Mittwoch, 30. Juni 2010Heimatfestival und Kreuzberg Biennale
Vom LOCALIZE Heimatfestival in Potsdam bis zu Konzeptkunst in Kreuzberg
![]() Am 1. Juli 2010 lädt das Heimatfestival LOCALIZE zu einem internationalen Kurzfilmwettbewerb im Filmmuseum Potsdam ein. LOCALIZE versteht sich als ein Experimentierfeld für neue kulturelle Formate und Akteure. Bereits zum dritten Mal gibt LOCALIZE der Kunst in Potsdam von heute an mit einer Ausstellung, einem Filmwettbewerb und einem vielseitigen Rahmenprogramm bis zum 4. Juli 2010 eine temporäre Heimat. Zentraler Ausstellungsort des Projektes Potsdamer Studenten im Auftrag des Localize e.V. ist die Landesbibliothek am Platz der Einheit. Dieses wegen eines bevorstehenden Umbaus zurzeit leer stehende Gebäude wird durch Installationen, Collagen, Montagen, visuelle sowie akustische Experimente und Performances einmal anders in Szene gesetzt. Vom 30. Juni – 4. Juli 2010 wird LOCALIZE neue Blicke auf Potsdam und seine Kultur mit Konzerten, zeitgenössischer Kunst uvm. bieten. Dem Aufruf ungewöhnliche filmische Einblicke in die vergängliche und immer wieder neu entstehende Heimat zu geben, folgten in diesem Jahr 100 Filmemacher. Die 5-köpfige Fachjury hat daraus ein 2-stündiges Filmprogramm zusammengestellt. Die drei besten Arbeiten werden mit Preisen im Gesamtwert von 1000 Euro am Abend im Potsdamer Filmmuseum am Lustgarten gekürt. Außerdem wird erstmals auch ein Publikumspreis vergeben. Das komplette Programm kann hier beim Heimatfestival eingesehen werden. Link: Filmmuseum-Potsdam/Localize ------------------------ 1st Berlin Kreuzberg Biennale for Contemporary Art Auch in Berlin geht es mit visuellen und akustischen Reizen bis zum 31. Juli 2010 bei der Kreuzberg Biennale weiter. Ganz Kreuzberg scheint sich an Videokunst zu laben, denn die auch die KW aus Berlin Mitte laden die nächsten Wochen weiterhin in das ehemalige leer stehende Kaufhaus am Oranienplatz zur Berlin Biennale ein. Dort wird u.a. aktuelle Videokunst mit Sex und Agitprop von französischen Straßendemos gezeigt. Filme von Renzo Martens haben sogar Spielfilmlänge von 90 Minuten und folgen der Spur von Guerillakämpfern. Bei der konkurrierenden Kreuzberg Biennale gibt es keinen zentralen Ort. Dafür kann man bei einem Spaziergang durch die Straßen um so Erstaunlicheres und Aberwitziges entdecken. In einem Fachgeschäft für Aquarien laufen Tierfilme von Christoph Schlingensief. In einem Spätkaufladen flimmert auf einem alten TV-Gerät - gut platziert neben dem großen Jägermeisterschild - "Die Jagd" des Konzeptkünstlers Christian Jankowski. Der Künstler tritt selbst auf mit Pfeil und Bogen bewaffnet, um Tiefkühlhähnchen in einem Supermarkt zu erlegen. Die junge Bevölkerung der Berliner Bezirke scheint den Spaß sogar auf die Spitze treiben zu wollen und überklebt neuerdings Straßenschilder mit anderen Buchstaben Kombinationen, sodass aus einer Raumerstraße schon mal eine Träumerstraße werden kann. Link: www.berlin-kreuzberg-biennale.org Dienstag, 29. Juni 2010Filmfest in München bei Sommerhitze
Publikumsfest feiert in klimatisierten Räumen
![]() Das Berliner BAF-Blog hat den Fokus auf die Region Berlin-Brandenburg gelegt, sodass Meldungen vom größten deutschen Filmfest in München bei uns leider nicht an vorderster Stelle stehen können. Dennoch wollen wir das 28. Filmfest München nicht unerwähnt lassen, obwohl auch die Internationalen Berliner Filmfestspiele mit der Berlinale den Anspruch erheben, größtes Publikumsfest weltweit zu sein. Dank der Kartenverkäufe - und nicht zuletzt durch das in diesem Jahr erstmals neu eingeführte Kiezkino - konnte die letzte Berlinale im Februar 98% aller zur Verfügung stehenden Kinoplätze belegen. Wenn nächstes Jahr der legendäre Zoo Palast wegen Umbaumaßnahmen und Teilabrissarbeiten nicht zur Verfügung steht, soll das Angebot in den Bezirken für das Berliner Kiezpublikum noch ausgedehnt werden, erklärte uns Berlinale Chef Dieter Kosslik. Natürlich wollen wir das Filmfest München deshalb nicht madig machen, sondern sind eher neidisch auf den schönen Termin im Sommer, denn die Zeiten in denen die Berlinale ein Open Air Sommerkino in der Berliner Waldbühne veranstalten konnte, sind Jahrzehnte her. Schon seit Langem können keine Stars mehr im kessen Sommerkleid vor der Filmbühne Wien am Ku'damm neben dem Café Kranzler einen Massenauflauf verursachen. Das Kino existiert nicht mehr und die Stars eilen jetzt, von einem Baldachin vor Schneegestöber geschützt, im Eiltempo über den roten Teppich, schnurstracks in die warmen Gefilde des Berlinale Palastes am Marlene-Dietrich-Platz. In München ist es genau umgekehrt. Während draußen Sommerhitze von fast 30° C herrscht, sehnt sich alles in die kühl klimatisierten Räume des CinemaxX am Stachus. Es ist bereits das zweite Filmfest, das am Stachus innerhalb kurzer Zeit stattfindet. Seit mehr als 25 Jahren zeigt das Filmfest den Film als künstlerische Ausdrucksform. Diesmal werden 441 Filmemacher in 251 Vorstellungen präsentiert. Besonderen Wert legt München dabei auch auf die deutschen Filmemacher. Ihre Arbeiten bilden ein Herzstück des FILMFEST MÜNCHEN. Mit dem Förderpreis Deutscher Film wird seit 1989 in München der renommierteste private Filmpreis des Landes vergeben. Kurz vor dem 28. internationalen Filmfest München, das noch bis zum 3. Juli läuft und am 25. Juni begann, konnten wir im BAF-Blog am 20. Juni von der Halbzeit des internationalen Kurzfilmfestivals der Münchener Filmwerkstatt berichten. Bei dieser Gelegenheit möchten wir den Gewinner des MUNICH INTERNATIONAL short film festival 2010 erwähnen. Der schwedische Beitrag "Lägg M för mord" (Tile M for Murder) ist der Gewinnerfilm. Sein Regisseur Magnus Holmgren erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis. In dem achtminütigen Kurzfilm entdeckt ein Mann (Gustaf Hammarsten) einen Weg, wie er seine Frau (Rachel Mohlin) mithilfe des Spiels Scrabble aus dem Weg räumen kann. Der wunderschöne Gloria Palast, mit über 500 Plätzen einer der größten Kinosäle in München, hatte dieses Jahr zum ersten Mal richtig volles Haus und lässt hoffen, dass auch das FILMFEST MÜNCHEN volle Häuser im CinemaxX, im Gasteig, im Rio und in den Lichtspielhäusern des Filmmuseums bis zum Ende des Sommerfestes beschert und vor allem auch Kinder in die Vorstellungen des Kinderfilmfestes zum Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elefant" lockt. Außerdem werden in den nächsten Tagen die beliebten Publikumspreise, ein Shocking Shorts Award, der Förderpreis Deutscher Film, der Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des deutschen Films und weitere wichtige Newcomer Preise vergeben. Am 27. Juni wurde auf dem Filmfest München bereits der Bernd Burgemeister Fernsehpreis 2010 (ehemals: VFF TV Movie Award) verkündet. