Donnerstag, 9. September 2010Neues Magazin-Layout der Berliner Filmfestivals
Relaunch einer erfolgreichen Berliner Film-Webseite. (update)
![]() Mit einem Alleinstellungsmerkmal will sich das Blog-Magazin der Berliner Filmfestivals, von anderen Websites abheben, ohne deshalb direkte Konkurrenz zu anderen Seiten aufbauen zu wollen, denn gemeinsame Interessen besser aufeinander abzustimmen, ist ein erklärtes Ziel in Berlins Filmlandschaft. Dass es ebenso keinen Sinn macht, immer noch zwei Berliner Filmverbände mit gleicher Zielsetzung seit dem Mauerfall nebeneinander existieren zu lassen, gab unumwunden auch Norbert Kerkhey, Vorsitzender des Berliner Film und Fernsehverbandes (BFFV) in einem Telefoninterview mit Denis Demmerle vom Online-Magazin am 30.08.2010 zu. Anlass des Gespräches war die Reihe "Kontakte", die der Berliner Film und Fernsehverband (BFFV) gemeinsam mit unserem Berliner Arbeitskreis Film e.V. (BAF) einmal im Monat im Kino Toni veranstaltet. Wenige Tage später startete die Website Berliner Filmfestivals einen umfassenden Relaunch ihres Internetauftrittes genau zwischen IFA und Berlins Music Week. Einen besseren Zeitpunkt hätte man sich für das äußerst geglückte neue Layout kaum wünschen können. Die komplett neue Strukturierung mit einer teils dreispaltigen Seitenansicht hätten wir auch schon längst unserem BAF-Blog gewünscht, wenn wir so gute professionelle Hilfe hätten, wie das Magazin der Berliner Filmfestivals. Benachteiligt sind jetzt nur nur die Leser von Smartphones, die den kompletten Überblick nicht mehr angezeigt bekommen. Dennoch unterstützen wir gerne weiterhin deren fundierte Berichterstattung als Partner, die unsere Berichte über Technik und Verbandsarbeit und anderen Informationen aus der Berliner Filmbranche oft hervorragend ergänzen und natürlich immer als erste von den vielen Berliner Filmfestivals berichten. An oberster Priorität steht deshalb am heutigen Tag bei unseren Kollegen das Jugend- und Kinozentrum Brotfabrik am Caligariplatz 1 im Mittelpunkt der Berichterstattung, denn dort läuft vom 09.-19. September 2010 das erste internationale Caligari-Festival im naheliegenden allerletzten ehemaligen Stummfilmsaal Berlins, dem Delphi in Weißensee. Doch sei der Name des Film- und Theaterbetriebs bitte nicht zu verwechseln mit dem Delphi der Yorck Kinogruppe in der Berliner West-City am Bahnhof Zoo, einem der letzten großen Kinosäle Berlins, der dank Denkmalschutz noch nicht den Investoren zum Opfer gefallen ist. Die Yorck Kinos betreiben auch das Cinema Paris im Maison de France am Kurfürstendamm, das dieser Tage übrigens seinen 50. Geburtstag feiert und eigentlich als eines der letzten beiden Ku'damm Kinos, auch bei uns viel mehr Berücksichtigung finden sollte. Doch in Berlin ist immer etwas los und bereits am Wochenende feiert die Yorck Kinogruppe in den Neuköllner Passage Kinos am 11. & 12. September mit einer Stummfilmnacht das 100 jährige Bestehen der Passage Neukölln in der Karl-Marx-Straße. Das Onlinemagazin berliner-filmfestivals.de, das sich überwiegend auf Berlins Filmfestivalkultur beschränkt, betreiben die beiden Journalisten Denis Demmerle & Martin Daßinnies. Kurzbio Denis Demmerle: Denis Demmerle wurde 1978 in Speyer in Rheinland-Pfalz geboren. 2007 schloss er sein Studium an der FU Berlin und der Universitat de Barcelona mit dem Diplom in Soziolgie ab. Der Journalist arbeitet neben seinem Online-Magazin berliner-filmfestivals.de seit Jahren für das Berliner Stadtmagazin "tip", die Tageszeitung "Rheinpfalz" und das Interviewmagazin "Planet Interview". Er veröffentlichte Artikel und Interviews bei Spiegel Online, Zeit Online, der Frankfurter Rundschau und diversen anderen Publikationen. Kurzbio Martin Daßinnies: Martin Daßinnies wurde 1978 in Potsdam geboren und wuchs in Oranienburg auf. Nach Abitur und Zivildienst begann er 2000 das Studium der Philospohie an der Universität Potsdam. Er arbeitet seit 2005 als freier Autor u.a. für das Berliner Stadtmagazin "tip", hat Artikel und Interviews in der Berliner Zeitung veröffentlicht und veranstaltet in unregelmäßigen Abständen in Berlin Lesungen. "Wir wollen mit unserem Magazin der einmaligen Berliner Filmfestivallandschaft ein Forum bieten, das Festivalmacher, Filmschaffende und Publikum gleichermaßen anspricht. Über große Filmfestivals wie die Berlinale wird ausführlich berichtet, kleinere Festivals sind dagegen oft nur einem kleinen Interessentenkreis bekannt. Dabei werden gerade hier viele interessante Produktionen gezeigt, die es sonst nur selten auf die große Leinwand schaffen", schrieb uns Martin Daßinnies erst kürzlich. Tatsächlich gab es sogar schon Gespräche, ob wir unsere Seiten des BAF-Blogs möglicherweise beim Magazin der Berliner Filmfestival in irgendeiner Weise integrieren könnten. Eine zentrale Berichterstattung aus der Berliner Filmszene würde der Stadt gutstehn. Wie positiv sich Zusammenhalt auf Berlins Kreativszene auswirkt, haben wir erst dieser Tage zu Berlins Music Week erleben können. Während die PopKomm wegen der Finanzkrise im letzten Jahr kurzfristig abgesagt werden musste und alle Welt schon damit das Ende der Berliner Musikszene befürchtete, stieg sie dieses Jahr durch die Unterstützung von all 2 gether now und den Berliner Clubs plötzlich wie Phönix aus der Asche hervor und bescherte dem Berlinfestival ein ungeahntes, international positives Echo. In den Clubs und auf dem Flughafen treten vom 06.-12. September 2010 vorwiegend unbekannte Bands aus Europa auf, von denen einige gleich am ersten Tag so professionnell und fulminant auf der Bühne spielten, dass man sich nur kopfschüttelnd fragte, warum man von den teils blutjungen Gesichtern vorher noch nichts gehört hatte. Warum also sollten gemeinsamen Aktivitäten nicht auch in der Berliner Filmszene möglich sein, um mehr internationales Interesse zu erregen. Der regelmäßige Treffpunkt in der HomeBase Lounge war ein guter Anfang. Doch leider ging das Projekt eines monatlichen Treffens der Berliner Filmschaffenden dann doch wieder in die Binsen, mokierten wir über das vorzeitige Ende des berliner filmforums im Adagio am 09. August 2010 im BAF-Blog. Ein neuer Termin für neue Aktivitäten ist zwar für September von Albrecht Bemel in seinem Blog angekündigt, doch wann genau lässt er noch offen. Dafür veranstaltet die HomeBase Lounge in Zusammenarbeit mit achtung berlin award und anderen Festivals und Institutionen die eine eigene Treffpunktreihe für Filmfreunde unter dem neuen Titel "Filmsalon" vs. "Films & Friends" am 14. September 2010 bereits zum vierten Mal. Ab 19:00 Uhr sollen wieder Filmschaffende aller Sparten auf ein kühles Helles zusammenfinden. Der Eintritt ist frei und Freunde, Freundinnen und sonstige Zelluloidfans können gern mitgebracht werden.. Link: berliner-filmfestivals.de Sonntag, 5. September 2010Über Filme, die es gar nicht geben dürfte
Uhrheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt.
