Mittwoch, 8. September 2010GREEN SCREEN - Naturfilmfestival an der Ostsee
Im Ostseebad Eckernförde gibt es die schönsten Tierfilme der Welt.
![]() Die Ostsee gilt gemeinhin als "Badewanne Berlins" weil die Urlaubsorte so nah liegen und in kurzer Zeit mit dem Auto oder der Bahn gut zu erreichen sind. Auch wenn die Inseln Usedom und Rügen vielleicht ein wenig bekannter sind, so lohnt doch ein Abstecher nach Eckernförde weiter nördlich am Festland, westlich der Insel Fehmarn. Zwar ist die Urlaubshochsaison inzwischen vorbei, dafür sind in der Nebensaison die Übernachtungen preiswerter und der Erholungswert an der Seeluft nicht minder gut. Vom 9. bis 12. September 2010 lädt das Ostseebad zum vierten Mal zu Deutschlands bedeutendstem Naturfilmfestival "Green Screen" ein. Einer der brandneuen Naturfilme, die noch dieses Jahr ins Kino laufen, ist "SERENGETI" im Verleih der Buena Vista International, einer Distribution der Walt Disney Studios Motion Pictures. So, wie im nachfolgenden Trailer haben Sie Afrika noch nie gesehen. Serengeti startet am 04.11.10. Ob dieser beeindruckende Film auch auf dem Naturfilmfestival "Green Screen" läuft, konnten wir nicht in Erfahrung bringen, doch der Trailer auf der Homepage des Festivals ist mindestens ebenso berauschend schön. Inzwischen hat sich die Veranstaltung in Eckernförde vom Geheimtipp zu einem Treffpunkt für die internationale Naturfilmbranche entwickelt, bei dem sich Filmemacher und Filmfreunde aus der ganzen Welt einen Überblick über die neuesten und besten Natur- und Umweltfilme verschaffen können. Serengeti Kinostart: 04.11.10 Genre: Dokumentation Regie: Reinhard Radke (Deutschland 2010) Schon im Vorjahr begeisterten fast 90 Filme aus über 20 Nationen die mehr als 8.000 Besucher. Auch 2010 verspricht das Programm wieder einzigartige, atemberaubende Naturfilmaufnahmen zu bieten. Allerdings zeigt "Green Screen" nicht nur schöne Filme, sondern will auch aufklären, um der fortschreitenden Zerstörung der Umwelt und der Artenvielfalt entgegenzuwirken. Gleichzeitig wird damit das Publikum für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Tiere sensibilisiert. In einer Retrospektive widmet sich das Filmfestival der legendären Fernsehreihe "Expedition ins Tierreich", die vor 50 Jahren erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Zum Schluss wir außerdem der begehrte Heinz-Sielmann-Filmpreis verliehen, der von der Witwe des bekannten Tierfilmers, Inge Sielmann am letzten Abend übereicht wird. Link: www.greenscreen-festival.de Samstag, 4. September 2010LUCAS - Internationales Kinderfilmfestival
33. LUCAS - Internationales Kinderfilmfestival (Frankfurt/Main) im Filmforum Hoechst.
![]() Der Stadtteil Hoechst in Frankfurt/Main war einst der Inbegriff für die Farbwerke Hoechst, dem Chemie Konzern, der in der Nachkriegszeit maßgeblich zum Wirtschaftswunder der Bundesrepublik Deutschland beigetragen hatte. Neben Arzneien und Kunststoffen war der Hoechst Konzern eigentlich auf allen Gebieten aktiv. Die ersten Mikrofilme zur Archivierung wichtiger Daten wurden hier ebenso hergestellt, wie die erste Präsentation eines Faxgerätes, das über normale Telefonleitung Farbfaxe in hoher Auflösung versenden konnte. Nach diversen Fusionen mit französischen Firmen verschwand der Name Hoechst jedoch 2004 endgültig aus der Öffentlichkeit und übrig blieb der fast unaussprechliche Name Sanofi-Synthélabo, dessen Konzern am Berliner Potsdamer Platz im Sony Gebäude eine Dependance hat. Geblieben an Hoechst ist jedoch die Erinnerung, denn sogar im Kultur- und Filmbereich war Hoechst AG sehr aktiv. Beliebt waren in den 60er bis 80er Jahren vor allem die sonntäglichen Film-Matinées mit spannenden Themen aus Forschung und Entwicklung, die auch in Berlin gezeigt wurden. Der Andrang war oft so groß, dass die Veranstaltungen zuletzt sogar ins große ICC verlegt wurden, da der Platz weder im größten Kino Berlins, dem Zoo Palast ausreichte, noch in der ehemaligen West-Berliner Kongresshalle, im Volksmund "Schwangere Auster" genannt - jetzt Haus der Kulturen der Welt (HKW). Das Gegenstück zur Berliner Kongresshalle war in Frankfurt/Main die Hoechster Jahrhunderthalle, deren geschwungene, runde Kuppel mit einem Durchmesser von 100 m auf rechteckigen Grund zum Markenzeichen des ehemaligen Konzerns in den 60er Jahren wurde. Für das LUCAS-Kinderfilmfestival ist die Halle allerdings etwas zu groß, sodass das Kinderfestival dieses Jahr im Kommunalen Kino, dem Filmforum Hoechst in der Altstadt stattfindet. Deutsches Filmmuseum wegen Umbau geschlossen. Eigentlich sollte das LUCAS-Filmfestival vom 05.09. - 12.09.2010 wie in den Vorjahren wieder im Deutschen Filmmuseum Frankfurt durchgeführt werden. Doch das Museum ist aufgrund einer zeitgemäßen Erneuerung bis 2011 geschlossen, sodass das sich das Filmforum in Hoechst als Ausweichquartier anbot. Zweite Abspielstätte ist das CineStar Metropolis direkt in der Innenstadt von Frankfurt/Main am Eschenheimer Tor. Kinderfilme haben durch die neuen Stereo 3D-Animations- und Zeichentrickfilme von Disney und Pixar sowie den dänischen A. Film Studios und vielen anderen Produzenten enormen Aufschwung bekommen. Sie sind inzwischen zum Hoffnungsträger des Kinos und des Familienfilms aller Generationen avanciert. Grund genug das LUCAS-Filmfestival einmal besonders zu erwähnen, da es in Deutschland neben dem "Goldenen Spatz" in Erfurt und dem Trickfilm & Animationsfestival (ITFS) in Stuttgart zu den bedeutenden Kinderfilmfestivals gehört. Ein Festival mit Anspruch Filme sehen zählt im Alltag von Kindern und Jugendlichen zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Dem wird das Internationale Kinderfilmfestival LUCAS nunmehr über 35 Jahren gerecht und präsentiert auch dieses Jahr Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren spannende Filme. Das unabhängig ausgewählte Wettbewerbsprogramm enthält künstlerisch und thematisch wertvolle Filme, die fremde Kulturen verständlich machen, Kinder in ihren Wahrnehmungsgewohnheiten schulen und damit mehr als nur Unterhaltung bieten. Für Fachbesucher aus dem In- und Ausland bietet der Filmmarkt mit allen Wettbewerbsbeiträgen und eigens dafür eingeladenen Produktionen einen einzigartigen Überblick über die weltweite Kinder- und Jugendfilmproduktion. Das LUCAS Programm 2010 • Neun aktuelle Lang- und achtzehn Kurzfilme im internationalen Wettbewerb • Alle Filme der neuen Kinderfilmedition im Filmforum Höchst • Fünf Filme im PANORAMA – Filme für (junge) Erwachsene wendet sich an ein jugendliches Publikum • Hessen-Premiere von DAS SANDMÄNNCHEN – ABENTEUER IM TRAUMLAND am Freitag, 10. September 2010, um 18 Uhr • Feierliche Eröffnung am Sonntag, 5. September 2010, um 14 Uhr im CineStar Metropolis • Feierliche Preisverleihung am Samstag, 11. September 2010, um 18 Uhr im CineStar Metropolis • Wiederholung der diesjährigen LUCAS-Preisträger am Sonntag, 12. September 2010 • Verschiedene Workshops und Werkstattgespräche für Kinder • LUCAS Aktiv mit Filmgesprächen, Legetrick im Superformat und der TRICKBOXX Das Programmheft 2010 mit ausführlichen Informationen finden Sie hier: LUCAS-Programmheft (PDF) . Web: www.lucas-filmfestival.de Donnerstag, 2. September 201018. Internationales Filmfestival ContraVision
An zwei Wochenenden zeigt ContraVision im Kino BlowUp No-Budget Kurzfilme.