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird von der VFF, der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten, gestiftet und ging an "KONGO". Ausgezeichnet wurde der Produzent des besten Fernsehfilms, den diesmal die Berliner teamWorx / Two Oceans Production unter 18 Wettbewerbern für sich entscheiden konnte. Regie führte für das ZDF Peter Keglevic. Das Drehbuch schrieb Alexander Adolph. Darüber hinaus möchten wir Sie über eine Podiumsdiskussion während des Münchner Filmfests morgen am Mittwoch, den 30. Juni 2010 ab 15:00 Uhr in die LfA Förderbank Bayern, Königinstraße 17, informieren. Die Regisseure Volker Schlöndorff und Jo Baier, Tele-5-Senderchef Kai Blasberg, der Kinobetreiber Matthias Helwig und der Filmkritiker Rüdiger Suchsland diskutieren dort mit Münchner Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer "Zur künstlerischen Differenz zwischen Kinospielfilm und TV-Movie". Dabei sollen Formulierungsversuche unternommen werden, warum das eine Drehbuch ein Fernseh- und das andere ein Kinostoff sein könnte, welche Rollen Aufmerksamkeitsspannen und Redundanzen in den beiden Rezeptionsformen spielen, wie es sich mit Einstellungsgrößen, Schnittrhythmus und Formatierung verhält, wo Starpower und wo Sendergesichter eine Rolle spielen usw. Diese Unterscheidung spielt bei so vielen Entscheidungen eine Rolle – so kennt ja auch das Münchner Filmfest getrennte Sektionen für Fernseh- und Kinofilme... Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der LfA Förderbank Bayern statt, die die Teilnehmer im Anschluss auch zu einem kleinen Umtrunk einlädt, Medienpartner ist die Zeitschrift "Filmecho". Der Eintritt ist frei und auch eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Münchner Filmwerkstatt würde sich aber freuen, wenn Sie Ihr kommen unter http://de-de.facebook.com/event.php?eid=133377310014150 ankündigen, damit die Zahl der Teilnehmer besser eingeschätzt werden kann. Web: www.filmfest-muenchen.de 25. Juni bis 03. Juli 2010 Podiumsdiskussion Münchner Filmwerkstatt e.V. Postfach 860 525 81632 München Tel.: 089 / 20 333 712 Fax: 089 / 20 333 714 Mail: info@muenchner-filmwerkstatt.de Link: www.muenchner-filmwerkstatt.de Montag, 28. Juni 20108. transdisziplinäres KOLLOQUIUM
"Erzählen für digitales Kino und neue Medienformate"
![]() An der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ wird seit geraumer Zeit unter dem Thema: "Mit Kinobildern die Welt erkunden" über die Erzählstrategien des digitalen Kinos nachgedacht: intim und doch öffentlich, wissenschaftlich genau und doch verständlich und nachvollziehbar. Das Institut für künstlerische Forschung und Weiterbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen HFF "Konrad Wolf" in Potsdam veranstaltet am 29.06. um 17 Uhr im Großes Kino, Raum 1104 das 8. transdisziplinären Kolloquium diesmal zum Thema: "Erzählen für digitales Kino und neue Medienformate". Gastreferenten dieses Kolloquiums sind die finnische Autorin und Forscherin Riikka Pelo und Dr. Wolf Siegert, Theater-, Film- und Videoforscher. Die Drehbuchautorin Riikka Pelo schreibt nicht nur für das klassische Kino. Sie berichtet von ihrer Erfahrung als Autorin für ein interaktives, auf das Kino referierende Spiel. Zurzeit schreibt sie an ihrer Doktorbeit (PhD) als Mitarbeiterin an der Department of Film and Television in Aalto University School of Art and Design. Dr. phil. Wolf Siegert ist anerkannter Expeter für digitale Netwerkstrategien und Präsident der deutschen Sektion der "Digital Cinema Society". Er gibt einen Einblick in aktuelle Tendenzen und Fragestellungen des digitalen Kinos heute und in der Zukunft. Geboren wurde er in Bremen als erster Sohn einer Musikerin und eines Physikers im Jahr der Gründung der Bundesrepublik, lebte danach in Ost-Berlin, Paris, Mannheim und kehrte Mitte der 90er Jahre nach Berlin zurück. Aufgewachsen in der Welt der Bühne und des Films, baut er das Fundament seiner Erfahrungen mit zwei Staatsexamina sowie zahlreichen wissenschaftlichen wie journalistischen Arbeiten aus und ist dafür bis heute zu Gast in den USA, in China und Japan. Als Wechselgänger zwischen Praxis und Theorie ist es seit mehr als 25 Jahren seine vornehmste Aufgabe, analoge Gewerke aus seinem Fachbereich „Kommunikation und Ästhetik“ in die digitale Welt zu geleiten: In der Telekommunikation und beim Rundfunk, im Verlagswesen und im Kunstsektor, in der Fotografie und beim Film. Er ist Direktor der IRIS® Media, Präsident German Chapter Digital Cinema Society und Mitglied des Vorstandes des Deutschen Journalisten Verbandes Berlin. Die Dramaturgieprofessorin und Institutsleiterin, Dr. Kerstin Stutterheim, wird die Diskussion mit Fragen zu den Auswirkungen der technischen Entwicklungen auf die Film- und Medienproduktionen einleiten. Wie immer wird die Diskussion für das Auditorium geöffnet. Zwei Mal pro Semester werden die transdisziplinären Kolloquien ausgerichtet. Zwei Künstler/innen oder Wissenschaftler/innen diskutieren zu einem Thema. Die Kolloquien sind öffentlich und kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und mit den Referenten und HFF-Angehörigen ins Gespräch zu kommen. Die transdisziplinären Kolloquien werden auf Video aufgezeichnet und die Mitschnitte auf bei der HFF-Potsdam und in gekürzter Version auf www.vierundzwanzig.de, dem Wissensportal der Deutschen Filmakademie, veröffentlicht. Link: www.hff-potsdam.de Sonntag, 27. Juni 2010Filmgespräch zu DEFA-Film "Die Lügnerin"
Berliner FFV präsentiert Entdeckungen aus dem Archiv der DEFA-Stiftung.