![]() Vom 8. bis 10 September veranstaltet das Deutsche Kinemathek Museum für Film und Fernsehen im Arsenal ein Symposium über verbotene Filme. Organisator der Veranstaltung ist Marc Thümmler, der mit seinem subtilen Fotofilm "Radfahrer" über den DDR-Fotografen Harald Hauswald überall Preise gewonnen hat. Hauswald war stets und ständig von der Stasi beschattet worden, konnte sich kaum frei in Ost-Berlin bewegen und hat dennoch immer wieder hervorragende kritische Bilder des Unrecht-Staates in den Westen liefern können. Das Thema Street View von Google steht zwar beim Symposium eigentlich nicht zur Debatte, passt aber dennoch gut zum Thema "Uhrheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt", um das sich das Symposium dreht. Kaum ein anderes Thema wird nämlich zurzeit in den Medien höher gekocht und jeder meint die passende Anwort gefunden zu haben. Dumm gelaufen! sagt auch Sebastian Brose einer der beiden Leiter des Berliner Filmfestivals achtung berlin - new berlin film award zum Street-View Irrsinn, als er in der Rheinischen Post ein Foto entdeckt, auf dem sich vier ältere Düsseldorfer Herrschaften und selbt ernannte Street-View Gegner von der Zeitung genau vor ihren Häusern ablichten ließen. Der Artikel mit dem Foto - das eigentlich gar nicht existieren dürfte - ist hier auf RP-Online nachzulesen. • Wie steht es nun genau mit dem Urheberrecht? • Was ist erlaubt und was verboten? All diese Fragen sollen erörtert werden beim: Symposium in der Deutschen Kinemathek Dabei treffen Stars der internationalen Mashup-Szene auf Filmemacher, deren Filme nicht gezeigt werden dürfen, und auf solche, deren Projekte aus rechtlichen Gründen gar nicht erst verwirklicht werden konnten: eine interessante Mischung, zu erleben beim Symposium „Verbotene Filme“ am 9. und 10. September 2010 in Berlin – veranstaltet von iRights.info und der Deutschen Kinemathek. Im Kino Arsenal werden begleitend zum Symposium Filme gezeigt, die sonst nur selten zu sehen sind. Den Anfang macht übrigen bereits am 8. September um 20:00 Uhr ein Klassiker: Nagisa Oshima's Im Reich der Sinne (J/F 1976). Daneben werden in der von iRights.info kuratierten Mashup-Rolle Mashup-Videos, Collagen und Remixes den mit Spannung erwarteten Sprung vom Computerbildschirm auf die große Leinwand machen. Zudem wird es bei einer Abendveranstaltung in der HomeBase Lounge Gelegenheit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen: „Klassische“ Filmemacher mit Mashup-Künstlern, Archivare mit der Webcommunity, Produzenten mit Creative-Commons-Aktivisten. Der Eintritt zum Symposium ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten. Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Stiftung Deutsche Kinemathek Potsdamer Straße 2 10785 Berlin Organisation: Marc Thümmler Telefon: 030 / 300 903-0 Fax: 030 / 300 903-13 E-Mail: symposium-recht@deutsche-kinemathek.de Web: www.deutsche-kinemathek.de Das ausführliche Programm gibt es hier auf iRights.info Sonntag, 29. August 2010Gespräch mit preisgekrönten Filmemachern im Kino Toni
Filmreihe KONTAKTE des BFFV präsentiert den Dokumentarfilm "FORGETTING DAD".
![]() Schon auf der Berlinale waren wir von der spannenden Themenauswahl der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ angenehm überrascht. Leider wird im nächsten Jahr Sektionsleiter Alfred Holighaus nicht mehr dabei sein, sondern das Feld einer Nachfolgerin überlassen. Für uns Grund genug sich wenigsten mit einem der gezeigten Filme näher zu befassen. Die offizielle deutsche Kinopremiere war erst im Juni, sodass der Film noch nicht überall gezeigt werden konnte. Gute Dokumentarfilme sind leider jenseits von Filmfestspielen immer noch recht selten in deutschen Kinos zu sehen. Für die Reihe Kontakte, die der BFFV mit dem BAF gemeinsam im Kino Toni jeden letzten Montag im Monat veranstaltet, konnten wieder die Macher des Films zum anschließenden Filmgespräch eingeladen werden. "FORGETTING DAD" ist eine bewegende Mischung aus Familiengeschichte und Krimi, die den Zuschauer auf eine Achterbahn der Gefühle entführt und die universelle Frage nach der Konstruktion der eigenen Realität und Identität aufwirft. Rick Minnichs Vater verliert mit 44 Jahren nach einem scheinbar harmlosen Autounfall sein Gedächtnis. Er verlässt seine Frau und seine Kinder und nennt sich fortan "New Richard". Er beginnt ein neues Leben mit einer neuen Frau, weit weg von seiner früheren Familie, die sich wundert wo "Old Richard" geblieben ist. Fast 20 Jahre später begibt sich Rick Minnich auf die Suche nach der Identität seines Vaters und macht verblüffende Entdeckungen, die die Ereignisse in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Ist es so wie Richard alle glauben lässt oder steckt mehr hinter seinem Gedächtnisverlust? Trailer: hier auf YouTube! Links: www.forgettingdad.com (the official english film website) www.forgettingdad.de (Deutsche Webseite) Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet mit Special Jury Award auf dem Filmfestival Amsterdam FORGETTING DAD Dokumentarfilm Deutschland, 84 min. Buch/Regie/Kamera: Rick Minnich, Matt Sweetwood Kamera: Axel Schneppat Kino TONI Montag, den 30.08.2010 um 20.00 Uhr Antonplatz / Max–Steinke-Str. 43 13086 Berlin Tel.: 030 / 9279120-0 Web: www.kino-toni.de Anschließend Filmgespräch mit Rick Minnich und Axel Schneppat Gesprächsleitung: Frank-Burkhard Habel Es gibt zu diesem preisgekrönten Film jede Menge Kritiken, die wir nicht alle aufzählen können. Kino.de schreibt beispielsweise, dass das Familien-Porträt des Vaters zum Krimi gerät, der spannend bleibt bis zur letzten Minute. "Wenn dein Vater sich nicht mehr länger an dich erinnert, hört er dann auf, dein Vater zu sein?" Von dieser Frage angetrieben, fährt der in Deutschland lebende Filmemacher Rick Minnich nach Kalifornien, um sich nach 18 Jahren auf die Suche nach seinem Vater und dessen neuen Lebensumständen zu machen. Der erlitt 1990 wenige Tage nach einem eigentlich harmlosen Auffahrunfall, bei dem niemand verletzt wurde, einen Gedächtnisverlust. Von einer Sekunde auf die nächste war aus dem 45-jährigen Familienvater Richard ein Fremder geworden, der sich "New Richard" nannte, seine Angehörigen verließ und mit einer anderen Frau fortzog, um neu anzufangen.Quelle: www.kino.de/kinofilm/forgetting-dad/81887.html Noch umfangreicher und fast ein Psychogramm erstellend, beschreibt Joachim Kurz in Kino-Zeit.de die Situation, weshalb wir gerne daraus Auszüge zitieren wollen: "Der abwesende Vater wird stärker, als der anwesende Vater je gewesen ist!", schreibt Siegmund Freud im Jahre 1913 in seinem Buch Totem und Tabu. Seit diesem Satz ist der abwesende Vater zu einem Grundtheorem der Psychoanalyse geworden, das bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren hat.Quelle: www.kino-zeit.de/filme/forgetting-dad --------------- P.S. Am Donnerstag, 02. September 2010 feiert das Kino Toni seinen 90.Geburtstag. Anlässlich 90 Jahre Kino in Weißensee lädt der Hausherr, der Regisseur Dr. Michael Verhoeven ab 18:00 Uhr zu einem kleinen Sektempfang. Durch das Programm mit Filmausschnitten und Überraschungen führt der Filmkritiker und bekannte Radiomoderator Knut Elstermann. Der Eintritt zum Jubiläum ist frei! Mittwoch, 25. August 2010Sounding-D: Kopfkino für Audio Freaks