![]() An den nächsten beiden Wochenenden konkurrieren beim 18. Internationales Filmfestival ContraVision wieder Filme unabhängiger und freier Filmemacher mit Filmen aus dem Bereich der Film- und Kunsthochschulen sowie mit kommerziellen Produktionen um die Gunst der Zuschauer. Die renommierten ContraVision Awards werden seit 18 Jahren ausschließlich vom Publikum in geheimer Wahl an die Tages- und Gesamtsieger vergeben. Zugelassen sind Kurzfilme aller Genres bis zu einer Länge von 30 Minuten, ein Thema ist nicht vorgegeben. Mit Filmen sowohl aus Deutschland als auch aus Übersee, von No-Name-Filmemachern, Studenten und Absolventen verschiedener Film- und Kunsthochschulen bis hin zu kommerziellen Produktionen, die mit kleinem bis keinem Budget realisiert wurden, richtet sich ContraVision an alle, die Kurzfilme leidenschaftlich lieben. Im renommierten Programmkino „Blow Up“ in Berlin Prenzlauer Berg werden die ausgewählten Beiträge am 3. - 4. September und am 10. - 12. September 2010 in zwei Kinosälen parallel vorgeführt, um auch dem stärksten Publikumsandrang zu genügen. ContraVision legt die Aufmerksamkeit vor allem auf den unabhängigen Kurzfilm, der aus unterschiedlichen Gründen abseits oder am Rande des Mainstream produziert wird und in der Regel nicht den Weg in die kommerziellen Kinos findet. Mit einer Mediensatire startet das 18. ContraVision Filmfestival. Der Informatik-Professor Eckhard Kruse zeichnet ein bizarres Bild vom Umfragewahn à la ZDF-Politbarometer oder ARD-Deutschlandtrend und wird für viele Diskussionen sorgen wird. Auch die teuflisch gut animierte Bibel-Neuinterpretation „Judas & Jesus“ von Olaf Encke und Claudia Romero erhält sicherlich niemals eine Jugendfreigabe durch die FSK und bereichert das kontroverse Programm. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19:00 Uhr und enden gegen 23:30 Uhr. Tageskarten sind an der Abendkasse zum Preis von 4,00 Euro erhältlich. Der Preis für die Festival-Tickets (alle fünf Tage) beträgt 15,00 Euro. Internationales Filmfestival ContraVision 3. - 4. September und 10. - 12. September 2010 Festivalbüro Contra Medienwerkstatt e.V. Bülowstrasse 90 10783 Berlin Mail: info@contravision.de Web: www.contravision.de Festivalort Blow Up Kino Immanuelkirchstraße 14 10405 Berlin Tel.: 030 / 48625951 Web: www.blowupkino.de Dienstag, 31. August 201067th Venice Film Festival 2010
Tom Tykwer im Rennen um den Goldenen Löwen bei der 67. Filmbiennale von Venedig.
![]() Das Herannahen der 67. Biennale di Venezia, die vom 1. bis 11. September 2010 mehr als ein Filmfestival ist und Kunst, Architektur, Tanz, Musik sowie Theater einschließt, stimmt uns leider auch etwas traurig. Natürlich wird die Welt älteste Filmbiennale am Lido wieder zum Großereignis hochstilisiert und steht in ihrer Bedeutung dem Filmfest von Cannes kaum nach. Doch im nächsten Jahr sollte eigentlich Christoph Schlingensief den deutschen Pavillon mit seiner radikalen künstlerischen Art ausgestalten. Dazu wird es nach seinem Tod nun leider nicht mehr kommen. Auch das Umfeld hat sich in Venedig in den letzten Jahren stark verändert. Für die Filmstars der Biennale war das berühmte «Grand Hôtel Des Bains» am Lido jahrelang Treffpunkt gewesen. Die neoklassizistische Fassade am Lido von Venedig hatte zwar inzwischen allen Glanz verloren. Der Jugendstil im Inneren zeigte Altersspuren, der Luxus der 191 Zimmer war fadenscheinig geworden, und selbst im Sonnenlicht ließ sich kaum entscheiden, ob das Haus einen anheimelnden oder einen unheimlichen Charme besaß. Bei den Sommergästen war es trotzdem beliebt, und die herbstlichen Besucher der Filmfestspiele, denen das Excelsior zu protzig war und das Hungaria zu bescheiden, tauchten hier ein in eine Belle Époque, die mit etwas Fantasie immer noch als diejenige durchging, in der Thomas Mann im Mai 1911 sein Herz an den Knaben Baron Wladyslaw Moes verlor – so wie Gustav von Aschenbach, der Protagonist seiner im Jahr darauf erschienenen Novelle „Tod in Venedig“, sein Herz an die vollkommene Schönheit des Jünglings Tadzio hängte, schrieb Gregor Dotzauer am 25.07.2010 im Tagesspiegel. Die Zeiten ändern sich sagen andere und verweisen auf die angeblichen Errungenschaften moderner Architektur, während Venedigs Fundamente durch die Wellen der Motorboote langsam versinken und die von Abgasen und Öl verdreckten Kanäle zum Himmel stinken. Dennoch ziehen der klangvolle Name der Stadt und die unglaubliche Kulisse die Touristen immer wieder an. Auch Regisseur Wim Wenders nahm selbstverständlich gerne einen Auftrag entgegen und drehte kurzerhand einen Stereo 3D-Film, den er zur Architektur Biennale in Venedig präsentieren wird. Für die 67. Filmfestspiele von Venedig kämpft dieses Jahr Tom Tykwer für Deutschland im Wettbewerb um den Goldenen Löwen. Tykwer tritt beim Festival mit dem Streifen "Drei" an, für den er auch das Drehbuch schrieb. In seinem ersten deutschsprachigen Film seit zehn Jahren spielen Sophie Rois, Devid Striesow und Sebastian Schipper die Hauptrollen. Die Tragikomödie handelt von einem Berliner Paar, das sich in einen mysteriösen Fremden verliebt. "Der Film umkreist die Sehnsüchte, Hoffnungen, Rätsel und Widersprüche von drei Menschen, die sich in der ungefähren Mitte ihres Lebens mit fundamentalen Fragen des Zusammenseins und des 'richtigen' Lebensentwurfs konfrontiert sehen", erklärt der Regisseur. Für Tom Tykwer ist es nicht der erste Auftritt in Venedig: Schon „Lola rennt“ und „Der Krieger und die Kaiserin“ waren am Lido uraufgeführt worden. Auch beim Toronto International Film Festival (9. bis 19. September) wird Tom Tykwers "Drei" vertreten sein. Das Kanadische Festival vergibt allerdings keine Preise. In der Sektion "Orizzonti" (Horizonte), in der es um neue Tendenzen des internationalen Films geht, werden der Dokumentarfilm "Atom" von Markus Löffler und Andree Korpys sowie der Trickfilm "The External World" von David Oreilly die Bundesrepublik in Venedig vertreten. Nach eher schwacher Präsenz in Cannes trumpft das amerikanische Kino in Venedig wieder auf. In dem ausschließlich Weltpremieren umfassenden Wettbewerb mit insgesamt 22 Filmen zeigen die Amerikaner allein sechs Filme. Besondere Erwartungen richten sich auf „Somewhere“, Sofia Coppolas Vater-Tochter-Drama im Schauspielmilieu sowie auf Julian Schnabels „Miral“, der das Schicksal von Palästinenserinnen in Jerusalem beschreibt. Darren Aronowsky steuert mit „Black Swan“, in dem Natalie Portman und Mila Kunis zwei konkurrierende Balletttänzerinnen geben, den Eröffnungsfilm bei; Monte Hellman ist mit dem Thriller „Road to Nowhere“, Kelly Reichardt mit ihrem Western „Meek’s Cutoff“ sowie Vincent Gallo mit „Promises Written in Water“, dem Drama um ein todkrankes Mädchen, vertreten. Aus Frankreich werden Abdellatif Kechiche mit „Venus noire“, François Ozon („Potiche“) und Antony Cordier („Happy Few“) angekündigt. Gastgeber Italien schickt Filme von Carlo Mazzacurati, Mario Martone, Saverio Costanzo und Ascanio Celestini ins Rennen. Die kinematografische Weltkarte komplettieren der Chinese Tsui Hark, Takashi Miike und Ann Hung Tran aus Japan, Pablo Larraín (Chile), Richard Lewis (Kanada), Aleksei Fedorchenko (Russland), Álex de la Iglesia (Spanien) und die Griechin Athina Rachel Tsangari. Abschlussfilm außer Konkurrenz ist Julie Taymors Shakespeare-Adaption „The Tempest“, unter anderem mit Helen Mirren und Alfred Molina. Als sicherlich tempestuöser Jury-Chef fungiert Quentin Tarantino. Ihm zur Seite stehen die Regisseure Arnaud Desplechin, Luca Guadagnino und Gabriele Salvatores, Filmkomponist Danny Elfman, der mexikanische Autor Guillermo Arriaga und die litauische Schauspielerin Ingeborga Dapkunaite. Link: www.labiennale.org/en/cinema Freitag, 27. August 2010Medienfassaden Spektakel zur "Lange Nacht der Museen"
Sieben europäische Städte zeigen Urban Screens & Media Facades.