![]() In seiner Reihe monatlichen Reihe "Kontakte" zeigt der Berliner Film- und Fersehverband e.V. diesmal am 28.06.2010, dem letzten Montag im Monat im Kino Toni/Tonino den DEFA Spielfilm "DIE LÜGNERIN" von 1992. In der Hauptrolle ist die herausragende Katharina von Thalbach als »Titta« zu sehen. Titta, eine Frau Mitte dreißig, ist angeödet von Mann, Familie und Dolmetscherberuf und will aussteigen. Vom Alltagsleben belastet, tischt sie ihrem Partner ständig neu ausgedachte Geschichten auf. Auf Streifzügen entdeckt sie ihre Stadt Berlin neu, angelt sich einen Liebhaber und verfolgt ihren Traum nach Neuseeland zu gehen, um sich eine völlig neue Existenz aufzubauen. Trotz Rrückschlägen resigniert sie nicht. Allein die Welt scheint nicht auf sie vorbereitet zu sein. Regisseur Siegfried Kühn (geb. 1935) beginnt 1958 an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg sein Studium. Schon ein Jahr später studiert er an der Moskauer Filmhochschule (WGIK) beim Regisseur und Mentor Sergej A. Gerassimow. Während des Studiums beschäftigt sich Kühn intensiv mit Aufführungen von Bertolt Brecht. 1964 schließt er mit dem Diplom ab und bleibt in Moskau. Erst 1966 kehrt Siegfried Kühn in die DDR zurück und arbeitet zunächst am Deutschen Theater in Berlin. Ab 1967, nach Vorlage seines ersten Dokumentarfilmes, wird er dauerhaft im DEFA-Studio für Spielfilme angestellt. 1973 dreht er in Babelsberg einen der wichtigsten Filme der Zeit: "DAS ZWEITE LEBEN DES FRIEDRICH WILHELM GEORG PLATOW". Geschildert wird die Geschichte des 57jährigen Bahnwärters Platow, der überflüssig wird, weil sein Streckenabschnitt elektrifiziert wird. Der Film zählt zu den interessantesten Werken des Regisseurs und ist eine der besten Komödien der DEFA. Dennoch kommt es nicht zu einer offiziellen Premierenfeier. Auch Rezensionen sind unerwünscht, da der Film kritische Untertöne aufweist und mit hintergründigen Bildern und Dialogen aufwartet. Nach weniger erfolgreichen Versuchen mit Literaturverfilmungen wendet sich Kühn wieder Gegenwartsstoffen zu. Nach dem Zusammenbruch der DDR kann der Regisseur nur noch zwei Filme bei der DEFA realisieren, einer davon ist "DIE LÜGNERIN". Danach erhält der Regisseur keine Möglichkeiten mehr, Filme zu inszenieren. Die Autorin Regine Kühn (geb. 1941) setzt bereits 1969 mit "Zeit der Störche" die in Moskau begonnene Zusammenarbeit mit Siegfried Kühn bei der DEFA fort. Ab 1968 arbeitet sie als Übersetzerin aus dem Russischen und als Szenaristin an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF "Konrad Wolf") in Babelsberg. Die Dramaturgie, die Regine Kühn wählt, ist oft ungewöhnlich, denn Sie erzählt Geschichten manchmal in Kapiteln, wodurch ihr Film einen eigenständigen, sehr genau strukturierten Charakter erhält. Ihr letztes Drehbuch entstand im Jahre 2003. DIE LÜGNERIN Länge: 86 Min. Regie: Siegfried Kühn Drehbuch: Regine Kühn Kamera: Peter Ziesche Musik: Simone Danaylowa; Thomas Klemm Filmverleih: defa spektrum Darsteller: Katharina Thalbach, Vadim Glowna, Reiner Heise, Peter Prager, Lotti Huber, Klaus Pönitz, Axel Werner, Rita Feldmeier, Klaus Piontek und Katka Kurze. Produktionsfirma DEFA-Studio Babelsberg GmbH (Potsdam-Babelsberg) Kino Toni am Antonplatz 28. Juni 2010 um 20:00 Uhr Max–Steinke-Str. 43 13086 Berlin Tel: 030 / 9279120-0 Web: www.kino-toni.de Im Anschluß an die Vorstellung leitet in gewohnter Weise Frank-Burkhard Habel das Gespräch mit den Filmschöpfern. Samstag, 26. Juni 2010Fußball-WM in 3D im Kino
Mehr als 30 Kinos setzen inzwischen auf 3D TV-Übertragungen.
![]() Nach dem aufregenden aber erfolgreichen WM-Spiel zwischen Deutschland und Ghana zeigen immer mehr Kinos 3D-TV-Sendungen in ihren Sälen. Darunter sind beispielsweise Häuser der Kinokette UCI in Berlin, Bochum, Duisburg, Düsseldorf und Hamburg, wie wir bereits in einem Nachtrag des Blog-Artikels vom 12. Juni andeuteten. Vor allem morgen Nachmittag dürften sich noch mehr Zuschauer für das Spiel gegen England interessieren. Eutelsat überträgt die 3D-TV-Bilder der Fußballweltmeisterschaft 2010 aus Südafrika in Kooperation mit der Bewegte Bilder Medien AG live in 3D in über 30 Kinos. Vor allem die Kinokette UCI ist Vorreiter in der Satellitenkommunikation. Die Filmpaläste mussten dazu mit jeweils zwei Parabolantennen ausgestattet werden, um 3D-TV empfangen zu können. Das Bild wird zudem auf speziellen Festplatten kurzzeitig zwischengespeichert, um Schwankungen im Satellitensignal ausgleichen zu können. Der Zuschauer soll von möglichen Empfangsengpässen nichts bemerken und ein durchgehend einwandfreies Signal auf der Großbildleinwand sehen können. Am ersten WM-Wochenende hatten die Kooperationspartner die 3D-Live-Übertragung schon in sieben Kinos in Deutschland und der Schweiz erfolgreich getestet. Dabei wurden speziell produzierte 3D-Live-Signale aus den Stadien empfangen. Als technische Basis dient ein satellitengestütztes digitales Netzwerk. Eutelsat und Bewegte Bilder haben mit fast 100 Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Abkommen zur Übertragung von HD-Inhalten in 2D und 3D geschlossen. Zahlreiche Lichtspielhäuser wurden Eutelsat zufolge bereits mit der neuen Technik ausgestattet. Ähnliche Netzwerke seien schon länger in Frankreich und Italien im Einsatz. Im Rahmen der Zusammenarbeit stellt Eutelsat die Technik und Satelliten-Übertragungskapazitäten (70 MBit/s) bereit. Die Online-Überwachung und Kontrolle aller Übertragungen wird zentral durch OpenSky verwaltet. Bewegte Bilder ist vor Ort für die Installation, Integration und Wartung der Infrastruktur in den Kinos verantwortlich. Ab den Viertelfinalspielen sind sieben weitere WM-Begegnungen bis hin zu den beiden Halbfinalpartien und Endspielen geplant. Eine Liste aller 32 teilnehmenden Kinos findet sich unter www.wm-3d.com. Auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter im Auftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) verfolgt jeder Zehnte Live-Übertragungen wie die Fußball-WM bereits im Netz. Der typische IPTV-Konsument ist jung, männlich und gebildet. Am beliebtesten sind demnach kurze Videoclips, die sich 40 Prozent der Internetnutzer anschauen. Jeder sechste (17 Prozent) verfolgt TV-Sendungen wie die Tagesschau online, jeder achte sieht sich Filme per Download oder Livestream an. Live-Übertragungen, etwa von Sportveranstaltungen wie der laufenden Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, sieht sich jeder Zehnte im Internet an. Link: www.uci-kinowelt.de und www.wm-3d.com Freitag, 25. Juni 2010Festival des Deutschen Films nähert sich dem Ende
Noch drei Tage Filmfest Ludwigshafen auf der Parkinsel am Rhein.