Neue Musik in Deutschland erfahren 25.08. - 12.09.2010
![]() Am 26. August 2010 macht sounding-D in Berlin Station und lädt gemeinsam mit dem Berliner Netzwerk für neugieriges Hören, ohrenstrand.net, zu einem Tag lang Neue Musik in Berlin-Mitte ein. Unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten und mit dem Partner Deutsche Bahn fährt ein klingender Sonderzug in einer großen spiralförmigen Bewegung durch ganz Deutschland und bewegt sich auf dessen Mitte zu – über Dresden, Berlin, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Göttingen, Essen, Moers, Köln, Neuwied, Saarbrücken, Freiburg, Stuttgart, Augsburg und Passau. In jeder Stadt finden eigene Veranstaltungen mit Neuer Musik statt, die den Besuchern nicht nur einzigartige Musikerlebnisse bieten, sondern auch Einblicke in eine weltweit einmalige Musiklandschaft. sounding-D endet mit dem 3-tägigen Abschlussfest mittenDrin: in Eisenach. Direkt am Gleis 4 des Berliner Hauptbahnhofes bietet das Team des Zuges am 26.8.2010 Hörbegleitungen im Bahnhofsareal an. Die Partner im ohrenstrand.net haben einen Parcours mit Hör.Ereignissen abgesteckt, der mit der Ankunft des Klangzuges sounding-D und der Eröffnung des Festivals „Ankunft: Neue Musik“ um 11:00 Uhr beginnt und um 19.30 Uhr mit dem Orchesterfest des Konzerthausorchesters unter Beteiligung des KNM Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt endet. In den den Foyers der Akademie der Künste am Pariser Platz erwartet den Zuhörer um 18 Uhr die spektakuläre Berliner Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos "Studi per l'intonazione del mare" mit zahlreichen Solisten und Laienmitwirkenden. Das „ausland“ und das KNM Berlin bieten zudem unter dem Motto „Mit den Ohren sehen“ eine Ausgabe der Stadtführung „Gehörte Stadt“ an, die den Berliner Hauptbahnhof mit der Akademie der Künste dramaturgisch verbindet. ![]() Wenn sich das Geräusch einfahrender Züge mit dem Klang eines Cellos mischt, ein Schalmeienorchester den Bahnsteig bevölkert, Tänzer zwischen Rolltreppen ihre Kreise ziehen, mitten im Bahnhof ein Flügel steht, dann ist wieder die Zeit gekommen für das Festival "Ankunft: Neue Musik". Bereits zum zweiten Mal macht ohrenstrand mobil, die mobile Bühne von ohrenstrand.net der Architekten von eyland07, Station im Berliner Hauptbahnhof und lädt Durchreisende, Flaneure und Neugierige mit einem umfangreichen Programm zu einer Stippvisite in die Welt der Neuen Musik ein. Tägliche Konzerte, Performances und Opernaufführungen sorgen 11 Tage lang für ungewohnte Hörerlebnisse auf dem Berliner Hauptbahnhof und manch ein Reisender wird erstaunt sein, wenn der Mensch neben ihm plötzlich anfängt zu singen oder zu musizieren. Unter anderem wird der in Berlin lebende US-amerikanische Komponist und E-Gitarrist Sidney Corbett an zwei Tagen einen Einblick in sein Werkgeben, die im Rahmen des Wettbewerbs operare10 entstanden sind und den Berliner Hauptbahnhof als Bühnenraum erkunden (26.8. um 22:00 Uhr Ebene 0). Und wer sich schließlich am 29. September zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf den Bahnhof begibt, wird erleben, wie der Kontrabassist Arnulf Ballhorn Salvatore Sciarrinos "Esplorazione del bianco I" vor dem Hintergrund wechselnder Tageszeiten interpretiert. Die wechselnden Lichteinstrahlungen im Bahnhof untermalen dabei wie bei einem Film die Musik. Klangsuche — Hier wird im Bahnhofsumfeld ungewöhnlichen Klängen nachgespürt und nachgehört. Über einen Kopfhörer mit dem Mikrofon verbunden, erlebt jeder der Teilnehmer die selben Klänge. Das Hören ist dabei vergleichbar mit dem Sehen durch ein Mikroskop – plötzlich steht ein leises Zischen im Mittelpunkt, das sonst in Alltagsrauschen untergeht. Achtung: Aufnahme! — Das feine Rasseln der kleinen Plättchen der Zuganzeigetafel ist ein typisches Bahnhofsgeräusch. Doch wie kann man einen kaum hörbaren Klang professionell aufnehmen? Bei dieser Hörführung steht die Technik im Vordergrund: Es wird gezeigt, wie ein Aufnahmegerät funktioniert, was beim Auspegeln zu beachten ist, wie das Mikrofon ausgerichtet sein muss und schließlich, was man mit einer Aufnahme alles anstellen kann. Die 15 interessantesten der gesammelten Klänge eines Tages werden, versehen mit dem Namen des „Finders“, auf der Soundmap von Robin Minard, einer akustischen Landkarte Deutschlands, unter www.sounding-D.net nachzuhören sein. Alter — Die Hörführungen eignen sich für jede Altersgruppe. Gruppen — Klangsuche ist für max. 8, Achtung Aufnahme! für max. 5 Teilnehmer konzipiert; größeren Gruppen und Schulklassen werden individuelle Arrangements geboten. Termine — Die ca. einstündigen Führungen finden täglich mehrmals statt; die Kernzeit ist zwischen 12 und 16 Uhr. Anmeldung — Sie können sich direkt am Zug anmelden, wir empfehlen aber vor allem für Gruppen eine Reservierung: Fon: 0800 80 90 804, Mail: hoerfuehrungen@sounding-D.net Die Teilnahme ist kostenlos. veranstaltet vom Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes Link: www.sounding-D.net Das Netzwerk Neue Musik – 15 Projekte und 255 Partner Das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, ist von 2008 bis Ende 2011 Förderer von 15 bundesweit ausgewählten Netzwerkprojekten und damit die bisher größte gemeinsame Aktivität von Bund, Ländern und Gemeinden für die Neue Musik. Institutionen, Initiativen, Ensembles und Akteure, die in der Kultur der Städte und Regionen verwurzelt sind und deren Musikleben entscheidend mit gestalten und weiter entwickeln, sind die Partner dieser deutschlandweiten Kooperation. Innovativ und nachhaltig ausgerichtet, initiiert und animiert das Netzwerk Neue Musik eine bisher einzigartige Bewegung. Die 15 Projekte mit ihren 255 Netzwerkpartnern zeichnen ein eindrucksvolles Bild der Neuen Musik in Deutschland. sounding-D ist das große, bundesweite Neue Musik-Ereignis. Der Zug, der über zwei Wochen mit seiner Klanginstallation durch die Republik rollt, ist das verbindende Element. Tagsüber lädt er in den Bahnhöfen Interessierte und Reisende zum Besuch ein. Dieser Klangraum auf Schienen verbindet die Projektorte musikalisch. Der Komponist und Klangkünstler Robin Minard sammelt die Sounds von unterwegs aus den Städten und ihren eigens für das Projekt eingerichteten Hörpunkten, bündelt sie und projiziert sie ins Innere des Zuges und ins Internet. So entsteht ein Klangraum, in den das Publikum überall live eintauchen kann. Montag, 23. August 201010 Jahre First Steps Award (update mit Preisen 2010)
Buchprojekt anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von FIRST STEPS.