![]() Vom 27. August bis zum 12. September 2010 werden sieben europäische Städte durch das Medium der Urban Screens und Medienfassaden verknüpft. In Berlin wird die offizielle Eröffnung der Veranstaltung erst einen Tag später am 28. August zur "Langen Nacht der Museen" am Collegium Hungaricum (.CHB) direkt hinter dem Boulevard "Unter den Linden" gefeiert. Allerdings werden schon heute Abend ab 20:30 Uhr aktivistische Performance und digitale Steinschleuder auf Großprojektionen von Häuserwänden sichtbar gemacht, die einen Ausblick auf mediale Zukunftsszenarien eröffnen. Das Haus des ungarischen Kulturzentrums ist von Anfang an als moderner Bau für multimediale Darstellungen konzipiert worden. Im BAF-Blog vom 4. Januar 2010 hatten wir ein Video eingefügt, dass das Haus als «Cinema Total» zu den letzten Internationalen Filmfestspielen, der Berlinale, im Februar darstellt. Das Video ist immer noch hier auf YouTube abrufbar. Es zeigt recht deutlich, was wir eventuell vom Medien Fassaden Festival erwarten können. Begleitet wir der Eröffnungsabend am Samstag von einer 60 Meter langen Tafel für mindestens 150 Personen, die auf dem Vorplatz des CHB in der Dorotheenstraße 12 neben dem Maxim Gorki Theater aufgebaut wird. Videobilder werden beim soganannten «Mobile Dinner», zu dem Persönlichkeiten, Journalisten und Künstler aus allen Bereichen eingeladen wurden, in einer Konferenzschaltung zwischen den beteiligten Städten auf die Fassade des CHB gebeamt, sodass sie auch noch von Ferne gut zu erkennen sind. Passanten, die "Unter den Linden" am Denkmal der "Neuen Wache" - der Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Berlin - vorbeigehen, sollen schon von weitem auf das Medien Fassaden Spektakel aufmerksam werden und ruhig näher kommen dürfen, um am «Mobile Dinner» teilzunehmen. Hoffentlich hält sich das Wetter und es fängt nicht plötzlich an zu regnen, wie bei der Pressekonferenz zum Media Facade Festival, die fast ins Wasser fiel und in die Ausstellungsräume des mmx verlegt werden musste. Die Beamer, die die Hauswand in der Linienstraße mit Bildern gestalten sollten, waren nur provisorisch installiert und nicht unbedingt wasserfest. Das soll natürlich beim offiziellen Beginn des Festivals nicht noch einmal passieren. Dafür erwartet uns an verschiedenen Stellen der Stadt Außergewöhnliches. ![]() Gasometerfoto: Ruthe Zuntz Auf dem Gasometer in Berlin-Schöneberg wird Europas größter LED-Schirm in weiten Teilen der Stadt sichtbar sein und die gleichen stummen, aber dennoch aussagekräftigen Videos zeigen, die parallel auch in Berlins U-Bahn über die Monitore flimmern werden und auf über 3000 Bildschirmen des Berliner Fensters der BVG in ca. 1000 Waggons der Berliner Verkehrsbetriebe für Aufmerksamkeit sorgen. Spannend dürfte auch Großbilddarstellung auf zwölf Frontprojektionsflächen der Größe 2,40 x 1,80 m sein, die derzeit die Wall.AG am Gleisbett im stark frequentierte Bahnhof Friedrichstraße anstelle der bisherigen Plakatwände installiert. Einzelheiten zu den gezeigten Videos hatten wir schon am 29. Juli 2010 im BAF-Blog ausführlich beschrieben. Der Veranstalter war jedenfalls von unserem Text begeistert. Daneben erlauben auch moderne Glasfassaden, wie diesmal an der o2 World oder dem SAP Gebäude in der Rosenthaler Straße nächtliche Visionen, die von innen weit nach draußen in die Nacht strahlen. In anderen Städten, wie beispielsweise in Brüssel, wo sich durch den Denkmalschutz ein Anstrahlen von historischen Fassaden verbietet, werden in den Fenstern der Häuser moderne LED's für geheimnisvolle Strukturen sorgen. Für den Gala Abend des Ars Electronica Festivals am 3. September in Linz wird eine lokale Radiostation ein spezielles Musikprogramm zusammen stellen und VJs einladen, den Sound passend zur Umgebung in visuelle Effekte für die Ars Electronica Medienfassade umzuwandeln. Im Rahmen des Joint Broadcasting wird der Sound zeitgleich in die anderen teilnehmenden Festival-Städte gestreamt. Lokale VJs können simultan ein visuelles Programm für die jeweiligen Urban Screens kreieren. Das Medienfassaden Festival Europa 2010 wird unter dem Titel «Connected Cities» von Ela Kagel organisiert und mit Unterstützung des transmediale Festivals für Kunst und Digitale Kultur von Upgrade! Berlin präsentiert. The MEDIA FACADES FESTIVAL EUROPE 2010 (MFF 2010) is a pilot project for artists and media designers. The project is initated by Public Art Lab Berlin, in cooperation with Ars Electronica Futurelab / Linz, FACT / Liverpool, iMAL / Brussels, m-cult / Helsinki, Medialab-Prado / Madrid and Kitchen Budapest. Link: www.mediafacades.eu/mediafacades Donnerstag, 26. August 2010LAKINO - 1. Lateinamerikanisches Kurzfilmfestival
BERLINS ERSTES LATEINAMERIKANISCHES KURZFILMFESTIVAL
![]() Vom 27. bis 29. August 2010 wird in Berlin zum ersten Mal das lateinamerikanische Kurzfilmfestival LAKINO stattfinden, denn bisher gab es eine Veranstaltung dieser Art in Berlin nicht. Festivalleiter Martin Capatinta möchte mit diesem Festival einem breitgefächerten Publikum lateinamerikanische Filmemacher und deren unterschiedliche Sichtweisen auf den Alltag jenseits des Atlantiks näher bringen. Das Festival ist eine Entdeckungsreise durch die Welt des jungen lateinamerikanischen Kurzfilms – alle Beiträge wurden während der letzten zwei Jahre produziert – aus den Sparten Fiktion, Animation, Experimentalfilm und Dokumentation. Berlin als ein Ort des Aufeinandertreffens unterschiedlichster Kulturen und Lebensformen bietet eine ideale Plattform für die Vielfalt Lateinamerikas, die in diesem bisher einzigartigen Ereignis erfahrbar gemacht werden soll. Auf dem Festival werden über 80 Filme von Regisseuren aus mehr als 19 Ländern zu sehen sein, deren Themen sich von den Wurzeln über die gegenwärtige Lebensrealität bis hin zu Visionen für die Zukunft erstrecken. Die besten Filme des Festivals werden von einer Jury aus renommierten Künstlern und Filmkennern und dem Publikum gemeinsam ausgezeichnet. Der Hauptpreis ist mit 1000,- Euro dotiert. Die Mitglieder der Jury sind: • Massimo Forleo (Gründer des Lateinamerikanischen Filmfestivals Trieste) • Jacqueline Bello (Präsidentin der Fundación Académica del Nuevo Cine de la Republica Dominicana) • Carlos Larrondo (Regisseur der Musikvideos von Manu Chao und anderen Projekten) • Che Andre Bergendahl (Regisseur, Publizist und Produzent aus Berlin) • Marina Ludemann (Referentin fur film – Goethe Institute) Neben den Kurzfilmen des offiziellen Wettbewerbes werden in einem speziellen Programm Kurzfilme aus Cuba (dem Gastland des diesjährigen Festivals) gezeigt. Darüber hinaus werden eine Auswahl von Filmen lateinamerikanischer Regisseurinnen und prämierte Filme der letzten Jahre unter dem Titel „Viajes por Latinoamérica I y II“ (Reise durch Lateinamerika) zu sehen sein. Das Programm gliedert sich in zwei Wettbewerbe und vier Sonderprogramme, den Kurzfilmen von Filmregisseurinnen sowie den drei Reisen durch Latein-Amerika. Letztere sind eine Auswahl der besten fikionalen Kurzfilme der letzten 3 Jahren, die schon auf Festivals in der ganzen Welt zu sehen waren. Diese Filme entführen die Zuschauer auf eine Reise durch die verschiedenen Länder des südamerikanischen Kontinent, auf der sie wunderschöne Orte, denkwürdige Persönlichkeiten und vieles mehr entdecken werden.... Beschreibungen der einzelnen Filme im Wettbewerb und in den Sonderprogrammen finden Sie in den nachfolgenden Links: - WETTBEWERB 1 - WETTBEWERB 2 - Reise durch Latein-amerika I - Reise durch Latein-amerika II - Reise durch Latein-amerika III - Kurzfilme von Filmregisseurinnen LAKINO :: Lateinamerikanisches Kurzfilmfestival Berlin 27., 28. und 29. August 2010 Kino Babylon Mitte Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin Mitte Tel.: 030 / 2425969 Web: www.babylonberlin.de -------------------------- PARALLELVERANSTALTUNG - Regieworkshop Das Festival wird mit Geldern der Europäischen Union eine Parallelveranstaltung für zwanzig junge Künstler auf die Beine stellen. Während zehn Tagen sollen junge Filmschaffene unterschiedlicher Länder (jeweils zehn aus Europa und Lateinamerika) eine audiovisuelle Arbeit über Berlin verwirklichen. Das Projekt wird zusammen mit NISI MASA (Europäisches Netzwerk junger Filmemacher aus neunzehn Ländern) und BLE DEMONES Digitalfilm Solutions realisiert. Link: www.lakino-bln.com Dienstag, 17. August 2010Berlin hat Töne und präsentiert Musikfilmfestivals
Die Kinos Babylon und Eiszeit stehen ganz im Zeichen von Musik.