![]() In der schönsten Zeit des Frühsommers findet in der Metropolregion Rhein-Neckar jedes Jahr mit dem Filmfest Ludwigshafen das Festival des Deutschen Films statt. Und da die Nächte vom 16. bis 27. Juni zum Filme sehen recht kurz sind, die Tage dafür aber umso länger, hat man sich für tagsüber etwas besonderes auf der Parkinsel am Rhein einfallen lassen. Mit Instrumentalmusik aber ohne Verstärker - also unplugged - lädt das Festival jeden ein, allein oder mit einem Freund Musik für alle Festivalbesucher zu machen. Das soll aus Spaß und ehrenhalber passieren. Es gibt also kein Honorar. Man kann sich aber eine Freikarte für den Filmbesuch zu zweit erspielen! Während sich zu fast gleicher Zeit das Filmfest München auf Kurzfilme beschränkt, steht das Filmfest Ludwigshafen ganz im Zeichen neuer Deutscher Spielfilme. Wie beim renommierten Filmfest Hof im Herbst trifft sich auch in Ludwigshafen alljährlich die deutsche Filmelite, um gemeinsam zu feiern oder bei den Filmgesprächen der Branche zu fachsimpeln. Darüber hinaus wird auch im sechsten Jahr des Festivals der Preis der Deutschen Schauspielkunst an einen Künstler vergeben. Diesmal erhält ihn Moritz Bleibtreu. Natürlich gibt es wie bei jedem richtigen Festival eine Jury. Sie vergibt im Wettbewerb um den Filmkunst-Sonderpreis "Herausragender Fernsehfilm 2010" den mit 50.000 Euro dotierten FILMKUNSTPREIS, den das Festival des deutschen Films jährlich an besonders gelungene neue deutsche Filme vergibt, unabhängig von deren Marktwert. Ab 2011 kann zukünftig gleichberechtigt der Preis nicht nur an reine Kinoproduktionen und Kino-Fernseh-Misch-Produktionen gehen, sondern auch an reine Fernsehproduktionen in Deutschland. Die deutschen Fernsehanstalten sind aufgerufen, die in den folgenden 12 Monaten fertig gestellten Filme dafür jetzt schon einzureichen. Festivaldirektor Dr. Michael Kötz begründet die Neuausrichtung des Festivals wie folgt: „Nur ein sehr kleiner Teil der jährlich in Deutschland entstehenden, künstlerisch erwähnenswerten Filmwerke sind im Kino zu sehen. Nur jedes sechste Kino in Deutschland zeigt solche Filme überhaupt und selbst dort laufen sie oft nur mit sehr geringer Akzeptanz der Zuschauer. Nahezu 100 Filmfestivals in Deutschland beweisen andererseits wie groß die Nachfrage nach intelligentem Kino ist. Sie sind zum Erlebnisort für Filmkunst geworden". Die schlichte Wahrheit hinter dem neuen Preis: Das Kino braucht das Fernsehen - als Geldgeber und als Forum. Es ist eine gute Geste, wenn TV-Produktionen auch bei Filmfestivals wahrgenommen und zur Diskussion gestellt werden. Auch in der Debatte um den sogenannten amphibischen Film kann das nur nutzen. Diese von Beginn an für die Zweitauswertung im Fernsehen konzipierten Werke werden dafür kritisiert, dass sie dem Kino das Bildschirm-Erzählen aufzwingen. Ein Filmpreis für das Fernsehen dreht den Spieß nun auf charmante Weise um. Denn in Ludwigshafen gelten ja auch weiterhin Kinogesetze. Hier werden die Fernsehregisseure beweisen müssen, dass ihre Arbeiten auch den Ansprüchen der Leinwand standhalten, schreibt die Neue Osnabrücker Zeitung in einem Kommentar. Um den Filmkunstpreis konkurrieren insgesamt 13 deutschsprachige Filme. Dazu kommt die Festivalreihe „Lichtblicke“, in der noch einmal sieben Beiträge präsentiert werden. Link: www.festival-des-deutschen-films.de Donnerstag, 24. Juni 2010"Grimme trifft die Branche" in München
Zum ersten Mal findet die diesjährige Veranstaltung in München statt.
![]() Unter dem Titel "Grimme trifft die Branche" führt das Adolf-Grimme-Institut in Kooperation mit dem Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe an der VHS Berlin Mitte (iSFF) und dessen Freundeskreis seit 2008 eine einmal jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe zum Thema "Qualität im Fernsehen" für ein Fachpublikum durch. Zum ersten Mal findet die diesjährige Veranstaltung in München statt. Termin: Donnerstag, den 29. Juli 2010, 18.00 Uhr bis ca. 22.00 Uhr (von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr Filmvorführung, ab 20.00 Uhr Diskussion) Ort: Club Substanz Ruppertstr. 28 80337 München Wie auch in den beiden Jahren zuvor in Berlin, wollen die Veranstalter die Kriterien für die Vergabe von Adolf-Grimme-Preisen anhand einer aktuell prämierten TV-Produktion herausarbeiten und mit den Machern des Films, den Juroren und dem Fachpublikum diskutieren. Ausgewählt wurde in diesem Jahr die ZDF Produktion "Kommissar Süden und der Luftgitarrist" unter der Regie von Dominik Graf. Und da der Film in München spielt und München zum Thema hat, was läge da näher, als die Veranstaltung in München - am wesentlichen Dreh- und Handlungsort des Films, dem "Club Substanz"- stattfinden zu lassen. Die Podiumsdiskussion zum Thema Fernsehqualität unter Einbezug des Fachpublikums verläuft mehrteilig mit wechselnder Zusammensetzung und zu unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Auf dem Podium: Dominik Graf (Regie); Friedrich Ani (Buch); Alexander Fischerkoesen (Kamera); Dieter Schleip (Musik); Martin Feifel, Jeanette Hain, Ulrich Noethen (Darstellung); Oliver Berben (Produzent); N.N. (ZDF) sowie die Juroren Thorsten Körner, Volker Bergmeister und Thomas Thieringer. Ab 22.00 Uhr besteht bei einem Empfang die Möglichkeit zum Gespräch sowie zur Knüpfung und/oder Pflege von Kontakten mit Kollegen und Machern aus der Film- und TV-Branche. Bitte melden Sie sich und eine mögliche Begleitung wegen der begrenzten Platzzahl frühzeitig beim iSFF an. Das Programm mit dem genauen Ablauf wird den Teilnehmern der Veranstaltung Anfang Juli zugesandt. Leitung Adolf-Grimme-Preis: Dr. Ulrich Spies Kontakt iSFF Dr. Jutta Wiegmann Tel: 030 / 9018 374 43 Fax: 030 / 9018 374 86 Mail: info@isff-berlin.eu Web: www.isff-berlin.eu Mittwoch, 23. Juni 2010Michael Jackson Day im TV - zu seinem Todestag
"Michael Jackson's This Is It" als Deutschlandpremiere auf ProSieben.