Morgen, Dienstag, den 24. August 2010 wird zum 11. Mal der deutsche Nachwuchspreis FIRST STEPS in Berlin verliehen. Unterstützt und organisiert wird die Veranstaltung von der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH zusammen mit Kooperationspartnern, bei der die besten Abschlussfilme deutschsprachiger Filmschulen in drei Längenkategorien ausgezeichnet werden. Die Preise sind mit insgesamt 72.000 Euro dotiert. Der deutsche Nachwuchspreis FIRST STEPS, 2000 als private Initiative der Filmbranche und Wirtschaft ins Leben gerufen, ist getragen von dem gemeinsamen Wunsch, den Filmnachwuchs sinnvoll und effektiv zu fördern. So gibt die finanzielle Anerkennung den Preisträgern nach dem Studium die Möglichkeit, an neuen Projekten zu arbeiten. Seit 2004 werden sie dabei unterstützt von arrivierten Mentoren der Deutschen Filmakademie. Die 15 Nominierungen für die FIRST STEPS Awards 2010 stehen seit Ende Juli fest. Insgesamt wurden 169 Filmeinreichungen akzeptiert, davon 99 mit Spielfilmcharakter, 40 Dokumentarfilme und 30 Werbespots. Die Preisträger werden am 24. August 2010 im Rahmen der FIRST STEPS Preisverleihung im Theater am Potsdamer Platz bekannt gegeben. FIRST STEPS Awards 2010 @ Kino Babylon:Mitte Auch wenn die Preise erst morgen Abend im Theater am Potsdamer Platz vergeben werden, möchten wir schon jetzt auf die Vorführung zweier nominierter Filme am Donnerstag, 26. August 2010 um 21.15 Uhr im Kino Babylon:Mitte hinweisen, die im Rahmen der Reihe "Neuer Deutscher Film" gezeigt werden. Ob darunter auch Preisträger sind, bleibt allerdings vorerst geheim. "Heimspiel" Aufführung in Anwesenheit von Regisseuren, Schauspielern und weiteren Gästen! Donnerstag, 26. August 2010 um 21.15 Uhr Kino Babylon Mitte Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin Tel.: 030 / 2425969 Web: www.babylonberlin.de ------------------ Buchpremiere Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von FIRST STEPS ist ein Buch erschienen, das fast kostenlos zu beziehen ist. Bitte schicken Sie einen adressierten und mit € 2,20 frankierten DIN A 4 Rückumschlag an nachfolgende Adresse und die Broschüre wird Ihnen postwendend zugesandt. "Erste Schritte, zweite Filme" FIRST STEPS – Der Deutsche Nachwuchspreis GbR Mommsenstr. 73 10629 Berlin Web: www.firststeps.de In der erweiterten Ansicht, unter nachfolgendem Link, haben wir sämtliche nominierten Filme aufgelistet. Die Preisträger haben wir nachfolgend als update farbig mit X markiert. "10 Jahre First Steps Award (update mit Preisen 2010)" vollständig lesen Sonntag, 22. August 2010interfilm - Shorts and the City
Shorts and the City - Liebe, Stadt und Leidenschaft
![]() In Anlehnung an die bekannte US-TV-Soap "Sex and the City" hat sich für die nächsten shorts attack! im Berliner Kino Babylon:Mitte hat sich das Team von interfilm diesmal besondere Mühe gegeben mit "Shorts and the City" 90 Minuten voller Romantik, Begierde und Neurosen in 10 Kurzfilmen auf die Leinwand zu bringen. Bemerkenswert ist, mit welchem Eifer und Hingabe nach Themen und Filmen im Archiv gesucht wird, um diese nicht verstauben zu lassen, sondern einem geneigten Publikum jeden Monat auf im Kino präsentieren zu können. Das ist nicht selbstverständlich, denn kaum eine andere Stadt bietet diesen Service. Kurzfilme sind außer bei Festivals nahezu von der Leinwand verschwunden. Nur die Initiative der AG Kurzfilm versucht gemeinsam mit Interfilm Berlin und der Filmförderungsanstalt (FFA) ein Comeback des Kurzfilms als Vorfilm zu ermöglichen. Über die im Herbst startende Kampagne schrieben wir bereits am 26. Juli 2010 im BAF-Blog. Wir wünschen ihr viel Erfolg. Bis dahin muss das interfilm Team noch mehrmals zusammensitzen und beraten, denn auch das nächste 26. Internationale Kurzfilmfestival Berlin, das vom 16. - 21. November 2010 läuft, muss noch vorbereitet werden. Die fleißigen Kuratoren und Sichtungsgruppen sind deshalb im Moment dabei, sich durch das flimmernde Material zu arbeiten, um im Herbst ein spannendes, unterhaltsames und interessantes Programm zeigen zu können. Dazu hat sich das gesamte Team während der Sommerferien eine Woche lang in einer Brandenburger Villa am See eingenistet, um fern allen Großstadtlärms und sonstiger Ablenkungen hunderte von Einreichungen sichten zu können. Bevor das offizielle Festivalprogramm steht und wir darüber berichten können, empfehlen wir diesmal wärmstens die... shorts attack! am Mittwoch, den 25. August 2010 um 20:00 Uhr im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin Tel: 030 / 2425969 Web: www.babylonberlin.de Liebe liegt in der Luft, sie duftet nach Großstadt: In der August-Ausgabe von shorts attack! folgt interfilm urbanen Liebesgeschichten, flüchtigen Begegnungen, leidenschaftlichen und skurrilen Verabredungen und gefährlichen Sex. Die bizarren Paarungsphilosophien diverser Großstädter bieten ein unterhaltsames Bild der Liebe und der urbanen Lust. Den Anfang macht ein viel zu kurzer Animationsfilm mit witzigen Sexualpraktiken auf einer Dachterrasse. Danach treffen Klassiker wie “El Columpio” oder “Comme un air...” auf neue Kritikerlieblinge wie “Medianeras” und stargeladene Beiträge wie “Voyage d'affaires” (dessen Hauptdarstellerin Melanie Laurent 2009 in Tarantinos "Inglourious Basterds" zu sehen war). Ein musikalischer Ohrwurm aus Frankreich beendet nach ca. 90 Minuten das amüsante Programm und bleibt einem den ganzen Heimweg im Gedächtnis verhaftet. Einzelheiten zum August-Programm gibt es jetzt hier. Wir wünschen einen leidenschaftlichen Abend! Link: www.interfilm.de Montag, 9. August 2010Filmsalon anstelle des Berliner Filmforums
Nach nur drei Veranstaltungen gehen Said Yasavoli und Albrecht Behmel wieder eigene Wege.
![]() Die geschäftsführende Gesellschafter der filmforum business networks GmbH, Said Yasavoli und Albrecht Behmel, haben sich wieder getrennt und gehen wieder eigene Wege. Nach nur drei Veranstaltungen im Berliner Adagio Club unter dem Festspielhaus der Berlinale wurde das Ende des berliner filmforums per Newsletter verkündet und kurz danach der Link zur alten Homepage abgeschaltet. Inzwischen gibt es neue Infos auf Xing und Facebook zur neuen Adresse. Was ist nur los mit der Berliner Film Community? Ein über Jahre gut laufender Stammtisch der Berlin Brandenburger Film Commission (bbfc), der gemeinsam mit dem Medienboard und den Berufsverbände Produktion (BvP) und Regie (BVR) einmal im Monat durchgeführt worden war, wurde vor mehr als einem Jahr zugunsten der Veranstaltung des berliner filmforums in der Homebase Lounge aufgegeben. Obwohl der Filmstandort Berlin, trotz der internationalen Finanzkrise weiter wächst, hat das Medienboard Berlin-Brandenburg für die scheidende Geschäftsführerin des Standort-Marketings noch nicht mal einen Nachfolger präsentiert. Dagegen platzte der beliebte Treff des berliner filmforums im ehemaligen K44 in der Köthener Straße regelmäßig aus allen Nähten und fand deshalb seine Fortsetzung Anfang des Jahres im größeren Adagio Club am Marlene-Dietrich-Platz mit neuer Ausrichtung und neuem Gesellschafter. Doch nicht jedem gefiel die neue Ausrichtung, die mehr zum Event wurde und weniger filmpolitische Themen ansprach. So beschloss das Netzwerk der Berliner Filmfestivals wieder in die Homebase zurückzukehren. Ein Name für die Veranstaltung war allerdings noch nicht gefunden. Es gab aber zwei Vorschläge, die morgen am 10. August ab 19:00 Uhr beim dritten Filmtreffabend in der Homebase Lounge noch einmal diskutiert werden sollen. Filmsalon vs. Film & Friends in der Homebase Lounge ![]() Welcher Name ist es geworden? - Es wird spannend: Martin Wagenpfeil schlug vor, ganz progessiv auf `Forum: Film´ zu gehen - ein, durchaus die Sache treffender Name. Nach einem sehr anregenden ersten Diskussionsabend am 8. Juni, konnte sich keiner auf einen Titel für die Veranstaltungsreihe der Filmemacher einigen. Es gibt allerdings eine tendenzielle Präferenz für den `Filmsalon´, was aber von einigen als zu plüschig kritisiert wird. `Film & Friends´ auf der anderen Seite wurde in Anlehnung an eine bekannte Werbefirma als zu `Scholz & Friends´- mäßig kritisiert. Da man noch keinen abschließenden Beschluß treffen konnte, wurde auf der Vorstandssitzung mit Lena Krimmel, Klaus Rathje, Simon Chappuzeau und Sebastian Brose (in Vertretung) entschieden, einen weiteren Termin anzusetzen, um das Thema der Namensfindung abschließend zu beraten. Anmeldungen für die `Filmsalon vs. Film & Friends´- Mailingsliste sind unter diesem Link möglich. Zum dritten `Filmsalon vs. Film & Friends´- Diskussionsabend lädt das Netzwerk der Berliner Filmfestivals erneut am Dienstag, den 10. August ab 19:00 Uhr in die Homebase Lounge in der Köthener Str. 44 am Potsdamer Platz ein. Der zweite Treff Berliner Filmschaffender fand übrigens am 13. Juli 2010 statt. Wie immer sollen die Gespräche im Kinoherz der Hauptstadt indoor und outdoor zwischen den Berufsgruppen rund um die Kinowelt bei freiem Eintritt stattfinden. Albrecht Behmel vom berliner filmforum wird in Zukunft wieder eine eigene Gästeliste führen, um in lockeren Zeitabständen zu seinen Veranstaltungen einzuladen. Said Yasavoli wird sich zukünftig mehr auf die Filmwirtschaft (SPIO) konzentrieren und gezielt Unternehmen aus der Film- und Medienbranche zu kleineren Veranstaltungen bitten, um ein effektiveres Networking zu ermöglichen. Die neue Adresse www.filmwirtschaft.eu ist allerdings immer noch offline und auch der alte Link zum Club des Berliner-Filmforum ist tot. Fortan sollen folgende Web-Adressen im Internet geschaltet sein: www.berlinerfilmforum.de www.festiwelt-berlin.de www.homebase-berlin.net [ www.filmwirtschaft.eu ] Freitag, 30. Juli 2010Freier Eintritt für spanisches Gegenwartskino
Filmreihe: Die Stadt - neue urbane Kulturen in Spanien.