![]() Schon seit Wochen stehen an vielen Orten Berlins bunt bemalte Musikinstrumente herum. Mitten auf dem Ku'damm oder auf der alten Landebahn des Flughafens Tempelhof kann jeder mal auf die Tasten eines ausrangierten Klaviers hauen. Vom 18. bis zum 21. August findet nämlich im Kino Babylon:Mitte am Rosa-Luxemburg-Platz ein Musikfestival statt. Genauer gesagt heißt es ModernSoloPiano Festival10 und ist ein genreübergreifendes Piano Festival. Nach dem enormen Erfolg 2009 geht das ModernSoloPiano Festival10 ins zweite Jahr. Internationale Solopianisten verbinden Jazz, Pop, Klassik, Neue Musik und alle symbiotischen Formen und zeigen, dass Solo Piano nicht nur existent, sondern vor allen Dingen vielseitig, spannend und schön ist. In einer vermischten und globalisierten Welt ist ein internationales und genreübergreifendes Podium in der musikalischen Königsklasse eine natürliche Konsequenz und wird der Musikentwicklung entscheidende Impulse geben. Insgesamt 15 Pianisten präsentieren im Berliner Kino Babylon-Mitte in sechs Konzerten das gesamte Spektrum der Klaviermusik – unter anderem Tango, Jazz, Neue Musik und Latin. Das Innovative: Jedes Konzert besteht aus zwei Acts unterschiedlicher Genres, aufgeführt und gestaltet von zwei Solopianisten oder Duetten. Während der Konzerte zeigen großflächige Projektionen Live-Einblicke und Details der pianistischen Aufführungspraxis und verschmelzen mit dem Klang der Architektur des Babylon zu einem Happening der besonderer Art. Drei Programm-Highlights für dieses Jahr sind Sebastian Schunke – der Shooting-Star am Latin-Himmel – und eine Ur- sowie europäische Erstaufführung – „Symphony X“ for two pianos (UA) von Ari Benjamin Meyers und „The Humiliation of Drupadi“ (EA) von Ananda Sukarlan. Eröffnet wird das Festival am 18. August um 20 Uhr mit der Berlin-Premiere des neuen Films PIANO-ENCOUNTERS – BEGEGNUNGEN AM KLAVIER von Enrique Sánchez Lansch, u. a. Regisseur von RHYTHM IS IT!. Weitere Infos unter www.babylonberlin.de/konzerte.htm Link: www.modernsolopiano.info ModernSoloPiano Festival10 18. bis 21. August 2010 Babylon Mitte Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin Mitte Tel.: 030 / 2425969 Web: www.babylonberlin.de --------------------------------- ![]() Drei Wochen später wird das Eiszeit Kino, ein typisches kleines Szene Kino in Berlin Kreuzberg vom 6. bis 9. September 2010 zum Berliner Zentrum des Musikfilmfestivals Unerhört!. Zur BerlinMusicWeek, wie wir am 18. Juli 2010 berichteten, werden hier mehrere Berlin- und Deutschlandpremieren des Musikfilms gefeiert, auch wenn der offizielle Festivaltermin von Unerhört! erst zwischen dem 2. bis 5. Dezember in Hamburg stattfindet. Eine Kooperation mit Berlins Music Week macht aber eine Vorabaufführung im Eiszeit Kino möglich. Mehr Infos unter www.unerhoert-filmfest.de und Eizeitkino/Aktuell Unerhört! Musikfilmfestival EISZEIT Kino 6. bis 9. September 2010 Zeughofstr. 20 10997 Berlin Kreuzberg Tel.: 030 / 6116016 Web: www.eiszeitkino.de Samstag, 14. August 2010Fantasy Filmfest am Berlinale Standort
Zum 24. Mal macht das Fantasy Filmfest Station in Berlin.
![]() Auch dieses Jahr tourt das Genre-Filmfestival wieder durch acht deutsche Städte und zeigt vom 17. bis 25. August 2010 im Cinemaxx und CineStar am Potsdamer Platz über 50 Filme beim Fantasy Filmfest. Wie der Name sagt, dreht es sich thematisch um den fantastischen Film, in den Genre-Varianten des Horror-, Science Fiction-Films und des Thrillers. Wer das BAF-Blog ausführlich verfolgt hat, wird feststellen, dass wir bereits am 18. März 2010 eine Nacht mit Fantasy Films angekündigt hatten. Doch im Frühjahr lief nur eine zweitägige Miniausgabe des Fantasy Filmfestes im Cinemaxx am Potsdamer Platz. In drei Tagen findet im Herzen der Stadt, dort wo sonst im Februar die Berlinale tobt, ein richtig großes Filmfest statt und auch das benachbarte CineStar Kino beteiligt sich diesmal an der beliebten Veranstaltung. Schon seit dem 9. August läuft der Vorverkauf. Ein Anlass für uns, ein paar Tage früher darüber zu berichten, damit man noch eine Chance bekommt, die eine oder andere Karte noch zu ergattern, denn die Dauerkarte für 185.- Euro ist bereits ausverkauft. Die Einzelkarte kostet 9.- Euro bei 3D-Filmen, die diesmal gezeigt werden, sogar 12.- Euro. Warum Horrorfilme bei vielen so beliebt sind, mag für Filmkunstfreunde ein Rätsel sein, doch das Unfassbare und Unbegreifliche zieht seit je her auch namhafte Regisseure an. Schon mit Frankenstein schuf die Filmindustrie ein Genre, das bis heute als Synonym für Horrorfilme gilt. Mit Beginn des Farbfilms und dem ersten Auftauchen von tiefrotem Blut in den Filmen spricht die Kulturwissenschaft in diesem Zusammenhang auch gern von Splatterfilmen. Doch es gibt auch anderen, subtileren Horror, jene psychische Angst verbreitende Stimmung, wie sie Alfred Hitchcock beispielsweise in seinen Filmen verwandte. Auch das gehört zu diesem Genre und wird auf diesem Fantasy Filmfest ebenso geboten, sodass der eine oder andere Film durchaus empfehlenswert sein kann und gelegentlich sogar mit Preisen bedacht wird. Der neue Bruce LaBruce FILM "La.Zombie", der von über einen außerirdischen, schwulen Untoten handelt, ist leider noch nicht zu sehen, denn er lief exklusiv auf dem renommierten A-Film Festival in Locarno, wie wir am 3. August berichteten. Das Stadtmagazin [030] hat jedoch einige Filme vorab gesichtet und gibt zu 10 Filmen eine Empfehlung ab, deren Besprechung hier online abgerufen werden kann. Das komplette Programm mit allen Uhrzeiten gibt es hier als PDF. Weitere Infos mit einigen Trailern sowie die komplette Filmbeschreibung zu allen Filmen sind auf der Homepage des Festivals abrufbar. Der Besuch des Fantasy Filmfest ist nur ab dem vollendeten 18. Lebensjahr möglich. Auch in Begleitung ihrer Eltern haben Minderjährige keinen Zutritt. Fantasy Filmfest Zeit: 17. bis 25. August Ort: Cinemaxx und CineStar am Potsdamer Platz Mehr unter www.fantasyfilmfest.com Donnerstag, 12. August 20106. Globians Doc Fest in Berlin-Weißensee
6. Globians Dokumentarfilmfest im Kino Toni
![]() Am Freitag, den 13. August 2010 eröffnen der Hausherr des Kinos Toni am Antonplatz - der Berliner Regisseur Dr. MICHAEL VERHOEVEN mit seiner Frau, der Schauspielerin SENTA BERGER - , sowie Kurator JOACHIM POLZER das sechste Globians Dokumentarfilmfest im Berliner Bezirk Weißensee um 18:00 Uhr. Das Globians World & Culture Documentary Film Festival zeigt jährlich Dokumentationen über zahlreiche Lebensbereiche (Religionen, Traditionen, Stadt- und Landleben, Umwelt) verschiedenster (Sub-)Kulturen aus aller Welt – mit dem Anspruch, ein globales Verantwortungsbewusstsein für Veränderungsprozesse auf der Welt zu schaffen. Das unabhängige Dokumentarfilm-Festival mit dem Fokus auf englischsprachige Filme wurde 2005 in Potsdam gegründet. 