![]() Der Fernsehsender ProSieben feiert den King of Pop am 24. Juni - am Tag vor seinem ersten Todestag. Zum ersten Mal zeigt der Sender Michael Jacksons musikalisches Vermächtnis im deutschen Fernsehen: "Michael Jackson's This Is It", der spektakuläre Film über die Vorbereitungen zu seiner Konzertreihe in London läuft um 20:15 Uhr. Im Kino war der Film, trotz großem Erfolg, nur kurze Zeit zu sehen. Sony Entertainment wollte den Zusammenschnitt der Proben zur geplanten Konzerttour weltweit nur 14 Tage im Kino zeigen, um danach die Zweitverwertung im TV und auf Blu-ray noch erfolgreicher starten zu können. Ebenfalls eine Deutschlandpremiere ist die Dokumentation "Gone Too Soon" (OT). Im Rahmen des Michael Jackson Day zeigt der Sender den Film am Donnerstag, 24. Juni 2010, auf ProSieben um 23.15 Uhr. Noch einmal Michael Jacksons Performance von "Thriller" erleben zu können - das war der Wunsch aller Fans des King of Pop. Am 25. Juni 2009 wurden diese Träume jäh zerstört. Denn mit Jacksons plötzlichem Tod starben auch die Pläne für die gigantische Konzertreihe "This Is It". Fünfzig Konzerte in der Londoner O2-Arena sollten der Abschied des King of Pop von der Showbühne sein. Geblieben sind über 100 Stunden Filmmaterial von den Proben. Daraus machte Kenny Ortega, der auch die Regie der Bühnenshow verantworten sollte, eine einzigartige Dokumentation. Christoph Körfer, stellvertretender ProSieben-Geschäftsführer: "Der Michael Jackson Day ist ein Highlight im ProSieben-Programm während der Fußball-Weltmeisterschaft. Emotionaler und authentischer als mit den Deutschlandpremieren des Films 'Michael Jackson's This Is It' und der Dokumentation 'Gone Too Soon' kann man sich Michael Jackson nicht nähern."Der Film gewährt einmalige Einblicke in die Proben, zeigt Szenen auf und hinter der Bühne und Interviews mit Freunden und Crewmitgliedern. Zu sehen sind außerdem 3D-Sequenzen, die für die Bühnenshow geplant waren. So bekommen die Zuschauer einen Eindruck davon, was für eine bombastische Show im Sommer in London zu sehen gewesen wäre. Ein letztes Mal kann man Jackson mit seinen größten Hits erleben. Kein Wunder also, dass die Kino-Dokumentation "Michael Jackson's This Is It" in nur zwei Wochen Laufzeit 200 Mio. US-Dollar einspielte und somit zum erfolgreichsten Konzertfilm aller Zeiten wurde. Ein weiteres Highlight am Michael Jackson Day: die Dokumentation "Gone Too Soon" (OT). Aus über 300 Stunden Material hat der Journalist Ian Halperin, Autor des New York Times-Bestsellers "Unmasked - Die letzten Jahre des Michael Jackson", ein hautnahes Porträt über den Pop-Künstler erstellt. Neben Filmaufnahmen des King of Pop, enthält der Film Interviews mit den engsten Mitarbeitern des Superstars. In der Daytime begleitet "We are Family!" einen Jackson Fan, für den mit dem Tod seines Idols eine Welt zusammengebrochen ist. Das Magazin "taff" beleuchtet die letzten Wochen des Superstars und die Ungereimtheiten rund um seinen Tod. Der Michael Jackson Day auf ProSieben im Überblick: 14.00 Uhr "We are Family! So lebt Deutschland. Jacko ist tot, jetzt muss mein Leben neu beginnen" 17.00 Uhr "taff" - Das Boulevardmagazin 20.15 Uhr "Michael Jackson's This Is It" 22.15 Uhr "Focus TV Spezial - Die letzten Tage im Leben des King of Pop" 23.15 Uhr "Gone Too Soon" (OT) Link: ProSiebenSat.1 TV Die Michael-Jackson-Highlights gehen danach in anderen Sendern noch weiter. In der Nacht vom 24. zum 25. Juni zeigt das ZDF um 01:05 Uhr das Münchenkonzert der „HIStory Tour“ von 1997 und RTL wiederholt am 25. Juni die bereits im März gezeigte Doku „100 Prozent Michael Jackson“. Darüber hinaus war vorgestern Abend in der ARD der Film "Legenden - Michael Jackson" zu sehen. Der Film von Michael Wech blickte hinter die Legende und erzählte von Menschen, die Michael Jackson besonders nahe standen. Dabei kamen Interviewpartner zu Wort, die zum Teil noch nie vor der Kamera standen, darunter Michael Jacksons erste Freundin, Theresa Gonsalves. Der Film sollte eigentlich nach der Austrahlung in der ARD Mediathek unter Reportage/Dokumentation zu sehen sein, wurde dann aber wegen ungeklärter Rechte wohl doch nicht eingestellt. Dienstag, 22. Juni 2010Ex Spiegel Chefredakteur übernimmt N24
Pro Sieben Sat.1 trennt sich von seinem Nachrichtensender N24.
![]() Die Diskussion um den Fortbestand von N24, dem Nachrichtensender der Pro SiebenSat1 Gruppe, währt schon eine Weile. Nach dem Wegzug des privaten Fernsehsenders SAT1 aus Berlins schönster Mitte am Gendarmenmarkt hatten die Medienwächter der Landesmedienanstalten wieder einmal angemahnt, dass die Sendeerlaubnis der privaten Programme an gewisse Bedingungen geknüpft ist. TV-Vollprogramme, wie sie SAT1, Pro Sieben oder auch RTL senden dürfen, müssen zwingend Nachrichtensendungen einschließen. Nur dann ist die Informationspflicht der Sender gegeben. Vor einigen Wochen fand zu diesem Thema auch eine Podiumsdiskussion im Atrium des Deutschen Bank Forums - am Sitz der Deutschen Guggenheim - in der Berliner Charlottenstraße statt, auf der es hoch her ging. Norbert Schneider, scheidender Direktor der Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen, wettert schon damals gegen den beabsichtigten Verkauf des Nachrichtensenders N24 durch die Pro SiebenSat.1 AG. Auch Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Landesmedienanstalten (DLM), bestärkte jüngst nochmals, dass: "Informationen über das aktuelle Zeitgeschehen und seine Hintergründe ein Wesensmerkmal von Rundfunk sind, die nicht zur Disposition stehen dürfen." Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender (CEO) von Deutschland größtem und erfolgreichstem Fernsehunternehmen konterte damit, dass der Sender sparen müsse. Das Interesse seiner Zuschauer Klientel wäre mehr an Sendungen von Entertainer Stefan Raab interessiert, als an kostenaufwendigen Nachrichtensendungen, fügte er fort, sodass er sich einen eigenen Nachrichtenkanal nicht mehr leisten könne. Tatsächlich hatte Stefan Raab zusammen mit Lena und ihrem Titelsong "Satellite" den Eurovision Song Contest beim Europa Grand Prix in Oslo gewonnen und damit sämtliche Nachrichtenseiten der Zeitungen und Sender gefüllt. Doch sich darauf zu berufen und die Informationspflicht des Senders auf Entertainsendungen zu beschränken, empörte lautstark das versammelte Publikum. Zwar beschwichtigte der Sender sogleich, dass man mit der Sendung "Dieter Kronzuckers Kosmos" auf N24 doch sehr beliebte Informationssendungen täglich ausstrahlen würde, doch der Vertreter der Landesmedienanstalt warnte noch einmal vor genereller Aufgabe von Nachrichtensendungen, was den Konzern die Sendelizenz kosten könne. Auch wenn Nachrichten ein Verlustgeschäft seien, bestimmten sie dennoch das Image eines Senders mit. Warum die Senderkette Pro SiebenSat.1 AG sich nun von ihrem Nachrichtenkanal N24 trennt und laut Meldung vom 16. Juni 2010 an ein Bieterkonsortium um den früheren „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust verkauft, bleibt dennoch unverständlich. Der beim Spiegel geschasste Chefredakteur hat sicherlich mit dem erfolgreichen Spiegel-TV genügend Fernseherfahrung, um den Sender am Leben zu erhalten, doch 72 von 218 Vollzeitstellen sollen durch