![]() Am 31. Juli und 1. August 2010 zeigt das Kino Babylon in Berlin-Mitte insgesamt fünf Filme zur Thematik des Urbanen im spanischen Gegenwartskino. Unterstützt wird die kosenlose Filmveranstaltung vom spanischen Kulturministerium und der Botschaft von Spanien in Berlin. Programm: Samstag, 31. Juli um 18:00 Uhr La Ley del Deseo von Pedro Almodóvar 1987 Synopsis: Der junge Antonio liebt den Filmemacher Pablo sowie dessen Schwester Tina, an der eine Geschlechtsumwandlung vollzogen wurde. Pablo seinerseits buhlt um Juan, der von ihm aber nichts wissen will. Als Antonio einen angeblichen Liebesbrief von Juan an Pablo findet, sucht er Juan auf und bringt ihn um. Antonio sucht den Kontakt zu Tina, während die Polizei den Mordfall untersucht. Als Antonio sich gerade bei Tina aufhält, wird Pablo klar, wer der Mörder ist und er warnt Tina. Die von Pablo alarmierte Polizei umstellt Tinas Haus, während sich Pablo als Geisel für Tina austauschen lässt. Nach einem Liebesakt mit Pablo erschießt sich Antonio. Samstag, 31. Juli um 20:00 Uhr Princesas von Fernando León de Aranoa 2005 Synopsis: Princesas erzählt von zwei Frauen in Madrid, zwei Huren, zwei Prinzessinnen. Caye ist knapp dreißig, die Prinzessin von nebenan, mit frecher Ponyfrisur und eigenwilligem Charme. Zulema kommt aus der Dominikanischen Republik, eine Immigrantin ohne Aufenthaltserlaubnis, eine Prinzessin im Exil. Anfangs stehen sie auf unterschiedlichen Seiten in einer Welt, die wenig Platz für Träume lässt. Doch bald werden sie zu Komplizinnen, Prinzessinnen auf der Suche nach ihrem Königreich. Samstag, 31. Juli um 22:15 Uhr After von Alberto Rodríguez 2009 Synopsis: Das Leben von Manuel, Ana und Julio, Freunde seit der Jugend, ist ein Betrug. Obwohl sie knapp vierzig sind und alles erreicht haben, was die Gesellschaft behauptet, dass sie glücklich machen würde, sind sie immer noch verzweifelt und suchen hoffnungslos eine Lösung für ihre Unzufriedenheit. Ihr Leben kreuzt sich in einer Sommernacht, in der sie sich wieder nach einem Jahr wieder treffen. Sie machen sich zusammen auf eine entscheidende Reise durch die Nacht: Sex, Drogen, Alkohol und Exzesse; eine Flucht in der Jugend als einzige Form, der Wirklichkeit zu entrinnen. Sonntag, 1. August um 19:00 Uhr Historias del Kronen von Montxo Armendáriz 1995 Synopsis: Kumpels, Sex, Drogen und Tod auf den Straßen von Madrid. "Kronen" ist die Bierkneipe, wo sich eine Gruppe junger Freunde mit wenigen Erwartungen versammelt. Sie nutzen die Nacht aus um ihre Abenteuer zu erleben. Irgendeine neue Erfahrung, die Geschwindigkeit, wilden Sex mit Fremden oder die Drogen können sie an die Grenze bringen, bis die Tragödie einer dramatischen Nacht ihr Leben verändert. Sonntag, 1. August um 21:00 Uhr En la Ciudad von Cesc Gay 2003 Synopsis: Das ist die Geschichte einer Gruppe von Freunden aus Barcelona, einer Reihe von typischen Grosstadtmenschen der großen Stadt. Komische und dramatische Geschichten zu seinen Beziehungen, seinen Prinzipien, Untreuen, Lügen und geheimen Wünschen. Als gute Freunde treffen sie sich fast täglich. Aber versteckt hinter dieser Alltagsfassade halten sie immer noch einen großen Teil Ihres Lebens geheim. Nur die Zuschauer sind Zeugen von allem und die einzigen, die die Wahrheit entdecken. EINTRITT FREI Kino Babylon Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin Tel.: 030 / 2425969 Web: www.babylonberlin.de ------------------------------ Colloquium Darüber hinaus findet ein moderiertes Colloquium im Stilwerk Berlin statt und das Team des Designbüros »El Último Grito« präsentiert am Montag, den 2. August ihr neues Buch "Abandon Architectures" Stilwerk Berlin 19:00 Uhr Kantstraße 17 10623 Berlin 6. OG ------------------------------- Vernissage Am 5. August folgt eine Ausstellungseröffnung mit LIVE ACT PAINTING von SatOne - Spok - Okuda um 20:00 Uhr im alten Tagesspiegel Gebäude in der Potsdamer Straße. Die Ausstellung ist ab 6. August bis zum 29. August von Di.-Sa. zwischen 12:00-20:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Altes Tagesspiegel Gebäude Potsdamer Straße 85 10785 Berlin Infos unter: www.mcu.es/novedades/2010/Nuevas_culturas_urbanas_Berlin.html und www.inkandmovement.com oder www.pluralform.com/news/inkandmovement Donnerstag, 29. Juli 2010Vorgeschmack auf das Media Facades Festival im MMX
Upgrade! Berlin und MXX präsentieren einen Vorgeschmack auf das Medienfassaden Festival 2010.