2008 zog das Festival nach Berlin um und wurde im Filmkunsthaus Babylon in Berlin Mitte veranstaltet. Das 5. Globians Doc Fest wurde dann erstmals im Kino Toni in Berlin-Pankow durchgeführt. Auch diesmal wird der Austragungsort das Traditionskino am Antonplatz sein, das bereits zur letzten Berlinale als erfolgreiche Abspielstelle internationaler Produktionen ein volles Haus vorweisen konnte. Mit durchschnittlich rund 50 % Filmanteil am Gesamtprogramm setzte in den letzten Jahren das Globians Doc Fest Berlin einen Schwerpunkt bei anglo-amerikanischen Dokumentarfilm-Produktionen und ist damit ein vorrangiges Forum z.B. für den unabhängig produzierten, nordamerikanischen, britischen und – vor allem auch – australischen Dokumentarfilm in Deutschland. Schwerpunkt dieses Jahr ist der Kampf der Kulturen ums "Heilige Land" Israel und der Krieg der Taliban. Die Festivalkategorien des Globians Doc Fest Berlin sind: Feature Dokumentation (61-180 Minuten Länge), Dokumentationen mittlerer Länge bzw. filmische Essays (30-60 Minuten), Kurzdokumentationen (4-30 Minuten) und MiniMovies (bis 4 Minuten, offene Form). Auf dem Festival werden keine Preise verliehen, stattdessen soll das Festival den Austausch zwischen internationalen Filmemachern, Journalisten und Publikum fördern und unabhängig produzierten Filmen ein Podium bieten. Insgesamt werden 33 Filmwerke gezeigt, wobei ausdrücklich daraus hingewiesen wird, dass das Festival keine Anti-Globalisierung-Topics zum Schwerpunkt hat, dennoch gerne eine kritische Haltung einnimmt und ausdrücklich Themen mit ökonomischem und ökologischem Hintergrund sowie transdisziplinärem Kontext favorisiert. Die Auswahl der Filme wurde so gestaltet, dass auf eine Altersbeschränkung verzichtet werden konnte und sich das Festival somit familienfreundlich gibt. Bis einschließlich 2009 wurden knapp 400 Filme aus aller Welt öffentlich vorgeführt; mehr als 130 Filmemacher haben ihre Filme persönlich beim Festival begleitet. Für den Festivaldurchgang 2009 lagen 423 Einreichungen aus allen Kontinenten vor. Thematisch zeigt das Globians Doc Fest Berlin vom 13.–18. August 2010 folgende Programmschwerpunkte, die an den insgesamt sechs Festivaltagen zu Tagesprogramm-Themen verdichtet sind: • In der Welt Sein (Freitag, 18.00 + 21.00 + 22.30 Uhr) • Amerikanische Grenzgänge(r), (Samstag, 16.00 + 18.30 + 20.30 + 22.30 Uhr) • Was zu tun ist: Besser Leben! (Sonntag, 16.00 + 18.00 + 20.00 + 21.30 Uhr) • Fremde Blicke auf Zentral-Asien, vertraute Blicke auf Afghanistan (Montag, 16.00 + 19.00 + 20.30 Uhr) • Das Heilige Land (Dienstag, 16.00 + 18.15 + 20.30 + 22.00 Uhr) • Japanische Wendungen (Mittwoch, 16.00 + 18.00 + 20.30 Uhr) 6. Globians Doc Fest Vom 13.–18. August 2010 Kino Toni am Antonplatz Max–Steinke-Str. 43 13086 Berlin-Weißensee Tel: 030 / 9279120-0 Web: www.kino-toni.de Link: www.globians.com und hier geht's zum Programm Dieses Jahr geht das Festival übrigens auf Wanderschaft. Vom 12.-14. November 2010 gastiert es im Linden-Museum Stuttgart. Dienstag, 3. August 201063. Festival Locarno gibt sich jung und musikalisch (update)
Acht Filme mit deutscher Beteiligung auf dem Internationalen A-Film Festival.
![]() Vorletztes Jahr lief auf dem Festival von Locarno der Film "Berlin Calling" mit Techno DJ Star Paul Kalkbrenner als Hauptdarsteller. Nach der Vorführung legte der Schauspieler ein bezauberndes DJ-Set hin und animierte jung und alt gleichermaßen auf der Piazza Grande - dem altstädtischen Marktplatz von Locarno - gemeinsam am tiefblauen Wasser des Lago Maggiore zu tanzen. Allerdings wird nach dem Loveparade Desaster in Duisburg im Augenblick von Rave und Techno Musik kaum einer etwas hören wollen. Dennoch präsentiert sich das Festival auf der Homepage jung und musikalisch. Doch von Panik und Massenauflauf muss man in den beschaulichen Ort in der italienischen Schweiz nichts befürchten. Auf einem A-Film Festival werden zwar Stars bejubelt, aber ansonsten geht alles vom 4. bis 14. August gesittet und mit abgezählten Eintrittskarten in geordneten Bahnen ab, auch wenn das Wappentier - der Leopard - ein wenig gefährlich aussieht. Das internationale Filmfestival von Locarno findet seit 1946 jedes Jahr im August statt und hat eine lange Tradition im Autorenfilm. Jeden Abend sammelt sich auf der Piazza Grande um 21:30 das allgemeine Publikum, um den beliebten Filmvorführungen beizuwohnen. Die Freiluft Veranstaltungen auf der überdimensionalen Leinwand erinnern ein wenig an die open-air Filmvorführungen auf dem Marktplatz von Breslau, die vor wenigen Tagen erst zuende gegangen sind. Knapp 20 Filme werden in Locarno beim public viewing für den «Prix du Public» gezeigt, darunter fünf mit deutscher Beteilung. Kostenlos ist der Eintritt jedoch nicht. Für Karten zur Veranstaltung auf der Piazza Grande muss man wie in Berlin anstehen oder online buchen. (update) Nur zum Auftakt des Festival del film von Locarno wird am (heutigen) Dienstag auf der Piazza Grande mit "La nostra vita" von Daniele Luchetti eine Gratisvorführung geboten. Hauptdarsteller Elio Germano erhielt für seine Leistung in Cannes die Goldene Palme. Für die anderen Voführungen können allerdings auf der Schweizer Website "Moon and Stars" nicht nur Tickets für die Konzertsaison, sondern angeblich auch für einige Filmvorführungen gewonnen werden. Am Freitag, den 6. August läuft bespielsweise "Rammbock" von Marvin Kren, der schon beim Achtung Berlin Award das Festival in Berlin eröffnete. Im internationalen Wettbewerb, der täglich im Theater- und Gemeindesaal sowie in den Kinosälen des Rialto il cinema schon um 14:00 Uhr beginnt, laufen drei weitere Filme unter deutscher Beteiligung. Darunter der nicht jugendfreie Film "La.Zombie" von Bruce LaBruce über einen ausserirdischen, schwulen Untoten. Der Film «enthält Szenen, die sensible Zuschauer schockieren könnten», heisst es im Festivalprogramm von Locarno und sei für unter 18-Jährige strikt untersagt. Im Vorfeld sorgte er für Schlagzeilen, weil die australischen Behörden seine Vorführung im Rahmen des Filmfestivals von Melbourne untersagten. Somit zeigt das Festival ausgerechnet aus Deutschland Horror und Vampirfilmen nach den schrecklichen Bildern von Duisburg. Vielleicht um alternatives und jüngeres Publikum anzulocken? Bei der Programmierung des Festivals war von den Schreckensnachrichten der vergangenen Tage ja noch nichts ahnen. Am Ende wird man sehen ob die Rechnung aufgegangen ist und wie sich die neue Ausrichtung in der Presse und bei der Verleihung der Preise niederschlägt. Bis jetzt wurde in der deutschen Presse wenig über das Schweizer Film Festival berichtet. Mag sein, dass es an der unfreundlichen Festnahme von Roman Polanski lag, der inzwischen wieder frei ist und nicht an die USA ausgeliefert wurde. Vielleicht liegt es aber auch an fehlenden Hollywood Stars, die erst zum anschließenden 63. Filmfestival in Venedig erwartet werden, das vom 1. bis 11. September 2010 stattfindet. Insgesamt werden vom 4. bis 14. August 280 Filme auf dem Festival in Locarno gezeigt, etwa 100 weniger als letztes Jahr. Auch sonst hat der neue Direktor Olivier Père sein Versprechen, das Programm zu straffen, wahr gemacht: Die Sektion «Ici et ailleurs» - früher ein Gefäss für alles, was in keine andere Sektion passte - wurde gestrichen, ebenso der sogenannte «Schweizer Tag». Mit über 60 Filmen - davon je zwei auf der Piazza und im Wettbewerb - ist die Schweiz aber dennoch sehr gut vertreten mit den Beiträgen "La Petite Chambre" von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond und "Songs of Love and Hate" von Katalin Gödrös, ein Familiendrama aus dem Tessin. Link: www.pardo.ch/jahia/Jahia/home/lang/en Samstag, 24. Juli 2010Sommerfilmfestival auf Marktplatz in Breslau