Vertragsaufhebungen oder Kündigungen abgebaut werden. Nach dem Umzug des Nachrichtensenders an den imageträchtigen, aber teuren Standort am Berliner Potsdamer Platz gab es wiederholt Meldungen über einen anstehenden Verkauf. Aus diesem Studio werden zudem die Nachrichtensendungen für SAT1 und ProSieben gefahren. Vielleicht wäre es geschickter gewesen das Prinzip von der Deutschen Welle (DW-TV) zu übernehmen und statt für jeden Sender einen eigenen Anchorman zu beschäftigen, hätte man vielleicht besser nur eine rotierende Newssendung für alle Sender aus einem Studio produzieren sollen. Auch damit hätte man Einsparungen bewirken können. Nun also trennt sich der Fernsehkonzern Pro Sieben Sat.1 zum 1. September 2010 von seinem Nachrichtensender N24 und muss über kurz oder lang ein neues eigenes Nachrichtenstudio in München aufbauen, auch wenn die Politik weiter in Berlin spielt. Noch soll die neue N24-GmbH bis Ende 2016 die Nachrichten für Sat.1, Pro Sieben und Kabel eins liefern. Die „qualitativ hochwertige Nachrichtenversorgung“ der Privatsender sei somit langfristig gesichert, betonte Pro Sieben Sat.1-Chef Thomas Ebeling. Sogar das Sat.1-Frühstücksfernsehen soll „bis mindestens Mitte 2014“ seinen Standort in Berlin beibehalten können. Nach Angaben von Pro Sieben Sat.1 kostet die Abgabe des Senders bis zu 41 Millionen Euro, dazu kommen Abschreibungen auf Anlagegüter von bis 12 Millionen Euro. Das Bieterkonsortium mit dem langjährigen N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann, dem Fernsehproduzenten Thorsten Pollfuß sowie Stefan Aust übernimmt auch die Produktionsgesellschaft Maz&More. Die Moderatoren der Nachrichten von Sat.1, Pro Sieben und Kabel eins sollen künftig bei den Pro Sieben Sat.1 Sendern und nicht mehr bei N24 angestellt sein. „Meine Aufgabe wird es vor allem sein, mich ab sofort um zusätzliche Aufträge für neue Reportagen und Dokumentationen zu kümmern“, erklärte Aust. Der 63-jährige Journalist und Gründer von „Spiegel TV“ hatte zuletzt ein neues Nachrichtenmagazin unter dem Arbeitstitel „Woche“ auf den Markt bringen wollen. Der Medienkonzern Axel Springer („Bild“, „Die Welt“) und die WAZ-Gruppe („Westdeutsche Allgemeine Zeitung“), die als Partner dafür im Gespräch waren, zogen sich aus dem Projekt zurück. N24 will sein Programmschema weitgehend beibehalten, sich aber stärker auf die Politik-Berichterstattung konzentrieren. Bis zum vierten Quartal 2011 will der Sender ein deutsches Netzwerk von Videojournalisten mit 13 Stellen aufbauen. Ein Teil der N24-Magazine, die bisher von der ProSiebenSat.1-Gruppe zugeliefert wurden, sollen durch Dokumentationen und Reportagen ersetzt werden. Pro Jahr will N24 rund 50 Reportagen in Auftrag geben. Link: www.n24.de Montag, 21. Juni 2010ver.di - Fernsehpreises 2010
Auszeichnung für ein Drehbuch und eine Regiearbeit in Babelsberg.
![]() Der ver.di Fernsehpreis zeichnet jedes Jahr ein Drehbuch und eine Regiearbeit aus. Er ist mit 7.500 Euro dotiert und wird seit 1965 vergeben. In diesem Jahr sind die Preisträger Stephan Falk und Lars Montag für das Drehbuch zum ARD-Fernsehspiel »Tatort: Kassensturz« und Connie Walther für die Regie zum ARD-Film »Frau Böhn sagt nein« – eine ehrende Anerkennung wurde den Drehbuchautoren Benedikt Röskau und Sylvia Leuker und dem Regisseur Andreas Senn für den ZDF-Film »Über den Tod hinaus« zugesprochen. Prämiert werden damit zwei Fernsehspiele, die nach Auffassung der sieben köpfigen Jury »unter Wahrung künstlerischer Gesichtspunkte zeit- und gesellschaftspolitische Stoffe behandeln, die geeignet sind, die politische Bildung zu vertiefen«. Darüber hinaus sollen die Filme die Urteilsfähigkeit in gesellschaftspolitischen Fragen erhöhen und die Bereitschaft zum politischen Engagement für Freiheit und Demokratie anregen. Der ver.di-Fernsehpreis für die Sparten Drehbuch und Regie wird am 3. Juli um 11:00 Uhr bei einem Festakt in der in der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam verliehen. HFF "Konrad Wolf" Marlene-Dietrich-Allee 11 14482 Potsdam Anmeldung zur Teilnahme für ver.di Mitglieder, Filmschaffende oder Journalisten bis Mittwoch, 23.6.2010 per Mail bei: connexx.av GmbH c/o ver.di Kathlen Eggerling - Projektmanagerin Köpenicker Straße 30 - 10179 Berlin Tel: 030 / 88 66 54 16 Fax: 030 / 88 66 59 35 Mobil: 0160 / 97 84 61 43 Mail: kathlen.eggerling@connexx-av.de Web: www.connexx-av.de Sonntag, 20. Juni 2010Halbzeit beim Filmfest München
MUNICH INTERNATIONAL short film festival 2010 im Gloria Palast am Stachus
![]() Während in Berlin der Christopher Street Day tobt und bei der Berlin Biennale insbesondere Heerschaaren von Japanern mit Fotoapparaten bewaffnet die Galerien stürmen sowie im Stadtbad Wedding die Besucher des Emergandsee media arts festival den Ausgang wegen des Andrangs zur der Eröffnung kaum fanden, da feiert die Münchner Filmwerkstatt e.V. mit MUNICH INTERNATIONAL eines der raren echten Sommerfilmfestivals im Gloria Palast am Stachus. Jeden Sommer wird München für einige Wochen zur deutschen Filmhauptstadt: mit dem MUNICH INTERNATIONAL short film festival 2010 läutete die Münchner Filmwerkstatt am Donnerstag, den 17. Juni die örtlichen Filmwochen ein. Bis zum Mittwoch, den 23. Juni präsentiert das Festival im Gloria Palast am Stachus täglich ab 19:00 Uhr die besten Kurzfilme aus Deutschland und aller Welt. Herzstück der Kurzfilmfestivals ist der Internationale Wettbewerb, der traditionell in fünf nach den Geschmacksrichtungen SWEET, SOUR, SALTY, BITTER und UMAMI benannten Programmen organisiert ist. 35 Filme aus 26 Ländern konkurrieren hier um den erstmals vom Ökostromanbieter strasserauf mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis. Alle diese Filme sind zum ersten Mal in Bayern zu sehen, 20 von Ihnen sogar als deutsche Erstaufführung – und THE NEW TENANTS, Gewinnerfilm des Oscars 2010 für den Besten Kurzfilm, feiert hier wie drei weitere Filme sogar seine Europapremiere. Alle nicht englischsprachigen Filme sind dabei englisch untertitelt, und viele Filme werden von den Filmemachern persönlich vorgestellt – Gäste u.a. aus Schweden, Irland, England, den Niederlanden, Polen, Frankreich, Italien, Ungarn, Österreich, der Schweiz, Andorra, Spanien, Israel und Malaysia haben sich angekündigt. Weiterhin zeigt das MUNICH INTERNATIONAL short film festival Filme aus dem Umfeld der Münchner Filmwerkstatt im Programm FRIENDS & FAMILY sowie in zwei Programmen BEST OF GERMANY die besten deutschen Kurzfilme, allesamt nominiert für oder gar Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises. Eins der Highlights des Festivals ist auch 2010 wieder die zweitägige Masterclass am Wochenende, die dieses Jahr die einzigartige Möglichkeit bietet, den renommierten Drehbuchautor und Stoffentwickler Christopher Vogler persönlich zu erleben. Dieser gewährt mit seiner "The Writer's Journey" Einblicke in die Kunst des Drehbuchschreibens und zeigt dabei Techniken, wie die Struktur der Handlung und die Charaktere entwickelt werden können. Die Masterclass wird vom FilmFernsehFonds Bayern unterstützt. Link: Programmflyer MUNICH INTERNATIONAL Samstag, 19. Juni 2010Berlin und Brandenburg im Herbst 2010
Andreas Dresen dreht für den rbb einen fünf Stunden Film.