![]() Genau zur "Langen Nacht der Museen" startet in Berlin am 28. August mit Connected Cities das Medien Fassaden Festival Europe 2010. Doch schon jetzt gibt es einen Vorgeschmack auf einige Videos im MMX Open Art Venue. Unweit vom "Tacheles", der bekannten ehemaligen Kaufhaus Ruine in der Oranienburger Straße, die nach der Wende Künstler besetzten und als unabhängiger Ort urbaner Kunst zum Touristen-Mekka hochstilisiert wurde, liegt in der Linienstrße 142/143 mit dem MMX Open Art Venue e.V. einer der letzten Underground Resorts. Während der Insolvenzverwalter den Tacheles Künstlern inzwischen gekündigt hat und sogar eine Räumung des Hauses anberaumt wurde, sind die MMX Projekte von Anfang an zeitlich begrenzt geplant. Vom 16.7.-20.8. 2010 können in bisher kaum bekannten Hinterhöfen und versteckt liegenden, ruinösen aber dennoch charmant gestalteten Räumen, Kunstobjekte und Videos zum Teil auf Großbildleinwänden betrachtet werden. MMX bietet neben Videos, Wandmalerei, Installationen, eine Bar und Berliner Flair. In acht Räumen bzw. Kojen können 12 Künstler bewundert werden. Unter den Videos lässt sich schon jetzt eine Auswahl der Werken kennen lernen, die auch beim Medienfassaden Festivals Europa 2010 gezeigt werden. MMX präsentiert das Berlin/Chicago Video Programm mit Werken folgender Künstler: MIG ist beispielsweise eine Persiflage auf Googles Street Cars, die beim Abfotografieren ganzer Straßenzüge auch heimlich Daten von WLAN Netzen ausspionierten. MIG - Men In Grey sind zwei ominöse Herren, ganz in Grau gekleidet, die mit zwei Aktenkoffern durch die Straßen ziehen. Eigentlich nichts Besonderes, wenn auf den Koffern nicht deutlich sichtbar Bildschirme angebracht wären. Doch diese funktionieren nicht als Werbeträger, sondern als OFFICE CLEANER. Überall wo Leute mit Laptops in den Cafés sitzen, tauchen die Herren auf und filmen nicht nur die Gäste, sondern sammeln im Vorbeigehen deren Daten ein und löschen sie von Ferne sogar von den Laptops. Danach werden ihre Koffer vor den erschrockenen, ahnungslosen Passanten geöffnet und heraus fallen lauter Speicherkarten mit den gesammelten Daten, die die Herren in Grau auf der Straße zertreten. Zweites Beispiel ist ein Video mit einem kleinen, fast nackten Bub, der als Mini Tarzan im Großstadt-Dschungel einen Unterschlupf sucht. Dabei findet er ein Loch, das ein wenig an das Loch im kürzlich neu gedrehten Disney-Films "Alice in Wonderland" erinnert. Dort taucht der Knabe in das Reich der Fabelwesen ein, die ihm im Urwald seiner Träume begegnen. Die Fabelwesen erinnern allerdings an animierte Plastikfiguren aus einer Kellogg's Corn Flakes Packung. Womit wir bei der Werbung wären. Doch genau das ist der Punkt, der beim Media Facades Festival auf's Korn genommen werden soll. Auch Men In Grey wird als Warnung vor Datenmissbrauch beim Fassadenfestival Ende August auf eine große Leinwand hoch auf den Schöneberger Gasometer gebeamt und weithin sichtbar die Stadt erleuchten. Das Festival ist ein Pilotprojekt, in dem Künstler und Mediendesigner die vernetzte Bewegtbildinfrastruktur im Stadtraum für einen transnationalen Kunst- und Kulturaustausch in Joint Broadcasting Events nutzen. Ein Projekt initiiert von Public Art Lab Berlin, in Kooperation mit Ars Electronica Futurelab (Linz), FACT (Liverpool), MAL (Brussel), m-cult (Helsinki), Medialab-Prado (Madrid) und Kitchen (Budapest). In ganz Europa, in den Städten Madrid, Liverpool, Budapest, Brüssel, Helsinki, Linz und Berlin soll das Media Facades Festival den weltweiten Trend zu großformatigen digitalen Bildelementen im öffentlichen Raum reflektieren, die derzeit hauptsächlich von kommerziellen Inhalten und Interessen dominiert werden. Als Gegenbewegung zum hauptsächlichen Gebrauch von Medienfassaden als kommerzielle Werbefläche will das Festival ein Forum für gesellschaftsrelevante Themen im öffentlichen Raum schaffen und die wachsende Bewegtbildinfrastruktur für eine junge Kulturszene öffnen. Dabei wird die Idee eines aktiven Bewohners der Stadt im Gegensatz zum wohlerzogenen Konsumenten vertreten. Let´s reclaim the Screens - als Format für das Schaffen und den Austausch von Kultur, die Stärkung lokaler kreativer Unternehmen und die Unterstützung lokaler Akteure! Es ist an der Zeit, ein Sichtfenster zwischen virtuellem und realem öffentlichen Raum zu schaffen, basierend auf neuen Kooperationsmodellen zwischen gesellschaftspolitischer, kultureller, architektonischer Ästhetik und ökonomischen Interessen. Upgrade! Berlin wurde 2006 in Berlin von Public Art Lab initiiert. Diese Reihe ist Teil eines großen internationalen Netzwerkes von verschiedenen Plattformen in unterschiedlichen Ländern Europas, der USA, Südamerikas und Afrikas. Das Upgrade! International Network existiert seit 2009 mit dem Ziel, künstlerische Projekte, die sich mit dem Thema mediale Kunst und digitale Kultur beschäftigen, zu produzieren und zu präsentieren. Upgrade! Berlin findet an unterschiedlichen Veranstaltungsorten statt. Jede Veranstaltung bietet daher die Möglichkeit, die neuesten Entwicklungen im Bereich Medienkunst und neue und spannende Plätze in Berlin zu entdecken. Upgrade! Berlin wird organisiert von Ela Kagel - mit Unterstützung des transmediale Festivals für Kunst und Digitale Kultur. MMX Open Art Venue e.V. Linienstraße 142/143 10115 Berlin-Mitte Mail: info@mmx.mx Web: www.mmx.mx oder www.mmxberlin.com Link: www.upgrade-berlin.net und www.mediafacades.eu Dienstag, 27. Juli 2010Hot Shots - Shorts Attack wird 100!
Das 100. Jubiläum wird mit einem Rekord gefeiert: 22 kurze Knaller in 85 Minuten.
![]() Seit 2002 Monat für Monat ein Kurzfilmprogramm! Dies ist europaweit, ja vielleicht weltweit einzigartig. Immer aufs Neue sucht interfilm Berlin, das Internationale Kurzfilmfestival, Themen, findet Filme und feiert mit seinen Gästen aus aller Welt und einem begeisterungsfreudigen Publikum. Mit Shorts Attack gelang es dem Team, das Image des Kurzfilms und seine Präsenz in der Berliner Kinolandschaft nicht nur nachhaltig zu stärken, sondern konnte durch eine gemeinsame Initiative mit der AG Kurzfilm und der KurzFilmAgentur Hamburg Fördergelder für eine Kurzfilmkampagne von der Filmförderungsanstalt (FFA) erlangen. Bereits gestern berichteten wir im BAF-Blog von der Kampagne Kurz vor Film, die das Ziel hat bundesweit für die Wiederbelebung des Kurzfilms als Vorfilm im Kino zu werben. Zum 100. gönnen die Shorts Attack den geneigten Fans einen bunten Strauß kurzer Knaller: 22 Filme in 85 Minuten! HOT SHOTS lädt zu sommerverträglichen Pointen und kurzweiligen Perlen, wie die Premiere der animierten Serie "Log Jam". Mit dabei sind Publikumslieblinge aus der Geschichte von Shorts Attack und international gefeierte Werke. Hochwertiges trifft Kurzweiliges. Willkommen! Besonders freut uns vom BAF, endlich mal die neun Minuten lange norwegische Komödie CAMPING in voller Länge sehen zu können. Die am Anfang und am Ende des nachfolgenden Trailers evident kreischende Dame ist schon oft in verschiedenen Trailerfassungen der Shorts Attack aufgetaucht. Neben diesem Kurzspielfilm laufen auch etliche Animationsfilme. Manche sind mit weniger als einer Minute extrem kurz, aber besonders prägnant. Passend zur Sommerszeit dreht sich einiges um Strand, Stau und Hitzewelle. Den Abschluss bildet ein Shocker aus Australien, der nichts für schwache Nerven ist und einen nach vergnüglichen Minuten wieder zurück in den Alltag und die oft gefährliche Realität wirft. Shorts Attack Trailer auf YouTube: Und nach dem Programm gibt es eine Ghettoblaster-Party auf dem Platz vor dem Babylon! - DJ Rumsbums - Mitfeiern! Am Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 20:00 Uhr im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz [U2] Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin Info: www.babylonberlin.de Kontakt interfilm Berlin Management GmbH Internationales Kurzfilmfestival und Kurzfilmverleih Tempelhofer Ufer 1a 10961 Berlin Tel.: 030 / 25 29 13 22 Fax: 030 / 693 29 59 Web: www.interfilm.de Sonntag, 18. Juli 2010Jetzt Karten sichern für Berlins Music Week
Branchentreff und Kongress für internationale Musiker.