10. International ERA NEW HORIZONS Festival in Wrocław (Breslau).
![]() Das Wetter hat sich inzwischen etwas abgekühlt und man bekommt wieder mehr Lust ins Kino zu gehen. Die Open-Air-Kinos dürften es freilich etwas schwerer haben in wolkenverhangenen, kühlen Nächten genügend Publikum zu bekommen. Dennoch möchten wir auf ein naheliegendes internationales Film Festival aufmerksam machen, das vor allem wegen seiner nächtlichen Freiluft Vorführungen auf dem historischen Marktplatz vor dem alten Rathaus von Breslau bekannt geworden ist. Vom 22. Juli bis zum 1. August finden jeden Abend um 22:00 Uhr die Veranstaltungen vor rund 2000 Besuchern im Freien statt. In weniger als sechs Stunden Zugfahrt kann man von Berlin aus das größte Filmfestival Polens am Hauptbahnhof Wrocław Główny nahe der Altstadt erreichen. Mit dem Auto Richtung Cottbus sind es nach Breslau in Polen sogar nur 346 km – ca. 3,5 Stunden. Von Dresden erreicht man Breslau über Görlitz, der östlichsten Stadt Deutschlands nach 268 km – in knapp drei Stunden. Tagsüber finden die Vorstellungen bereits ab 10:00 Uhr morgens im Kino Kapitol und in den neun Sälen des Helios in der ul. Kazimierza Wielkiego 19/23 statt. In Wrocław werden vor allem Filme gezeigt, die nicht zu den Mainstream-Blockbustern gehören. "Das Festival überschreitet gerne die Grenzen des konventionellen heutigen Kinos und will Regisseure vorstellen, die gegen den Strom schwimmen und individuelles Kino machen", sagt Festival Direktor Roman Gutek. Schon letztes Jahr berichteten wir ausführlich zum historischen Teil Breslaus im BAF-Blog vom 22. Juli 09. In diesem Jahr wird auch das FilmFestival Cottbus, das Internationale Filmfestival des osteuropäischen Films, die Zusammenarbeit mit Wrocław intensivieren, wie Festivalleiter Roland Rust im letzten Jahr verkündete. Kurz entschlossene Besucher können über ein Online-Ticket Bestellsystem Karten kaufen und zugleich sehen, welche Vorstellungen eventuell schon ausverkauft sind. Eine extra Reihe widmet sich diesmal dem türkischen Kino und in der Retrospektive laufen u.a. Filme von Jean-Luc Godard. Im offiziellen Festivalprogramm wird der Grand Prix der Jury des diesjährigen Cannes Festivals gezeigt: das Klosterdrama im algerischen Bürgerkrieg "Von Göttern und Männern" von Xavier Beauvois, bei dem Mönche von islamischen Fundamentalisten ermordet wurden - sowie "Tetro" von Francis Ford Coppola mit Vincent Gallo und Klaus Maria Brandauer. Den internationalen Gepflogenheiten angepasst, werden die Filme mit englischen Untertiteln gezeigt. Eine Änderung können wir jetzt schon vermelden: Am Sonntag, den 1. August läuft um 19:15 Uhr im Kino HELIOS 7 anstelle von "The Last Season: Shawaks" (dir. Kazim Öz) der Film "CROSSING THE BRIDGE: THE SOUND OF INSTANBUL" von dem Hamburger Regisseur Fatih Akin aus dem Jahre 2005. Mit DIE SCHWARZEN | CRNCI | THE BLANKS (Kroatien 2009) gelangt der Gewinner des Spezialpreis für die beste Regie des 19. FilmFestival Cottbus 2009 am 26. Juli um 15:45 und am 27. Juli um 12:45 zur Aufführung. Unter dem Titel „Cottbus Cocktail“ werden Gäste des polnischen Festivals erstmals vom Cottbuser Festival auf einem Empfang von Festivaldirektor Roland Rust und Manager Andreas Stein begrüßt. Im Internationalen Wettbewerb werden 14 Spielfilme gezeigt. Darunter sind drei aktuelle Produktionen aus den USA. Deutschland zeigt mit "Le Quattro Volte" von Michelangelo Frammartino eine Gemeinschaftsproduktion mit Italien und der Schweiz aus 2010. The ERA NEW HORIZONS IFF ist Mitglied der FIAPF (Fédération Internationale des Associations de Producteurs de Films), eine internationale Interessenvertretung der Filmproduzenten mit Sitz in Paris. ERA NEW HORIZONS Festival Link: www.enh.pl Tourismuszentrale Rynek 14 50-101 Wrocław Öffnungszeiten: montags - sonntags von 9 – 21 Uhr Tel. (+48 71) 344-31-11 Fax: (+48 71) 344-29-62 E-mail: info@itwroclaw.pl Web: www.um.wroc.pl/m8927 Die Tourismuszentrale in Wroclaw „The meeting point” ist jedem Stadtbesucher gegenüber freundlich und ist behilflich bei: - Buchungen von Stadtführern - Vermittlung von Hotelleistungen - Auswahl der attraktivsten Sehenswürdigkeiten vom reichen Angebot der Stadt und Region. Freitag, 23. Juli 2010Filmkunst 66 mit alljährlichem Independent Filmfestival
Traditionskino in Berlin Charlottenburg pflegt die Filmkunst.
![]() Fast hätten wir es übersehen, aber unsere Kollegen vom Blog der Berliner Filmfestivals erinnerten uns an eine gut gepflegte Tradition des Kinos Filmkunst 66 in der Bleibtreustraße. Alle Jahre veranstaltet das Kino in der Hochsommerzeit ein Independend Filmfestival, um sich von der breiten Masse abzuheben. Viele Jahre war das einst komplett unabhängige Kino des Ehepaares Rosemarie und Franz Stadler Abspielstätte der Berlinale. Persönlichkeiten der Filmszene, die das Kino regelmäßig besuchten hatten ihre eigenen Kinosessel mit Namenschild. Auch Mitglieder des BAF sind oder waren Stammgäste, da das Kino schon seit 1971 in dem Bezirk liegt, wo auch der Berliner Arbeitskreis Film e.V. (BAF) im naheliegenden Amtsgericht Charlottenburg als Verein seit 1974 registriert ist. Der einstige Kino-Flachbau an der Ecke zur Niebuhrstraße musste einem Geschäftshaus weichen. Doch nebenan entstanden 1995 in einem Neubau zwei attraktive neue Kinosäle für insgesamt 300 Gäste. Durch die kaum veränderte traditionelle Kneipenszene rund um den Savignyplatz blieb das Stammpublikum erhalten. Wenn 2011 der Zoo Palast für die Berlinale wegen Umbaumaßnahmen und Teilabriß nicht zur Verfügung steht, könnte das Filmkunst 66, das zwischen Kurfürstendamm und Kantstraße verkehrsgünstig gelegen ist, wieder Abspielstätte der Internationalen Filmfestspiele werden. Franz Stadler hat frühzeitig das Kino digital aufgerüstet, ein Vorteil der ich heute auch beim Independent Filmfestival ausszahlt, denn viele Filme sind nicht mehr auf 35mm zu bekommen. Seit 2004 ist das Kino Mitglied der Europa Cinemas, die viele außergewöhnliche, insbesondere französische Filme im Verleih haben. In diesem Jahr präsentiert das Independent Filmfestival im Kino Filmkunst 66 vom 22. Juli bis 8. August 24 Filmpremieren des unabhängigen Kinos, darunter sechs Previews, die noch in diesem Sommer ins Kino kommen werden und achtzehn Filme, die hierzulande trotz all ihrer künstlerischen und unterhaltsamen Kinoqualität keinen Verleih gefunden haben. Darunter finden sich Arbeiten so bekannter Künstler wie James Russo, Matt Dillon, Ben Kingsley, Kate Beckinsale, Ornella Muti, Francois Ozon, Isabelle Coitext und Charlie Kaufman. Filmische Kreativität dagegen findet sich in den kleinen, feinen Filmen des unabhängigen Kinos, die interessante und brisante Themen aufgreifen, die fesselnde Geschichten erzählen, die Formensprache des Kinos weiterentwickeln, die Menschen mit all ihren Macken und Schwächen darstellen und nicht stereotype Superhelden. Aus dem Programmangebot der unbekannten Entdeckungen leuchten auch bekannte Namen hervor: die Verfilmung eines Romans von Marguerite Duras, die Schauspieler Heino Ferch, James Russo, Matt Dillon, Ben Kingsley, Kate Beckinsale, Ornella Muti, die Regisseure Francois Ozon, Isabelle Coitext und Charlie Kaufman. Besonders Stolz ist Franz Stadler auf seine preisgekrönten Animationsfilme, die - soweit es die Spieldauer der einzelnen Filme zeitlich erlaubt - vor den einzelnen Hauptfilmen laufen werden. Der Kurzfilm ist seit Jahren nur noch selten im Kino vertreten. Im Kino Filmkunst 66 erhält das Filmgenre, wie auch die 24 Spielfilme, seinen rechtmäßigen Platz zurück: Auf der großen Leinwand. ![]() filmkunst 66 Bleibtreustr. 12 10623 Berlin Tel.: 030 / 88 21 75 3 Fax: 030 / 31 50 58 12 Mail: mail@filmkunst66.de Internet: www.filmkunst66.de Donnerstag, 15. Juli 2010Stummfilmfestival in ganz Berlin
Erstes Stummfilm live Festival