![]() "Deutschland im Herbst", das war ein Episodenfilm von 1978 über die über die Rote Armee Fraktion (RAF), gestaltet von elf verschiedenen Regisseuren des sogenannten Neuen Deutschen Films. Auch Andreas Dresen, bekannt aus "Wolke Neun" und "Halbe Treppe" - um seine bekanntesten Filme zu nennen, plant für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) eine Gemeinschaftsproduktion für den Herbst 2010. Anlass ist das 20jährige Jubiläum des Landes Brandenburg in diesem Jahr. Zusammen mit anderen Filmemachern und Video Journalisten des Fernsehsenders sind 20 Episoden aus und über Brandenburg geplant, die am 1. Oktober 2010 ausgestrahlt werden sollen. Diesmal soll es allerdings weniger politisch zugehen, auch wenn der Regisseur auf diesem Gebiet durchaus Erfahrungen vorweisen kann. Stattdessen wird beispielsweise ein Landpfarrer aus Friedrichswalde porträtiert, der die Hausbesuche zur Seelsorge bei Alten, Kranken und Pflegebedürftigen mit dem Motorrad erledigt. Andreas Dresen wird federführend die jungen VJ's anleiten und die Teile geschickt zusammenführen. Der Erfolg von 24h Berlin, der längsten Dokumentation in der Geschichte des Fernsehens, die am 5. September 2009 auf dem rbb ausgestrahlt wurde (siehe BAF-Blog vom 03.09.09) gab den Ansporn zu diesem neuen TV-Projekt. Im Gegensatz zur Machart von »24 Stunden Berlin« schneiden die Filmemacher von »20 mal Brandenburg« ihre Beiträge selbst. Die Handschriften der jeweiligen Regisseure bleiben erkennbar. Andreas Dresen selbst beschränkt sich in seinem eigenen Beitrag auf die 2500 Angestellten von Mercedes Benz in Ludwigsfelde. Die Arbeiterklasse zu filmen, war ihm schon früher ganz wichtig gewesen, als er noch an der Babelsberger Filmhochschule »Konrad Wolf« studierte. Insgesamt sollen fünf Stunden geschnittenes Material an einem Stück über den Sender am Abend ausgestrahlt und am 3. Oktober vormittags wiederholt werden. --------------------------- Festival der Filmfestivals Weitere Neuigkeiten aus der Welt der Berliner Filmfestivals konnten wir beim Treffen der Berliner Festiwelt, in der HomeBaseLounge am 8.06.2010 erfahren. Der »Filmsalon« soll die Tradition des Berliner Filmforums in der Köthener Straße 44 ersetzen und mit neuen Veranstaltungen fortsetzen, schrieben wir im BAF-Blog am 07.06.10. Im Anschluß an die Fußball-WM plant der achtung berlin - new berlin film award wieder eine Open Air Veranstaltungen auf dem Kulturforum mit Highlights des letzten Festivals. Die Yorck Kino Gruppe wird an diesem wunderschönen Ort wieder ein Freiluftkino aufbauen, das von achtung berlin an einem schönen Sommerabend bespielt wird. Ende September ist noch ein weiteres Bonbon geplant. Vermutlich im Filmtheater am Friedrichshain werden in fünf Kinosälen gleichzeitig, eine ganze Nacht lang die Berliner Filmfestivals ihr Bestes geben und gemeinsam mit großem Buffet die Nacht mit aufregenden Filmen aus allen Programmen bestreiten. Noch steht der Termin nicht fest, doch wir werden rechtzeitig darüber informieren. Außerdem gibt es bei unseren Kollegen vom Blog der Berliner Filmfestivals täglich aktuelle Meldungen, was in unserer Stadt an Film-Veranstaltungen und Film-Festivals läuft. Link: www.festiwelt-berlin.de Freitag, 18. Juni 2010DOK Leipzig sucht Filme fürs Festival 2010
Für die 53. Ausgabe von DOK Leipzig können jetzt Filme eingereicht werden.
![]() Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig), das vom 18. bis 24. Oktober 2010 stattfindet, lädt Filmemacher, Produzenten und Verleiher aus aller Welt ein, ihre neuesten Produktionen jetzt einzureichen. DOK Leipzig ist das älteste Dokumentarfilmfestival der Welt und das zweitgrößte in Europa. Es gehört zu den führenden Festivals für künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm, das schon vor der Wende als einzigartiger Ort der Begegnung von Filmemachern aus Ost und West existierte. Im Angesicht seiner wechselvollen Geschichte steht das Leipziger Festival mehr denn je zuvor für Filme, die sich für den Frieden und die Würde des Menschen einsetzen und feiert dabei den freien Geist, das freie Wort und das bewusst gesetzte Bild. Hohe künstlerische Qualität, erzählerische Meisterschaft, kritischer Blick, feine Beobachtung, historische Spurensuche und die Erforschung des "Gedächtnisses der Bilder" machen die Vielfalt und den Charakter des Leipziger Festivals aus. ENTRY DEADLINE / EINREICHFRIST: 10. Juli 2010 +++ Reglement, Online-Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie auf www.dok-leipzig.de +++ Die Gesamtsumme der Preisgelder beläuft sich dank der zahlreichen Preisstifter auf 67.000 EUR. DOK Leipzig sucht Filme, die überraschen, die überkommene Konventionen herausfordern und sich ins Gedächtnis einbrennen!!! DOK Leipzig Leipziger Dok-Filmwochen GmbH Grosse Fleischergasse 11 04109 Leipzig Tel.: 0341 / 30864-25 Fax: 0341 / 30864-15 Mail: info@dok-leipzig.de Web: www.dok-leipzig.de Donnerstag, 17. Juni 2010Emergeandsee Festival im Stadtbad Wedding
Interdisziplinäres Festival geht am Wochenende neu Wege.