![]() Die Kultur & Kreativbranche hat mit Berlins Music Week eine neue Messe bekommen, die auch für jene interessant sein dürfte, die als Musiker hauptsächlich für Film und Fernsehen arbeiten. Unter dem Logo All together Now fand bereits letztes Jahr eine mini Messe statt, die als Ersatz für die PopKomm in der Homebase Lounge veranstaltet wurde. Wir berichteten ausführlich am 15. September 09. Dieses Jahr wird allerdings alles größer und man bespielt die neu eingeführte Location des alten Flugplatzes Tempelhof, die bereits zur Mercedes-Benz Fashion Week mit der Bread & Butter einer der faszinierenden Anziehungspunkte für Presse, Insider und Fachpublikum war. Der gut eingeführte Name "Berlin Fashion Week" der neuen Berliner Modewoche gab den Ausschlag mit der "Berlin Music Week" vom 6. - 12. September 2010 dem Erfolg nachzueifern, denn die Berliner Musik Szene ist in den letzten zwei Jahrzehnten stetig gewachsen. Eigentlich kann man sagen, dass seit der ersten Berliner Love Parade 1989 die Stadt zum heimlichen Zentrum der elektronischen Musik geworden ist. Doch mit der PopKomm, die deshalb extra von Köln nach Berlin verlagert wurde, kommen natürlich auch andere Musikrichtungen zur Geltung. Dennoch ist mit der Berliner ClubNacht am 11. September 2010 zum Abschluss aller Veranstaltungen, die Techno Szene in der Übermacht. Berlins Music Week ist der Abschluss der Medienwoche@IFA, die Leitveranstaltung für die konvergente Medienwelt während der Internationalen Funkausstellung (IFA), zu der vom 03.09.-08.09.10 mehr als 15.000 Fach- und Kongressbesucher, 6.000 Journalisten aus 70 Ländern und 1.250 Ausstellern kommen. Link: www.berlin-music-week.de Freitag, 16. Juli 2010Statt Eis und Schnee: Berlinale im Sommer und draußen
Freiluftkino Friedrichshain zeigt Berlinale Highlights
![]() Vom 16. – 19. Juli 2010 zeigt das radioneins Freiluftkino Friedrichshain bei der 8. Sommer Berlinale fünf Highlights aus dem Programm der 60. Internationalen Filmfestspiele, die noch nicht in den deutschen Kinos gestartet sind. Neben Bal (Honey), dem Gewinner des Goldenen Bären, werden Publikumserfolge aus den Sektionen Panorama, Forum und der Perspektive Deutsches Kino gezeigt. Festivaldirektor Dieter Kosslick wird die Sommer Berlinale eröffnen und die Sektionsleiter Wieland Speck, Christoph Terhechte und Linda Söffker sowie Programm Manager Thomas Hailer werden die Filme präsentieren. Freitag, 16.7.2010, 21:30 Uhr Berlinale Perspektive Deutsches Kino: Renn, wenn Du kannst, Deutschland 2010, Regie: Dietrich Brüggemann,112 min. Präsentiert von Linda Söffker, Sektionsleiterin Perspektive Deutsches Kino: Ben ist intelligent, witzig und er sitzt im Rollstuhl. Zusammen mit seinem Zivi lernt er die Cellistin Annika kennen. Die drei werden Freunde – bis sie sich verlieben. Was wie ein Spiel beginnt, wird für Ben zu einer Reise zu seinen größten Ängsten. Der Film gewann auch den Publikumspreis auf dem Filmfestival Ludwigshafen, dem www.festival-des-deutschen-films.de, das vom 16.-27. Juni 2010 stattfand. Eine Wiederholung des Filmes zeigt das achtung Berlin Festival in Kooperation mit der Yorck Kinogruppe auf dem Sommerkino Kulturforum am Potsdamer Platz am 28. Juli 2010 um 21:30 Uhr. Samstag, 17.7. 2010, 21:30 Uhr Berlinale Shorts: Händelse Vid Bank, Schweden 2010, Regie: Ruben Östlund, 10 min. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären für den besten Kurzfilm: Eine genaue und witzige Rekonstruktion eines missglückten Banküberfalls, der sich im Juni 2006 zutrug. Eine Echtzeitstudie mit mehr als 96 Beteiligten, die vor der Kamera Aufstellung nehmen. Berlinale Wettbewerb: Bal (Honig), Türkei/Deutschland 2010, Regie: Semih Kaplanoglu, 104 min. Präsentiert von Programm Manager Thomas Hailer. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären 2010: Nach Yumurt (Egg) und Süt (Milk) der dritte und letzte Film in Semih Kaplanoglus Trilogie: Die Geschichte eines Sechsjährigen, der auf der Suche nach seinem verschollenen Vater, einem Bienenzüchter, ganz allein in einen geheimnisträchtigen Hochwald aufbricht. Sonntag, 18.7.2010, 21:30 Uhr Berlinale Panorama: Son of Babylon, Irak/Großbritannien/Frankreich/ Niederlande/Palästinensische Gebiete/ Vereinigte Emirate / Ägypten 2009, Regie: Mohamed Al-Daradji, 90 min. Präsentiert von Wieland Speck, Sektionsleiter Panorama: Eine Reise durch Irak, ein aufgewühltes Land in dem niemand weiß, wie es weiter gehen wird. Ein Junge und seine Großmutter begeben sich auf die Suche nach dem Vater des Jungen, der seit dem Golfkrieg vermisst wird. Montag, 19.7.2010, 21:30 Uhr Berlinale Forum: Winter’s Bone, USA 2010, Regie: Debra Granik, 100min. Präsentiert von Christoph Terhechte, Sektionsleiter Forum: Die Familie darf nicht auseinanderfallen. Dafür brauchen sie das Haus, das Rees Vater noch schnell verkauft hat, bevor er verschwand. Ree muss ihn finden, tot oder lebendig. Ihr Weg führt zu Verwandten, die viel mehr wissen, als sie sagen wollen. Weitere Informationen unter www.freiluftkino-berlin.de. Außerdem zeigen das Open-Air in Köln (www.filmfestivals-koeln.de) sowie das mobile Kino Nürnberg (www.sommernachtfilmfestival.de) im Juli und August Filme aus dem jüngsten Berlinale Programm. Quelle: Pressemitteilung der Berlinale Internationale Filmfestspiele Berlin Potsdamer Straße 5 10785 Berlin P.S. Ein interessantes Interview führten hier unsere Blog-Kollegen von den Berliner-Filmfestivals im Vorfeld der Veranstaltung mit dem Leiter der Berlinale, Dieter Kosslick. Dienstag, 13. Juli 2010Veranstaltungen zur Medienwoche@IFA 2010
Während der Internationalen Funkausstellung finden wieder zahlreiche Veranstaltungen statt.
![]() Ein Kommentar im Eintrag vom letzten Jahr machte uns darauf aufmerksam, dass auch dieses Jahr für die Teilnahme an Workshops im Rahmen der Internationalen Funkausstellung (IFA) eine frühzeitige Anmeldung meist erforderlich ist. Journalisten und Medienfachleute können zwar oft auch im letzten Augenblick eine Akkreditierung erlangen, doch beim M100 Sanssouci Colloquium, dem Jugend Medien Workshop für Nachwuchskräfte ist dies leider nicht mehr möglich, denn Bewerbungsschluss war der 6. Juli 2010. Der M100 Jugend Medien Workshop ist Teil der jährlich in Potsdam stattfindenden internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium und findet in diesem Jahr zum 6. Mal statt. Er richtet sich an junge Nachwuchsjournalisten und Jungredakteure zwischen 18 und 26 Jahren aus ganz Europa. In diesem Jahr wurden die Bewerber gebeten, einen Text zum Thema „Die Kraft der Vierten Gewalt – Investigativer Journalismus in meinem Land“ zu schreiben. Vom 23. bis 26. August 2010 können insgesamt 30 ausgesuchte Nachwuchsjournalisten beim sechsten M100 Jugend Medien Workshop teilnehmen. Der Workshop - geleitet von professionellen investigativen Journalisten - wird in englischer Sprache gehalten. Er findet in enger Zusammenarbeit mit Netzwerk Recherche in der Electronic Media School in Potsdam-Babelsberg statt. Weitere Kooperationspartner sind die European Youth Press und die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. Förderpartner ist u.a. das Medienboard, die Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Die Workshops sollen sich sowohl mit praktischen Übungen (Einführung in den investigativen Journalismus: Recherchepraktiken, Informantenpflege, Fragestellungen), als auch mit theoretischen Fragen beschäftigen (welche Funktion erfüllt der investigative Journalismus und welche Rolle wird er in der digitalen Medienlandschaft von morgen spielen?). Mit der Eröffnung der 50. IFA am Freitag, dem 03. September, fällt der Startschuss für die medienwoche@IFA 2010. Sechs Tage lang vereint sie unter ihrem Dach die weltgrößte Messe für Consumer Electronics IFA (03.09.-08.09.10), den Internationalen Medienkongress (06.09.-07.09.10), Events wie die medianight, das M100 Sanssouci Colloquium, den M100 Medien Preis, den Deutschen Nachwuchspreis FIRST STEPS und die Eröffnung der Berlin Music Week. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten in Berlin und Potsdam statt. Der Internationale Medienkongress im ICC bietet den Besuchern am Montag, 06.09., und Dienstag, 07.09., ein kompaktes Konferenzprogramm. In Keynotes, Vorträgen und Podien mit nationalen und internationalen Branchenexperten geht es um die Themen der Stunde in Medienpolitik und Medienmarkt: die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Internet und digitale Gesellschaft, die neue Rolle der Sozialen Medien, Neue Öffentlichkeit und Datenschutz, Urheber- und Leistungsschutzrecht, die Finanzierung und Förderung von Qualitätsinhalten. In Screenings und Präsentationen werden neuer Content und neue Geschäftsmodelle, Geräte und Technologien vorgestellt. Bis zum 30.07.2010 gibt es für "Early Bird Anmeldungen" bei der Medienwoche@IFA Ermäßigungen. Weitere Informationen mit dem gesamten Event Kalender von Juli - September 2010 finden sie hier bei der Medienboard GmbH oder beim Web Week Kalender von Berlin Partner. Sanssouci Colloquium M100 Office Am Alten Markt 14467 Potsdam Tel.: 0331 / 2010-100 Fax: 0331 / 2010-111 Mail: contact@m100potsdam.org Web: www.m100potsdam.org Sonntag, 11. Juli 2010Max und Marcel Ophüls im Zeughaus Kino
Das Kino im Deutschen Historischen Museum widmet sich im Juli OPHÜLS & OPHÜLS.