Das letzte Stummfilmfestival fand im März 2008 im Kino Babylon Berlin:Mitte statt, steht auf einer umfangreichen Webseite für Stummfilmfestivals unter www.stummfilm.info. Dort findet man sogar einen eigenen Kalender für nahezu alle Festivals dieser Art. Neben weltweit immer wiederkehrenden Stummfilm- und Slapstik Festivals existieren auch etliche Stummfilmtage, die regelmäßig in vielen deutschen Bundesländern veranstaltet werden. Diesmal will das Kino Babylon jedoch etwas Neues wagen. In Zusammenarbeit mit IL CINEMA RITROVATO, einem der renommiertesten Festivals für das internationale Filmerbe, das seit 25 Jahren in Bologna stattfindet, zeigt das Babylon zehn Tage lang mehr als vierzig der besten Stummfilme aus den Jahren 1910 - 1929. „BERLIN-BABYLON. Das Stummfilmfestival“ macht es sich zur Aufgabe, sowohl die Klassiker als auch weniger bekannte Filme einem breiten Publikum durch neue Aufführungsformen nahe zu bringen. Dies gelingt vor allem mit der Musik. Die erfahrensten europäischen Stummfilmmusiker wie Neil Brand (GB), Javier Pérez de Azpeitia (SP), Marco Dalpane (I), Joachim Bärenz (D), aber auch Elektro-Formationen wie Tronthaim (D), DJ Raphael Marionneau (F) und Trioglyzerin (D) kommen im Juli 10 Tage lang im Babylon zusammen um das alte Medium Stummfilm zu entstauben und in ungeahnte Zusammenhänge zu bringen. Zur Eröffnung des Festivals am 16. Juli gibt es gleich eine Entdeckung; MACISTE ALL’INFERNO von 1926: Federico Fellini’s erstes und nachhaltiges Kinoerlebnis ist ein kurzweiliges Überraschungsgeschenk aus Bologna, live mit Orchester in einer Neu-Vertonung von Marco Dalpane Geplant ist weiterhin eine Open-Air-Vorführung von METROPOLIS umsonst und draußen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in der Vertonung von DJ Raphael Marionneau. Der spektakulärste Event aber wird die Vorführung von Walter Ruttmanns BERLIN – DIE SINFONIE DER GROSSTADT sein, die als Weltpremiere am 17. Juli ab 20:00 Uhr auf über 3000 Monitoren des Berliner Fensters der BVG in ca. 1000 Wagons der Berliner U-Bahn gezeigt wird. Als „Die Sinfonie unter der Großstadt“ wird der 1927 gedrehte Film in die Berliner Umlaufbahn geschickt. Anschließend wird der Film mit dem Elektroduo Tronthaim im Babylon aufgeführt. Das komplette Programm mit allen Beschreibungen finden Sie auf nachfolgender Website. Link: babylonberlin/stummfilme Kino Babylon Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin Tel: 030 / 2425969 Freitag, 2. Juli 2010Rückblick Festivals Berlin, Stuttgart, München, Ludwigshafen
17. Internationales Trickfilmfestival Stuttgart (4.-9. Mai 2010)
Jedes Jahr im Mai findet in Stuttgart ein Internationales Filmfestival statt, dieses Jahr bereits zum 17. Mal: das Internationale Trickfilmfestival ITFS. Und wer sich von der etwas vollmundigen Werbung "Stuttgart - Welthauptstadt des Animationsfilms" nicht abschrecken ließ, erlebte im besten Sinne ein Filmfestival der anderen, der besonderen Art. Alles ist hier etwas kleiner, oder besser: überschaubarer gehalten als man es von anderen internationalen Festivals gewöhnt ist: in 2 Kinos, gerade einmal 5 Minuten zu Fuß voneinander entfernt, mit insgesamt 5 Sälen werden 600 Animationsfilme in 5 internationalen Wettbewerbssektionen gezeigt, ergänzt durch Studiopräsentationen berühmter Studios wie Disney, Sony Pictures, Pixar oder Nexus, die Einblick gaben in die Entstehung etwa von "Alice in Wonderland" oder "The Princess and the Frog", oder Workshops wie "Tricks for Kids" zum Mitmachen und einen zum Festival Garden mit gratis Freiluftkino umgewidmeten Schlossplatz. Das ITFS wird seinem Anspruch gerecht, ein echtes Arbeits- und auch Publikumsfestival zu sein: mit seiner Akkreditierung hat man ohne weitere Kontingentprobleme Zugang zu allen Veranstaltungen, nun gut: abgesehen von den beiden völlig überlaufenen Vorpremieren "Iron Man 2" oder "Fantastic Mr. Fox". Schön, mal zu erleben, wie man Empfänge und Partys gestalten kann, wo wirklich jeder mit jedem ins Gespräch kommen kann, und wie ein hochkarätiges Festival ohne Diktat des "Roten Teppichs" aussehen kann, wobei man ehrlicherweise zugeben muss, dass die Stars von Trickfilmen sich selten für Rote Teppiche eignen. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: das Sandmännchen war persönlich erschienen, um mit seinen jungen Fans die Premiere seines ersten Langfilms zu feiern. Norbert Kerkhey (BFFV) ----------------- Munich International Short Film Festival - (17. bis 23. Juni) Der schwedische Beitrag "Lägg M för mord" (Tile M for Murder) war der Gewinnerfilm des MUNICH INTERNATIONAL short film festival 2010. Sein Regisseur Magnus Holmgren erhält den vom Ökostromanbieter strasserauf mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis. In dem achtminütigen Kurzfilm entdeckt ein Mann (Gustaf Hammarsten) einen Weg, wie er seine Frau (Rachel Mohlin) mithilfe des Spiels Scrabble aus dem Weg räumen kann. Festivalleiter Martin Blankemeyer zieht eine äußerst positive Bilanz des diesjährigen Kurzfilmfestivals: "Der Gloria Palast ist wunderschön – und mit über 500 Plätzen einer der größten Kinosäle in München. Dieses Jahr hatten wir zum ersten Mal richtig volles Haus – und hoffen natürlich, daß sich weiter rumspricht, was für Perlen wir da nach München holen. Die vielen positiven Kommentare der Zuschauer zeigen uns, daß wir auf dem richtigen Weg sind. Wir danken allen Filmemachern, Mitarbeitern, Partnern, Unterstützern und unserem Publikum für diesen schönen Erfolg." Das Kurzfilmfestival wäre nicht möglich gewesen ohne die großzügige Unterstützung der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, von strasserauf electricitaet, Philips Parallel Lines, Bavaria Film, Landeshauptstadt München – Kulturreferat, Mathäser Filmpalast, B2BTRIP, nH Hoteles, Kodak und Interkep, von denen manch einer schon erklärt hat, nächstes Jahr wieder dabei sein zu wollen. Und so blicken die Veranstalter optimistisch nach 2011, in dem das Festival vom 16. bis zum 22. Juni stattfinden soll. Münchner Filmwerkstatt www.muenchner-filmwerkstatt.de -------------------- Emergeandsee (18. - 20. Juni) Beim 10. EMERGEANDSEE media arts festival, das diesmal im stillgelegten Berliner Stattbad Wedding stattfand, gewann Vojtech Moraves Kurzdokumentation “Turbodiesel” den ersten Preis. Der Regisseur begleitet in seinem Film einen heimatlosen Mann, dessen gesamtes Leben sich in einem alten Mercedes abspielt. So unmöglich dieses Vorhaben anmutet, so erstaunt ist man über den Einfallsreichtum dieses Menschen, der seit sieben Jahren keinen Fuß auf den Erdboden gesetzt hat und sogar für die Notdurft sein Auto niemals verlies. Oder haben soll! Doku oder Fake-Dokumentation? So ganz sicher war sich die Jury bei der Preisvergabe nicht. Auch beim zweiten Preis war die Jury sich nicht ganz sicher und vergab diesen deshalb zweimal. So erhielt zum Einen den zweiten Preis der Zeichentrickfilm "I am Simon" (von Tünde Molnár aus Ungarn) mit melancholischen aber poetischen Bildern eines Hundelebens. Zum Anderen wurde lobend erwähnt und mit dem Spezialpreis der Jury geehrt "Berlun". Ezgi Kilincaslans "Berlun" ist ein visualisiertes Tagebuch einer türkischen Künstlerin, die von ihren Erfahrungen in Berlin erzählt und davon wie es sich anfühlt, zwischen zwei Kulturen stehend seine Identität zu formulieren. Den Publikumspreis erhielt Matis Burkhardts heitere "Leerfahrt". Er erzählt die Geschichte eines arbeitslosen Schauspielers, der sich in der U-Bahn als Kontrolleur ausgibt. Er schlüpft dafür in 114 verschiedene Verkleidungen und kann zumindest so seiner Berufung nachgehen. Auch in diesem Jahr war die Filmauswahl stimmig. Unserer Meinung nach setzte das Festival wieder Standards, die zu toppen für andere Kurzfilmfestivals nicht leicht sein wird. Unter dem Motto “Hybride Metropolis: Zwischen Räumen.” wurden schon am ersten Tag im stillgelegten Schwimmbad Vorträge gehalten und eine Ausstellung organisiert. Höhepunkt waren die nächtlichen Auftritte von Bands, die im Takt zu rasant geschnittenen Super 8 Filmcollagen aufspielten. Weiterer Bericht von Martin Daßinnies im Blog der Berliner Filmfestivals --------------------- Filmfestival Ludwigshafen (16.