![]() Am kommenden Wochenende findet das EMERGEANDSEE media arts festival vom 18. - 20. Juni im Stattbad Wedding in Berlin statt. Thema an den drei Tagen ist das Leben in der Hybriden Metropolis: Zwischen Räumen. Wie leben wir in einer Gesellschaft voller sich überkreuzender Räume, wo verorten wir uns und wie funktioniert das alles? Mit Künstlern aus 12 Nationen sollen diese Fragen bei einem Festival neue Denkanstöße geben. EMERGEANDSEE ist ein interdisziplinäres Festival, das Kurzfilm, Audiovisuelle Kunst und Wissenschaft vereint. Zum 10-jährigen Jubiläum des internationalen media arts festivals startet EMERGEANDSEE eine neue Sektion, die sich Projekten jenseits der Kinoleinwand widmet. Eine Ausstellung im stillgelegten Stadtbad Wedding bietet genug Platz für raumgreifende Installationen, interaktive Projektionen und Audio-Arbeiten. SPACE AND SOUND ist offen für aktuelle mediale Projekte, unabhängig von Thema und Format. Filme, audiovisuelle Exponate und Vorträge samt Diskussionen bilden nun den Kern des dreitätigen Festivals - unterstützt von Live-Musik, umgeben von interessanten Menschen. Die Idee in stillgelegten Stadtbädern zu feiern ist allerdings nicht neu. Bereits vor mehr als zehn Jahren gab es im Stadtbad Oderberger Straße in Berlin Mitte legendäre Technopartys. 1994 "flutet" die Bürgerinitiative zum Erhalt des Stadtbades mit 1000 Bildern das Becken. Als letztendlich 2002 zum 100. Geburtstag des Gebäudes doch eine Sanierung des Bades begann, zog man um ins wunderschöne aber stillgelegte Jugendstilschwimmbad Stadtbad Steglitz in der Bergstraße 90, um mit House Partys dort fortzufahren. Seit 2005 beteiligt sich das Stadtbad Steglitz aktiv und viel beachtet am Kulturleben Berlins. Seit dieser Zeit hat Gabriele Berger vor allem durch Konzert- und Theateraufführungen dafür gesorgt, dass man wieder vom Stadtbad Steglitz spricht. Auch das alte Erscheinungsbild des Stadtbades Wedding glich in seiner ursprünglichen Form dem des Stadtbads in der Oderberger Straße, wurde im Zweiten Weltkrieg jedoch weitgehend zerstört. Im Stile der 50er und 60er Jahren mehrmals umgebaut, wurde der Badebetrieb Anfang 2002 eingestellt und die Halle ebenfalls für Veranstaltungen freigegeben. Gleich im Anschluss an EMERGEANDSEE wird dort vom 21. Juni - 22. Juni die Elektronische Bühne zur Fête de la Musique @ STATTBAD Wedding aufgebaut. Vom 25. Juni - 4. Juli zeigt die VERWERTUNG Interdisziplinäres Kunstfestival Arbeiten von über 40 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Umfeld der Berliner Kultureinrichtungen DIENSTbar und Salon Bruit e.V. mit Audio- und Videoinstallationen, Recyclingkunst, Videoscreenings, Performances, Konzerten und Workshops. Mehr dazu unter www.stattbad.net. Nimmt man dazu auch noch die Berlin Biennale in Augenschein, über die wir am 10. Juni im BAF-Blog berichteten, so kommt der Freund von Videokunst die nächsten Wochen voll auf seine Kosten. Vor allem die Videoinstallation von Mark Boulos mit zwei gegeneinander gerichteten Großbildwänden im 3. OG der KW Kunstwerke in der Auguststraße 69, beeindruckte uns. Gezeigt wird auf der einen Leinwand der Kampf der armen, ausgebeuteten Slumbewohner gegen die Ölmultis, während auf der anderen Leinwand der Kampf der Broker um fallende Kurse tobt. Auch im ehemaligen Kaufhaus in der Oranienstraße überwiegt aktuelle Videokunst mit Sex und Agitprop wie beispielweise bei provozierenden Filmen von französischen Straßendemos oder auf der Spur von Guerillakämpfern mit bis zu 90 Minuten Länge von Renzo Martens. Spannend wird es was uns beim EMERGEANDSEE Festival erwartet. Vielleicht bewirkt das Festival, dass der Berliner Senat das Projekt einer staatlichen Kunsthalle an diesem Ort verwirklicht und damit die Initiative kunsthalle-jetzt unterstützt. EMERGEANDSEE 18. - 20. Juni Stattbad Wedding Gerichtstraße 65 13347 Berlin Web: emergeandsee.org Nähere Informationen und das komplette Programm sind im Blog des Festivals als PDF herunterzuladen. Mittwoch, 16. Juni 2010Aufruf zum Viral Video Award 2010
Der internationale Viral Video Award sucht und prämiert erneut die besten Internetvideos mit Botschaft!
![]() Im Rahmen des 26. Internationalen Kurzfilmfestival Berlin, das vom 16. bis 21. November 2010 stattfindet, rufen die Agentur Zucker.Kommunikation, die Heinrich Böll Stiftung und interfilm Berlin zur Teilnahme am dritten Wettbewerb für virale Filme mit Botschaft aus. Alle Einreichungen sollen die Absicht haben, eine werbliche, ideelle, politische oder originelle Botschaft zu vermitteln. Sie dürfen höchstens zwei Jahre alt sein und sollten sich bereits erfolgreich im Netz verbreitet haben – oder auf dem besten Weg zur Verbreitung sein. Drei Preise werden vergeben: • Jury Preis in Höhe von € 500,- • Publikumspreis in Höhe von € 500,- • Preis für das beste politische Viral in Höhe von € 1000,- vergeben von der Heinrich Böll Stiftung Ob Werbestrategie oder Propaganda, die Botschaften der Verführung und Überzeugung nehmen längst die virtuellen Wege der viralen Verbreitung durchs Internet. Auf Filmforen, per Mail, in Blogs und auf Videoportalen werden Videos gezeigt und weiterempfohlen. Manche von ihnen lassen die Marke bzw. den Absender dahinter kaum erkennen, andere spielen genau damit. Was zählt ist Witz und Originalität – Virals müssen so gut sein, dass sie die magische Schwelle des Weiterleitens überschreiten. Mund zu Mund-Propaganda ist (fast) alles was zählt. Interfilm Berlin will internationale Virals in einem Wettbewerb bündeln und sehen, welche der nominierten Werke sich innerhalb des Wettbewerbs am erfolgreichsten durchsetzen. Dabei soll natürlich auch der künstlerisch-kreative Aspekt der Produktion von einer Fachjury gewürdigt werden. Der Wettbewerb wird im Rahmen des von interfilm Berlin veranstalteten 26. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin auch auf Leinwand präsentiert. Vom 18. Okt. bis 18. Nov. wird bei www.viralvideoaward.com das online-Voting stattfinden. Bewerbe Dich mit Deinem Film, • der speziell für das Internet gemacht wurde, • der die Absicht hat, sich viral zu verbreiten oder bereits viral verbreitet ist • und der für oder gegen ein Image, eine Institution, eine Marke, ein Produkt oder eine Idee wirbt. Lade den Film auf ein Videoportal Deiner Wahl und schlage ihn dann auf www.viralvideoaward.com vor. Du kannst dort auch einfach nur die URL nennen, unter der der Film online ist. Du kannst auch Filme vorschlagen, die Du nicht selbst gemacht, sondern im Netz entdeckt hast. Einreichungs-Deadline: 11. September 2010 ! Eine Jury wählt aus allen Einreichungen die besten Virals aus, die anschließend am Online-Publikums-Voting teilnehmen. Für das Voting sind die Filme auf www.viralvideoaward.com sicht- und wählbar. Parallel und unabhängig davon werden die Virals von einer Fachjury prämiert. Link: www.interfilm.de interfilm Berlin Management GmbH Tempelhofer Ufer 1a 10961 Berlin Germany
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