![]() Der Max-Ophüls-Preis, das jährlich im Januar stattfindende Saarbrücker Filmfestival, gilt der Förderung deutschsprachiger Nachwuchsregisseure. Jetzt besinnt sich das Zeughaus Kino im Deutschen Historischen Museum, dass mit Marcel Ophüls sein Sohn als einer der größten Dokumentaristen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden kann und vereint Vater und Sohn in einer umfassenden Berliner Filmreihe, die außer Montags täglich noch bis Ende des Monats läuft. Es ist der Verdienst der Kommunalen Kinos, Filme zeigen zu können, die regulär in keinem anderen Kino finanziell durchzustehen wären. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit früher darauf hinzuweisen, da unsere Kapazitäten begrenzt sind und uns andere aktuelle Themen wichtiger erschienen, die man nicht überall nachlesen kann. Wer sich für spezielle Filmreihen und News aus Berliner Festivals interessiert, wird aber meist ausgiebig und frühzeitig auch von unseren Blog-Kollegen des Netzwerkes Berliner Festivals informiert. Der 82 jährige Marcel Ophüls, geboren am 1. November 1927 in Frankfurt am Main, lebt immer noch im Exil in den spanischen Pyrenäen. Sein Vater Max Ophüls, der mit seiner Familie 1933 aus Berlin vor den Nazis nach Paris geflüchtet war, erfuhr rechtzeitig, dass er auf einer schwarzen Liste der Gestapo stand und verkroch sich deshalb ins Gebirge, wo die Familie überlebte. Den damals 13jährigen Sohn Marcel prägten die Ereignisse mit Adolf Hitler, sodass er fortan den Zusammenhang von Politik und Alltag in Dokumentarfilmen darstellen wollte. Seine Arbeitsweise lässt sich gut an dem Dokumentarfilm "Novembertage" über den Mauerfall in Berlin und die nachfolgenden Monate studieren. Er verwendete Ausschnitte von Fernsehberichten und suchte nach langer Recherche die Menschen auf, die darin sein Interesse weckten, um mit Ihnen vor der Kamera die Ereignisse zu besprechen. Gleichzeitig unterhielt er sich mit Politikern und Schriftstellern darüber, wie sie die Unruhe und Umbrüche wahrnahmen und heute interpretieren. Es ist ein Film, der sich aus vielschichtigen Erzählungen und Bildern zusammensetzt. Die "Novembertage" haben wir nicht in dem umfangreichen Programm des Zeughaus Kinos entdecken können. Dafür gibt es andere selten gezeigte Filme vor allem seines Vaters. Das Programm von Juli 2010 ist hier einsehbar. Im August ist das Zeughauskino nur in der Langen Nacht der Museen am 28. August geöffnet. Übrigens ist weder das Zeughaus Kino noch das Kino Arsenal, das Institut für Film und Videokunst der ehemaligen Freunde der Deutschen Kinemathek, ein echtes Kommunales Kino, das vom Land finanziert wird. Beide haben das Glück an Bundesgelder zu gelangen, wodurch sie eine Sonderstellung genießen. Vielerorts mussten Kommunale Kinos schließen, da die begrenzten Landesmittel oft ein erfolgeiches Programm nicht mehr zuließen. In einigen Städten sind solche Kinos an gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Vereine übergegangen, um die Nachfrage nach besonderen Filmen dennoch befriedigen zu können. In Berlin existiert kein echtes Kommunales Kino mehr. Auch das Kino Babylon:Mitte am Rosa-Luxemburg-Platz kann an andere Gelder, z.B. die der Landesmedienanstalt gelangen, da der Fokus auf Ausrichtung von Festivals gelegt wurde. Das ist löblich, schränkt aber die Programmgestaltung ein, sodass auf spezielle Wünsche des Publikums, wie es an anderen Orten üblich ist, nicht eingegangen werden kann. Die Berliner Filmverbände BFFV und BAF veranstalten deshalb gemeinsam einmal im Monat mit der Reihe Kontakte im Kino Toni eine besondere Filmvorführung, bei denen die Regisseure im Anschluss Rede und Antwort stehen müssen. Näheres über die letzte Veranstaltung vor der Sommerpause, bei der der DEFA Film "Die Lügnerin" gezeigt wurde, können Sie hier nachlesen. Samstag, 10. Juli 2010Kreativbranche feiert ausgiebig auf Sommerpartys
Bei Berlin, Beats & Boats treffen am 10. Juli 2010 Berliner Musiker und VJ's auf internationale Stars.
![]() Mehr als 15 Jahre lang richteten sich Mitte Juli die Augen der Fernsehkameras auf die Loveparade in Berlin. Von 1989 an fand sie zuerst auf dem Kurfürstendamm statt, danach auf der Straße des 17. Juni, der heutigen Fanmeile der FiFA Fußball-WM. Nach Zwist mit dem Senat über einen Alternativstandort der Paradestrecke wurde das Ende 2006 beschlossen und die Parade ins Ruhrgebiet vergeben. Das ist auch gut so, denn dieses Jahr feiert die westdeutsche Region um die Stadt Essen als Kulturhauptstadt RUHR 2010 ein wichtiges Ereignis, wo die Loveparade am 24. Juli 2010 im naheliegenden Duisburg gut hineinpasst. So richtig traurig müssen wir in Berlin wegen des Verlustes einer Institution und Jugendbewegung nicht sein. Berlin erfindet sich immer wieder neu. Gestern ging die Fashion-Week zu Ende, doch die Kultur- und Kreativbranche mit Designern, Musikern und vielen Anderen feiert auf der heute stattfindenden Berlin, Beats & Boats weiter. Abends bekommen dann die Videojockeys (kurz VJ's) beim East Port Festival in der Arena Treptow und in angrenzenden Locations ihren Auftritt, wenn sie im Takt der Musik die Hallen in bezaubernde Visualisierungen tauchen. Insgesamt an vier Wochenenden wird zum Feiern in Stadt an Strand oder Fluss aufgerufen. Am 8. August geht es am Strandbad Grünau weiter. Der Höhepunkt folgt mit der POPKomm, die vom 8.-10. September auf dem Flughafen Tempelhof ihren Einstand feiert. Vorab gibt es bereits etliche Veranstaltungen bei der Medienwoche@IFA und der Internationalen Funkausstellung (IFA), die vom 3.-8. September am Funkturm stattfindet. Wer bereits jetzt auf einem der 12 Schiffe bei “Berlin, Beats & Boats” dabei ist, kann sich glücklich schätzen, denn die Floats der mini Loveparade auf dem Wasser sind ausverkauft. Das Cruisen bei Technomusik entlang der Spree bis zum Müggelsee elektrisiert noch immer und steckt die am Ufer zuschauenden Raver meist zum Mittanzen an. Dutzende von privaten Booten und mit Kameraleuten bewaffnet werden die Flotte bei hochsommerlichen Temperaturen wieder begleiten und Bilder an die Fernsehanstalten liefern. Für die Arena Treptow und dem Glashaus am Abend soll es allerdings noch Karten geben bzw. ein Nacheinlass in der Nacht gewährt werden. Link: WWW.STADTSTRANDFLUSS.DE
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