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Filmwoche München 2018 endet mit der Verleihung des Bayerischen Filmpreises

Krönender Abschluss des Treffens der Filmwirtschaft in München ist der Deutsche Filmball im Bayerischen Hof.

Es war sicherlich kein Zufall, dass der in Berlin ansässige Kinoverband HDF Kino e.V. kurz vor Beginn der diesjährigen Münchner Filmwoche im Mathäser Filmpalast auf sein eigenes Branchentreffen im Mai, dem bisherigen Filmtheaterkongress von Forum Film in Karlsruhe, mit einer neu gestalteten Webpräsens und einem neuen Logo für den zukünftigen Kinokongress »KINO 2018« im mondänen Baden Baden aufmerksam machen wollte.

Dennoch trifft sich die Filmwirtschaft jeweils zum Anfang des Jahres gerne im Kinopolis-Flaggschiff in München, nicht nur um sich die neuesten Trailer der Verleiher in den Tradeshows von Warner Bros., Walt Disney, Universum Film, Square One Entertainment, Paramount, Studiocanal, Twentieth Century Fox, Concorde, Tobis Film, Wild Bunch, Splendid Film, NFP, DCM, Sony Pictures, Constantin Film und Universal Pictures International anzuschauen, sondern auch um vom 16.01. – 19.01.2018 über die wirtschaftliche Lage des vergangenen Kinojahres und den Ausblick auf des neue Jahr zu diskutieren. Darüber hinaus lockt am 19.01.2018 die Verleihung des Bayerischen Filmpreises auf der zahlreiche Stars zu sehen und zu treffen sein werden. Zudem findet einen Tag danach am 20. Januar 2018 der Deutsche Filmball in München statt.

Eröffnet wird der 45. Deutsche Filmball zum Auftakt des neuen Filmjahres 2018 mit einer Ansprache von Alfred Holighaus, Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO), gefolgt durch ein Grußwort von Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Trotz der in Berlin anstehenden 68. Berlinale, dem größten Internationalen Filmfestival in Deutschland, ist München mit dem Deutschen Filmball nicht nur wegen der ARRI-Group und den Bavariastudios insgeheim der Treffpunkt der Stars aus der deutschen Filmwelt geblieben, denn die Internationalen Filmfestspiele Berlin bieten einen solchen krönenden Ballevent für Produzenten, Schauspieler, Kameraleute und die Regieelite in der Hauptstadt nicht an.

Anders als ursprünglich geplant, geht man nicht erneut auf einen späteren Januar-Termin, sondern setzt die Verleihung des Bayerischen Filmpreises wieder ans Ende der Treffens der Filmwirtschaft und der Kinobetreiber, die auch von der AG Kino – Gilde e.V., dem Verband der Filmkunsttheater und Programmkinos, nicht unerwähnt bleibt.

Ehrenpreis beim Bayerischen Filmpreis für Werner Herzog.

Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten im Rahmen der 39. Verleihung des Bayerischen Filmpreises geht an den Regisseur und Produzenten Werner Herzog. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Regisseuren und Produzenten der Gegenwart. Herzog hat bisher mehr als 60 Spiel- und Dokumentarfilme inszeniert, produziert und geschrieben. Zu seinem Œuvre zählen Werke wie „Aguirre, der Zorn Gottes“, „Nosferatu: Phantom der Nacht“ und „Fitzcarraldo“.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin und Medienministerin Ilse Aigner wird die begehrte Auszeichnung am 19. Januar 2018 im Rahmen der Filmpreisgala, die der BR ab 20.15 Uhr im BR Fernsehen überträgt, im Münchner Prinzregententheater überreichen.

Im Rahmen der Verleihung des Bayerischen Filmpreises wird auch der VGF-Nachwuchsproduzentenpreis im Münchner Prinzregententheater verliehen. Die Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken (VGF) verleiht mit dem VGF-Nachwuchsproduzentenpreis, den mit 60.000 Euro höchstdotierten deutsche Nachwuchsproduzentenpreis.

Er geht in diesem Jahr an Helena Hufnagel (Cocofilms) für ihren Film "Einmal bitte alles", den sie auch inszeniert hat. Hier der Trailer:

Synopsis:

Luise Heyer spielt in der Tragikomödie, die im Sommer knapp 20.000 Besucher in die deutschen Kinos gelockt hatte, die 27-jährige Isi, die sich in einer Lebensabschnittskrise befindet. Auf dem Weg, eine erfolgreiche Illustratorin zu werden, zeichnet sie eine Graphic Novel zu F. Scott Fitzgeralds "Die Schönen und Verdammten". "Verdammt" ist aber auch ein Attribut, das auf Isi selbst zutrifft. Denn als ihre beste Freundin Lotte (Jytte-Merle Böhrnsen) sich auf dem Weg zum gemeinsamen Erwachsenwerden einen ganz anderen Weg einschlägt und schwanger wird, sieht sich Isi mit ihren inneren Zukunftsängsten konfrontiert.

Laut des Auswahlgremiums überzeugte Hufnagel bei ihrem Debutfilm durch Thema, Inszenierung, Look und hervorragende Darsteller. "Mit großem Können hat sie die Disziplinen Produktion und Regie vereint", heißt es seitens der VGF.

Für Filmliebhaber des Arthauses, also den Kinogängern der Filmkunstkinos, ist die Münchner Filmwoche nicht gedacht. Für Filmenthusiasten sind dagegen Filmfestspiele wie die Berlinale und der in wenigen Tagen anstehende Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken sicher die interessantere Wahl, denn dort wird deutschsprachige und in deutschsprachigen Ländern wie Österreich und der Schweiz produzierte Filmkunst gezeigt, die oft von den Verleihern verschmäht wird und deshalb meist viel zu spät oder manchmal auch gar nicht in unsere Kinos kommt.

So zeigt sich wie groß die Schere ist zwischen dem was von Herzen der Filmemacher kommt und dem was die Filmwirtschaft gerne aus Profitgier verkaufen will und mit großem Werbeaufwand in den Markt drückt. Die kleinen Independent Filmemacher, die sich auch in unserem BAF-Verband wiederfinden, können da meist nicht mithalten.

Link: www.muenchnerfilmwoche.de

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