-27. Juni) Der FILMKUNSTPREIS 2010 in der Kategorie Bester Film (dotiert mit 50.000 Euro) ging beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen an die ZDF / Ringel Filmproduktion "Orly" von Angela Schanelec. Begründung der Jury: „An einem zentralen Ort des modernen Lebens, einem Großflughafen, entdeckt Angela Schanelec liebende Paare, die einem verfehlten Leben nachdenken oder einem ersehnten Leben entgegenträumen. Mit überraschender Leichtigkeit, menschlicher Wärme und sanfter Ironie liest ihr Film der Anonymität des Transit- und Warteraums „Orly“ zarte und bewegende Lebensgeschichten ab. Es sind poetische Momente des individuellen Innehaltens in einer davon unberührten dokumentarisch erfassten Welt der flüchtigen Bewegungen.” FILMKUNSTPREIS 2010 Kategorie Besondere Einzelleistung (undotiert) sowie der PUBLIKUMSPREIS 2010 (ex aequo) ging an Robert Gwisdek in dem Film "Renn, wenn Du kannst". Begründung der Jury: „Robert Gwisdek, Sohn des bekannten Regisseurs und Schauspielers Michael Gwisdek, spielt die facettenreiche Rolle des querschnittsgelähmten Benjamin mit der „kalten Flamme“ eines Darsteller-Artisten. Seine alle Charakterbereiche durchmessende Leidenschaft, Mensch zu sein, ohne je sentimental zu werden, erwärmt uns als seine Zuschauer.“ Schon auf der letzten Berlinale begeisterte uns der Film in der Reihe Perspektive Deutsches Kino, die Alfred Holighaus die letzten Jahre mit sicherer Hand geleitet hat, aber persönlich leider nicht mehr weiterführen wird, wie er am Ende des Festivals auf dem Podium verkündete. Die Potsdamer Wüste Film Ost Produktion unter der Regie von Dietrich Brüggemann im Verleih von Zorro Film GmbH ist feinstes deutsches Kino. Auch die anderen in Ludwigshafen prämierten Filme feierten ausnahmslos ihre Premiere auf der 60. Berlinale im Februar. Weitere Preise in Ludwigshafen unter: www.festival-des-deutschen-films.de Dienstag, 29. Juni 2010Filmfest in München bei Sommerhitze
Publikumsfest feiert in klimatisierten Räumen
![]() Das Berliner BAF-Blog hat den Fokus auf die Region Berlin-Brandenburg gelegt, sodass Meldungen vom größten deutschen Filmfest in München bei uns leider nicht an vorderster Stelle stehen können. Dennoch wollen wir das 28. Filmfest München nicht unerwähnt lassen, obwohl auch die Internationalen Berliner Filmfestspiele mit der Berlinale den Anspruch erheben, größtes Publikumsfest weltweit zu sein. Dank der Kartenverkäufe - und nicht zuletzt durch das in diesem Jahr erstmals neu eingeführte Kiezkino - konnte die letzte Berlinale im Februar 98% aller zur Verfügung stehenden Kinoplätze belegen. Wenn nächstes Jahr der legendäre Zoo Palast wegen Umbaumaßnahmen und Teilabrissarbeiten nicht zur Verfügung steht, soll das Angebot in den Bezirken für das Berliner Kiezpublikum noch ausgedehnt werden, erklärte uns Berlinale Chef Dieter Kosslik. Natürlich wollen wir das Filmfest München deshalb nicht madig machen, sondern sind eher neidisch auf den schönen Termin im Sommer, denn die Zeiten in denen die Berlinale ein Open Air Sommerkino in der Berliner Waldbühne veranstalten konnte, sind Jahrzehnte her. Schon seit Langem können keine Stars mehr im kessen Sommerkleid vor der Filmbühne Wien am Ku'damm neben dem Café Kranzler einen Massenauflauf verursachen. Das Kino existiert nicht mehr und die Stars eilen jetzt, von einem Baldachin vor Schneegestöber geschützt, im Eiltempo über den roten Teppich, schnurstracks in die warmen Gefilde des Berlinale Palastes am Marlene-Dietrich-Platz. In München ist es genau umgekehrt. Während draußen Sommerhitze von fast 30° C herrscht, sehnt sich alles in die kühl klimatisierten Räume des CinemaxX am Stachus. Es ist bereits das zweite Filmfest, das am Stachus innerhalb kurzer Zeit stattfindet. Seit mehr als 25 Jahren zeigt das Filmfest den Film als künstlerische Ausdrucksform. Diesmal werden 441 Filmemacher in 251 Vorstellungen präsentiert. Besonderen Wert legt München dabei auch auf die deutschen Filmemacher. Ihre Arbeiten bilden ein Herzstück des FILMFEST MÜNCHEN. Mit dem Förderpreis Deutscher Film wird seit 1989 in München der renommierteste private Filmpreis des Landes vergeben. Kurz vor dem 28. internationalen Filmfest München, das noch bis zum 3. Juli läuft und am 25. Juni begann, konnten wir im BAF-Blog am 20. Juni von der Halbzeit des internationalen Kurzfilmfestivals der Münchener Filmwerkstatt berichten. Bei dieser Gelegenheit möchten wir den Gewinner des MUNICH INTERNATIONAL short film festival 2010 erwähnen. Der schwedische Beitrag "Lägg M för mord" (Tile M for Murder) ist der Gewinnerfilm. Sein Regisseur Magnus Holmgren erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis. In dem achtminütigen Kurzfilm entdeckt ein Mann (Gustaf Hammarsten) einen Weg, wie er seine Frau (Rachel Mohlin) mithilfe des Spiels Scrabble aus dem Weg räumen kann. Der wunderschöne Gloria Palast, mit über 500 Plätzen einer der größten Kinosäle in München, hatte dieses Jahr zum ersten Mal richtig volles Haus und lässt hoffen, dass auch das FILMFEST MÜNCHEN volle Häuser im CinemaxX, im Gasteig, im Rio und in den Lichtspielhäusern des Filmmuseums bis zum Ende des Sommerfestes beschert und vor allem auch Kinder in die Vorstellungen des Kinderfilmfestes zum Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elefant" lockt. Außerdem werden in den nächsten Tagen die beliebten Publikumspreise, ein Shocking Shorts Award, der Förderpreis Deutscher Film, der Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des deutschen Films und weitere wichtige Newcomer Preise vergeben. Am 27. Juni wurde auf dem Filmfest München bereits der Bernd Burgemeister Fernsehpreis 2010 (ehemals: VFF TV Movie Award) verkündet. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird von der VFF, der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten, gestiftet und ging an "KONGO". Ausgezeichnet wurde der Produzent des besten Fernsehfilms, den diesmal die Berliner teamWorx / Two Oceans Production unter 18 Wettbewerbern für sich entscheiden konnte. Regie führte für das ZDF Peter Keglevic. Das Drehbuch schrieb Alexander Adolph. Darüber hinaus möchten wir Sie über eine Podiumsdiskussion während des Münchner Filmfests morgen am Mittwoch, den 30. Juni 2010 ab 15:00 Uhr in die LfA Förderbank Bayern, Königinstraße 17, informieren. Die Regisseure Volker Schlöndorff und Jo Baier, Tele-5-Senderchef Kai Blasberg, der Kinobetreiber Matthias Helwig und der Filmkritiker Rüdiger Suchsland diskutieren dort mit Münchner Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer "Zur künstlerischen Differenz zwischen Kinospielfilm und TV-Movie". Dabei sollen Formulierungsversuche unternommen werden, warum das eine Drehbuch ein Fernseh- und das andere ein Kinostoff sein könnte, welche Rollen Aufmerksamkeitsspannen und Redundanzen in den beiden Rezeptionsformen spielen, wie es sich mit Einstellungsgrößen, Schnittrhythmus und Formatierung verhält, wo Starpower und wo Sendergesichter eine Rolle spielen usw. Diese Unterscheidung spielt bei so vielen Entscheidungen eine Rolle – so kennt ja auch das Münchner Filmfest getrennte Sektionen für Fernseh- und Kinofilme... Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der LfA Förderbank Bayern statt, die die Teilnehmer im Anschluss auch zu einem kleinen Umtrunk einlädt, Medienpartner ist die Zeitschrift "Filmecho". Der Eintritt ist frei und auch eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Münchner Filmwerkstatt würde sich aber freuen, wenn Sie Ihr kommen unter http://de-de.facebook.com/event.php?eid=133377310014150 ankündigen, damit die Zahl der Teilnehmer besser eingeschätzt werden kann. Web: www.filmfest-muenchen.de 25. Juni bis 03. Juli 2010 Podiumsdiskussion Münchner Filmwerkstatt e.V. Postfach 860 525 81632 München Tel.: 089 / 20 333 712 Fax: 089 / 20 333 714 Mail: info@muenchner-filmwerkstatt.de Link: www.muenchner-filmwerkstatt.de
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