mit der plötzlichen Änderung ihres Lebens
zurecht zu kommen.

DIE FISCHVERKÄUFERIN:
Sie, die Fischverkäuferin (Mona Glass), kommt zum
letzten Mal in ihre Abteilung:
ihr wurde gekündigt. Ihr bester Freund: ein Karpfen.
Sie, die Kundin (Manuela Grabowski), möchte ihren
wöchentlichen Fischkauf tätigen. Ihr Problem: sie
merkt zu spät, daß sie sich im Netz der Verzweiflung
der Fischverkäuferin verfangen hat. Gedrängt von der
Aussicht auf eine zerstörte Zukunft die eine,
getrieben von der Faszination, die die seelenwunde Fischverkäuferin ausstrahlt, die andere, kommt es am Schluß zwischen den beiden Frauen zu einem abstrusen Showdown. Ob der Karpfen überlebt…

DER ANTRAG:
Sie, die Arbeitsvermittlerin (Manuela Grabowski), hat
noch nie einen Job vermittelt
und alle ihre Lebensträume unterdrückt. Sie, die Antragstellerin (Mona Glass), ist eine erfolgreiche Bühnendarstellerin aus Amerika, derzeit aber ohne Engagement und nach Deutschland ausgewiesen. Welten prallen aufeinander: die Träumerin, die ihren Traum lebt, und die Träumerin, die ihr Leben lang träumt. Aber sind die beiden Frauen wirklich so unterschiedlich? Welche erstaunliche, groteske Lösung die beiden Frauen für ihr jeweiliges Lebensdrama finden?

Markus Hahn: 0172.389.35.81 - theaterhautnah@aol.com
Mona Glass: 0172.326.01.56 - mona.glass@gmx.de

Adresse: Society Players / theater hautnah
c/o Markus Hahn
Kolonnenstraße 13, 10829 Berlin

Foto-Kontakt: Henry Förster: 0173 600 7539 – henry_forester@yahoo.de


Alternativer Kunstverein ACUD e.V.
Veteranenstraße 21
10119 Berlin-Mitte, U8 Rosenthaler Platz
Fon: 030-449 10 67
Fax: 030-448 39 61
kunstverein@acud.de
www.acud.de


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